Von Angst und Sorgen zerfressen sein. Angesichts der als unwirklich erscheinenden Entwicklungen in dieser Welt geht zusehends die Lebensfreude den Bach hinunter. “Eine völlig überflüssige Furcht”, so sagt der Gläubige mit einem festen Vertrauen in Gottes Verheißungen.
Inhalt / Content
- 1 Sorgen angesichts der Entwicklungen
- 2 Ursachen für Sorgen werden zunehmen
- 3 Sorgen müssen überwunden werden
- 4 Das Evangelium kennt Angst und Sorgen
- 5 Ängste und Furcht sind überflüssig
- 6 Lähmung vermeiden oder überwinden
- 7 Wahrer Glaube ist auch Vertrauen
- 8 Gott hat alles im Blick
- 9 Geistige und körperliche Gesundheit
Sorgen angesichts der Entwicklungen
Alles scheint den Bach herunterzugehen. Die bisher nur aus der Ferne zuweilen beobachteten Unruhen und Katastrophen in dieser Welt kommen näher. Alleine der Blick in die Umgebung reicht bereits aus, um die anwachsenden Spannungen innerhalb der Gesellschaft klar erkennen zu können. In so manchen Ballungsgebieten hat das Ungemach längst die eigene Haustüre erreicht. Es wird nicht besser werden, denn wo in der “Klimaforschung” von einem nahenden Kipppunkt gesprochen wird, ist dieser in der Gesellschaft bereits überschritten worden. Ohnehin ein Thema, das sich auf “glaubensbasierte Narrative” stützt (Info).
Hinzu kommen steigende Preise, höhere Abgaben und weniger Geld für das Notwendigste wie Essen, Wohnung und auch die Heizung in den kalten Jahreszeiten. Die Sorgen-Liste könnte beinahe endlos verlängert werden.
Ursachen für Sorgen werden zunehmen

Unverkennbar breiten sich Sorgen und auch Angst vor der Zukunft weiter aus. Unterstützung leisten hier vor allem die breiten Medien (Info). Überbordende Angst und Sorgen verunsichern, lähmen und können sogar rationale Entscheidungen verhindern. Der klare Verstand ist eingenebelt. Ab einem bestimmten Punkt gerät der von Sorgen Geplagte in die Abhängigkeit Dritter und wäre heilfroh darum, wenn es endlich zu einer aus der Misere heraus helfenden Lösung komme.
Angesichts der Vielzahl der ansteigenden Probleme und deren augenscheinlichen Zielgerichtetheit, erhält man unwillkürlich den Eindruck, diese Entwicklung ist erwünscht. Gewollt und auch befeuert von demjenigen, der bereits jetzt schon populär klingende Lösungsvorschläge und auch einen (vermeintlichen) Ausweg aus diesem Unglück verspricht.
Sorgen müssen überwunden werden
Der offenbar angesteuerte Niedergang der “alten Ordnung” ist nicht zu verhindern. Eine jegliche Beteiligung, egal in welcher der sich gegenüberstehenden Parteien, macht sich dadurch selbst zu einer Spielfigur des groß angelegten Spiels (Info). Lediglich wer das überwinden kann, was die Menschen in ihre jeweiligen Lager treibt und sie gegenseitig aufhetzt, hat gute Voraussetzungen, um das “große Angebot” zur Lösung aller Probleme einfach nur dankend abzulehnen. Denn diese “Lösung aller Probleme” führt lediglich vom Regen in die finale Traufe.
Die Überwindung gelingt schlicht und einfach durch die Vermeidung von Angst und Sorgen, trotz des immer näher rückenden Sturms. Völlige Sorgenfreiheit dürfte wohl nur den Wenigsten gelingen, grenzte dies ohnehin schon an Undifferenziertheit. Doch die lähmende Angst, welche die Wirklichkeit verzerrt aussehen lässt und von vernünftigen, rationalen Entscheidungen abhält, ist so überflüssig wie ein Kropf. Diese gilt es unbedingt abzuwenden.
Das Evangelium kennt Angst und Sorgen

Das Evangelium kennt diese Angst und Sorgen der Menschen. Ein jedes Zeitalter der Menschheit hatte die gleichen und die zeitgemäß individuellen Ängste und Sorgen. Das Wort Gottes ruft jedoch nicht dazu auf, in den Sorgen zu zergehen, sondern weist direkt und auch indirekt darauf hin, dass jegliche Sorgen “für die Katz” sind.
Die Sorgen um das eigene Wohlergehen in der Zukunft ist bei einem gläubigen Menschen ohnehin in weitaus engere Grenzen gesteckt als beim weltlich eingestellten Zeitgenossen. Während der Weltliche sich darum sorgt, womöglich sein Erspartes oder Vermögen zu verlieren, den gutbezahlten Job aufgeben zu müssen, oder das abgesteckte Ziel aufgrund von Widrigkeiten nicht mehr erreichen zu können, fällt dies alles beim Gläubigen schonmal weg. Es bleiben aber in der Regel die Sorgen um die Familie, das Essen, die Kleidung, um eine feste Bleibe in Sicherheit. Die Angst, sogar den Grundbedarf zu verlieren, ist bereits in Millionen Haushalten eingedrungen.
Ängste und Furcht sind überflüssig
Jesus Christus erteilte den Sorgen direkt eine klare Absage, Matthäus 6,25-27:
“Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? “
Der Heiland selbst gab zusammen mit seinen nachfolgenden Jüngern das beste Beispiel. Zu Beginn der Wanderung forderte Jesus Christus Seine Jünger dazu auf, nichts Unnötiges mitzunehmen. Weder Stock noch (Ersatz-)Schuhe, keine Taschen. Lediglich das, was jeder am Leib trug, sollte mitgenommen werden. Damit hatten sie weniger dabei als heute ein “Ultralight Hiker” als Ausrüstung mitnehmen würde. Am Ende ihrer Wanderungen fragte Jesus Christus nach, ob den Jüngern zu irgendeinem Zeitpunkt etwas gefehlt habe. Sie alle verneinten. Weder mussten sie Hunger noch Durst erleiden.
Lähmung vermeiden oder überwinden

In der Tat. Die Sorge um irgendetwas muss sich in erster Linie an die gestellten Ansprüche messen lassen. Hier liegt der Unterschied zwischen tatsächlichen Bedarf und dem Wunsch nach Besitz. Jesus Christus bezog Seine Aussage auf das Lebensnotwendige, also Essen und Trinken.
Unabhängig davon, helfen Sorgen um keinen einzigen Strich weiter. Vor Angst gelähmt ist der Mensch zu seiner überflüssigen Sorge auch noch daran gehindert, aktiv etwas gegen die gefürchtete Entwicklung zu unternehmen. Hierfür ist der Mensch selbst dazu aufgefordert, Hand anzulegen. Die positiven Veränderungen kommen in keinem Fall zustande, indem man waagerecht im Bett verbleibt und voll Sorge die Decke anstarrt, Prediger 9,10a:
“Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft;“
Wahrer Glaube ist auch Vertrauen
Der echte und aufrichtige Glaube ist nicht nur einfach der Glaube, dass es vor rund 2.000 Jahren einen Wanderprediger namens Jesus gegeben hat, sondern den Glauben, wie dieser von Jesus Christus selbst aufgezeigt wurde. Dieser wahre Glaube zeigt nicht nur den Glauben an Seine Heilstaten, Sein Blut-Opfer für unsere Sünden, sondern auch den Glauben an die Verheißungen Gottes. Wenn Gott etwas klarstellt, beschreibt und verspricht, dann ist das auch so. Wenn Gott verspricht, für die Seinigen zu sorgen, dann tritt das auch ein. Somit zeigt sich der aufrichtige Glaube auch im Vertrauen auf das Verheißene Gottes. In der festen Zuversicht, dass es auch eintreffen wird. Das sprichwörtlich blinde Vertrauen. Petrus forderte dazu auf, entsprechendes Vertrauen in Gott zu haben. 1. Petrus 5,7:
“Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
Wir Menschen können uns nicht annähernd vorstellen, wie es denn möglich ist, jeden und alles gleichzeitig im Blick zu haben und auch auf jedes einzelnes noch so winziges Ereignis die richtige Antwort zu haben. Deshalb mag dieses uneingeschränkte Vertrauen in diesem Gedanken schwerfallen. Aber auch die ausgefeilteste Wissenschaft weiß noch nicht einmal, wie Leben tatsächlich entsteht. Obwohl dies seit vielen Jahrtausenden allgegenwärtig ist, gibt es noch keine Antwort darauf. Es ist aber Alltag und erscheint irgendwie “logisch und selbstverständlich”.
Gott hat alles im Blick
Gott hat aber alles im Blick und kann daher auch für Seine treuen Menschen im tiefsten Gewühle Sorge tragen, Lukas 12,6-7:
“Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.“
Daran wird auch schon die Einschränkung sichtbar. Der aufrichtig Gläubige hat allen Grund, ohne Stirnrunzeln durch die Welt zu gehen und alle Sorgen abschütteln zu können. Die Hilfe Gottes zur Bewältigung der unüberwindbar erscheinenden Hindernisse ist keine pauschale Ausschüttung. Dies stellte auch Paulus fest, Römer 8,28:
“Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Wer Gott aufrichtig nachfolgt, kann in der Tat alle Sorgen hinter sich lassen, denn die Verheißung Gottes ist, für die Seinigen Sorge zu tragen. Der wahre Glaube enthält auch das feste Vertrauen darauf. Dann sind Sorgen, Angst und Furcht vergessen. Dies macht das Leben sogar in finsteren Zeiten noch immer lebenswert.
Sprüche 15,13:
“Ein fröhliches Herz macht das Angesicht heiter, aber durch ein betrübtes Herz wird der Geist niedergeschlagen.”
Sprüche 17,22:
“Ein fröhliches Herz fördert die Genesung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“
Geistige und körperliche Gesundheit

Sorgenfreiheit und ein Leben ohne Furcht und Angst sind zudem Förderer der geistigen und letztendlich auch körperlichen Gesundheit. Hinzu kommt, dass die beständige Sorge nicht spurlos am Charakter vorüberzieht, denn Matthäus 13,22:
“Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.“
Sorgen, Angst und Furcht sind völlig überflüssig, zeigen mangelndes Vertrauen in Gott, schädigen Körper und Geist und verderben den Charakter. Hinzu kommt, dass zermürbende Gedanken und Gefühle rein gar nichts an der Situation verbessern können. Der Glaube und das damit verbundene Vertrauen in Gottes Verheißungen lassen dies alles überwinden.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.
1. Johannes 4,18
Bibelverse aus Schlachter 2000
Deutsch
English






