Viele Variationen des Verlaufes der “Zeit des Endes” bzw. der “Endzeit”, aber nur einer kann richtig sein. Und zwar gemäß den Beschreibungen über die laufenden und noch kommenden Ereignisse der Bibel. Hierzu braucht es “nur” das Ignorieren von “prophetischen Marktschreiern” und die Annahme des Evangeliums, das niedergeschriebene Wort Gottes.
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Endzeit oder Zeit des Endes?
Die unterschiedlichen Bezeichnungen “Endzeit” und “Zeit des Endes” können teilweise für Verwirrung und Missverständnisse sorgen. So genau sind diese Begriffe auch nicht festgemacht. Das liegt alleine schon daran, dass diese Interpretation in den verschiedenen Sprachen der Bibelübersetzungen auch unterschiedlich gehandhabt werden.
Im Hebräischen lautet das für “Zeit des Endes” verwendete Wort “qets”. Dieses beschreibt schlicht das Ende, der Abschluss eines Prozesses, oder auch “danach”.
z.B. Daniel 8,17;19:
“Da kam er an den Ort, wo ich stand; als er aber kam, erschrak ich so sehr, daß ich auf mein Angesicht fiel. Und er sprach zu mir: Du sollst wissen, Menschensohn, daß das Gesicht sich auf die Zeit des Endes bezieht!
Und er sprach: Siehe, ich verkünde dir, was in der letzten Zeit des Zornes geschehen wird; denn es bezieht sich auf die bestimmte Zeit des Endes.“
Weitere Stellen sind Daniel 11,35;40, Daniel 12,4;9

Im Buch Daniel ist die “Zeit des Endes” ein besonders häufig verwendeter Begriff. Was obendrein darauf hinweist, dass die Prophetien im Buch Daniel vor allem (auch) für unsere Zeit von großer Relevanz sind. Kein Wunder daher, dass Buch Daniel im Visier der Angriffe steht, um es als eine Nacherzählung zu viel späterer Zeit, erstellt von unbekannten Autoren, zu diskreditieren. Doch die Archäologie und auch die Sprachwissenschaft haben längst bewiesen, dass das Buch Daniel authentisch ist. Hinzu kommt, dass mit der Unterstellung eine Fälschung die Glaubhaftigkeit und Autorität Jesu Christi untergraben wird, denn Er hatte eindrücklich empfohlen (Matthäus 24,15), das Buch Daniel zu lesen (Info).
Zeit des Endes längst am Laufen
Die “Endzeit” bzw. die “Zeit des Endes” beschreibt eine Periode, welche einen Anfang nimmt und letztendlich “im Ende” mündet. Gemäß den Prophetien, insbesondere in Daniel 8, 11 und 12 hat diese Periode des Endes bereits begonnen. Mit Daniel 8,14 wäre sogar ein konkretes Jahr angegeben, und zwar das Jahr 1844 (Info).
Andere wiederum setzen den Beginn der Endperiode auf die Vorhersage, dass dem “kleine Horn” nach (prophetischen) “eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit” die Macht genommen wird (Daniel 7,25-26). Eine weitere Aussage findet sich in Offenbarung 13,5 mit der Angabe von (prophetischen) 42 Monaten (Info prophetische Zeitangaben).
Diese Zeit der Macht ist bereits abgelaufen. Historisch belegt im Jahr 1798 als das politische Papsttum von Napoleons General Berthier entmachtet wurde (Info). Ob nun 1798 oder 1844, beide Jahreszahlen liegen längst in der Vergangenheit und verdeutlichen, dass sich die Menschheit inmitten der Zeit des Endes befindet.
Verwirrung über Ablauf & Ereignisse
Wenn tatsächlich große Verwirrung vorherrscht, dann im Verlauf des Zeit des Endes bis zur Wiederkunft Jesu Christi. Das, was war, kann ohnehin nicht mehr geändert werden. “Kräfte” sehen zwar zu, sich an der unveränderlichen Vergangenheit nur “anders zu erinnern” (Info), aber ausschlaggebend ist, wo man sich in dieser Zeit selbst positioniert hat und vor allem, worauf eigentlich gewartet wird.
Friedensreich auf Erde & Vorentrückung

Die populärste Irreführung bzw. Falschannahme ist ein Erscheinen Jesu Christi, der auf der Erde eine 1000-jähriges Reich des Friedens errichten werde. Damit in Verbindung steht eine 7-jährige Trübsalzeit, die aber die Christen-Gemeinden nicht durchmachen müssten, da sie durch eine (geheime) Vorentrückung in Sicherheit gebracht würden. Beides ist unbiblisch, denn es gibt weder ein 1000-jähriges Friedensreich auf Erden (Info), noch wird irgendjemand vorab in den Himmel entrückt (Info).
Mit Daniel 8,14 (2300 Abende und Morgende) ist die letzte konkrete Zeit-Prophetie abgeschlossen worden. Das Jahr 1844. Was für den Zeitraum im Anschluss vorhergesagt ist, nimmt Bezug auf Ereignisse und Umstände, nicht aber auf irgendwelche “Termine”.
Der Ablauf der Zeit des Endes – Grober Rahmen
Wie gehabt, es gibt keine “Termine”. Die folgenden Entwicklungen lösen sich auch nicht gegenseitig ab und richten sich ohnehin mehr am individuellen Menschen und weniger an der Masse. Es wird zeitliche Überschneidungen geben und jeweils regionale Unterschiede im Verlauf. Aber es wird eintreffen.
| Ereignis | Bibelstellen |
| Frühregen zu Beginn der Endzeit | Joel 2,12-13 Joel 2,23 |
| Globale Zentralregierung | Offenbarung 13,15-17 |
| Sonntagsgesetz | Offenbarung 13,16-17 |
| Versiegelung des Volkes Gottes | Offenbarung 7,1-4 |
| Sichtung der Gemeinden | Matthäus 24,24 1. Timotheus 4,1-2 |
| Spätregen | Joel 2,23 Joel 3,1;4 |
| Lauter Ruf | Offenbarung 18,1-5 |
| Ende der Gnadenzeit | Offenbarung 22,11-12 |
| Die letzten 7 Plagen | Offenbarung 16 |
| Angst in Jakob | Jeremia 30,5-7 Daniel 12,1 |
| Todeserlass | Offenbarung 13,15 |
| Wiederkunft Jesu Christi | Matthäus 24,30 Offenbarung 1,7 |
Keine Vorentrückung!
Elementar wichtig ist, zu erkennen, dass es keine Vorentrückung geben wird. Das Volk Gottes wird zwar zur gegebener Zeit das Siegel Gottes erhalten und damit von den im Anschluss niederprasselnden Plagen geschützt sein, aber sie werden dennoch “mittendrin” stehen. Das Siegel Gottes ist mehr als ein “Qualitätssiegel” zu verstehen, als ein Siegel, der den Menschen noch irgendwie beeinflusst. Die versiegelten Menschen sind in der Wahrheit und im Glauben so fest verankert, dass sie nichts mehr davon abbringen wird.
Hinzu kommt, dass die Verfolgung des Volkes Gottes sich zuspitzen wird. Das geht so weit, dass ein Befehl (eine Verordnung, ein Gesetz) erlassen wird, um den Gott treu gebliebenen Menschen zu töten. Dies beschreibt die Phase der “Angst in Jakob”. Das Todesdekret ist der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Gott wird eingreifen, die Verfolger stoppen und tatsächlich das “Ende von der Endzeit” einläuten. Jesus Christus wird wiederkommen, sein Volk zu sich in die Wolken entrücken und den Verbliebenen auf der Erde ein Ende bereiten. Das geschieht mit der letzten Plage. Diese beschreibt u.a. den Niederfall von zentnerschweren Steinen (Offenbarung 16,21), was nichts anderes darstellt als eine “handfeste Steinigung”.
Spätregen – Ausgießung Heiliger Geist

Der Spätregen entspricht dem gesonderten Ausgießen des Heiligen Geistes. Auf die gleiche Weise, wie es die Apostel zu Pfingsten erlebt hatten. Besondere Fähigkeiten, wie Heilung, Weissagung, werden zuteil. Hinzu kommt der “Laute Ruf”, das laute Ausrufen der letzten Warnung, endlich aus dem Babylon herauszukommen (Offenbarung 18,4). Die Menschen, bereits unter Druck durch das Sonntagsgesetz (Malzeichen des Tieres), müssen sich entscheiden. Entweder das Zeichen Gottes anstreben oder das Malzeichen seines Widersachers annehmen. Voraussichtlich wird das ziemlich rasch über die Bühne gehen, denn die Verweigerung des Malzeichens des Tieres ist vom Stand weg mit dem Ausschluss aus der wirtschaftlichen Teilhabe verbunden (nicht mehr kaufen und nicht mehr verkaufen können).
Gott setzt keinen Termin, bis die Pforte der Gnadenzeit geschlossen wird. Er will schließlich, dass die Menschen gerettet werden, überlässt es aber dem Menschen selbst, sich für diesen oder anderen Weg zu entscheiden. Haben sich die Menschen positioniert, ist dies endgültig und dann fällt die Türe zu, so wie das Tor zur Arche Noahs geschlossen wurde, bevor die Flut hereinbrach.
Die Sichtung des Volkes
Dieser Druck des Malzeichens des Tieres lastet natürlich besonders schwer auf das Volk Gottes, welche ganz genau wissen, worum es sich eigentlich handelt. Damit wird auch die Sichtung der Gemeinde eingeleitet. Wer wirklich im Wort gegründet ist, die Liebe zu Gott bzw. Jesus Christus hat, wird Gott auch treu bleiben. Eine jegliche “Scheinheiligkeit” kommt dann zutage, wenn die Umstände zu einer Herausforderung werden.
So stellt das Sonntagsgesetz auch eine Art Katalysator dar, welcher die Trennung von Spreu und Weizen einleiten wird. Die Folgen, Gott die Treue zu halten, werden massiv sein (Info).
Pseudo-Christ am Ende der Zeit

Da die irrige Version eines auf der befriedeten Erde wandelnden Jesus Christus derart verbreitet ist, kann man eigentlich nicht oft genug darauf hinweisen, dass dies keinesfalls der Fall sein wird. Hierzu ist die Bibel eindeutig (Info). Diese Falschannahme führt dazu, dass zum Ende der Zeit einem “Pseudo-Messias” nachgefolgt werden wird, der vor allem eines im Sinn hat:
Das Gebot Gottes zu missachten, ganz besonders das Vierte Gebot, der 7te-Tag Sabbat. Die Täuschung wird durchaus überzeugend sein, aber nur für jene, welche die Wahrheit NICHT im Evangelium suchten.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.
Matthäus 24,4-5
Bibelverse aus Schlachter 2000
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