Das die Sünder und Gottlosen “verzehrende und ewige Feuer” ist kein entfachtes Feuer, gemäß eines entzündeten Streichholzes, sondern es ist das Angesicht Gottes selbst. Kein Ungerechter kann Gott schauen. Seine Abwendung vom Sünder ist daher sogar als ein Akt der Gnade zu begreifen. Am Schluss aller Dinge kommt es zu Gottes “großer Hinwendung” und alle, die nicht widerstehen können, werden am Ende Asche sein.
Inhalt / Content
- 1 Das “ewige Feuer” ist grundsätzlich anderer Natur
- 2 Vor Gott können Sünder nicht bestehen
- 3 Sünder lebt (noch) nur durch Jesus Christus
- 4 Schicksal steht vor Jesu Wiederkunft fest
- 5 Das “verzehrende Feuer” – Der 2. Tod
- 6 Gottes Angesicht ist das “ewige, verzehrende Feuer”
- 7 Das Evangelium wurde aktiviert
- 8 Ewiges Feuer wie auch Gott ewig ist
- 9 Bis sie zu Asche wurden
- 10 Heiden-Lehre – Nicht Evangelium
Das “ewige Feuer” ist grundsätzlich anderer Natur
Das “ewige Feuer” oder das “verzehrende Feuer”. Eine Formulierung, die auf eine “ewig brennende Hölle” hinweisen könnte, wenn man nur wollte. Dies setzte aber auch voraus, lediglich diese Beschreibung zur Argumentation heranzuführen und den großen “Rest” des Evangeliums zu ignorieren. Denn das “Ewige” ist weder ewig, noch ist das “Verzehrende” für alles Zeiten, noch ist das Feuer jenes, für das man es vermutlich hält.
Schon alleine der in der Bibel durchaus verwendete Begriff “Hölle” bedeutet nicht, für was es landläufig gehalten, bzw. von den Kanzeln gepredigt wird. Hierzu braucht lediglich der Originaltext der Bibel, also Hebräisch, Aramäisch und Griechisch, herangezogen zu werden, um die wahre Bedeutung zu erkennen. Mehr dazu – hier.
Vor Gott können Sünder nicht bestehen

Sünde kann im Angesicht Gottes nicht existieren. Konkret, sündige Menschen können nicht das Angesicht Gottes standhalten. Dennoch existiert (noch immer) der sündige Mensch. Warum? Weil Gott sich vom Sünder abwendet. Das Abwenden Gottes ist gleich Seine Trennung vom lebenden Geschöpf und ohne Gott kann kein Leben existieren. Denn nur Gott hat das Leben in sich und verleiht dieses an Seine Geschöpfe.
Dieser Umstand hebelt zugleich auch die These über eine “unsterbliche Seele” des Menschen aus. Neben des weit verbreiteten Bildes der Hölle ist die Unsterblichkeit eine weitere irrige Lehre (Info).
Sünder lebt (noch) nur durch Jesus Christus
Die endgültige Trennung vom Sünder ist aus einem einzigen Grund noch nicht erfolgt, und dieser Grund heißt Jesus Christus. Er steht zwischen dem Vater (im Himmel) und dem sündigen Menschen, als Mittler und auch als Fürsprecher. Jesus Christus ist seit Seiner Himmelfahrt unser Hohepriester im Himmlischen Heiligtum und macht genau das, was zuvor der irdische Hohepriester (gemäß Aaron) in der Stiftshütte bzw. im Tempel erledigte.
Dieser übernahm das vom Sünder dargebrachte Sünden- bzw. Schuldopfer und brachte etwas Blut des Opfertieres in das Heiligtum hinein. Denn Sündenvergebung kann es nur durch Blutvergießen geben (Hebräer 9,22). Doch der irdische Priester war nur ein Symbol dessen, was Jesus Christus inzwischen längst “im Original” für uns sündige Menschen getan hat und auch bis heute noch tut.
Dass Sünde die Abwendung Gottes bewirkt, ist in Jesaja 59,1-2 festgehalten:
“Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott[1], und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, daß er nicht hört!“
Schicksal steht vor Jesu Wiederkunft fest

Die Trennung von Gott ist somit eine Folge der Sünde und führte eigentlich zum sofortigen Tod, wenn nicht schon an diesem Punkt die Barmherzigkeit und Gnade Gottes greifen würde. Daher, wer bereits sündigte, ist einzig und alleine auf die Gnade durch Jesus Christi angewiesen und kann selbst nichts, rein gar nichts selbst etwas dazu beitragen, wieder die erforderliche Gerechtigkeit zu erlangen. Das wäre eine weitere weit verbreitete irrige Lehre, und zwar die Gerechtigkeit durch “gute Werke” erarbeiten zu müssen.
Bekannt ist, dass es am Ende der Zeit zum Gericht Gottes kommen wird. Es handelt sich aber nicht um die Feststellung der Schuld oder Unschuld, sondern um die “Exekutive”. Denn, ob ein Mensch gerettet ist oder verloren geht, steht bereits bei der Wiederkunft Jesu Christi fest. Offenbarung 22,12:
“Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“
Bei der Wiederkunft Jesu werden die Erlösten auferstehen bzw. die noch lebenden Menschen in einem Augenblick mit einem verherrlichten Körper verwandelt und Jesus Christus entgegen in den Himmel erhoben werden. Die Verlorenen bleiben in ihren Gräbern bzw. die noch lebenden werden spätestens während der 7. Plage zugrunde gehen. Damit ist zwingend logisch, dass das Gericht über Schuld und Würde der verliehenen Gerechtigkeit Jesu Christi längst abgeschlossen sein muss, bevor Jesus Christus erscheint.
Das “verzehrende Feuer” – Der 2. Tod

Nachdem die öde, verwüstete und von jedem Leben befreite Erde (außer Satan und seine gefallenen Engel) für 1000 Jahre in der Ruhe lag, kommt es zum Endgericht (Offenbarung 20). Zu diesem Zeitpunkt werden alle verlorenen Menschen auferstehen, von Satan erneut getäuscht und schließlich vollständig vernichtet werden. Aus und vorbei. Das ist der “Zweite Tod”, der unwiderrufliche Tod, die Nicht-Existenz, Offenbarung 20,5-6:
“Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre.“
Offenbarung 20,13-15:
“Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“
Gottes Angesicht ist das “ewige, verzehrende Feuer”

Das verzehrende Feuer, Feuersee, das ewige Feuer. Als handelte es sich um ein von Gott entfachtes, “angezündetes” Feuer. Aber tatsächlich beschreiben diese “Feuer” das Angesicht Gottes selbst! Ein Feuer, das nur der Gerechte, also das sündlose Leben überstehen kann. Sünde kann vor Gottes Angesicht nicht bestehen, es wird ausgelöscht, vernichtet. Im übertragenen Sinne kann es auch derart beschrieben werden, dass Gott sich den Sündern zuwendet und diese werden durch Sein Angesicht verzehrt werden. Das “verzehrende Feuer”.
Die Menschen des alten Israels, bzw. Judäas wussten dies bereits, denn Jesaja beschrieb die Sorgen der Menschen, welche sich ihren eigenen Sünden bewusst geworden sind, Jesaja 33,14:
“Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen: »Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?«”
Offenbar niemand von jenen, denn in ihrem sündigen Zustand können sie das Angesicht Gottes unmöglich schauen.
Logisch und konsequent deshalb auch die Entfernung des Widersachers, der einst der “Schützende Cherub” gewesen ist, der höchste aller Engel, und in unmittelbarer Nähe des Thrones Gottes war. Dieser fiel in Sünde und konnte daher das Angesicht Gottes nicht standhalten. So heißt es in Hesekiel 28,16:
“Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt.“
Das Evangelium wurde aktiviert

Dass Gott den Widersacher nicht auf der Stelle vernichtete, ist ein sicheres Zeichen, dass die sofortige Entfernung und nicht zugelassene Vernichtung Satans, erstens ein Akt der Gnade gewesen ist, und zweitens dies auch erforderlich war, um die vom Widersacher bereits verstreuten Lügen und Zweifel durch das Erweisen der eigenen Gerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Der Kern des Evangeliums überhaupt. Gott will Seine Gerechtigkeit als bewiesen manifestieren (Info) und nicht einfach “wegputzen, wenn etwas nicht passt”.
Denn das Evangelium, einst ein Geheimnis, dann die “frohe Botschaft” über die eröffnete Rettungsmöglichkeit für den Menschen stand schon fest, bevor der Grundstein für diese Welt gelegt wurde. Offenbarung 10,7:
“sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie er es seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündet hat.”
Kolosser 1,26:
“[nämlich] das Geheimnis, das verborgen war, seitdem es Weltzeiten und Geschlechter gibt, das jetzt aber seinen Heiligen offenbar gemacht worden ist.“
Ewiges Feuer wie auch Gott ewig ist
Weitere klare Aussagen, dass es sich mit Gottes Antlitz um das “verzehrende Feuer” handelt, sind:
2. Moses 24,17:
“Und die Herrlichkeit des Herrn war vor den Augen der Kinder Israels wie ein verzehrendes Feuer oben auf dem Gipfel des Berges.”
5. Moses 4,24:
“Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott.”
Hebräer 12,29:
“Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“
Das “verzehrende Feuer” wird daher immer sein, und zwar so ewig, wie Gott selbst ewig ist. Die eigentliche Frage lautete, wer kann diesem Feuer widerstehen? Es sind nicht die Sünder, sondern die Gerechten, bzw. die, welche die Gerechtigkeit Jesu Christi erhalten haben. Symbolisiert durch das “Tragen des von Ihm verliehenen reinen, weißen Leinengewand”. Offenbarung 19,7-8:
“Laßt uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“
Bis sie zu Asche wurden

Das “ewige Feuer” wird aber die Gottlosen nicht für ewig brennen lassen. Die Ewigkeit ist in der Konsequenz zu finden, nicht aber in einem “ewigen Vorgang des Verbrennens”. Das Feuer wird sie verzehren für eine bestimmte Zeit, bis diese nur noch Asche sind. Das gilt für den Widersacher ebenso wie für alle Gottlosen.
Hesekiel 28,18:
“Mit deinen vielen Missetaten, durch die Ungerechtigkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht; da ließ ich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzehrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde, vor den Augen aller, die dich sahen.”
Maleachi 3,21:
“Und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht der Herr der Heerscharen.“
Ebenso werden alte Erde und alter Himmel abgebrannt werden, bevor es zu einer neuen Erde und einem neuen Himmel kommt (Offenbarung 21). Die Sünde ist damit aus der Welt geschaffen, samt Sünder und alle Unreinheiten. Alles wird neu gemacht, wie es einst war in Garten Eden, noch vor dem ersten Sündenfall.
Heiden-Lehre – Nicht Evangelium
Es gibt sie schlicht und einfach nicht, die “unsterbliche Seele” innerhalb einer “ewig brennenden Hölle”. Unsterbliche Seele, eigene Moral des menschlichen Herzens und sein wie Gott, das ist Heiden-Lehre, basierend auf den Lügen der Schlange im Garten Eden (Info).
Bibelverse aus Schlachter 2000
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