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Entlaufene Krokodile im Isan sorgen für Unruhe …

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…und für die abwechslungsreiche Unterhaltung der Anwohner

Eine durchaus ungewohnte Situation auch für die lang ansässigen Einwohner im Dorf. Krokodile nicht nur hinter dem sicheren Käfig, sondern im Anlagen-Teich vom Wat (Tempel).

Eine vorbeiziehende Schaustelltruppe sorgte für die erste Unterhaltung durch den für Menschen durchaus riskanten Umgang mit Krokodilen. Ein eingespieltes Team, schon mehrjährige Erfahrungen mit Krokodilen….wohl etwas „zu viel Routine“. Zwei von den Krokodilen konnten über Nacht ihre eigene Wege ziehen. Ob eine offen gelassene Tür vom Krokodil-Käfig oder ein unentdecktes Schlupfloch, der Grund ist nicht ganz geklärt. Jedoch Wasser ist für Krokodile wie ein Magnet, der Teich befindet sich vom Käfig keine 30m weit weg, wohin sollten die Krokodile sonst wollen.

Kurzerhand wurde auch schon das erste Krokodil gesichtet, obwohl der Teich fast lückenlos vom Grünbewuchs geschlossen ist. Kleine Boote und Fangstangen lagen schon bereit. Rechen wurden herangeschafft, um den Teich von den deckenden Pflanzen „zu befreien“. Die Krokodile jedoch per Sichtung und der Schnelligkeit mit Hilfe von Handpaddeln einzufangen, erwies sich als hoffnungsloses Unterfangen. Die Krokodile sind im Wasser äußerst flink.

Nach mehreren Stunden erfolgloser Krokodiljagd, wurde das teilweise äußerst riskante Handeln der Schausteller durch die offiziellen Stellen unterbrochen. Polizei, Wildhüter sowie Regierungsbeamte (vom „Landkreis“) rückten an. Fangstangen und Boote wurden ersetzt durch Schnellfeuer-Gewehre und Schrotflinten.

Eine Sicherheitsabgrenzung für den größeren Abstand der Schaulustigen wurde ebenfalls umgehend eingerichtet. Inzwischen bot der Teich durch das Abtragen der Grünpflanzen offene Flächen und eine bessere Übersicht. Ohne große Überlegung wurde nach der ersten Sichtung eines Krokodils das Feuer eröffnet und das erste auch schon erlegt. Das zweite und auch größere Krokodil wird mit 2m Länge und ca. 70kg Gewicht angegeben. Auch dieses Exemplar tauchte mehrmals aus dem Wasser auf und wurde umgehend unter Beschuss genommen. Jedoch waren sämtliche „Schießübungen“ bis zum Eintritt der Dunkelheit vergebens.

Die kommende Nacht erhält das Krokodil neben einer Nachtwache zwangsläufig auch eine weitere Schonfrist. Es ist anzunehmen, dass schon bald nach der Morgendämmerung die Jagd auf das noch entkommene Krokodil fortgesetzt werden wird.

Für die Bewohner von Ban Kho und Ban Küang ist das Schauspiel offensichtlich eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Die Polizei und auch eingesetzten Naturschützer des Bezirks Koksa-At hatten Mühe die Menge etwas auf Abstand zum Ufer zu halten.

Wo viel los ist, können auch Snacks, Getränke und Lotterie-Lose verkauft werden. Tatsächlich war auch für die fahrende Händler das „Volksfest“ eine willkommene Angelegenheit zum lukrativen Verkauf ihrer Waren. Selbst die im Tempel ansässigen Mönche, deren Neugierde auf das Geschehen ebenfalls ungebremst erschien, waren sehr angetan von der hohen Anzahl der Besucher in der Tempelanlage.

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