Kosmische Woche – 6000 Jahre – Was bedeutet das?

Echter Regenbogen

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Ein Konzept, welches durchaus hohe Wellen schlagen kann. Die “Kosmische Woche”. Ein Zeitraum von 6.000 Jahren plus angehängten weitere 1.000 Jahre der Ruhe. Das Thema findet Befürworter und auch Ablehnung. Es kommt eben nur darauf an, ob man den Bogen zur vermeintlichen Vorausberechenbarkeit der Wiederkunft Jesu den Bogen überspannt, oder ob man dies einzig und allein Gott überlässt.

Kosmische Woche – Der Name für ein Prinzip

Wer nicht nur in der Bibel forscht, sondern auch das ganze Umfeld des Evangeliums, was darüber gelehrt und erzählt wird, ist womöglich schon einmal auf den Begriff “die Kosmische Woche” gestoßen. Es handelt sich um einen Zeitraum von 6.000 Jahren, beginnend mit den Anfängen der Schöpfung und das Ende verbunden mit der erwarteten Rückkehr Jesu Christi.

Der Grundgedanke zur Kosmischen Woche bezieht sich auf die Schöpfung in buchstäblichen sechs Tagen und der Aussage in 2. Petrus 3,8:
Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!

Erste Unsicherheiten

Eine grobe Abfolge der Dauer der sechs Schöpfungstage auch im Verlauf der bisherigen Menschheitsgeschichte, jedoch mit dem Faktor Tausend. Daraus folgt die Idee, dass der Erlösungsplan Gottes (das Evangelium) nicht zwangsläufig vom Beginn der Schöpfung, sondern vielleicht vom Sündenfall an über einen Zeitraum von (rund) 6.000 Jahren andauern wird. Das Evangelium wurde erst mit dem Fall der Menschheit relevant. Bezieht man diese Kosmische Woche explizit auf den Schöpfungszeitraum, bleibt nur das “Jahr Null” als der Anfang. Allein hieraus lässt sich erkennen, dass es diverse Unsicherheiten gibt.

Rund 6.000 Jahre durchaus erkennbar

Einen genauen Fahrplan gibt es nicht auf Tags- und Uhrzeit genau. Bis auf tatsächlich gegebene zeitlich bezogene Prophetien, die ohnehin schon allesamt erfüllt sind, lassen sich seither und auch die künftigen Ereignisse nicht mehr auf einen bestimmten Zeitpunkt festmachen. Tag und Stunde der Wiederkunft Jesu weiß niemand, aber dass nur eine bestimmte Zeit vorherbestimmt ist, darauf weist auch die Aussage in Offenbarung 12,12 hin:
Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, daß er nur wenig Zeit hat.

Auch der Widersacher kennt den genauen Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu Christi nicht, aber er ist sich offensichtlich bewusst, dass es eine begrenzte und für das Erreichen seiner Pläne sogar knappe Zeit sein wird.

Diverse Eckpfeiler in 1.000-er Schritte

Chroniken
Chronischer Ablauf zeigt 6.000 Jahre

Grob umrissen gibt es auch diverse Eckpfeiler im Ablauf der 6.000 Jahre der Kosmischen Woche. Ob nun der Beginn mit der Schöpfung angesetzt wird, oder mit dem ersten Sündenfall, spielt hier eine geringe Rolle, denn es handelt sich um ungefähre Zeitpunkte der Ereignisse. Berücksichtigt man die Abfolge der Generationen gemäß 1. Moses 5 und 1. Moses 11, erhält man einen Überblick auf die jeweiligen Geburtsdaten von Adam bis Abraham, mit dem Bezug auf den Zeitpunkt der Schöpfung.

Wichtig ist, dass für die Abfolge der Generationen der Masoretische Grundtext vorliegt und man sich nicht an den Angaben der Septuaginta orientiert (darauf basiert auch die lateinische Vulgata). Denn die seltsamerweise von den Bibelwissenschaftlern bevorzugte griechische Übersetzung (auch LXX genannt) enthält in sich widersprüchliche Angaben (Info).

Nach den ersten rund 1.000 Jahren wurde Noah geboren, nach rund 2.000 Jahren kam Abraham auf die Welt. Rund 3.000 Jahre nach Beginn wurde in Israel der erste König (Saul) eingesetzt. Das Wirken Jesu Christi auf Erden geschah rund 4.000 Jahre nach Beginn. Nach rund 5.000 Jahren geschah das durchaus einschneidende “Morgenländische Schisma”, welches die Ostkirche vom Einflussbereich des Bischofs von Rom abtrennte.

Seit Jesu Wirken sind inzwischen gut 2.000 Jahre vergangen. Die Marke von abgelaufenen 6.000 Jahre der Kosmischen Woche ist somit, je nach Auslegung der Bibelangaben, entweder knapp erreicht, bzw. um ein Geringes bereits überschritten. Einen grafischen Überblick zu den biblischen, auch außerbiblischen Ereignissen zwischen Schöpfung und Gegenwart gibt es hier.

Im Anschluss die 1.000-jährige Friedenszeit

Passend zum Konzept der Kosmischen Woche ist auch der Zeitraum von weiteren 1.000 Jahren nach der Wiederkunft Jesu Christi. Das sogenannte Millennium, welches allerdings nicht als Friedensreich auf Erden vollzogen wird (Info). Es handelt sich um einen Zeitraum, indem der Widersacher und seine Vasallen im “Abgrund” gebunden sein werden und keinerlei Schaden mehr anrichten können. Dies auf einer zerstörten Erde, eben jener genannte “Abgrund”.

Ein Zeitraum der 1.000-jährigen Ruhe. Das entspräche auch dem Abschluss der sechstägigen Schöpfung mit einem weiteren siebenten Tag der Ruhe. Es handelt sich konkret um den Sabbat (2. Moses 20,8-11 – Info), die Vollendung der Schöpfung Gottes. Ein Tag des Rastens, der von Gott selig gesprochen und geheiligt worden ist (1. Moses 2,2-3).

Den Bogen nicht überspannen

Fettes Buch
Nicht zu weit aus dem Fenster lehnen

Man könnte den Zeitpunkt des Ablaufs der ersten 4.000 Jahre der Kosmischen Woche, wenn man will, auf die Taufe Jesu Christi festlegen. Immerhin ist dieses Ereignis auch in Daniel 9,24-25 im Verlauf der letzten Woche der 490-Jahr-Woche vorhergesagt worden (Info). Mit Seiner Taufe begann auch das aktive Heilswirken Jesu. Das war konkret im Jahr 27 n.Chr.

Nun wäre es nur das kleine Einmaleins, die letzten 2.000 Jahre hinzuzuaddieren. Wie gehabt, es handelt sich um ungefähre Einteilungen der jeweiligen 1.000-er Schritte der insgesamt 6.000 Jahre der Kosmischen Woche. Zudem lässt sich Gott auch nicht in die Karten blicken, denn was der Mensch zu seiner eigenen Rettungsmöglichkeit wissen muss, steht in der Schrift. Dafür hat Gott es auch aufschreiben lassen. Hinzu kommt, dass Gott die Türe nicht zum “Gongschlag” eines vorherbestimmten Termins zuwerfen wird, sondern erst, wenn sich ein jeder Mensch aus freien Stücken für Ihn oder gegen Ihn entschieden hat.

So oder so, es dauert nicht mehr lange

Diese alles entscheidende Zeit steht der Menschheit noch bevor, aber schon greifbar nahe, und wird voraussichtlich nur kurze Zeit anhalten. Denn die Umstände werden derart gestaltet sein, dass die Menschen sich binnen eines knappen Zeitraumes entscheiden werden. Es geht immerhin um den Ausschluss aus dem wirtschaftlichen Leben (kaufen und verkaufen können – Info). Diese in Aussicht stehende (gesetzliche) Regelung wird direkt gegen Gottes Gesetze gerichtet sein. Wohl leider die meisten Menschen werden sich für die Beibehaltung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe entscheiden und nur sehr wenige Menschen Gott und Seinen Gesetzen treu bleiben wollen.

Ein solches Gesetz ist bereits am Horizont erkennbar. Wann es global verpflichtend sein wird, weiß man noch nicht. Auch weiß nur Gott, wann sich ein jeder einzelne Mensch entschieden hat. Deshalb weiß man auch nicht im Voraus, zu welchem Zeitpunkt das Tor zugeworfen wird. Das geschieht ohnehin nicht einmalig, für die gesamte Menschheit im Kollektiv, sondern für jeden Menschen individuell.

Kosmische Woche – Durchaus berechtigt

Trotz der Unvorhersehbarkeit der alles entscheidenden Momente ist es nicht zu übersehen, dass die Welt einen Zustand erreicht hat, welcher das angehende Ende des seit rund 6.000 Jahren anhaltenden Dramas nicht nur vermuten lässt, sondern direkt nahelegt. Das “Konzept” der Kosmischen Woche erscheint daher nicht “an den Haaren herbeigezogen”, sondern ist durchaus begründet. Man darf eben nicht den Fehler begehen, nun auf Jahr, Monat und Stunde genau eine Wiederkunft Jesu ergründen zu wollen. Dieses Ereignis weiß Gott allein, denn nur Er hat den Überblick und das Wissen über jeden einzelnen Menschen, dessen Herz und auch finale Entscheidung.

Vorbereitung – Jetzt!

Echter Regenbogen
Gott hält an Seinem Bund fest

Außerdem gibt es keinerlei Gründe, sich auf die Wiederkunft Jesu Christi nicht vorbereiten zu wollen. Zumindest “noch nicht”, da ja (vermeintlich) noch Zeit genug sei, sich rechtzeitig vorzubereiten. Ein fataler Fehler, wenn man berücksichtigt, dass die Vorbereitung hin zu einem annehmbaren Teil der Braut Christi eine Bereinigung und die Überwindung bedeutet (Info). Die Braut ist “rein und glänzend”, Offenbarung 19,7-8:
Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.

Das Gleichnis der törichten 10 Jungfrauen (Matthäus 25) zeigt es auf. 5 der Jungfrauen hatten nicht ausreichend vorgesorgt und standen am Ende vor verschlossenen Türen und wurden auch nicht zum Hochzeitsmahl hineingelassen. Jesus antwortete auf deren Rufe, Matthäus 25,12:
Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!

Vorbereitung heißt auch Wissen

Ich komme wie ein Dieb in der Nacht“, so Jesus Christus über Seine für die meisten Menschen völlig überraschende Wiederkunft. So auch zu den finalen Ereignissen, Offenbarung 16,15:
Siehe, ich komme wie ein Dieb! Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht!

Wenig überraschend wird daher dieses Ereignis für jene sein, die sich darauf vorbereitet haben! Diese sind es auch, die sich über die noch anstehenden Entwicklungen nicht wundern werden, sondern anhand der Berücksichtigung der Prophetien durchaus zu deuten wissen. Das Gegenteil davon zeigt Offenbarung 17,8 auf:
Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht mehr, und es wird aus dem Abgrund heraufkommen und ins Verderben laufen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, das war und nicht ist und doch ist.

Nur die Menschen, die sich nicht um die Wahrheit des Evangeliums kümmern, daher auch nicht im Buch des Lebens eingeschrieben stehen, werden mit staunenden, nicht wissenden Augen zusehen.

Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Offenbarung 3,19-21

Bibelverse aus Schlachter 2000

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