Der Widersacher Gottes wird die Menschen nicht auf seine Seite bringen, indem er ihnen droht. Das vollbringt Satan durch ausgeklügelte Täuschung. Deshalb ist Irreführung, den Menschen in einen falschen Glauben führen, das Thema in der Endzeit. Eine vollkommen unterschätzte Gefahr.
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Täuschung – Die unterschätzte Gefahr
Die größte Gefahr für die Menschen, auch, bzw. insbesondere für jene, welche sich selbst dem Christentum zuordnen, ist die Verführung, besser gesagt die Täuschung. Diese Irreführung ist kein Randphänomen, welche gelegentlich über den Weg läuft, sondern das zentrale Thema unserer Zeit.
Verführung oder Täuschung?
In der Bibel sind zahlreiche Stellen zu finden, welche eindringlich vor der kommenden “Verführung” in der Endzeit warnen. Hierbei ist es aber ganz besonders wichtig, das Wort “Verführung” richtig einzuordnen. Da haben viele Übersetzer für eine deutsche Bibel-Version nicht gerade ein “glückliches Händchen” gehabt. Denn “Verführung” kann zweierlei Charaktere haben.
Mit “Verführung” kann man jemanden dazu bringen, etwas zu tun, was dieser eigentlich nicht tun sollte oder ursprünglich wollte, obwohl dieser weiß, worum es sich tatsächlich handelt.
Einfaches Beispiel: Jemand hat sich selbst für Gewichtsabnahme einer strikten Diät unterstellt. Ich weiß davon und biete diesem ein großes Stück Schokolade an. Nun könnte ich durch Überredungskunst und mit der unter der Nase gehaltenen Schokolade diesen dazu “verführen”, doch davon zu essen. Dieser weiß jedoch genau, worum es sich handelt und dass die Schokolade für Gewichtsverlust alles andere als fördernd ist. Dennoch habe ihn zum Essen der Schokolade “verführt”.
Im anderen Fall kann “Verführung” eine Täuschung bedeuten.
Eher Täuschung als einfache Verführung

Eine andere Variante der Verführung, und diese ist tatsächlich in der Bibel gemeint, ist die Verführung im Sinne einer Täuschung. Hierzu als Beispiel Matthäus 24,4:
“Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt!“
Für das Wort “verführt” steht das griechische Wort “planaó” (g4105). Dieses griechische Wort hat seinen Ursprung in der folgenden Bedeutung:
Jemanden zum Abschweifen bringen (von Sicherheit, Wahrheit oder Tugend).
Die eigentlichen Verwendungen dieses Wortes sind:
In die Irre gehen, täuschen, irren, verführen, umherirren, vom Weg abkommen.
Es ist ein riesiger Unterschied, jemanden zu einer Tat zu verführen, die jedoch keiner Täuschung unterliegt, oder ob der Gegenüber bei der Verführung in die Irre geführt wird.
Die englische Bibel “King James Version (1611)” hat es an dieser Stelle eigentlich unmissverständlich übersetzt:
“And Jesus answered and said unto them, Take heed that no man deceive you.”
“Deceive”, also “täuschen”.
In diesem Licht erhält das Wort “Verführung”, also im Sinne der Täuschung, eine ganz andere Qualität. Denn man ist vielleicht zur Annahme geneigt, einer Verführung standhalten zu können, kommt aber nicht auf die Idee, tatsächlich einer Täuschung unterlegen zu sein. Derjenige auf dem “Diät-Trip” mag der Verführung, die Schokolade zu essen, durchaus standhalten. Wenn ich diesem aber erzähle, ich wolle ihm einen Vitamin- und Mineral-Riegel geben, damit er es mit seiner Diät leichter habe, aber in Wirklichkeit handelt es sich um einen enormen “Zucker-Block”, dann handelte es sich um eine handfeste Täuschung.

Die Täuschung geht längst einen großen Schritt weiter. Einen Menschen kann man nicht lange darüber täuschen, dass die Pralinen angeblich Mineral- und Vitamin Drops seien. Die meisten werden beim ersten Biss bereits Zweifel haben. Deshalb ist es weitaus effektiver, ein allgemeines Narrativ zu schaffen, dass Pralinen gar nicht so ungesund seien, sondern sogar bei der Diät unterstützend wirkten, ja, sogar Vitalität und Lebenskraft stärkten. “Studien haben das bewiesen”. Oft genug wiederholen, viel und vor allem anhaltender Medienspektakel über “Pralinen und die Vorteile”, und schon ist der “Kipp-Moment” von rund 70 % erreicht, wo die Menschen davon überzeugt sind. Und wehe, jemand erhebt jetzt noch den Zeigefinger und weist auf die Gesundheitsschädlichkeit von Schokolade und Zucker hin.
Endzeitrede Matthäus 24 – Täuschung
Die Endzeitrede Jesu gemäß Matthäus 24 hat einen eindeutigen Schwerpunkt auf der Gefahr der Täuschung. Während die angekündigten Katastrophen nur jeweils einmal erwähnt sind, warnt Jesus Christus in diesem Kapitel viermal vor der Verführung (Täuschung). Wie bereits oben beschrieben, in Vers 4 und in den weiteren:
Matthäus 24,5:
“Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.”
Matthäus 24,11:
“Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.”
Matthäus 24,24:
“Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“
In allen 4 Versen in Matthäus 24 findet sich das Wort “planaó”, also Täuschung.
Das Endzeit-Buch schlechthin – Offenbarung
Das letzte Buch der Bibel, regelmäßig ignoriert oder als hinfällig bezeichnet, ist das Endzeitbuch schlechthin. Auch darin findet sich “Verführung” an zahlreichen Stellen.
Offenbarung 13,14:
“Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, daß sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen.“
Offenbarung 18,23:
“und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen, und die Stimme des Bräutigams und der Braut nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.“
Offenbarung 19,20:
“Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.“
Offenbarung 20,3:
“und warf ihn in den Abgrund und schloß ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1 000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muß er für kurze Zeit losgelassen werden.“
Offenbarung 20,8:
“und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.“
Offenbarung 20,10:
“Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Alle bisherigen Beispiele aus dem Buch der Offenbarung enthalten jeweils das Wort “planaó”, also Täuschung, Täuschung, Täuschung.
Gott lässt zu, prüft und überführt

Dass Gott selbst nicht täuscht, um den Menschen in die Irre zu führen, aber durchaus auf die Probe stellen kann und auch wird, zeigt Offenbarung 3,10:
“Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen.“
An dieser Stellte steht für “Versuchung” das griechische Wort “peirasmos” (g3986). Dies bedeutet tatsächlich “versuchen, testen, auf die Probe stellen”.
Ist dagegen das beständige Anklopfen des Heiligen Geistes am Gewissen hartnäckig abgewiesen worden, ist das Fass irgendwann übergelaufen. In diesem Fall wird Gott einleiten bzw. es zulassen, dass die verstockten Menschen durch ihre eigene Handlung gegen sich selbst Zeugen sein werden. Damit erweist Gott Seine Gerechtigkeit, indem die ganze Welt mit ansehen kann (1. Korinther 4,9), wie der Mensch handelt, 2. Thessalonicher 2,9-11:
“ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so daß sie der Lüge glauben,“
Zweimal das Wort “Verführung”, aber im ersten Fall das griechische Wort “pseudos” (g5579). Dies bedeutet “Falschheit, Unwahrheit, falsche Religion”.
Im zweiten Fall ist hinter dem Wort “Verführung” das griechische Wort “plané” (g4106) zu finden. Das bedeutet “Irrtum, Feige, Betrug, Täuschung, Irrtum, Sünde”.
Evangelium als Fundament – Sicher stehen
Denn “andersherum”, sorgt Gott für alle Menschen, welche die Wahrheit annahmen, diese glaubten und auch danach lebten, einen sicheren Ausweg aus dieser Verführung, 1. Korinther 10,13:
“Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt.“

Ein solcher kann nicht getäuscht werden. Dieser nimmt zwar die Irreführungen zur Kenntnis, lässt sich aber davon nicht hinter das Licht führen, sondern hält eisern an der Wahrheit fest. Der “kleine, aber feine Unterschied”, zu jenen, welche in 1. Timotheus 4,1 beschrieben sind:
“Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.“
In der Abfolge der 7 Gemeinden (Offenbarung 2 und 3) in prophetischer Sicht, erhielt die Gemeinde Philadelphia vom Herrn ausgesprochen viel Lob und auch die entsprechenden Verheißungen, Offenbarung 3,10:
“Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen.”
Auch an dieser Stelle ist für “Versuchung” das griechische Wort “peirasmos” zu finden, also “Test, Probestellung”.
Welch ein Kontrast zur letzten Gemeinde Laodizea, aber in der Realität der heutigen Zeit durchaus aufzufinden (Info).
Der Urheber der Täuschung

Jesus Christus geriet an die Pharisäer und deren Selbstgerechtigkeit und auch deren Machtausübung über die Menschen anhand auferlegter Zwänge. Jesus beschrieb hierbei den Urheber des Übels und dessen Eigenschaften, Johannes 8,44:
“Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“
Satan lügt nicht ab und zu hier und gelegentlich dort, sondern ist der Urheber, der Erfinder der Lüge. Eine Voraussetzung für die von diesem vorgenommene, universale Täuschung. Honig um den Mund schmieren, schmeicheln, selbst als ein Heilsbringer (“Engel des Lichts”) erscheinen, Verheißungen und Versprechungen sowie das “Gute” predigen, obwohl dies mit absoluter Sicherheit zum Untergang eines jeden leichtgläubigen und deshalb ihn nachfolgenden Menschen führt. Seine Verlogenheit ist derart omnipräsent, dass selbst z.B. ein einfaches “Hallo”, von jemandem ausgesprochen, der ein “SJ” als Namensanhang vorweist, unbedingt pauschal angezweifelt werden sollte.
Zunehmender Einfluss der Täuschung

Ellen G. White gab ebenfalls einen Lichtblick auf das Wirken des großen Widersachers, der sich bis zum Ende der Zeit weiter entwickeln wird:
“Er ist raffinierter geworden. Seine Pläne sind tiefer angelegt und stärker mit einem religiösen Gewand bedeckt, um ihre Missgestalt zu verbergen. Die Macht Satans, Menschen zu verführen und zu täuschen, ist heute zehnmal größer als in den Tagen der Apostel. Seine Macht hat zugenommen und wird weiter zunehmen, bis sie ihm genommen wird. Sein Zorn und Hass werden stärker, je näher sein Wirken dem Ende zugeht.” (2SG 277.1)
Überspitzt ausgedrückt, zur Zeit der Apostel war es noch möglich, durch das Auftreten als Jahrmarkt-Schreier eine neue, irrige Lehre unter die Menschen zu bringen. Heute ist dies in der “aufgeklärten Gesellschaft” nicht mehr der Fall. Dann eben andere Methoden. Viele, vor allem die Atheisten und Humanisten, sind sich gar nicht bewusst, dass sie ebenfalls einer auf Glauben basierenden Religion stehen (Evolutionstheorie, Natur- und Klimaschutz).
Ein wenig Theorie aus dem Evangelium, dazu ein kräftiger Schuss Humanismus im Zeitalter der Vernunft, und schon ergibt dies den gewünschten Mix eines “allverträglichen Welt-Ethos”. Die im Raum stehende und mit Sicherheit eintretende Synthese zu einer auf Pantheismus gegründeten Theosophie (Info). Religion pur, aber nicht gar so “streng danach aussehend”. Die vermeintliche Notwendigkeit hierfür vermitteln die pausenlosen, nicht mehr abreißenden Meldungen über einen anstehenden Natur- und Klimakollaps.
Die beständige Entwicklung der Täuschung

Diese vom Widersacher aufbereitete, universelle Täuschung kam nicht von einem Tag zum anderen in diese Welt. Dieser verfolgt eine Jahrhunderte alte Agenda. Inzwischen sind die Früchte seines unseligen Werkes sichtbar geworden. Ein Gros der evangelikalen Welt verfolgt eines der vom Widersacher verbreiteten Irrlehren. Konkret handelt es sich z.B. von den “Brüdern des Loyola-Clubs” erzählte Version einer “Vorentrückung”, eines künftigen Antichristen und das Aufrichten eines Friedensreiches auf der Erde (Info).
Direkt schon “Klassiker” sind die irrigen Lehren über eine “ewig brennende Hölle“, eine “unsterbliche Seele“, “abgeschaffte Gebote Gottes“, der Sonntag als “Tag des Herrn” und ein obsoleter Sabbat.
Aus diesem Grund entsendet Gott drei aufeinander folgende Engel (symbolisch, gemeint sind allg. Botschafter), welche eindringliche Warnungen ausrufen. Diese Warnungen enthalten genau das Wesentliche, von dem die Menschen von den zahlreichen Täuschungen weggezogen werden sollen (3-Engelsbotschaft).
Täuschung, Täuschung & Täuschung

Nicht oft genug wiederholbar. Die Täuschung, Täuschung und vor allem die Täuschung sind die großen Gefahren unserer Zeit. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, wie “stark und standhaft” man sich selbst sieht, sondern einzig und allein damit, ob man auf dem Fundament des Evangeliums (Wahrheit) steht, oder einer Lüge aufgesessen ist, die man selbst irrtümlich als Wahrheit missversteht! In der vermeintlichen Stärke der eigenen Kraft (übrigens Selbstgerechtigkeit) findet man sich ganz schnell wieder auf den Pfaden der finalen Verfolger. Dies auch noch im Glauben, das Richtige zu tun, obwohl es falscher gar nicht sein könnte.
Satan kennt die Bibel, auch Offenbarung 20, und somit weiß dieser ganz genau um sein Ende. Was hat dieser also zu verlieren? “Wie ein brüllender Löwe” zieht dieser umher, um zu sehen, wen er alles verschlingen kann. Seine Versionen über ein irdisches Friedensreich, Vorentrückung, abgeschaffte Gesetze Gottes, Allerlösung, etc., usw., führen lediglich in die Irre. Auch seine treuen, nicht wenigen, irdischen Helfershelfer versprach der Widersacher eine glorreiche Zukunft unter seiner Regentschaft. Sie alle aber sind…GETÄUSCHT!
Epheser 6,10:
“Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“
Kein Mensch kann sich auf seine eigene Stärke und Standhaftigkeit verlassen, sondern ist auch hier einzig und allein auf die Kraft Gottes, bzw. die Kraft Jesu Christi angewiesen. Diese Kraft wird nur zuteil, wenn man auf dem Fundament des Evangeliums steht und sonst, auch nicht in Teilbereichen, nirgendwo anders.
Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.
Offenbarung 12,17
Bibelverse aus Schlachter 2000








