Olli Dürr Politik Zero-Waste-Day: Guterres fordert Krieg an 3 Fronten gegen Müll

Zero-Waste-Day: Guterres fordert Krieg an 3 Fronten gegen Müll

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Die UN zelebrierte ihren ersten internationalen „Zero-Waste-Day“ und dafür las UN-Generalsekretär António Guterres bei seiner Rede das entsprechend angefertigte Manuskript vor. Demnach versinke die Menschheit aus eigenen Antrieben im Müll. Dagegen müsse nun weltweit ein Krieg geführt werden.

Menschheit nutzt Planeten als Abfalleimer

Die Welt versinkt im Müll, da die Menschheit diesen Planeten als eine Müllkippe missbrauche. UN-Generalsekretär António Guterres hat am Donnerstag in New York anlässlich des ersten internationalen „Zero-Waste-Day“ die Staatsführungen dazu aufgerufen, gemeinsam einen „Krieg gegen den Müll“ zu führen. In seiner Rede warnte Guterres vor der Zerstörung unseres einzige Zuhause.

Müllvermeidung

Guterres sieht den Planeten im Müll versinken

„Wir speien eine Flut von Abfall und Umweltverschmutzung aus, die unsere Umwelt, unsere Volkswirtschaften und unsere Gesundheit beeinträchtigen“, so der UN-Generalsekretär. Unter Berufung auf die Weltbank nennt Guterres ein Volumen von jährlich 2 Millionen Tonnen fester Siedlungsabfälle, die zu einem Drittel nicht ordnungsgemäß in kontrollierten Anlagen entsorgt würden. Die Umweltverschmutzung und Chemikalien vergifteten „unser Wasser, unsere Luft und unseren Boden“.

Der Generalsekretär zeigte sich erstaunt darüber, dass inzwischen 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus dem Anbau, der Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln entstünden, welche jedoch nie genutzt würden. Ein Skandal, angesichts der jährlich mehr als 800 Millionen hungernden Menschen auf der Welt. Hinzu komme, dass schlecht entsorgter Abfall der global drittgrößte Emittent von Methan sei.

Die Kriegserklärung

Guterres fordert nun einen Krieg an drei Fronten gegen die Verschwendung zu führen.

Front 1: Hersteller müssen handeln

Die Verursacher müssten nun selbst die Leitung dafür übernehmen. Dazu seien die Hersteller aufgefordert, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die weniger Ressourcen und Materialien benötigten. Sämtliche Abfälle, die in allen Phasen des Lebenszyklus ihrer Produkte entstehen, müssen intelligent verwaltet werden. Dazu müssen Hersteller kreative Wege finden, um die Lebensdauer der von ihnen entwickelten Produkte zu verlängern.
Hersteller müssen dazu verpflichtet werden, die Gemeinden, in denen sie ansässig sind, mit Investitionen Abfallmanagement, Verwertungs- und Recyclingsystem zu unterstützen.

Front 2: Investitionen in Regionen

Die zweite „Kriegsfront“ bestehe aus massiven Investitionen in die Fähigkeit von Ländern, Städten und Kommunalverwaltungen, moderne Abfallmanagementsysteme und Richtlinien zu entwickeln und auszubauen. Damit sollen die Menschen ermutigt werden, alles von Plastikflasche bis hin zu alternder Elektronik wiederzuverwenden und zu recyclen. Guterres nennt die Städte Kigali, Kamikatsu und Ljubljana als Musterbeispiele. Sie verfügten über kommunale Abfallmanagementsysteme, mit denen 50 bis 80 Prozent der Abfälle dem Recycling zugeführt würden.

Front 3: Verbraucher

Die dritte „Kriegsfront“ seien die Verbraucher. Diese müssten mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln. Jeder müsse sich darüber Gedanken machen, woher die gekauften Produkte kommen und welche Auswirkungen diese Waren und Produkte haben. Alle Verbraucher müssten sich zweimal überlegen, ob das Produkt in den Müll geworfen wird, oder ob das verwendete Produkt nicht besser recycled, repariert und wiederverwendet werden sollte.

„Dreifronten-Krieg“ bringt wirtschaftliche Vorteile

Guterres sieht im „Krieg an drei Fronten“ erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Die Regierungen könnten durch eine Kreislauf- und Null-Abfall-Wirtschaft Milliarden einsparen und dadurch Hunderttausende von Arbeitsplätzen schaffen. Dafür sei jedoch eine Zusammenarbeit auf weltweiter Ebene notwendig. „Wir bringen unsere Welt durcheinander. Es ist Zeit aufzuräumen“, so der Generalsekretär zum Abschluss seiner Rede.

Die Rechnung ohne Finanzmarkt-Prinzip gemacht?

Antònio Guterres, ehemaliger Präsident Portugals und Chef der Sozialistischen Internationale (Parteisymbol: Rote Rose, gehalten von geballter Faust), hat seine Pläne gewiss nicht mit den Interessen der Investoren und Shareholder abgesprochen. Die meisten „Verbraucher“ mittleren Alters werden sich daran erinnern, dass die einst hergestellten Produkte eine weitaus höhere Lebensdauer aufwiesen als die heutigen Gerätschaften. Besonders in den Zeiten höherer Zinsen ist der angekurbelte Konsum umso wichtiger, da schließlich Investoren ihre Ansprüche auf Dividenden und sonstige Ausschüttungen zur Geltung bringen wollen. Der Drang nach ewigem Wachstum der Wirtschaft ist keine Philosophie, sondern einfache Mathematik. Die Menschen müssen in immer kürzeren Zeiten immer mehr kaufen und auch entsorgen, damit die Ansprüche (Gier) der Finanzmarkt-Akteure befriedigt werden können.

Deutschland kein „leuchtendes Beispiel“?

„Verbraucher“ in Deutschland werden sich auch daran erinnern, dass bereits vor Jahrzehnten genau das umgesetzt wurde, was Guterres nun für alle Länder dieser Welt fordert. Nicht eine Tonne, sondern in der Regel drei Tonnen stehen vor jedem Haushalt herum. Dazu kommen Glascontainer in drei verschiedenen Kategorien und in vielen Kommunen auch zentrale Sammelstellen für das getrennte Entsorgen von Plastikfolien, Plastikbehälter, Pappe, Papier, Alu-Verpackungen, Getränke-Container, Eisen, Kupfer, Aluminium. Batterien werden an Verkaufsstellen oder spezielle Annahmestellen gesammelt, ebenso wie Leuchtstoffröhren und andere Giftstoffe enthaltende Produkte.

Für Elektronik-Abfälle finden sich ebenfalls eigene Annahmestellen. Alle diese Produkte werden, so zumindest offiziell, dem Recycling zugeführt. Das gilt auch für Getränkeflaschen und -dosen mit jeweils fälligem Pfand. Für benutzte und noch tragbare Kleidung stehen ebenfalls Sammelcontainer bereits. Kommunen haben auch Einrichtungen für das Sammeln von Gebrauchtmöbel geschaffen. Nach einfachen Reparatur- und Restaurationsarbeiten (Arbeitsplätze) stehen diese Möbelstücke zu einem erschwinglichen Preis zum Wiederverkauf bereit.

Dass Guterres lediglich drei herausgepickte Städte als leuchtendes Vorbild für die Ziele der UN benennt und nicht das Bundesgebiet, darf jedoch nicht überraschen. Eine Doppelrolle steht nicht zu, da bereits als Zahlmeister voll und ganz ausgelastet.

Das „neue Prinzip“ in Vorbereitung

UN-Fahne

UN-Logo: Markant römische Lorbeeren mit Blick auf Erde aus ‚hohem Norden‘

Die Rechnung des Botschafters Guterres kann dennoch in Übereinstimmung mit den künftigen Prinzipen stehen. Nicht umsonst sind die größten Konzerne, Zahlungsdienstleister und Kreditinstitute gerade dabei, sich zu positionieren. Nun steht es eben noch an, deren gemeinsam gebildeten Fonds anhand des Kapitals der noch habenden „Bürger“ zu füllen, um ganz im Rahmen „niemand wird mehr etwas besitzen, aber glücklich sein“ das universelle (nicht bedingungslose) Grundeinkommen der gesunden, arbeitswilligen, im Kollektiv befindlichen Menschen aufzubringen. Dieser exklusive Club nennt sich „Council for Inclusive Capitalism„. Der Schirmherr dieser Vereinigung mit dem Motto „Zusammenarbeit, um den Kapitalismus zum Guten zu wenden“ ist der Pontiff mit Sitz in Rom.

Schwarz als Weiß, Gutes als böse und Böses als gut darzustellen ist eine Kunst und diese Initiatoren beherrschen diese Kunst perfekt. Das gilt für die Energiewende samt den Billionen-schweren Maßnahmen ebenso wie für die „Rettung des Klimas“ mithilfe der Reduzierung der CO2-Emissionen. Es läuft sich auf eine Zerstörung der Umwelt und nicht deren Rettung hinaus. Die Menschen werden nicht in deren Glück, sondern in deren Elend getrieben. Die Kunst besteht darin, dass die Betroffenen dazu noch jubeln und applaudieren. Wer das Denken der Menschen lenkt, kann tun und machen was er will.

„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“ (Jesaia 5,20)

Bibelverse aus Schlachter 2000

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