Olli Dürr Ernährung Gesunde Ernährung ist essenziell – Studien belegen dies

Gesunde Ernährung ist essenziell – Studien belegen dies

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Man ist was man isst. Ein Sprichwort, das einen größeren wahren Kern enthält als man glauben würde. Die gesunde Ernährung ist essenziell und beeinflusst das Wohlbefinden, die Krankheitsanfälligkeit und nicht zuletzt die Lebenserwartung maßgeblich. Zwei Studien über die Ernährungsmaßstäbe der Siebententags Adventisten zeigen deutliche Ergebnisse.

Das Auto ist oft besser versorgt als der eigene Körper

Gemüsekorb

Rundum gesunde Ernährung fördert das Wohlbefinden

Die Ernährung zählt bei den meisten Zeitgenossen zu den eher weniger beachteten Alltagshandlungen. Nicht nur die Hast am frühen Morgen vor der Arbeit, sondern auch die Gewohnheiten und Unkenntnis tragen dazu bei, dass in den Körper oft mehr Füllmittel anstatt Nahrungsmittel geschoben werden. Man hat oft den Eindruck, dass das Auto anhand „bester“ und vor allem teurer Zutaten mehr gepflegt wird als der eigene Körper.
Die sog. Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes nehmen weiter zu. Über die Gründe wird aber nicht derart berichtet, wie es eigentlich notwendig wäre. Es ist halt so und die Pharma-Industrie hat schließlich die passenden Mittelchen parat.

Wer in sein Auto schmutziges Benzin, ranziges Öl und dickflüssiges Kühlwasser schüttet, braucht sich nicht über dessen schlechten Zustand und auch das dicke Ende wundern. Aber wer tut das schon, dem Fahrzeug soll es schließlich gut ergehen. Warum diese Einstellung auch nicht dem eigenen Körper gelten sollte, lässt sich allerdings nicht rational rechtfertigen.

Kurz und knackig: Wer ständig Müll isst, wird sich auch einst als ein großer Müllhaufen fühlen. Von den Krankheiten aufgrund der Ansammlung riesiger Mengen Giftstoffe mal ganz abgesehen. Gesunde Ernährung ist deshalb essenziell für das Rund-um-Wohlbefinden.

In Südost-Asien ist z.B. der Brustkrebs weit weniger verbreitet als in Europa. Eine Korrelation wäre z.B. die Häufigkeit des Verzehrs von Milch bzw. Milchprodukten. Eine Studie über die Kausalität wäre direkt mal interessant.

Studien über die Auswirkungen bei unterschiedlichen Ernährungsweisen und Lebensstile gibt es bereits. So nahm man sich schon vor Jahrzehnten den Lebensstil der Siebententags Adventisten an. Diese ernähren sich aufgrund der biblischen Vorgaben sehr bewusst. Die Ernährung besteht überwiegend ohne Fleisch, eher vegetarisch, viele auch vegan. Eine Zusammenfassung der Studie gibt es hier.

Sterblichkeitsstudie zur Ernährungsweise

Die Adventist Mortality Study (1958 bis 1966) (Sterblichkeitsstudie) umfasste 23.000 Adventisten in Kalifornien in einem Alter ab 25 Jahren. Die Ergebnisse sind folgend:

  • Das Durchschnittsalter der Frauen in einer Adventgemeinde ist um 3,7 Jahre und das der Männer um 6,2 Jahre höher
  • Die Todesursache Krebs ist bei Adventisten deutlich geringer als bei Nicht-Adventisten. Allgemein starben Frauen um 25 Prozent und Männer um 40 Prozent weniger an Krebs.
  • Adventisten betrifft Lungenkrebs um 79 Prozent, Darmkrebs um 38 Prozent und Brustkrebs um 15 Prozent weniger als Nicht-Adventisten
  • Während der Genuss von Eiern die Gesamtsterblichkeit erhöhte, wurde diese vom regelmäßigen Essen von grünem Blattgemüse gesenkt
  • Vegetarische Adventisten leiden seltener an Herzerkrankungen als Nicht-Vegetarier
  • Todesursache aufgrund Herzerkrankungen betrifft Adventisten um 2 Prozent (Frauen) bzw. um 36 Prozent (Männer) weniger

Gesundheitsstudie zur Ernährungsweise

Die erste in Kalifornien durchgeführte Adventist Health Study (1974 bis 1988) (Gesundheitsstudie) über die Krankheitsanfälligkeit bei unterschiedlicher Ernährungsweise und eigenem Lebensstil der Adventisten umfasste 34.192 Teilnehmer in einem Alter von über 25 Jahren. Die Studie zeigte folgende Ergebnisse:

  • Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck waren bei Vegetarier seltener als bei Fleischessern unter den Adventisten. Die Gesamtsterblichkeit fiel bei Vegetariern geringer aus.
  • Das Risiko für Prostatakrebs wurde bei Männern mit hohem Tomaten-Verzehr um 40 Prozent gesenkt
  • Das Risiko für Prostatakrebs wurde bei Männern mit täglichem Trinken von Sojamilch um 70 Prozent gesenkt
  • Hülsenfrüchte senkten das Risiko für Darmkrebs deutlich
  • Das Risiko für Dickdarmkrebs war bei nicht-vegetarische Adventisten um 88 Prozent höher als bei vegetarischen Adventisten
  • Vollkornbrot sorgte für eine Senkung des Risikos für einen nicht-tödlichen Herzinfarkt um 45 Prozent gegenüber Weißbrot
  • Nüsse senkten das Risiko für einen Herzinfarkt um bis zu 50 Prozent
  • Rotes Fleisch erhöhte das Risiko für tödlichen Herzinfarkt deutlich
  • Reduzierung oder Verzicht auf rotes und weißes Fleisch reduzierte Risiko für Darmkrebs
  • Mehr als 5 Gläser Wasser pro Tag senkte das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 50 Prozent
  • Im Schnitt lebten adventistische Frauen um 4,4 Jahre und Männer um 7,3 Jahre länger

Ernährung basiert auf biblischen Angaben

Es liegt klar auf der Hand, dass die Fleischkost und der Genuss von tierischen Produkten der Gesundheit eher abträglich ist. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung beinhaltet durchaus sämtliche erforderlichen Ernährungsstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Grundsätzlich kommt noch hinzu, dass Siebententags Adventisten Genuss- bzw. Suchtmittel wie Tabak, Kaffee und Alkohol ablehnen. Ein weiterer durchaus lebensverlängernder Faktor.

Der Blick in die Bibel gibt auch sehr schnell preis, wie es mit der von Gott gegebenen Ernährung (ursprünglich) bestellt war.
1. Mose 1,29:
„Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen;“

Der Verzehr von Fleisch tauchte erstmals nach der Sintflut auf. Leicht dadurch zu erklären, dass nach der überfluteten Erde von der Pflanzenpracht vorerst kaum mehr etwas zur Verfügung stand. Allerdings galt dies nur für die reinen Tiere und z.B. das Schwein gehört definitiv nicht dazu. Deshalb ist es ein Irrtum, dass reine und unreine Tiere erst seit Mose und dem Volk Israel gelten. Noah war schon dazu berufen von den reinen und unreinen Tieren jeweils eine unterschiedliche Anzahl von Paaren in die Arche zu nehmen.

Gründe gibt es somit mehr als genug, auf das Schnitzel, die Currywurst und den Leberkas lieber zu verzichten.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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