Olli Dürr Hat Jesus Christus den Sabbat gebrochen und aufgehoben?

Hat Jesus Christus den Sabbat gebrochen und aufgehoben?

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Jesus Christus habe den Sabbat gebrochen und diesen damit abgeschafft bzw. beseitigt. Diese These ist leider weit verbreitet, kann aber mit nichts begründet werden. Daher sind auch entsprechende „Ergänzungen“ in modernen Bibeln vorgenommen worden. Wer selbst nachforscht mit dem Drang zur Wahrheit, wird auch auf diese stoßen.

Prüfe alle Geister – auch das Hörensagen

Kettenbruch

Im Zeichen der Sonne soll der Sabbat einfach aufgehört haben

Hat Jesus Christus den Sabbat gebrochen und damit auch beseitigt? Diese Frage würde leider von einer Mehrheit der „Gläubigen“ mit einem klaren Ja beantwortet werden. Doch diese „Gläubigen“ dürften so ziemlich gemeinsam haben, dass sie diese Behauptung irgendwo gelesen oder gehört haben. Womöglich noch von einem evangelikalen Pastor, geschweige einem liberalen Theologen. Gemeinsam dürften diese „Gläubigen“ auch haben, dass sie diese Aussage gar nicht anhand des Eigenstudiums der Bibel überprüft haben. Leider ist es aber auch Fakt, dass die neuen Versionen der sog. Bibelübersetzungen anhand ihrer eigenen Formulierungen die Vermutung, Jesus Christus habe den Sabbat gebrochen und damit aufgehoben, auch noch stützen.

Ein grundlegendes Problem ist die Bequemlichkeit

Wer nicht besonders „scharf“ ist auf die Wahrheit, wird auch weiterhin im Dunkeln tappen und sich auch in die Irre führen lassen, ohne dies zu wissen. Sei es aus Desinteresse, aus Bequemlichkeit oder einfach wegen dem Verlangen nach wohlklingenden Worten.

„Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;“
2. Timotheus 4,3

Einfach nur spüren und schmachten

Bequemlichkeit

Viele wollen Evangelium an bequemen Lebensstil anpassen

Der Aufforderung „Gehorsam Gott gegenüber“ wurde längst ein Etikett der unangemessenen Unterwürfigkeit in der Stellung eines Sklaven verpasst. Dies auch noch einem Gott gegenüber, der gemäß der Vermischung von Evolutionstheorie und dem „allegorischen“ Schöpfungsbericht irgendwann mal das Leben anstieß und auch irgendwann mal überraschend vorbeikam, sich den Menschen als Oberster aufdrängte, um diese in der Knechtschaft zu unterwerfen. Als Ersatz dient nun der „gefühlbetonte“ Glauben, bei dem alles emotional, körperlich erspürt werden müsse. Die im Evangelium beschriebene Liebe ist nun ein „hingebungsvolles Schmachten“ für einen Gott, der überall und in Allem sei und dessen Liebe dem Menschen gegenüber alles überstrahlt, selbst die Regeln, Normen und Statuten. Gott liebt Dich, Er nimmt alle auf, egal wie dieser ist.
So in etwa sieht das Gebilde aus, was heute als Christentum bezeichnet wird.

Mit keinem Wort sagte aber Jesus Christus an irgendeiner Stelle, „bleib wie du bist“. Sondern klar und deutlich, nur der „Neugeborene“ kann durch die Tore ins Himmelreich eingehen. Aber das eckt natürlich an. Viel zu unbequem, dann lieber einfach nur schmachten.

Wer die Wahrheit sucht, findet sie auch

Der Filz der Irreführungen ist inzwischen scheinbar unüberwindlich. Doch wer die Wahrheit wirklich sucht, den wird der Heilige Geist durch den Dschungel der Fehl-Lehren souverän begleiten und auch die Wahrheit aufzeigen. Es bleibt dennoch beim Menschen, ob dieser diese Erkenntnis auch annimmt. Aber irgendwann (schon bald) ist es zu spät.

„und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.“
2. Thessalonicher 2,10

Dass die Mehrheit glaubt, der Sabbat sei von Jesus Christus gebrochen und auch abgeschafft worden, lässt sich ganz gut daran beobachten, dass die allermeisten Gläubigen am Sonntag anstatt am Samstag in die Kirche gehen. Abgesehen von der falschen Behauptung, es handelte sich um einen „jüdischen Sabbat“, ist der Sabbat zu keinem Zeitpunkt abgeschafft worden. Dies war schlicht und einfach die eigenmächtige Initiative der römisch katholischen Kirche. Dass dies keine Unterstellung ist, bestätigt die Kirche Roms gleich selbst.

Moderne Bibeln sehr manipulativ

Eine beliebte Stelle für den vermeintlichen Nachweis, Jesus Christus habe den Sabbat gebrochen und diesen damit abgeschafft, ist die Begegnung Jesu mit Seinen Jüngern und den Pharisäern an einem Sabbat. Die Jünger zupften für eine kleine Mahlzeit ein paar Getreide-Körner ab. Die Pharisäer regten sich darüber auf und schimpften, dass dies an einem Sabbat nicht getan werden dürfe. Dieses Ereignis scheint derart wichtig zu sein, dass es durch drei Apostel bezeugt ist. (Matthäus 12, Markus 2 und Lukas 6).
Einhellig berichten die drei Apostel über das, was Jesus Christus erwiderte (Schlachter 2000, „textus receptus“).
Matthäus 12,8: „Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.
Markus 2,28: „Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat.
Lukas 6,5: „Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

Folgendes ist in den abgewandelten modernen Bibelübersetzungen zu finden:
Gute Nachrichten, 2018
Matthäus 12,8: „Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat; er hat zu bestimmen, was an diesem Tag getan werden darf.
Markus 2,28: „Also ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat; er hat zu bestimmen, was an diesem Tag getan werden darf.
Lukas 6,5: „Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat; er hat zu bestimmen, was an diesem Tag getan werden darf.
Eindeutig ist in der „Gute Nachrichten“ die Aussage Jesu einfach ergänzt worden. Diese Ergänzung, dass Jesus bestimmen dürfe, was am Sabbat getan werden dürfe, ist im griechischen Text nicht existent. Per Fußnote weist die „Gute Nachrichten“ darauf hin, dass diese Anfügung ein „verdeutlichender Zusatz“ sei. Das soll sichtlich suggerieren, Jesus Christus ist Herr über den Sabbat und dürfe diesen Tag deshalb einfach abschaffen, so wie es Ihm gerade passt. Dabei hat er diesen Part nie ausgesprochen. Dem Leser wird aufgezeigt, wie dieser zu denken habe.

Beabsichtigte Irreführung

Genau hier liegt das massive Problem. Die Gute Nachrichten Bibel basiert wie viele weitere neue Bibel-Übersetzungen auf dem Grundtext von Nestle-Aland. Zwei wenig bis gar nicht gläubige wissenschaftliche Theologen, die sich ihr eigenen Schlussfolgerungen anstellten. Neste-Aland-Bibeln sind dazu von der römisch katholischen Kirche im Zuge der Ökumene offiziell „akzeptiert und abgesegnet“ worden. Es sollten alleine schon wegen diesem Aspekt sofort alle Alarmglocken schrillen.

Man legt Jesus Christus einfach Worte in den Mund, um damit die eigene Argumentation (Irreführung) zu untermauern.
Es kommt noch ein weiterer schwerwiegender Umstand hinzu. War es überhaupt jemals verboten, an einem Sabbat Ähren zu zupfen? Wenn ja, wer hat dies verboten? Wer die Bibel kennt, weiß auch, dass Jesus Christus die Pharisäer mehrmals anklagte, weil sie ihre eigenen überlieferten und ständig ergänzten Regeln und Gesetze den Statuten Gottes übergestülpt haben. Sie zwangen die Menschen zur Einhaltung menschlicher Gesetze und nicht die von Gott aufgerichteten Regeln.

Der „Beweis als Pharisäer“

Newspaper truth

Nur wer selbst nach Wahrheit sucht, wird diese auch finden

Nun werden mit der Argumentation, Jesus Christus habe den Sabbat gebrochen, aber die Pharisäer-Gesetze als Gottes Gesetze dargestellt. Verbote wie Ähren zupfen oder auch die Matte tragen waren ausschließlich Menschen-Verordnungen und diese dürfen sehr wohl „übertreten“ werden. Kollidieren sie sogar mit Gottes Regeln, welche durchaus vorkamen (z.B. Befreiung von der Pflicht für die Eltern zu sorgen, wenn man für die Synagoge tätig war), müssen diese menschengemachte Gesetze sogar ignoriert werden, um nicht mit Gottes Gesetz in Konflikt zu geraten.

Jesus Christus brach nie den Sabbat und Er schuf diesen auch nicht ab. Er ignorierte die Regeln der arroganten Pharisäer, nicht mehr und nicht weniger. Einen ähnlichen Charakter wie die Pharisäer-Regeln hat auch der römisch katholische Katechismus, der von dieser Kirche offiziell als höherrangig als die Bibel (Gottes Gesetze) eingestuft wird. Doch auch diese Form der Arroganz und Lästerung ist der Kirche Roms quasi „genetisch eingeprägt“.

Der Sabbat wurde zu keinem Zeitpunkt abgeschafft. Dieser von Gott eingesetzte zu heiligende 7. Tag der Woche (Samstag) war bereits ein Bestandteil der Schöpfung, gilt heute ebenso und wird sogar auf der neuen Erde Gültigkeit besitzen. Wer behauptet, Jesus Christus habe den Sabbat gebrochen, geht einfach nur auf Schulterschluss mit den Pharisäern.
Darüber hinaus zeigt das Neue Testament zahlreiche Beispiele. dass der Sabbat unverändert weiter gilt.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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