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Wie Kapitalismus und deren Finanzkrise wohlwollend erklärt wird

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„Das Problem ist das fehlende Wachstum“

„Um zu erkennen, warum das nicht geht, genügt es, die Zeitung aufzuschlagen, den Fernseher einzuschalten, ein paar Internetseiten zu öffnen“. Damit will der Artikel erklären, warum die „Kapitalismus-Maschine“ niemals zum Stillstand kommen kann / darf.
Die sog. „Finanzkrise“ seit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers“ im September 2008, sei keine Finanzkrise, keine Bankenkrise, auch keine Schuldenkrise. Die sog. Finanzkrise entstand aus dem gesättigten Markt des US-Immobilienmarktes. Die „neuartigen Wertpapiere“ für den spekulativen Handel auf Immobilien verloren ihren Wert und die Finanzkrise fand ihren Anfang.
Die Bankenkrise entstand durch das einbrechende Investmentgeschäft der Finanzkrise. Banken hätten zuvor ihren Geschäftsschwerpunkt als Kreditgeber zu den Investmentgeschäften verlagert und waren vom Einbruch des Wertpapiermarktes daher besonders betroffen.
Letztendlich folgte die Schuldenkrise, da die Industriestaaten nichts anderes übrig blieb, als „riesige Kredite“ aufzunehmen, um die Banken zu stützen. Die Hoffnung der Staaten, die Verbindlichkeiten (Schulden) durch höheres Wirtschaftswachstum zu begleichen, hat sich nicht verwirklicht. Das Ausbleiben erhöhter Steuereinnahmen und die hinzukommenden Maßnahmen für Bankenrettungen, ließen die Schulden ins „Unermessliche“ steigen.

– Der Artikel wiederholt die These:
„Finanzen, Banken, Schulden. Das Problem ist das fehlende Wachstum.“

„Gibt es eine Alternative zum Kapitalismus?

Die Frage, ob es eine Alternative zum Kapitalismus gäbe, würde stets aus der Sicht der Armen formuliert worden. Die Theorien von Marxisten, Befreiungstheologen, Romantikern, Dritte-Welt-Aktivisten und Arbeiterführern, sind jeher gescheitert. Selbst der Sozialismus wurde in seinen verschiedenen Varianten von den Menschen abgeschafft.

„All diese Versuche sind gescheitert, die Träume geplatzt, letztlich waren sie unsozialer als die kapitalistische Maschine, die nicht nur mitunter obszön anmutenden Überfluss produzierte, sondern auch viele Hundert Millionen Chinesen, Inder, Südkoreaner, Vietnamesen und Brasilianer aus der Armut befreite“.

Wie schön, dass der Artikel zum Schluss wieder auf das Volk der Kung zurück kommt. Diese sind am Ende aus der Kalahari vertrieben worden, denn im Boden ihres Lebensraumes wurden Diamanten vermutet! – Ein krönendes Beispiel des imperialistischen Kapitalismus!

Hübsch erklärt, die Wahrheit aber wie immer verschwiegen

Das der Artikel hintergründig suggeriert, der Konsument sei Schuld am ganzen Desaster, da er sich zu viel Zeit für seine gekauften Waren nehme, kann vernachlässigt werden, es ist so schon zu peinlich. Aber wie fast immer fehlt (natürlich) das Fundamentalste an der einleuchtenden Erklärung über die Ursachen der heutigen Wirtschafts- und Finanzkrise.
Es fehlt der eindeutige Hinweis:
Das Geldsystem basiert auf „Luftgeld“ und Zinseszinsen!

Schulden werden gemacht, um Schulden zu bezahlen. Schon längst vor der Lehmann Pleite im Jahre 2008 waren alle Industrieländer aus naturgesetzlichen Gründen auf dem einzig möglichen Weg der Überschuldung. Lehmann ist u.a. genau aus dem Grund des geltenden Geldsystems pleite gegangen. Natürlich spielt die Gier der Menschen eine tragende Rolle, ist sie doch der Antriebsmotor, welches dieses Geldsystem, das wir vorfinden, überhaupt erst ins Leben rief. Lehmann war lediglich die erste große Investmentbank, die zugrunde gegangen ist. Nur ein Vorbote, ein „Pionier“ der noch folgenden Untergänge. Die durch Lehmann ausgelöste Kette zahlreicher Finanzprobleme, kann auch als ein Beschleuniger für die schon längst eingeschlagene Fahrtrichtung betrachtet werden. Zinseszinsen durch Schulden und noch mehr Schulden verfolgen eine Linie, die ins Unendliche zeigt. Ein von Grund auf zum Scheitern verurteiltes Geldsystem. Steigende Schulden und Schuldzinsen erfordern aus der Konsequenz heraus ein steigendes Wachstum, welches aber ebenfalls eine „Unendlich-Linie“ (Exponentialfunkion – Ein Beispiel) folgen müsste. Völlig ausgeschlossen, unendliches Wachstum gibt es nicht und gerade deshalb ist das ganze Finanzsystem vom Grundbaustein her zum Scheitern verurteilt.

Der o.g. Artikel in Zeit.de, der den Sinn des Kapitalismus, deren Antriebsmotoren und die Gründe für die Antriebslosigkeit „erklärt“, stellt lediglich eine kleine Erweiterung des Horizonts dar, welcher bereits ab dem Kindesalter der Bevölkerung in die Köpfe infiltriert worden ist. Die dargestellten Gründe und Ursachen über die vorherrschende Finanzkrise sind unvollständig und führen auf eine offenbar gewollt falsche Fährte.
Bereits Henry Ford erklärte: „Würde die Bevölkerung das Geldsystem begreifen, hätten wir schon vor dem nächsten Morgen eine Revolution“ !

Eine große Angst der Politiker besteht einzig darin, dass die Bevölkerung „aufwacht“ und begreift, was tatsächlich auf ihren Rücken gespielt wird. Noch funktionieren die Maßnahmen, das tatsächliche Ausmaß, die tatsächlichen Hintergründe, zu überdecken und zu verschleiern. Noch funktionieren die kleinen Schritte, die den Bürgern ein ungeteiltes Wohlwollen suggerieren…

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