Wundersame Wandlung Protestantismus – Jesuitische Unterwanderung

Einauge

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Die wundersame Wandlung des einstigen Protestantismus zu einem vollkommenen gescherten, nur noch blökenden Schäfchen innerhalb des Inventars der römischen Kirche passierte nicht einfach so. Die vor knapp 500 Jahren, vom Jesuitenorden eingeleiteten, auf lange Sicht ausgerichteten Maßnahmen gegen die Reformation haben heute inzwischen überreife Früchte hervorgebracht. Das bewährteste Rezept: Unterwanderung der Führungsetagen der “anderen” Kirchen.

Ein schleichender Prozess

Die zahlreichen, teils auch stark vertretenen protestantischen Kirchen vollzogen in den vergangenen rund 200 Jahren eine seltsame Wandlung. Hochgehalten “sola scriptura“, dann zum Neu-Protestantismus mutiert, um heute mit voller Kehler das Lied Roms vorzutragen. Was Wildclif, Hus, Luther, Tyndal und Gleichgesinnte einst glaubten, ist heute von denen, die sich noch immer “frech” auf diese Reformatoren berufen, zu einem Feindbild geworden.

Ist diese im Grund selbst zersetzende Entwicklung in den vermeintlichen evangelischen Kirchen einfach vom blauen Himmel hinuntergefallen? Nein, das nicht, aber es gründet auf einer langfristig angelegten, listigen Strategie des Widersachers und seine willfährigen irdischen Handlanger, mit ihrer Heimat in der römischen Kirche.

Loyola-Brüderschaft

Jesuiten-Missionare
Das Verderben in der Welt verbreitet

Nach dem Beginn der Reformation dauerte es lediglich rund 17 Jahre, als die Grundsteine für die Gegenreformation gelegt wurden. Nach weiteren 6 Jahren fiel dann der Startschuss für eine groß angelegte, “verdeckte Operation”, den Protestantismus ein Ende zu bereiten. Der Jesuitenorden nahm seine Arbeit auf.

So vielfältig die Maßnahmen des von Ignatius von Loyola gegründeten (Hauptgründer, neben Franziskus Xavier und Peter Faber) Jesuitenordens auch sind, verfolgte dieser “Loyola-Club” jedoch nur ein primäres Ziel, die Vernichtung von allem, was die Reformation seit 1517 auf die Beine gestellt hatte. Loyola gründete den Jesuitenorden im Jahr 1534 und Papst Paul III erkannte diesen Orden im Jahr 1540 anhand der Bulle “Regimini militantis ecclesiae” an. Die Bezeichnung der Bulle sowie die Eigenschaft des Jesuiten-Obersten als jenen eines Generals verraten deutlich, dass es sich um einen militärischen Orden des Papsttums handelt.

Die Reformation, bzw. der Protestantismus sollte mit allen auch nur erdenklichen und bis dahin für unmöglich gehaltenen Mitteln dem Erdboden gleich gemacht werden. Jedweder Skrupel gilt als ein überflüssiges Hindernis. Als militärischer Orden organisiert kommen tatsächlich Maßnahmen zum Einsatz, die durchaus der Kriegsführung, Sabotage, Spionage, Hinterhalt und Meuchel gleichkommen. Die Kirche Roms muss wieder zu ihrer uneingeschränkten, absoluten und unangefochtenen Macht geführt werden, koste es was es wolle, und “der Zweck heiligt die Mittel”.

Nicht Messer & Degen, sondern geistliche Dimensionen

Fantasiewelt
SJ – Gelebter Spiritismus

Die wohl stärkste Waffe des Jesuitenordens besteht jedoch nicht aus offen oder verdeckt getragenen Gegenständen, sondern aus den “Spirituellen Übungen” des Ordengründers Loyola. Eine Methode, durch meditative Praktiken die “Erfahrungen” zu sammeln und auch Entscheidungen auszurichten. Tasten, fühlen, riechen, schmecken, den Atem spüren, dies in einer im Geiste visualisierten Szene. Das mündet innerhalb des meditativen Zustandes in der Kommunikation mit Wesen, welche die Antworten für Fragen liefern und auch den Weg für notwendige Entscheidungen vorgeben. Ein direkter, spiritueller Kontakt mit der “Geisterwelt”. Eine tief jesuitische Praxis, welche längst Einzug in den (einst) protestantischen Kirchen gehalten hat. Jedoch mit der Bezeichnung “kontemplative Meditation”.

Mit diesen Übungen handelt es sich um praktizierten Spiritismus. Für den angehenden Jesuiten-Priester im Zentrum seines Ausbildungsprogrammes. Um welche “Geister” es sich tatsächlich handelt, die man ruft und mit jenen man kommuniziert, liegt auf der Hand. Ein solcher öffnet Tür und Tor für den Widersacher und seine Vasallen, willentlich. Entsprechender Natur sind auch das Denken und Handeln des “übenden” Menschen. Während der wahre Gläubige des Evangeliums weiß, das Ziel ist, die Natur Jesu Christi anzunehmen, resultieren derlei “Loyola-Übungen” in der Natur der Schlange, mit allen seinen Eigenschaften. Dies auf der Ebene der Kirche wie auch auf der Ebene der weltlichen Politik (Info).

z.B. Johannes 8,44:
Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

“10-Punkte-Strategie” des Jesuitenordens

Das “Programm” des Jesuitenordens lässt sich mit wenigen Punkten zusammenfassen:

  1. Kampf gegen die Reformation (Gegenreformation)
  2. Ausrottung des Protestantismus
  3. Schaffung neuer Mechanismen für Repressalien
  4. Vereinigung aller katholischen Länder unter das Dach der römischen Kirche
  5. Wiederherstellung geistige Vorherrschaft des Katholizismus als Monopol
  6. Abtrünnige Christen wieder der römisch-katholischen Kirche eingliedern
  7. Bündnis mit der weltlichen Macht eingehen
  8. Zutritt zu den Ämtern des Staates auf allen Ebenen
  9. Staaten und deren Politik den Zielen des Papsttums unterwerfen
  10. Erreichen Beliebtheit durch Erlangung von Rängen und Ehrentitel

Karl Rahner und Heinrich Fries

Einer von den prominenten und gefeierten Vorzeige-Jesuiten der jüngeren Zeit war Karl Josef Erich Rahner SJ (1904 bis 1984). Nicht nur römisch-katholischer Theologe, sondern auch ordinierter Priester des Jesuitenordens (Betritt in 1922). Rahner wirkte vor allem in München und in Innsbruck. Er zählt zu den “bedeutendsten Theologen” des vergangenen Jahrhunderts und war auch maßgeblich an der Ausgestaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils beteiligt. Sein Schwerpunkt lag u.a. auf der sog. Transzendentaltheologie. Diese hat Rahner nicht “entdeckt”, sondern selbst entwickelt. Der Glaube anhand der Erfahrungen beim Überschreiten bisher geglaubter Grenzen. Den Philosophen Immanuel Kant zum Vorbild, ein Anspruch auf Wahrheit der persönlich gemachten Erfahrungen.

Ein weiterer ist Heinrich Fries (1911 bis 1998), ebenfalls ein römisch-katholischer Theologe mit dem Schwerpunkt ökumenisch Theologie, vor allem als Professor an der Universität München. Fries wurde im Jahr 1936 zu einem Priester geweiht. Gemäß seinem Verständnis des christlichen Glaubens, lieg das Ziel des Christentums im Erreichen einer Lebensfülle und nicht als ein Leidensweg. Fries war wie Rahner bei der Gestaltung des Zweiten Vatikanischen Konzils beteiligt.

Beide, Heinrich Fries und Karl Rahner, veröffentlichten im Jahr 1983 das gemeinsame Buch “Einigung der Kirchen – Reale Möglichkeiten”, das auch im Englischen mit dem Titel “Unity of the Churches – An Actual Possibility” erhältlich ist. In diesem Buch zeigen beide “Theologen” auf, welche Strategie für die Vereinigung der Kirchen, mit der Kirche Roms als Mutterorganisation, verfolgt werden sollen.

Es bietet sich geradezu an, die “Macher der Szene” selbst zu Wort kommen zu lassen, denn ansonsten findet geradezu reflexartig eine Verortung in der “Welt der Verschwörungen” statt.

Verdeckte Unterwanderung

So wie es Offenbarung 17,5 mit “Geheimnis auf der Stirn der Hure” andeutet, operiert der Club von Loyola überwiegend im Verdeckten, was ihre tatsächlichen Ziele anbelangt. Hierzu ist schleichende Unterwanderung, bei geschicktem strategischem Vorgehen, das Gebot der Stunde. Das Kürzel “SJ” für die Priester des Jesuitenordens wird im Deutschen nicht von ungefähr auch (scherzhaft) als “Schlaue Jungs” gedeutet.

Insgeheim Massen bewegen durch Wenige

Einauge
Listige Strategien

Ein historisches Beispiel, wie man eine ganze Masse von Menschen in eine gewünschte Richtung lenken kann, wenn nur die “Führungsetage” ausgerichtet ist, gibt der sog. “Augsburger Religionsfrieden” in 1555.

“Cuius regio, eius religio” lautete ein Motto als Ergebnis der “Friedensverhandlungen”. Wessen Gebiet, auch dessen Religion. Die Vereinbarung gab vor, dass das einem Landesfürsten untergebene Volk die gleiche Religion annehmen musste wie die des Fürsten, um eine Aufenthaltserlaubnis bzw. Einbürgerung zu erreichen. Wollte der katholische Bayer ins protestantische Sachsen übersiedeln, musst der Bayer Protestant werden. Umgekehrt musste der Sachse zum Katholizismus konvertieren, wollte dieser in Bayern leben.

Wie praktisch. Denn hierzu brauchte die Kirche Roms, bzw. der Jesuitenorden, nur den Landesfürsten zur Annahme des katholischen Glaubens überzeugen, um damit gleich ein ganzes Volk zu “bekehren”. Die protestantischen Herrscher taten es den Jesuiten aber auch dadurch sehr einfach, indem sie ihren Familiennachwuchs auf die ebenfalls überwiegend von Jesuiten geführten Schulen und Universitäten schickten. Die schleichende Unterwanderung ist eine absolute Spezialität des “Loyola-Clubs”.

Das funktioniert auch bei Kirchen

So auch das Verfahren, um die noch “widerspenstigen Töchter” samt der vielen “Engelkinder” wieder in den Schoss der “apostolischen, katholischen, universalen Mutter” zu bringen. Beschrieben in “Einigung der Kirchen”, Seite 66:

Einigung der Kirchen-p66

Aber wenn auch bei aller Anerkennung eines nicht unerheblichen Unterschiedes des Gemeindelebens in katholischen und evangelischen Gemeinden im Bezug auf die Kirchenleitungen doch auch faktisch in den evangelischen Kirchen gewöhnlich die Gemeinden im Durchschnitt eine Fügsamkeit gegenüber den Kirchenleitungen so praktizieren, wie sie in der römisch-katholischen Kirche üblich ist, dann muß man die Gefahr einer Rebellion “von unten” gegen die Einigungsbeschlüsse der Kirchenleitungen auch nicht überschätzen, wenn die Träger dieser Kirchenleitungen von ihrem theologischen Sachverstand und von ihrem Glaubensgewissen her sich für eine solche Kircheneinigung entscheiden und auch unter den Kirchenmitgliedern mit genügendem Eifer um ein Verständnis dieser Entscheidung sich bemühen.

In anderen Worten. Man bringe die Führungsetage anderer Kirchen dazu, die von der Kirche Roms getragenen Philosophie der Ökumene zu übernehmen, dann sind keine Probleme seitens jener Kirchenglieder zu erwarten. Diese werden brav folgen.

Wie aber ebenfalls die Historie belegt, gehören “außergewöhnliche Maßnahmen” ebenfalls zum Programm des Jesuitenordens, wenn die Ergebnisse nicht zufriedenstellend ausfallen sollten. So zettelt man kurzerhand einen Krieg an, der am Ende 30 Jahre lang angehalten hat (1618 bis 1648), in Verbindung mit allen Grausamkeiten und Schrecken für die Menschen. “Der Zweck heiligt die Mittel”.

Eucharistie für alle nicht gefordert

Dass das Ziel der Ökumene, das Papsttum als (Ehren-) Oberhaupt, nicht die unbedingte Übernahme der römisch-katholischen Traditionen bedeuten muss, sondern schlicht die Anerkennung des Papstes als Primat und seine Vorstellungen über den Glauben, betonen auch Rahner und Fries. Seite 130:

Einigung der Kirchen-p130

Damit ist nicht verlangt, daß eine Teilkirche die konfessionsspezifische Praxis der anderen Kirchen einfach übernimmt oder um der Ökumene willen übernehmen muß, aber es ist erforderlich, daß anerkannt wird, daß die konfessionsspezifische Praxis einer Konfession nicht evangeliumswidrig ist und deshalb auch nicht verurteilt und abgelehnt werden darf.

Sie kann vielmehr als mögliche Entfaltung des christlichen Glaubens angesehen werden. Die einmal ausgesprochene Vorstellung, daß dann Ökumene erreicht sei, wenn Katholiken und Protestanten vor der ausgesetzten Monstranz gemeinsam den Rosenkranz beten, ist absurd. Eine solche Forderung kann man nicht einmal konfessionsspezifisch erheben, also für alle Katholiken verbindlich machen, viel weniger kann sie Bedingung oder Ausdruck von Ökumene sein.

Das heißt aber nicht, dass dies nicht der Wunsch der römischen Kirche wäre. Immerhin gibt es vom römisch-katholischen Brauchtum längst “völlig überzeugte” Kirchenmänner in leitenden Positionen der einst protestantischen Institutionen, die eine gemeinsame Eucharistie gar nicht mehr erwarten können (Info).

Anerkennung Papst als Primat von allen

Warum “um den heißen Brei herumreden”, wenn der Anspruch auf die Oberherrschaft des Papstes über alle Kirchen ein “Geburtsrecht” der Kirche Roms sei? “Einigung der Kirchen”, Seiten 146-147.

Einigung der Kirchen-p146-147

Diese Aussagen sind jetzt schon realisiert worden in der schon gestatteten Eucharistiegemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen – trotz der bestehenden Differenzen in der Frage des Papsttums, die seit dem Ersten Vatikanum nicht nur zu einer rechtlichen und disziplinären, sondern in etwa zu einer dogmatischen Angelegenheit geworden ist.

Eines ist sicher: Die Orthodoxen erkennen ein Papsttum in der ausdrücklichen Form der Bestimmungen des Ersten Vatikanums als universalen Jurisdiktionsprimat nicht an; das ist von ihnen nach J. Ratzinger auch nicht zu verlangen. Es genügt, daß sie einer Lehre vom Papsttum zustimmen, wie sie im ersten Jahrtausend üblich war und den Papst als Ersten der Ehre nach und als Vorsitzer der Liebe anerkennen. Diese Regelung ist aber auch für die Kirchen der Reformation außerordentlich bedeutsam.

Rom wird final NICHT siegen

Papst-Vergötterung
Anerkennung falscher Autorität

Diese von Karl Rahner SJ und Heinrich Fries, den beiden “Top-Theologen” der römischen Kirche, erklärten Strategien, um alle Teilkirchen und “bissigen Töchter” wieder unter die eigenen Fittiche zu bekommen, war bereits im Jahr 1983.Seither ist sehr viel passiert. Zwischenzeitlich zelebrierte man im Jahr 2017 das 500te “Jubiläum” der Reformation. Bezeichnenderweise die römisch-katholische Kirche gemeinsam mit den “protestantischen” Kirchen. Eine Scharade, denn diese Feier war de facto eine kooperative Zurgrablegung des Protestantismus auf offizieller Ebene (Info).

Die Ökumene, also die Unterwerfung unter den Primat des Papstes und das Verständnis des Evangeliums der römischen Kirche, sind kurz vor dem Abschluss (Info). Es gibt hier und dort noch einigen “Überhänge, Ecken und Kanten”, welche noch abgeschlagen werden müssen. Aber die Infiltrierung der Führungsetagen mit dem Gedankengut der Kirche Roms aller(!) weiterer Kirchen ist längst omnipräsent. Lediglich einige “bockige Schafe” bedürfen noch der gesonderten Zurechtweisung. Aber es wird der Kirche Roms nicht gelingen, alle Gläubigen unter das Kopfhäubchen des Pontifex zu bringen.

Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus.
Offenbarung 20,4

Bibelverse aus Schlachter 2000

Wundersame Wandlung Protestantismus – Jesuitische Unterwanderung
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