Olli Dürr Rosenkranzgebet – Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden

Rosenkranzgebet – Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden

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Der von der katholischen Kirche als wichtige Gebetshilfe erklärte Rosenkranz ist in der Tat ein Utensil für das buchstäbliche Herunterleiern schier endloser Wiederholungen. Wie gewohnt spielt auch beim Rosenkranzgebet die Maria eine wesentliche Rolle.

Der Rosenkranz gehört zum Standard-Repertoire

Der Rosenkranz besteht aus einer Kette mit zahlreichen aneinandergereihten Perlen bzw. Kugeln in unterschiedlichen Größen. Daran ist noch eine kurze Kette mit einem abschließenden Kreuz befestigt. Der Rosenkranz ist in seiner Art direkt schon ein Erkennungszeichen für Katholiken bzw. Marien-Anbeter.

Anstatt im Gebet zu Gott wie zu einem Vater zu sprechen, weist die katholische Kirche ihre Schäfchen dazu an, eine Gebetsformel in einer scheinbaren Endlosschleife herunter zu plappern. Begrenzt wird dieses Ritual von der Anzahl der Perlen. Dabei stehen weder der Vater, noch Sein Sohn Jesus Christus im Mittelpunkt, sondern die über alles überhobene Mutter Maria. Ihr steht im Rosenkranzgebet die mit Abstand größte Aufmerksamkeit zu.

Eine Aufreihung von Perlen

Rosenkranz

Die Perlen sind die Wegweiser des Mantra-Rituals

Diese Kette weist weder Blüten, noch Dornen auf. Aufgereiht sind insgesamt 59 Perlen. Davon sind 55 Perlen in 50 kleinere und 5 größere eingeteilt. Eine große Perle verbindet den Kranz mit der kleineren Kette und an dieser sind wiederum 3 Perlen aufgereiht mit dem finalen Kreuz. Die Bezeichnung „Rose“ rührt von den vielen Legenden rund um die Maria her, welche sich zu irgendeinem Zeitpunkt irgendwelche Kleriker aus den Fingern sogen. Denn in der Bibel ist von derlei Märchen nichts enthalten. Eines der von der katholischen Kirche angedichteten Eigenschaften bzw. Titel für Maria ist die „mystische Rose“.

Katholik muss einer Formel folgen

Das an ein Mantra erinnernde Ritual mit dem Rosenkranz muss der Katholik anhand einer genau definierten Abfolge durchführen. Vor dem Einstieg in das katholische Mantra ist zunächst die Startsequenz an der Reihe und diese beginnt beim Kreuz.

Die Startsequenz wirft Fragen auf

Diese Startsequenz besteht aus dem Kreuzzeichen beim gleichzeitigen Anführen der Formel: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Schon alleine dieser Kontext gibt Rätsel auf. Wenn im Anschluss ein „Gebet“ folgen soll und dies im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, frägt man sich unwillkürlich, an wen oder was das „Gebet“ eigentlich gerichtet ist. Zum Vater zu beten und dies in Seinem eigenen Namen ergäbe keinen Sinn. Zum Vater zu beten und dies im Namen von Jesus Christus, ist aber durchaus sinnvoll und dies ist sogar von Jesus Christus selbst so beschrieben. Beispiele sind: Johannes 14,13.14, Johannes 15,16, Johannes 16,23.24.26. Doch dies ist mit diesem Rosenkranz-Ritual gar nicht beabsichtigt.
Das Rosenkranz-Ritual kann auch in ähnlichen Varianten zelebriert werden. Das Prinzip des Mantras bleibt aber bestehen.

Ave Maria wird erstmals eingestimmt

Der nächste Schritt im Rosenkranzgebet ist das Aufsagen des Glaubensbekenntnisses. Dieses ist die katholische Variante des sog. Apostolikums, in der an „die heilige katholische Kirche“ geglaubt werden soll. Der nächste Schritt beginnt mit der Berührung der ersten (großen) Perle nach dem Kreuz und dies wiederum leitet das „Vater unser“ ein. Danach kommt nun Maria zum Zuge. Mit den nächsten folgenden drei kleinen Perlen folgt jeweils ein „Ave Maria“ mit unterschiedlichem Anhang im Bezug zu Jesus:

  • Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus. Der uns den Glauben vermehre
  • Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus. Der in uns die Hoffnung stärke
  • Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus. Der in uns die Liebe entzünde

Der Zwischeneinwurf lautet: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.“

Große Kette für das Haupt-Mantra

Mantra-Gong

Rosenkranzgebet – Nur umfangreicher formuliertes Mantra als in Fernost

Im Anschluss, bevor die erste Perle der großen Kette berührt wird, kommt die Formel „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen“ und unmittelbar danach wiederholt das „Vaterunser“. Diese Doppel-Formulierung erfolgt an jeder der 4 großen Perlen an der großen Kette.
An jeglicher folgenden kleinen Perle ist jeweils ein „Ave Maria“ aufzusagen und im Anschluss eines der folgenden „Geheimnisse“:

Freudenreiche Geheimnisse:

  • Den du, o Jungfrau, vom heiligen Geist empfangen hast.
  • Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
  • Den du, o Jungfrau, in Bethlehem geboren hast.
  • Den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
  • Den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

Lichtreiche Geheimnisse:

  • Der von Johannes getauft worden ist.
  • Der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.
  • Der uns das Reich Gottes verkündet hat.
  • Der auf dem Berg verklärt worden ist.
  • Der uns die Eucharistie geschenkt hat.

Schmerzhafte Geheimnisse:

  • Der für uns Blut geschwitzt hat.
  • Der für uns gegeißelt worden ist.
  • Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
  • Der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
  • Der für uns gekreuzigt worden ist.

Glorreiche Geheimnisse:

  • Der von den Toten auferstanden ist.
  • Der in den Himmel aufgefahren ist.
  • Der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
  • Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
  • Der dich, o Jungfrau im Himmel gekrönt hat.

Zehn zusammenhängende Perlen ergeben ein „Gesätz“. Am Ende eines jeden Gesätzes folgt wiederholt ein „Ehre sei dem Vater“

Zusammenfassung der Formel für das Rosenkranzgebet:

1x Glaubensbekenntnis
6x Ehre sei dem Vater
6x Vaterunser
53x Ave Maria (plus je einem Anhang der „Geheimnisse“)

Es drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob sich jemals ein derart zelebrierender Katholik selbst fragte, was dieser Unsinn eigentlich soll? Das Anbeten Verstorbener ist purer Spiritismus und dazu ein glatter Verstoß gegen das Erste und Zweite Gebot (das echte Zweite Gebot!). Die zahlreichen Aufrufe Marias sind deshalb völlig indiskutabel. Gott, der Vater, ist ein persönlicher Gott, der auch zuhört ohne jeglichen Lärm und Endlos-Wiederholungen. Jesus selbst gab eine Anweisung, in welcher Art zum Vater zu beten ist (Lukas 11). Das Rosenkranzbeten erinnert an die Praktiken der Baals-Anbeter auf dem Berg Karmel, in Anwesenheit des Propheten Elia. Das „unrühmliche“ Ende dieser Baals-Priester kann in 1.Könige Kapitel 18 nachgelesen werden.

Was sagt die Bibel über das Rosenkranzgebet?

Die Antwort ist kurz: Nichts. Absolut nichts.

Dafür gibt es klare Aussagen über die Praxis dieser Rituale, so wie in Matthäus 6,7-8:

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet“

Hinzu kommt das eindeutige Zelebrieren des Maria-Kultes, welcher auf der heidnischen Vorlage der Verehrung einer ägyptischen „Göttin“ Isis beruht.

Anbetung Marias ist konsequenter Spiritismus

Nicht nur dass die römisch katholische Kirche mit der Anbetung Mariä aus ihr eine „Göttlichkeit“ kreieren und damit pfeilgrad das 1. Gebot übertreten, sondern diese noch als „Miterlöserin“ mindestens neben, wenn nicht als „Mutter Gottes“ über Jesus Christus stellen. Papst Johannes Paul II. sagte zum Rosenkranzgebet:
„Obwohl das wiederholte Ave-Maria-Gebet direkt an Maria gerichtet ist, richtet sich der Akt der Liebe letztendlich an Jesus, mit ihr und durch sie.“

Hinzu kommt, dass das Evangelium klar Auskunft darüber gibt, dass das irdische Ableben ein „Seelenschlaf“ bedeutet und nicht das Ablösen einer unsterblichen Seele vom Körper. Es werden also Tote angebetet, die weder als Geist, Seele oder sonst in irgendeiner Form existieren. Neben der gemäß dem 2. Gebot verbotenen Bilderverehrung betreiben die Kirche Roms und deren Anhänger reinen Spiritismus. Die Blasphemien dieser Kirche kennen keine Grenzen.

Treppen auf Knien hinauf kriechen

Zu einem ähnlichen Ritual zählt vor allem an einem jeden Karfreitag das hinauf kriechen von als heilig erklärten Treppen in Begleitung ähnlicher Mantras. Eines der bekanntesten Treppen ist die Scala Santa in Rom. Es gibt auch Nachbildungen, so dass Katholiken auch an derlei Kopien ihre originalen Knien malträtieren können. Hierfür hat die Kirche auch ein Programm vorbereitet, welches an jeder einzelnen Stufe abgearbeitet werden kann. Für den, der sich das antun will, gibt es hier eine Anleitung.

Einfaches wahres Evangelium oder „Schamanismus“?

Das wahrhaftige Evangelium ist sowas von einfach und leicht verständlich. Derartige an Schamanen-Praktiken erinnernden Rituale sind der Bibel völlig fremd, außer mit der Feststellung, dass diese Gott ein Gräuel sind. Daher ist auch an diesen unsäglichen Praktiken wie das Rosenkranzgebet leicht zu erkennen, dass je inhaltsloser oder falscher eine Lehre ist, desto größer und umfangreicher sind die um eine irrige Religion zu zelebrierenden Rituale.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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