Die Erfolgsreihe “The Chosen” erhält auf Animations-Basis eine Erweiterung. Zielgruppe der kurz vor dem Start stehenden Serie “The Chosen Adventures” sind vor allem Kinder, aber auch Erwachsene mit einem kindlichen Glauben. Eine Fantasie-Story für die “Veränderung der Herzen”.
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“Die Auserwählten” werden Abenteuer haben
Die Erfolgsreihe “The Chosen”, eine Verfilmung der vier Evangelien gemäß Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wird in Kürze auch als Animationsfilm zu sehen sein. In einer eigenen Fassung, mit neuen “Geschichten” und auch neu gestalteter “Interpretation”. Zielgruppe für die Animations-Reihe “The Chosen Adventures” sind Kinder. Eine Serie mit derzeit geplanten 14 Teilen.

Nun ist es ja ein offenes Geheimnis, dass die bisher ausgestrahlten Folgen von “The Chosen” mit den tatsächlichen Berichten in den vier Evangelien nur oberflächlich etwas zu tun haben. Übereinstimmung gibt es lediglich bei den Namen wie Jesus, Petrus, Lukas, Paulus, etc., aber der “große Rest” ist schlicht eine fantasiereich umgestaltete Nacherzählung. Der Produzent der “Jesus-Reihe”, Dallas Jenkins, erklärte in einem Interview, dass 95 Prozent der Story nicht der Bibel entnommen sind, sondern auf Eigenkreation basieren (Info)
“Der größte Teil des Inhalts dieser Sendung stammt nicht direkt aus der Heiligen Schrift. Ich weiß, das hört sich schrecklich an, aber es ist wahr. Wenn sie die erste Folge der ersten Staffel gesehen haben, ist fast nichts davon aus der Heiligen Schrift. Wenn man sich die zweite Folge der zweiten Staffel ansieht, dann ist nichts davon aus der Heiligen Schrift. Episode drei, nichts davon aus der Heiligen Schrift. Episode vier, das meiste davon nicht aus der Heiligen Schrift.” (Dallas Jenkins)
Das ist wenigstens Klartext vom Produzenten. Aber nur den wenigsten der Millionen Fans dieser Serie scheint diese tatsächliche Ferne zum Evangelium irgendwie zu stören. “Ein toller Film”, vor allem sehr emotional.
Glauben wie die Kinder

Den gleichen Charakter werden auch die kurz vor dem Start stehenden Animations-Serien haben. Dallas Jenkins sprach in seinem Interview mit dem evangelikalen Magazin “The Christian Post” offenherzig aus, welches Motiv ihn dazu antreibt, nun auch für Kinder “das Leben Jesu und seine Anhänger neu zu interpretieren“. Schließlich hätte auch “The Chosen” einen Beitrag dazu geleistet, die “Herzen und Meinungen auf der ganzen Welt zu verändern.” (Quelle)
Jesus sagte, so Dallas Jenkins, dass die Erwachsenen den Glauben eines Kindes haben sollten. Diese kindliche Perspektive sei der Kern der neuen Animations-Serie “The Chosen Adventures”. Auch für Erwachsene eine Gelegenheit, ihre oft vergessene Neugierde wieder neu zu entdecken. Die Handlungen in der neuen Serie repräsentierten den persönlichen Glaubensweg Jenkins’ sowie sein Verständnis für eine kreative Mission wider.
Das “The Chosen-Universum”
Nicht vom Evangelium als Grundlage für die neue Serie spricht der Produzent, sondern vom “biblisch fundierten Kern des The Chosen-Univerums”. Das gelte auch, wenn komödiantische Dialoge geführt und Tiere das Sprechen beginnen. Doch auch in diesem “spielerischen Format” solle Jesus authentisch bleiben und seinem aus dem Evangelium bekannten Charakter entsprechen.
Gott sei der einzige Grund, so die eigenen Worte von Dallas Jenkins, dass er in Hollywood arbeite. Sein Ziel sei es, Kindern, die ständig imaginäre Freunde hätten, Jesus so zu zeigen, wie er tatsächlich ist. Jemand, “der sie liebt, der möchte, dass sie erfolgreich sind und ihr einzigartiges, wunderschönes Selbst sein können.” Die Kinder würden in der Welt ganz anders auftreten.
Im Groben das exakte Gegenteil
Damit hat der Produzent so ziemlich alle Narrative bedient, wie es exakt nicht sein sollte. Das “The Chosen-Universum” enthält lediglich rund 5 Prozent Evangelium und alles andere ist Interpretation, Eigenkreation und Wunschgedanke. Steht dies als Grundlage für die nun an die Kinder losgelassene Animations-Verfilmung, dann kann das Ergebnis vorab abgeschätzt werden. Lediglich eine eigene Geschichte mit populären Charakteren, mehr aber auch nicht.
Die wahre Botschaft des Evangeliums geht hierbei völlig unter. Stattdessen kommen Schön-Wetter-Lehren, für ein besseres und erfolgreiches spätere Leben und das souveräne Behaupten. Hierzu hat das (wahre) Evangelium eine klare Aussage:
“Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!” (Jakobus 4,4).
Emotions-Evangelium für das gute Gefühl, scheinbar richtigzuliegen. Ein als Christentum verpackter Humanismus, der den Mensch selbst in den Mittelpunkt stellt. Dazu lediglich eine “Brise Jesus” und seine vorbildlichen Eigenschaften, insbesondere seine Liebe. Die evangelikale Kernbotschaft lautet etwa, “Jesus liebt euch, das ist die ganze frohe Botschaft. Alles andere ist Option, wenn nicht sogar überflüssig. Seht zu, dass ihr glücklich und erfolgreich seid in dieser Welt. Seid einfach nur ihr selbst!”
Klare Richtung

Auch hier macht sich die angehende Fusion zwischen Humanismus und Evangelium bemerkbar. Der Mensch, als absolutes Zentrum aller Dinge, behaftet mit einem “Funken Göttlichkeit”, welches nur neu entfacht werden müsse, und dazu eine Portion Jesus Christus. Die Menschen bei der Hand genommen, in ihrem berauschenden Wall der selbstgefälligen Emotionen, geradewegs in das sichere Nichts geführt (Info).
Eine durchaus berechtigte Frage hierzu lautete, wer der dieser “Gott” dieses Produzenten eigentlich ist, wenn er dadurch angetrieben ist, in Hollywood Fiktionen zu produzieren. Glauben haben wie die Kinder, ja, das sagte Jesus Christus, aber an das Evangelium und nicht an einen theosophischen Unsinn.
Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, daß ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
Matthäus 18,6
Bibelverse aus Schlachter 2000








