Die Wassertaufe ist noch längst nicht der Garant für die Errettung des Menschen. Tatsächlich beschreibt das Evangelium drei verschiedene Taufen, die ein Mensch für seine Erlösung durchschreiten muss. Die Taufe mit Wasser, die Taufe mit dem Heiligen Geist und final die sog. Feuertaufe.
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Vorab:
Die quasi “3-stufige” Taufe ist weder “Geheimwissen” noch eine bestimmte Methodik, welche als spezielles Vorgehen in Form eines traditionellen Rituals Anwendung findet. Es handelt sich um ein wesentliches Prinzip, das auch schon mit dem (Typus) Auszug aus Ägypten beschrieben ist. Es fängt an mit dem Lamm, welches Tage vor dem Erscheinen des “Würgeengels” ins eigene Heim geholt wird. Dieser bringt die 10. Plage über Ägypten. Nach Tagen wird das Lamm geschlachtet (Passah-Fest), und ein Teil seines Blutes an den hölzernen Türrahmen gestrichen wird.
In Eile und in Vorbereitung soll das Fleisch des Lammes, zusammen mit bitteren Kräutern, aufgegessen werden. Es geht weiter mit dem eigentlichen Auszug bis zum Roten Meer und dessen Durchschreitung. Es folgt eine 40-jährige Wanderung voll mit Abfall, Rückkehr, Murren und erneuter Gehorsam, bis letztendlich der Jordan zum Eingang ins verheißene Land vollzogen wird.
Dies alles beschreibt die Reinigung von der Sünde durch das Blut Jesu, das Erkennen der Sünde als “bitterer Gräuel”, die Taufe, die Heiligung und letztendlich die Vollendung der Heiligung mit dem anschließenden Eingang in das Himmlische Reich.
Taufbecken steht am Anfang
Die Taufe mit Wasser ist zwar ein essenzieller Bestandteil für das Leben als Christ, aber noch längst das Ende der Fahnenstange. Ganz im Gegensatz zu mancher Verlautbarung, man brauche sich nur taufen zu lassen, um im “Club der Christen” anzukommen und damit automatisch gerettet zu sein, handelt es sich um einen Prozess, der das ganze Leben anhält. Ein Teil der “letzten Generation” wird neben der Wassertaufe und dem Taufen durch den Heiligen Geist auch eine Feuertaufe erleben.
Es kommen grundsätzlich dreierlei Taufen zum Zuge:
– Taufe mit Wasser
– Taufe durch den Heiligen Geist
– Taufe mit Feuer
Wassertaufe – Die ersten Schritte

Wie für den gesamten Erlösungsweg gibt die Stiftshütte der Priesterschaft des alten Israels auch für die drei verschiedenen Taufen ein entsprechendes Beispiel. Das beginnt mit dem Betreten des Vorhofes und als Erstes begegnet der Angekommene dem Brandopferaltar. Wer sich dafür entschieden hat, sein Leben an Jesus Christus zu übergeben, wird zuerst alle seine Sünden bekennen und um Vergebung bitten. Das entspricht dem Brandopfer.
Nach dem Brandopferaltar folgt das Waschbecken. Die Einrichtung für die Reinigung bevor das Innere der Stiftshütte, das Heiligtum, betreten werden kann. Das Waschbecken entspricht der Wassertaufe. Bei der Taufe und dem vollständigen Untertauchen, wird das Sterben Jesu Christi am Kreuz symbolisiert, sowie Seine Auferstehung durch das anschließende Wiederauftauchen. Der Mensch stirbt mit Jesus Christus und wird neugeboren, mit bzw. in Jesus Christus.
Damit erfolgt die Abwaschung der begangenen Sünden, entsprechend der Reinigung durch das Blut Jesu Christi. Die Rechtfertigung. Das sind auch jene Menschen, die final vor dem Thron Gottes stehen werden, Offenbarung 7,14:
“Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen; und sie haben ihre Kleider gewaschen, und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes.“
Taufe mit Heiligem Geist
Die Rechtfertigung, also die Reue, die Umkehr und die vergebenen Sünden waren der Beginn. Der nächste Schritt ist der Gang durch den ersten Vorhang von außen in die Stiftshütte. Der Mensch begibt sich in das Heiligtum. Es folgt ein lebenslanger Prozess, die Charakteränderung und die Glaubensvertiefung.
Das Wort Gottes

Mit dem weiteren Blick nach vorne findet man zur Rechten den Tisch mit den 12 Schaubroten vor, zur Linken den 7-armigen Ölleuchter (Menora) und mittig vorne den Räucheraltar. Brote symbolisieren das Wort Gottes, bzw. Jesus Christus, der auf die Erde kam als das “lebendige Brot vom Himmel” (symbolisch, Johannes 6,51).
Diese Brote stellen das geschriebene Wort Gottes dar, das Evangelium. Es sollte tunlichst studiert werden zur Vertiefung des Glaubens und ganz besonders hin zum absoluten Vertrauen Gott gegenüber. Dies wird ganz besonders zum Ende der Zeit Voraussetzung sein, um die kommenden Widrigkeiten bestehen zu können.
Wirken des Heiligen Geistes
Die Menora ist die einzige Lichtquelle im Heiligtum. Das Öl bzw. Licht steht für den Heiligen Geist. Dieser ermöglicht es dem Gläubigen, überhaupt etwas sehen bzw. das Geistliche des Evangeliums verstehen zu können. Denn ohne Licht verblieb der Mensch in (geistlicher) Dunkelheit und damit auch orientierungslos. Ohne Licht ließe sich auch nicht das Wort Gottes lesen, geschweige dieses im Anschluss zu verinnerliche.
Es durfte kein anderes Licht bzw. “fremdes Feuer” ins Heiligtum gebracht werden, welches den rigorosen Ausschluss von falschen Lehren symbolisierte.
Jesus Christus vermittelt
Der Räucheraltar symbolisiert den Gebetsdienst der Gläubigen, deren täglichen Bitten sowie Bekenntnisse. Dieser Rauch, bzw. die Gebete der (sündigen) Menschen werden allerdings aufbereitet durch Jesus Christus, indem sie (quasi) durch Seine Hände gehen, so wie es z.B. in Offenbarung 8,3-4 dargestellt ist:
“der hatte ein goldenes Räucherfaß; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg auf vor Gott, zusammen mit den Gebeten der Heiligen, aus der Hand des Engels“
Diese Gebete werden “archiviert” und kommen dann zum Zuge, wenn die Bücher zum Gericht geöffnet werden, Offenbarung 5,8:
“Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.“
Feuertaufe – Die Heiligung

Grundsätzliches: Kein Mensch kann vor Gottes Angesicht bestehen, wenn diesem noch irgendwelche Sünden anhaften sollten. Das Gewand darf keine Flecken und Runzeln aufweisen. Der Mensch muss das von Jesus Christus übergebene Gewand tragen, das einzige, welches absolut rein geblieben ist, Offenbarung 19,7-8:
“Laßt uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“
Die Anwesenheit bzw. das Angesicht Gottes ist in der Stiftshütte durch das Allerheiligste dargestellt. Der Sitz Gottes bei Seinem Volk, ausgestattet mit der Bundeslade und dem Gnadenstuhl. Kein Mensch, auch kein gewöhnlicher Priester hätte das Betreten des Allerheiligsten in der Stiftshütte überlebt. Das war nur einmal im Jahr dem Hohepriester möglich, am Versöhnungstag (Jom Kippur am 10. Tischri), und dies erst nach gründlicher Reinigung des Hohepriesters.
Die neue Priesterschaft
Während im Alten Testament die Priester (gemäß Aaron) alleinigen Zugang zum Heiligtum hatten, ist der gläubige Mensch nun selbst zum Priester Gottes geworden (1. Petrus 2,9). Der Hohepriester ist Jesus Christus (gemäß Melchisedek, Hebräer 7,21) und dem Christen steht der Weg frei für das Betreten des Heiligtums, um damit Jesus Christus nachzufolgen, wohin auch immer Er geht (Offenbarung 14,4).
Hebräer 10,19-22:
“Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch, und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in völliger Gewißheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los vom bösen Gewissen und am Leib gewaschen mit reinem Wasser.”
Heiligung ist Voraussetzung

Die Herrlichkeit Gottes, Sein Angesicht, welches wie ein verzehrendes Feuer wirkt. Verzehrend für jene, die noch in ihrer eigenen Sünde stehen, und jene heiligend, die das Gewand Jesu Christi tragen. Diese Reinheit des Menschen ist erforderlich, um jemals vor dem Thron Gottes stehen zu können. Das ist der Zustand, wenn über einem die dritte Taufe, die Feuertaufe, ergangen ist.
Die Apostel Jesu Christi erhielten diese Feuertaufe, geläufig auch als die Pfingst-Taufe, bzw. die Ausgießung des Heiligen Geistes, Apostelgeschichte 2,3-4:
“Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“
Jesus Christus erbat beim Himmlischen Vater diese Heiligung für Seine Jünger, kurz bevor Er ans Kreuz gehängt wurde, Johannes 17,16-19:
“Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. 18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit.“
Dies ist jene Erfüllung mit dem Heiligen Geist, der den Menschen zu übernatürlichen Taten befähigt. Z.B. Heilung, in anderen Sprachen sprechen und Weissagen.
In den finalen Zügen der Endzeit wird es zu einer erneuten Feuertaufe durch den Heiligen Geist kommen, der sogenannte Spätregen.
Feuertaufe am Ende der Zeit
Der Prophet Joel erhielt einen Ausblick, was am Ende der Zeit passieren wird, Joel 3,1-4:
“Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen; und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen; und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen; die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.“
Zu welcher Zeit genau dies geschehen wird, gibt das Evangelium nicht preis. Tag und Stunde sind ebenso wenig bekannt wie der Moment der Rückkehr Jesu Christi. Doch die beschriebenen Umstände weisen darauf hin, dass diese finale Ausgießung des Heiligen Geistes (Feuertaufe) herabkommen wird, nachdem die Menschheit bereits vor ihrer ultimativen Entscheidung gestellt wurde.
Das Malzeichen des Tieres, das letzte “Gräuel der Verwüstung”, wurde bereits aufgerichtet, die Zerstörung Babylons steht unmittelbar davor.
Der letzte Aufruf

Bevor die Pforte schließt, durch die ein Mensch noch zu seinem Heil durchschreiten kann, kommt es noch zu einem lauten Ruf. Die allerletzte Warnung und der eindringliche Aufruf, Babylon umgehend zu verlassen. Die Ausgießung des Heiligen Geistes (Heiligung, bzw. Verherrlichung) sowie der finale Aufruf sind beschrieben in Offenbarung 18,1;4:
“Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.
Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!”
Wer dann noch immer in Babylon verbleibt, hat sich damit entschieden, das Malzeichen des Tieres anzunehmen. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
Wassertaufe – Geist-Taufe – Feuertaufe – Überblick
| Taufe | Symbol gemäß Stiftshütte |
Bedeutung |
| Wassertaufe | Waschbecken | Vorheriges Bekennen der Sünden (“Brandopfer”), Übergabe an Jesus Christus. Reinwaschung von den Sünden |
| Taufe durch Heiligen Geist |
Heiligtum | Schritt ins Heiligtum. Heiligen Geist wirken lassen für Erkenntnis des Evangeliums, Veränderung des eigenen Charakters, Leben gemäß Gottes Willen führen, beten, die Sünde überwinden. Ein lebenslanger Prozess, die Heiligung. |
| Feuertaufe | Allerheiligste | Sünde wurde überwunden, die Befähigung Gottes Angesicht zu schauen (“Allerheiligste”), rein, ohne Flecken und Runzeln, dank der Kraft Gottes durch den Heiligen Geist. Die Vollendung der Heiligung. |
Jesus Christus ins Heiligtum nachfolgen

“Einmal mit Wasser besprenkeln lassen und gut ist’s.” Nein! Voraussetzung ist die wahre Reue und das Bekenntnis der Sünden. Dann die wahre Taufe, inkl. Untertauchen, und nicht einfach nur mit ein paar Spritzer Wasser am Kopf genässt zu werden. Im Anschluss folgt der lebenslange Prozess der Heiligung, der auch gelingt dank der Kraft Gottes durch Seinen Heiligen Geist.
Die Überwindung der Sünde bzw. dieser Welt ist das Ziel. Mit dem Abschluss des Prozesses folgt die Feuer-Taufe, die finale Voraussetzung, um vor der Herrlichkeit Gottes überhaupt bestehen zu können.
Wer das Heiligtum nicht betritt, tappt entweder im völligen Dunkeln, oder lässt sich von einem fremden Licht leiten (falsche Lehre). Die Menora, das einzig wahre Licht. Die 12 Schaubrote, das einzig wahre Wort Gottes. Der Räucheraltar, die beständigen Gebete. Das Fernbleiben aus dem Heiligtum lässt einen höchsten auf dem Vorhof beim Brandopferaltar stehen. Jedoch der falsche Ort, um sich dort lange aufzuhalten, ohne Jesus Christus in Heiligtum nachzufolgen.
“Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, laß aus und miß ihn nicht; denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden,” (Offenbarung 11,2).
Heiligung ist Überwindung der Sünde
Es dreht sich alles um das Gesetz Gottes. Die Übertretung dieses Gesetzes IST die Sünde (1. Johannes 3,4). Die Sünde führt zur Trennung von Gott (Jesaja 59,1-2). Es gibt kein Leben im getrennt sein von Gott. Lediglich Jesus Christus, der zwischen dem von Gott getrennten Menschen und Gott selbst steht, bewirkt, dass der Sünder nicht schon längst tot ist.
Jesus Christus kam in diese Welt, starb am Kreuz, bezahlte mit Seinem eigenen Blut und stand wieder von den Toten auf, damit der Mensch nicht IN seiner Sünde gerettet werden kann, sondern damit der Mensch VON seiner Sünde erlöst werden kann. Nicht gerettet sein trotz / obwohl der Sündhaftigkeit, sondern gerettet sein, da von der Sündhaftigkeit befreit.
Die Heiligung ist der Veränderung des gefallenen Menschen, hin mit einem Charakter, der dem von Jesus Christus entspricht (Beispiel Galater 5,22). Das schließt automatisch die Verabscheuung der Sünde mit ein.
Nicht einfach stehenbleiben

Das kann der Mensch nicht aus eigener Kraft, sondern bedarf den Weg der Heiligung. Angefangen mit der Umkehr, Reue und Bitte um Sündenvergeben (“Brandopfer”), gefolgt von der Reinigung von den bisherigen Sünden (Wassertaufe, Rechtfertigung), gefolgt von dem Prozess der Charakteränderung (Heiligung, Überwindung, Taufe mit Heiligem Geist), und final von der Vollendung der Heiligung (Feuertaufe), welche befähigt, vor Gottes Angesicht und verzehrendem Feuer stehen zu können.
Das Gesetz Gottes (10 Gebote) ist weder geändert noch aufgehoben. Wer daher glaubt, nach den ersten Schritten einfach stehen bleiben zu können, dem droht die bittere Überraschung:
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!
Matthäus 7,23
Bibelverse aus Schlachter 2000
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