Olli Dürr Bibel-Aussagen die gegen den heutigen Zeitgeist stehen

Bibel-Aussagen die gegen den heutigen Zeitgeist stehen

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Die Bibel hat einige Aussagen parat, die dem heutigen Zeitgeist völlig widersprechen. Der Fehler liegt jedoch nicht am Wort Gottes, sondern an die aus den Fugen geratene Gesellschaft, samt ihrer Werte und Moralvorstellungen. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Satzungen Gottes einzuhalten, wenn man wirklich danach strebt.

Irr-Glaube ist leider weit verbreitet

Abgesehen von den Menschen, die vom Evangelium noch nie etwas hörten oder dies wissentlich ablehnen, gibt es noch eine ganze Reihe von selbst als Christen bekennende Menschen, die mit Gehorsam, christlicher Lebenswandel, Umkehr, Sünden-Bereuung und Anerkennung Gottes Gesetze überhaupt nichts anfangen können. Für ein Großteil der evangelikalen Kirchen gilt das an Moses gegebene Gesetz Gottes nicht mehr, wie auch das gesamte Alte Testament aufgrund der „Ablösung“ durch den „Neuen Bund“ hinfällig sei.

Desorientierung

Der Mensch ist in allen Richtungen gelenkt – Vor allem weg vom Evangelium

Der Glaube an Jesus Christus reichte aus, um damit „unwiderruflich“ erlöst zu sein. Welcher Glaube und an was genau kann in vielen Fällen gar nicht beantwortet werden. Kein gültiges Gesetz, kein gültiges Altes Testament und damit auch die Hinfälligkeit der ganzen Fülle an Wahrheiten und Prophetien für die heutige Zeit und schon lässt es sich „locker flockig“ weiterleben wie bisher. Mit der vermeintlichen Gewissheit der garantierten Erlösung sei ein jegliches schlechtes Gewissen völlig überflüssig, meist aus mangelnder Erkenntnis der Sünde. Ohne Gesetz keine Sünde, so die einfache Logik. Ohne Gesetz kein Gericht, so eine ebenso einfache Logik. Doch trotz allem ist das Gesetz gültig und zwar solange wie „Himmel und Erde bestehen“, so betonte es Jesus Christus selbst (Matthäus 5,18).

Die (vermeintliche) Gewissheit über die Erlösung bei Beibehaltung des alten Lebenswandels ist verlockend bequem. Was kann besseres passieren? Man ändert sich um keinen Strich, die Seele absolviert im Jenseits (gibt es nicht) einen Kur-Aufenthalt und nach der Auferstehung kann’s dann bei „Glückseligkeit“ einfach so weitergehen? Ändern, hier und jetzt, Liebgewonnenes einfach aufgeben, den Alltag ändern? Das ist für viele Menschen, welche sich auch selbst als Christen bezeichnen, ein Ding der Unvorstellbarkeit. Passte dies doch ganz und gar nicht in unsere Zeit hinein. Heute solle schließlich jeder auf sein eigenes Herz hören.

„Unsympathische“ Aussagen der Bibel

Unbehagen

Die Gesetze der Bibel lösen bei vielen Menschen Unbehagen aus – Eigentlich völlig grundlos

Die Bibel hat einige „kernige“ Aussagen, wie es beim Menschen um die Akzeptanz des Willens Gottes bestellt sein müsste. Den Willen Gottes zu erfüllen zu wollen ist auch mit Gehorsam gleichzusetzen. Dazu gehört logischerweise auch das Befolgen Seiner Satzungen, insbesondere die 10 Gebote. Dies müsste bei einem wahren Glauben eigentlich selbstverständlich sein. Das Wort Gottes hat auch Aussagen parat, die dem heutigen Zeitgeist gegenüberstehen. Dies betrifft ganz besonders das eigene „Herz- und Bauchgefühl“ zu den Thesen „Finde dein inneres ich“, „Mach‘ was dir Spaß macht“ und „Lasse Dich vom eigenen Herzen leiten“. Diese an New-Age angelehnten „Weisheiten“ haben mit dem Willen Gottes überhaupt nichts zu tun. Das Gegenteil ist die Regel.

Die Taten sind verwerflich, nicht der Mensch

Bevor sehr sensible Menschen beim Begriff „Hass“ in den folgenden Bibelversen in Schnappatmung und Sauerstoffübersättigung geraten, sei darauf hingewiesen, dass dies das Gebot Jesu „liebe Deinen Nächsten“ nicht widerspricht. Hier ist vom Hass der Tat gegenüber die Rede. Ein sehr gutes Beispiel liefert Jesus Christus mit Seiner Überlieferung an Johannes selbst, so in der Offenbarung 2,6 zum Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus:

Aber dieses hast du, daß du die Werke der Nikolaiten haßt, die auch ich hasse.

Die Gemeindeglieder in Ephesus blieben Standhaft und ließen sich von den okkulten Riten der Nikolaiten weder überzeugen, noch zur Nachahmung verleiten. Die junge Christen-Gemeinde hasste deren Taten, wie Jesus Christus selbst. Nicht aber hasste Er die Nikolaiten, sondern deren Taten.

In Psalmen sind auch Verse enthalten, die den Hass gegen die Menschen beschreiben, die Gottes Feinde sind. Irgendwelche Aufforderungen zu Handlungen gegen diese Menschen gibt es jedoch nicht. Diese Leute meiden, so die Devise. Ebenso wie es auch im Neuen Testament zu finden ist. So in Epheser 5,11:

und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf;

und 2. Johannes 1,10:

Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und grüßt ihn nicht!

Dem Mensch steht keine Verurteilung zu

Gerichtshammer

Nur Gott hat das Recht zur Verurteilung des Menschen

Dem Menschen steht auch gar nicht zu, einen anderen Menschen zu verurteilen. Man ist nicht einmal in der Lage, einen anderen Menschen zu verurteilen. Ein zum Tode verurteilter Sünder will richten über einen anderen Sünder. Eine sehr schlechte Position. Alleine Gott steht es zu, einen Menschen zu verurteilen und sonst niemanden. Das Gericht ist Jesus Christus übergeben (das Gericht läuft bereits). Er wird urteilen oder Gnade walten lassen und zwar individuell bei einem jeden einzelnen Menschen. Jesus Christus selbst mahnte in Matthäus 7,3:

Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

Einige „unbeliebte“ Ermahnungen der Bibel

Psalm 101,3:

Ich will nichts Schändliches vor meine Augen stellen; das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften!

Zu dieser Bekennung bzw. auch indirekten Aufforderung gehört in der heutigen Zeit eine ganz Palette von längst alltäglichen Dingen. Das beginnt beim Fernseher, geht über Zeitungen und Magazine, Kino, Werbeplakate, Musik- und Filmindustrie und zu allem Übel bis hin zu den Schulen mit ihren teils sehr „seltsamen“ Lehrplänen. Bereits in den Grundschulen ist diese „Regenbogen-Ideologie“ vorgedrungen.

Psalm 119,104:

Von deinen Befehlen werde ich verständig; darum hasse ich jeden Pfad der Lüge.

Hier kommt der Gehorsam Gott gegenüber zum Ausdruck. Da es sich mit der Bibel um das Wort Gottes handelt, sind die entsprechenden Passagen auch als Seine niedergeschriebenen Befehle zu verstehen. Dazu gehören die Gebote (Mose) ebenso wie die Anleitungen für ein wohlgefälliges Leben. In der heutigen Zeit stehen die alltäglichen und auch „verteidigten Werte“ nicht selten dem Willen Gottes gegenüber. Was nun richtig ist, steht in der Bibel.

Psalm 119,128:

Du wirst alle verwerfen, die von deinen Anweisungen abweichen; denn ihre Täuschung ist vergeblich.

Die Nichtbefolgung der Satzungen Gottes hat Konsequenzen. Nicht weil Gott ein „jähzorniger Diktator“ sei, sondern Seine Gerechtigkeit keinerlei Ausnahmen und Kompromisse kennt. Gerechtigkeit setzt eine unveränderliche geradlinige Gesetzgebung vor, für alle Menschen gleich. Die Gesetze Gottes sind für den Menschen in seiner gefallenen Natur formuliert und geben auch die Moral (nicht der Papst) vor. Eine heile Welt in (wirklicher) Harmonie setzt eben Sündlosigkeit, also die Einhaltung der Regeln voraus. Die Gesetze werden auch nach der Erneuerung der Erde weiter gelten, doch die Neigung zur Übertretung werden aus dem Menschen verschwunden sein.

Psalm 119,163:

Ich hasse die Lüge und verabscheue sie; dein Gesetz aber habe ich lieb.

Die hier genannte Lüge steht für alle Gesetze Gottes, also auch für die Gebote mit Betreff Ehebruch, Diebstahl, Mord, Begehren, Götzen- und Bilderverbot, Ehrung Gottes Namen, Gottes Einzigartigkeit und der Sabbat (7. Tag / Samstag).

Psalm 139,21-22:

Sollte ich nicht hassen, die dich, Herr, hassen, und keine Abscheu empfinden vor deinen Widersachern? Ich hasse sie mit vollkommenem Haß, sie sind mir zu Feinden geworden.

Wer Gott aus welchen Gründen auch immer hasst, kann nicht auf der Seite des Lichts stehen. Außerhalb des Evangeliums gibt es nur die Welt und wer sich zum Freund der Welt macht, macht sich zum Feind Gottes (Jakobus 4,4). Man kann sich das wie eine kleine Insel inmitten des Meeres vorstellten. Wer sich nicht auf dieser Insel (Evangelium) befindet, bewegt sich damit automatisch irgendwo auf dem Meer (Welt) und dieses ist (noch) beherrscht vom Widersacher. Es gibt weder eine Zwischenwelt, noch Kompromisse. Wer auf dieser Insel bleiben möchte, sollte weder einen Fuß auf das Meer setzen, noch gemeinsame Sache mit einem „Meeresbewohner“ machen. In Offenbarung 18,4 wird ein jeder Mensch dazu aufgerufen, diese weltlichen Institutionen so schnell wie möglich zu verlassen. Ebenso wenig wie die „Liebe“ in der Bibel etwas mit „gefühlsbeladenem Schmachten“ zu tun hat, genauso wenig ruft der genannten „Hass“ dazu auf, einem Widersacher Gottes an „die Gurgel zu gehen“ oder anderweitig zu schaden.

Sprüche 8,13:

Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen; Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich.

Eine Aussage, die trotz klarer Positionierung heute gar nicht mehr so selbstverständlich einzuordnen ist. Die zahlreichen in der Welt umherirrenden Ideologien, Bewertungen und Moralvorstellungen drehten teils das Gute ins Böse und das Böse ins Gute um. Auch hier kann nur wieder der Blick ins Evangelium für Klarheit schaffen. Das völlige Verdrehen von Gottes Satzungen ins Gegenteil ist kein Novum. Bereits der Prophet Jesaja warnte vor derlei Verdrehungen (Jesaja 5,20). Heute wird dies der Moderne angepasst exzessiv betrieben. Die Bibel gibt klare Auskunft darüber, was in Gottes Augen gut und was böse ist.

Sprüche 28,9:

Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Greuel.

Diese Aussage sollte einem Menschen, der das Gesetz Gottes für hinfällig bezeichnet, wie ein Pfeil treffen. Wissend um die 10 Gebote, aber diese dann doch ignorieren, da sie schließlich von Jesus Christus abgeschafft worden seien. Diese Aussage ist unhaltbar und mit nichts zu belegen. So sollte sich ein derartiger „Gläubiger“ mal selbst hinterfragen, warum die Gebete scheinbar an der Decke hängen bleiben. Wobei sich die Häufigkeit der Gebete wohl auf die Zeiten mit Problemen beschränken oder die Form von Kalender-Sprüchen haben, welche so ähnlich klingen wie „Lieber Gott, beschenke mich heute bitte mit einem freudigen Lächeln“.

Sprüche 28,26:

Wer sich auf sein eigenes Herz verläßt, ist ein Narr; wer aber in der Weisheit wandelt, der wird entkommen.

Dieser Vers trifft den heutigen Zeitgeist ganz besonders. Sogenannte Lebensweisheiten wie „Höre nur auf dein Herz“, werden mit dieser Aussage des Evangeliums ad absurdum geführt. Prüfe einen jeglichen Geist, so eine Aufforderung der Bibel und dazu gehören auch die Eingebungen, welche von meist „emotionalen Gläubigen“ als Eingaben des Heiligen Geistes gedeutet werden, ohne dies in der Schrift zu überprüfen. Diese Menschen hören oft auf das eigene Herz und wundern sich, warum die beklagten Dinge nicht besser werden. Am Ende fallen sie enttäuscht endgültig vom Glauben ab. Derlei Interessen kann nur der „Widersacher“ Gottes haben, aber dieser wird auch von vielen Christen als eine Metapher des „Bösen im Menschen“ missverstanden, anstatt an seiner realen Existenz zu glauben.

Jesaja 61,8:

Denn ich, der Herr, liebe das Recht und hasse frevelhaften Raub; ich werde ihnen ihren Lohn getreulich geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen.

Klare Ansage. Gottes Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit (Psalm 119,142). Im Wort Gerechtigkeit ist das Wort „Recht“ sichtbar enthalten. Ohne Gesetz gibt es kein Recht, denn auf was sollte sonst das Recht basieren? Das Recht ist in der Bibel klar definiert. Die 10 Gebote. Wer sich daran hält, braucht Gottes Urteil nicht zu fürchten. Im Gegenteil. Der recht wandelnde Mensch kann sich seines Lohnes sicher sein. Und es ist gar nicht so schwer, 1. Johannes 5,3:

Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

Eigene sündhafte Geringfügigkeit erkennen

Ameisen

Der Mensch ist weitaus mehr als Ameisen aber längst nicht göttlich

Derlei Sprüche wie „Tue was du willst“ und „Dein Herz spricht zu dir“, sollten verworfen werden. Das gilt insbesondere, wenn diverse Dogmen etwas über die „Göttlichkeit im Menschen“ erzählen wollen, so zum Beispiel die Kirche Roms.

Aus dem Herz des Menschen kann nichts Vernünftiges hervorkommen, was zum Wandeln des Menschen zum Wohlgefallen Gottes führen könnte. Wer sein Leben an Jesus Christus übergeben hat, lässt somit den Heiligen Geist an sich arbeiten. Nicht einmal der Mensch selbst kann seinen eigenen Charakter ändern. Das bewerkstelligt Gott, aber nur mit der „Erlaubnis“ des Menschen (Freiwilligkeit). Der Mensch muss seine eigene Fehlbarkeit in aller Demut erkennen und Gott darum bitten, endlich den „Saustall“ im eigenen Herzen in Ordnung zu bringen. Der wahre Glaube führt automatisch zum freiwilligen, ja gewolltem und nachgestrebten Einhalten der Satzungen Gottes. Gott nimmt alle Menschen an, so wie sie sind. Doch meist wird „nur“ vergessen zu erwähnen, dass Gott es nicht für gut heißen wird, dass der Angekommene so bleibt wie er ist.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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