Liebe Gottes – Über alle Maßen aber dennoch missbraucht

Decision

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Gottes Liebe. Eine Eigenschaft, die heute über Gebühr und vor allem auf eine nicht zielführende Weise interpretiert wird. Denn diese Liebe Gottes überwiege alles, ließe geradezu Seine von den verbreiteten Lehren ohnehin als nicht existente, verschwiegene ewige Gerechtigkeit als null und nichtig erscheinen. Ein Irrtum, denn die Erlösung des Menschen erfolgt nicht bedingungslos.

Liebe Gottes und sonst nichts

Von der Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen zu sprechen, braucht heute keine große Überzeugungsarbeit, denn das ist eine Eigenschaft Gottes, die in einem breiten Spektrum auch so proklamiert wird. Das “einzige” Problem daran jedoch ist, dass die Liebe Gottes zwar uneingeschränkt zutrifft, aber diese Liebe doch keinesfalls Seine ebenfalls uneingeschränkte Gerechtigkeit weder beeinträchtigt noch außer Acht lassen lässt. So kommen auch seltsame Theologien auf, welche von einer “Jedermann-Erlösung” sprechen, weil Gott schließlich keinen Menschen verloren gehen lassen will (Info).

Liebe - Wort Gottes
Wenn ‘Liebe’ Wort Gottes ersetzen soll

Das geht sogar so weit, dass kurzerhand die Sünde einfach neu definiert wird, indem man lehrt, dass die Trennung des Menschen von Gott die eigentliche Sünde sei. Der Mensch müsse sich nur Gottes Liebe zuwenden und alles sei damit geritzt (Info). Dies alles leitet den Menschen in ein grottenfalsches Sicherheitsgefühl, wobei man bei z.B. Fortsetzung seines bisherigen Lebens bzw. Lebensstil von Gottes Willen nicht weiter entfernt sein kann. Aber ein jeder Mensch sei schließlich ein Kind Gottes. Wieder alles geritzt.

Keine Narrenfreiheit

So unendlich dargestellt, deckt Gottes Liebe jedoch eine gewünschte Narrenfreiheit (“tu, was du wills”) nicht ab. Jesus Christus gab hier einen eigentlich klaren Hinweis, 1. Johannes 4,16:
Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
“In der Liebe bleiben”. Hört sich nicht nach Unendlichkeit an, denn der Vater ist ein Gott der Lebendigen und nicht der Toten (Matthäus 22,32) und Letzteres ist die zwangsläufige Konsequenz, und wärt für ewig (Offenbarung 20). Was nicht mehr existiert, kann keine Liebe mehr zugewendet werden, denn für Liebe braucht es mindestens Zwei.

Gott hat Seine Liebe nicht nur überzeugend behauptet, sondern vollständig bewiesen, indem Er seinen einzigen Sohn gab, Johannes 3,16:
Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Gott erkennen ist weitaus mehr

Hippie-Jesus
Nope! Mogelpackung!

An “ihn glauben”, insbesondere Ihn erkennen, bedeutet jedoch nicht nur, Jesus Christus in der Form zu erkennen, dass Er keine ID-Karte zur Erkennung vorzuzeigen braucht, sondern mit allen Seinen Eigenschaften und dem Nachleben dessen, worin Jesus Christus in der Welt das leuchtende Vorbild war. Nicht nur AN Jesus Christus glauben, sondern DEN Glauben Jesus Christi haben. Auch die Dämonen glauben an Ihn, aber sind deswegen nicht automatisch gerettet (Jakobus 2,19). Denn nur wer den Willen des Vaters tut, hat Aussichten auf ewiges Leben und dazu gehört insbesondere das eingeschränkte Einhalten des Gesetzes Gottes (10 Gebote, z.B. Johannes 14,15).

Gott Vater gab Seinen Sohn. Er starb nicht nur “auf die Schnelle”, sondern unter unvorstellbaren Qualen. Die Kreuzigung der Römer war das Grausamste, was sie sich ausdachten und galt für die niedrigsten aller niedrigen Verbrecher. Jesus starb bereits nach rund 6 Stunden, während die Regel bei unglaublichen Tagen lag. Mit Seinem Opfer und Blutvergießen bezahlte Jesus Christus den einzigen vorgesehen Preis für Sünde, den Tod. Der Sohn Gottes war nicht einfach ein erwählter Privilegierter (wäre Willkür), sondern durch Seine Hände wurde alles geschaffen. Somit konnte es nur Jesus Christus sein, der als “Verantwortlicher und Treuhand” der Schöpfung die Verantwortung übernehmen konnte, niemand anderes.

Auch Jesus Christus entschied sich

Der Tod jenen, der seit undefinierbarem Anfang existiert (“Ich bin”), war ein Schock für alle mit Schrecken zusehenden Engel. Sie wussten über den Erlösungsplan (einst Geheimnis Gottes, Offenbarung 10,7) nur genauso viel, wie Er es durch Wort und Schrift auch an die Propheten mitteilte. Die himmlischen Botschafter warteten nur darauf, nach einem einfachen Fingerzeig Jesus vor dem Kreuz zu retten und der Menschheit (endlich) ein Ende zu bereiten (Matthäus 26,53).

Was bräuchte es noch, dass Gott Seine Liebe beweist? Eine Liebe, die für uns Sterbliche nicht realisierbar ist und verdient hat diese Liebe ohnehin niemand. Es ist alles(!) ein Geschenk in Gottes Liebe und daraus resultierenden Gnade!

Der Sieg über den Widersacher

Wahrheit
Wahrheit wird stets siegen

Damit war auch das Ende des Widersachers besiegelt, was bereits in 1. Moses 3,15 deutlich angekündigt wurde. Ab dann ging es “nur noch” darum, auch Gottes Gerechtigkeit zu beweisen. Hier spielt wieder Jesus Christus eine zentrale Rolle (Info).

Gottes Liebe ersetzt nicht Seine Gerechtigkeit

Kein Mensch braucht sich einzubilden, dass Gott Seine Liebe über Seine eigene Gerechtigkeit stellt. Das Sprichwort, “Gnade vor Recht”, wäre an dieser Stelle falsch, denn Gott ersetzt Seine Gerechtigkeit nicht und deckt sie auch nicht ab. Wer Gottes Willen dauerhaft und ohne Bereitschaft zur Wandlung im Geist anstatt im Fleisch übertritt, ignoriert, mit Füßen tritt, braucht nicht zu erwarten, dass dies ewigen Bestand haben wird. Denn Gott war Satan und seine Schergen aus dem Himmel hinaus wegen Sünde (Rebellion) und wird nicht im Traum daran denken, dass anstelle wieder eine Milliarden-Anzahl von Sündern ihre mitgebrachte Lebensweise im Himmelsreich ausbreiten werden. Niemals!

In der griechischen Sprache wird sehr wohl zwischen verschiedenen Arten der Liebe unterschieden. Hierfür standen im damaligen Wortschatz (auch im Hebräischen) auch entsprechend unterschiedliche Worte zur Verfügung. Aufgrund der allgemeinen Degeneration der Sprachen wirft man heute einfach alles in einen Topf und bezeichnet es “Liebe”. “Agape”, so das griechische Wort für diese Art der Liebe.

Entscheidung und Einstellung

Decision
Der Mensch entscheidet

Nicht anhimmeln, warme Herzgefühle, emotionale Glückszustände, Trance, schmachten und seufzen, sondern in erster Linie eine Entscheidung mit anschließender dauerhafter Einstellung. Also ganz emotionslos. “Wie unromantisch”, und entspricht ganz und gar nicht der auf emotionale Handlungen getrimmten Gesellschaft (Info). “Verstand einsetzen? Ach was, zu anstrengend!”

1. Johannes 4,18-19:
“Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.

Die Ehe – Modell für Beziehung mit Gott

Die von Gott zur Schöpfung eingesetzte Ehe zwischen Mann und Frau(!) ist ein Modell der Beziehung zu Gott. Inniges Vertrauen, absolute Treue und hingebende Selbstaufgabe seinem Partner gegenüber. Das widerspricht so ziemlich allem, worin die Menschheit heute getrimmt ist. Der größte (Selbst-) Feind des Menschen ist sein eigenes Ego und das Ausrichten des Lebens auf das eigene Ich. Natürlich dürfen bei einer Ehe auch Emotionen eine Rolle spielen, aber nicht ausschließlich. Auch hier hat die Einstellung das größte Gewicht.

Mitunter ein Grund, warum die Scheidungsquote so enorm hoch ist. Wenn das gute Gefühl nachlässt, dann sieht man sich eben nach Ersatz um. Wer bei Nachfrage, warum Er oder Sie für den Partner Liebe empfindet und sich für ihn/sie entschieden hat, mit einer kleinen Aufzählung von besonderen Eigenschaften antwortet, hat bereits ein potenzielles Problem. Eine Liebe zu begründen, ohne dies an besonderen Äußerlichkeit festzumachen, wäre eigentlich die richtige Einstellung.

1. Mose 2,24:
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.

Die Ehe, bzw. die klare Trennung zwischen 2 Geschlechtern ist daher ein natürlich fokussiertes Angriffsziel des Widersachers. Mit traurigem Erfolg. Gottes Gebot dauerhaft übertreten, egal welches, so das Motto. Damit vor allem Gebot 7 (echten Gebote gemäß 2. Moses 20 – Info):
Du sollst nicht ehebrechen!” (2. Moses 20,14)

Jakobus 2,10:
Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.

Charakter Jesu anstreben

Bibelstudium Lupe
Gottes Willen erkennen

Damit gibt es auch keine Diskussion, wenn ein wegen dauerhaften Ehebruch verurteilte Mensch seine Tat als weitaus geringer bewertet und die gleiche Strafe (ewiger Tod) als ungerecht einordnet, als die Verbrechen eines notorischen Menschenmörders. Egal, ob Gebot 1 oder Gebot 10, es ist die Rebellion gegen den Gesetzgeber, also Gott bzw. Jesus Christus.

Gottes unendlich Liebe gegenüber dem lebenden Menschen drückt sich vor allem darin aus, dass Er es uns durch das Wirken Seiner Kraft (durch Heiligen Geist) ermöglicht, den eigenen Charakter dahingehend zu verändern, dass dieser noch zu Lebzeiten dem Charakter Jesu Christi gleichkommt. “Von der Sünde befreien oder erlösen” bedeutet NICHT, unsere Sünden dauerhaft pauschal zu vergeben, sondern uns dazu befähigt, die Sünde zu überwinden! Das ist der Prozess der Heiligung, der ein ganzes Leben lang anhält. Wer in seinem Glauben stockt, weil dieser noch gegen diese oder andere Charakter-Baustelle ankämpfen muss, braucht “lediglich” auch auf Gottes Verheißung vertrauen, z.B Philipper 1,6:
weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.

Das kann auch dauern, denn Gott weiß haargenau, was und warum für den individuellen Menschen das Beste ist, bzw. welche Zusammenhänge noch eine Rolle spielen. Völlig egal, ob man dies erkennen oder nachvollziehen kann. Im Nachhinein ist man aber “immer schlauer”.

Die wahre (Gegen-) Liebe zu Gott drückt sich eben darin aus, was Jesus Christus als die beiden höchsten aller Gebote bezeichnete, Lukas 10,27:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!

Keine “neue Definition”, sondern Jesus zitierte aus dem Alten Testament (3. Moses 19,18 und 5. Moses 6,5).

Liebe zeigt sich im Halten der Gebote

Damit erfüllt der Mensch völlig automatisch auch die 10 Gebote Gottes. Eine logische Konsequenz, denn das Gesetz kann einen nicht gerecht machen, aber das Einhalten des Gesetzes Gottes ist ein Beleg dafür, im Geist und in Gottes Willen zu handeln. Eine Entscheidung des Menschen und nicht “erfühlt” (Info).

Johannes 14,21:
Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Bibel German
Bibel ist für jedermann

Dies alles hat mit Gefühlsräusche und emotionalen Wallungen überhaupt nichts zu tun. Gott platzierte dem Menschen zwischen den Ohren einen Denkapparat. Dieser sollte genutzt werden. Das Siegel Gottes (Offenbarung 7) kommt auf die Stirn. Ein Symbol für das unmittelbar dahinter liegende Zentrum des kritischen Denkens, des Charakters, der Einstellung und damit auch die getroffene Entscheidung für die Gegenliebe zu Gott, der uns schließlich zuerst liebte. Das führt zum Gehorsam und zur Treue Gott gegenüber, egal, ob ein Dritter damit ein Problem hat, oder nicht. Egal, ob dieser sogar mit schwerwiegenden Konsequenzen droht!

Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst. Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.
Römer 14,7-8

Bibelverse aus Schlachter 2000

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