Olli Dürr Ernährung Vegan gesundheitsschädlich & tödlich? Nur als Füllstoffe

Vegan gesundheitsschädlich & tödlich? Nur als Füllstoffe

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Vegane Ernährung ist gesundheitsschädlich und kann sogar tödlich sein. Derartige Überschriften suggerieren eine pauschale Botschaft. Es handelt sich jedoch um Produkte von Chemiekonzernen, welche ihre Körperfüllstoffe aufgrund der Weglassung von Tierprodukten als vegane Lebensmittel deklarieren.

Fleischverzicht zugunsten des Klimas

Eine neue Studie will belegen, dass vegane Ernährung nicht nur gesundheitsschädlich sondern auch tödlich sein kann. Dies ausgerechnet zu Zeiten, in denen dem Menschen der Verzicht auf Fleisch und Fleischprodukte nahegelegt wird, um des „Klimaschutzes“ willen. Nun bedeutet veganes Essen der vollständige Verzicht auf Fleisch und auch auf jegliche tierische Produkte. Dazu zählen insbesondere Eier, Milch, Käse und Joghurt. „Extrem-“ Veganer stufen auch Honig als nicht-vegan ein, da es sich um ein Produkt durch „Ausbeutung“ des Tieres handelt. Wie in jeglichen Themen kann man auch auf diesem Feld ein wenig übertreiben. Sollte die gleiche Gruppe wegen Emissionen auch auf den Verzicht von landwirtschaftlichen Maschinen plädieren, dann wird es auch um den Verzehr von Kartoffeln und Rüben knapp, wenn der Bauer seinen Ochsen vor den Pflug spannt. Schließlich wird dieser „ausgebeutet“.

Vegan kann sogar tödlich sein

Fleischburger

Wenn echt: Schlecht
Wenn Fake: Noch schlechter

Nun wird um diese „neue“ Erkenntnis zur „gesundheitsschädlichen“ veganen Ernährung viel Wind gemacht. Vegan ist nicht gleich vegan. Denn wie auch im „fleischlichen Fastfood“ gibt es rund um das „vegane Greenfood“ eine Menge Müll. Und genau diese industriellen Ersatzprodukte stehen bei dieser Vegan-Studie im Mittelpunkt, wie u.a. Merkur berichtet.

So sieht Dr. Matthias Riedl, Internist und Ernährungsmediziner, die meisten Alternativprodukte skeptisch an. Mit diesen „veganen Produkten“ handelt es sich um ultrahochverarbeitete Fertigprodukte. Zu den genannten Ersatzprodukten zählen insbesondere die „Füllstoffe“, welche wie Käse, Wurst oder Fleisch aussehen, aber eben keine tierische Produkte enthalten. Diese Ersatzprodukte haben nichts mit gesunder Ernährung zu tun und können daher ungesund und sogar tödlich sein, so Riedl. Zu allem Überfluss kommt noch der meist völlig überzogene Preis hinzu.

Weist ein Produkt mehr als 1 Gramm Salz pro 100 Gramm auf, sollte es liegen gelassen werden. Zu viel Salz erhöhe das Risiko für einen Schlaganfall, so der Ernährungsmediziner. Schnitzel-Ersatz könne zu viel Phosphate enthalten. Dies lässt nicht nur Muskeln und Haut schneller altern, sondern steigere auch noch das Herzinfarktrisiko, könne Schlaganfälle verursachen und Osteoporose auslösen.

Zwei Studien belegen Wirkung der Füllstoffe

Die nun ausgewerteten Studien hatten zwei Zusammenhänge im Fokus. Einmal der Zusammenhang zwischen Fertiggerichten und Herzerkrankungen („Framingham-Offspring-Studie“) und die andere den Zusammenhang zwischen verarbeitete Lebensmittel und Morbus Crohn („Kohortenstudie“). Beide Studien wurden im Jahr 2021 durchgeführt.
Anhand der ersten Studie wurde belegt, dass stark verarbeitete Lebensmittel zu einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen führen können. Dazu zählen Schlaganfall, Herzinfarkt, Durchblutungsstörung und dies in Verbindung mit einer höheren Sterberate.
Die zweite Studie ergab, dass ein Zusammenhang zwischen verarbeiteten Lebensmitteln und dem häufiger auftretenden Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) besteht.

Vegane Ersatzprodukte sind daher kritischer einzustufen als andere Fertigprodukte. Erstere sind extrem verarbeitet und „besonders chemisch“, so Riedl.

Vegan ja – aber richtig

Vegan-Sandwich

Chemie hat im veganen Essen nichts verloren

Eine vegane Ernährung sollte durchaus nicht aus „Currywurst-Kopien“ und Konsorten bestehen. Die oben genannten Forschungsergebnisse sind dazu auch alles andere als neu. Ausgewogene vegane Ernährung besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Getreide-, Gemüse- und Obstsorten. Dazu eine „gesunde Portion“ verschiedener Nüsse in Verbindung mit Honig. Die zwei Studien wurden jeweils in den USA durchgeführt. Ebenfalls in den USA gab es unlängst Untersuchungen zur Gesundheit und Lebensdauer von Menschen, die sich (richtig) vegan ernähren. Von Ersatzprodukten gemäß Chemiekonzernen konnte keine Rede sein. Die Ergebnisse sehen gänzlich anders aus als die Studien zu den Füllstoffen aus den Händen von „Lebensmittel-„Chemikern.

Ein „Bekannter“ im Mittelpunkt

Ein durchaus interessanter Aspekt im Zusammenhang mit veganer Ernährung anhand von (extrem verarbeiteten) Fleischersatzprodukten ist die Tatsache, dass der stets um die Gesundheit der Menschen umsorgte Bill Gates bereits seit 2021 der größte private Ackerlandbesitzer in den USA ist. Er hat teils überteuerte Preise bezahlt, um so die lokalen Farmer vom Markt zu drängen. Dazu kommen Investitionen von größeren Geldsummen in Unternehmen, die sich auf die Herstellung von derartigen „veganen Ersatzprodukten“ (sog. Fake Meats) spezialisiert haben. Dies selbstverständlich aus Gründen des Klimaschutzes.

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