Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Weihbischof wärmt Irrlehre der Erlösung durch Werke auf

Weihbischof wärmt Irrlehre der Erlösung durch Werke auf

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Die Gerechtigkeit durch gute Werke ist eine vorzügliche Spezialität der römisch katholischen Kirche. Erlösung und Rettung widerfahre dem Menschen anhand seiner guten Taten. Diese traditionell falsche Irrlehre wird von einem Weihbischof abermals aufgewärmt.

Eigenwilliger Katechismus der Kirche Roms

In einem weiteren „Katechismuspodcast“ des katholischen Magazins „Die Tagespost“ erklärt wieder Weihbischof Schwaderlapp den Menschen, wie der katholische Katechismus das Erlösungswerk Gottes bzw. Jesu versteht und auch so an ihren leichtgläubigen Gläubigen zu vermitteln versucht.

In der Einleitung gibt der Weihbischof den Lesern zu verstehen, dass der Name „Jesus“ wie in der damaligen Zeit üblich eine bestimmte Bedeutung hat. Jesus heißt „Gott rettet“. Die Mutter Jesu, Maria, hat gemäß dem Evangelium von Matthäus die Anweisung erhalten, dem göttlichen Sohn den Namen Jesus zu geben, da Er sein Volk von seinen Sünden erlösen werde. Auch Petrus habe davon gesprochen, dass „uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben“ sei, „durch den wir gerettet werden sollen“.

Bereits die ersten Abweichungen vom Evangelium

Pinocchio

Der katholische Katechismus nimmt es nicht ‚ganz so genau‘

Schon in den ersten Sätzen dieser Darstellung des katholischen Bischofs sind diverse Ungereimtheiten enthalten, um das Wort „Unwahrheit“ oder sogar „Lüge“ mal zu vermeiden.
Es ist korrekt, dass der Name Jesus „Gott rettet“ bedeutet. Im Alten Testament kündigte der Herr das Kommen des Jesus Christus an und Sein Name wird Immanuel lauten, so in Jesaja 7,14:

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.

Kritiker könnten nun einwerfen, dass Jesus nicht Immanuel ist. Doch auch der Name Immanuel hat eine Bedeutung und diese lautet sinngemäß: „Gott mit uns“. Es handelt sich somit um den gleichen Messias, so wie dieser vielfach angekündigt wurde und letztendlich auch in Jesus Christus erschien.

Das Problem bei der Erzählung des Weihbischofs ist jedoch die vermeintliche Mitteilung an Maria, ihren Sohn Jesus zu nennen. Womöglich hat der katholische Geistliche deshalb auf die Angabe der Bibelstellte verzichtet, um so nicht in die „Versuchung“ zu geraten, auf die Schnelle nachzuprüfen.

Maria erhält wieder „Ehrenplatz“

Jungfrau katholisch Maria

Für Maria verlässt der Weihbischof bewusst den Pfad der Wahrheit

Tatsächlich wurde der zu wählende Name nicht Maria, sondern ihrem Verlobten Joseph mitgeteilt. Leicht nachprüfbar in Matthäus 1,19-21:

Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist. Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

Die Maria ist in der katholischen Welt einfach zu wichtig, um derlei Botschaften anderen das Feld zu überlassen. Ein solcher Griff in die Trickkiste ist in der Kirche Roms bereits sehr lange Tradition. Das vom Weihbischof von Petrus verwendete Zitat ist übrigens in Apostelgeschichte 4,12 zu finden.

Der Mensch ist erlösungsbedürftig

Helping Hands

Der Mensch ist einzig auf die Gnade Jesu angewiesen

Der Weihbischof setzt seine Darstellung fort, indem er die Menschen als erlösungsbedürftig erachtet. Hier liege aber das Problem, dass nicht jeder Mensch sich als derartig bedürftig erkenne bzw. erachte. Dies gelte auch für den Alltagsbereich. „Wir“ lebten in einem Land, „in dem vieles gut läuft“ und auch keine echte Not erleidet werden müsse. Aber niemand könne dem Tod entrinnen und erst wenn es soweit ist, spürten die Menschen ihre Erlösungsbedürftigkeit. „Keine Macht dieser Welt kann den Tod besiegen“, so Schwaderlapp. Der Herr selbst sei es, der uns „vor dem Schrecken des Todes“ retten wolle.

Der Weihbischof liegt hier richtig

Die Menschheit in ihrer gefallenen Natur ist tatsächlich erlösungsbedürftig. Und an diesem Punkt hat der Weihbischof recht, dass nicht jeder Mensch dies auch für sich selbst erkennt. Traurigerweise dürfte dies sogar für die sehr große Mehrheit der Menschen gelten. Die Unbekümmertheit innerhalb des relativen Wohlstandes lässt die eigene Hilflosigkeit und Abhängigkeit von Gott leicht vergessen. Dies wird in der Gesellschaft selbst von den Kirchen gar nicht mehr kommuniziert. Die Verkündigung des Evangeliums ist abgelöst worden von „Kunterbund“, „Woke“ und „Klimarettung“. Die Zukunft besteht nicht mehr aus einem sicher eintreffenden Gericht, sondern aus einer glücklich vereinten Menschheitsfamilie innerhalb einer „Alice-Wunderland-Welt“.

Den Sünden stehen gute Taten gegenüber

Himmelspforte

Katholische Kirche verspricht das Blaue vom Himmel

Der Weihbischof setzt mit dem möglichen Ausweg aus dem Dilemma fort. Dem Menschen könne auch unabhängig vom Tod etwas Schreckliches widerfahren. Schwaderlapp frägt, wie viele Sünden könne der Mensch begehen und andern Leid zufügen?
Den Sünden gegenüber stünden die guten Taten des Menschen, so der katholische Geistliche. Auch die geringste gute Tat sei eine Frucht der Rettung durch Jesus. Diese gleiche der „ausgestreckten Hand Jesu“. Wir müssten diese nur ergreifen, selbst wenn dies uns nicht stetig bewusst sei. Gottes Wirken geschehe in einem jeden Augenblick. Es liege am Menschen selbst, sich retten zu lassen. Doch der Mensch sei in dem anhaltenden Irrtum, alles selbst schaffen und auch machen zu können, so der Bischof.
Ohne Gottes Hilfe seien wir verloren, so zerbrechlich wie wir geschaffen sind. Lediglich die Einsicht des Menschen fehlte. Nur so könne der Retter uns in unserem Leben tatsächlich retten und zwar auch in diesem Augenblick, so Schwaderlapp.

Das Trauerspiel mit der Gerechtigkeit durch Werke

Häkeln

Man kann anhand guter Werke keine Gerechtigkeit erwerben – Sinnlos

Da hat der Weihbischof wieder in die rein katholischen Dogmen-Kiste gegriffen, welche vom Evangelium vollständig abweichen. Kein Mensch ist in der Lage, einmal begangene Sünden auf irgendeine Weise zu tilgen oder ungeschehen zu machen. Gottes Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, so in Psalm 119,142. Auf die Sünde steht der Tod, so in Römer 6,23:

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

Derlei Aussage wie „gute Taten und Werke tilgen Sünden“ sind in der gesamten Bibel nicht zu finden. Die Gerechtigkeit Gottes basiert auf das von Ihm definierte Gesetz und dieses kennt nur Schwarz oder Weiß. Irgendwelche Grauzonen gibt es nicht. Die Sünde ist die Übertretung des Gesetzes (1. Johannes 3,4). Die Gesetze sind die 10 Gebote, so wie sie in 2. Mose 20 beschrieben stehen. Aber selbst an den Gesetzen Gottes hat die katholische Kirche Hand angelegt. Wer eines der Gesetze übertreten hat, begann eine Sünde und ist deshalb zum Tode verurteilt. Wo sollte hier sonst die Gerechtigkeit Gottes ansetzen? Ein Diebstahl ist mit zweimaliger Begleitung der Oma in die Kirche beglichen? Das Gesetz definiert eine scharfe Kante. Wer darüber hinaus getreten ist, hat sein Leben verwirkt. Aus die Maus! Doch es gibt den Erlösungsweg durch Jesus Christus und Seinem Opfer.

Gute Werke bringen rein gar nichts

Mit der falschen Lehre der Werksgerechtigkeit lässt die katholische Kirche ihre Gläubigen bewusst oder unbewusst (Ersteres wahrscheinlicher) direkt gegen die Wand fahren. Die im Evangelium eindeutig erkennbare Erlösung durch Gnade aufgrund des Glaubens wird daher nicht zufällig massiv diffamiert und angegriffen. Ausschließlich durch die Gnade Jesu kann der Mensch gerettet werden. Er hat sich das Recht dazu erkauft, indem Er die Sünden der Menschen auf sich nahm und damit Sein eigenes Blut vergoss und den Tod erlitt.

Selbst an diesem Detail maßt sich die Kirche Roms an, ihre eigenen Regeln aufstellen zu können. Gemäß den katholischen Dogmen habe Jesus Christus anhand seiner „unerschöpflich guten Taten“ ein Gegengewicht für die Sünden der Menschen bereitgestellt. Da dies der katholischen Kirche aber nicht auszureichen scheint, füllt diese in ihren virtuellen „Gute-Taten-Pott“ auch noch die Werke Mariä und die der „Heiligen“ oben drauf. Auf diesen virtuellen Pott habe der Papst den exklusiven Zugriff und sei deshalb auch in der Lage, dank „seines göttlichen Auftrages“, die Sünden zu vergeben und auch mit dem Griff in den Pott die Ablässe zu „finanzieren“. Die Kirche Roms hat noch eine ganze weitere Stange an blasphemischen Lehren auf Lager.

Das Leben ist einzig ein Geschenk Gottes

Nur aufgrund des Sühne-Todes Jesu ist es für Gott möglich, trotz Seiner ewigen Gerechtigkeit auch rechtmäßig Gnade walten lassen zu können. Es ist nicht so, als wenn Gott nicht alles mit einem Fingerschnippen regeln könnte, aber der „Rest des Universums“ soll sich von Seiner Gerechtigkeit und Liebe gegenüber Seiner Schöpfung überzeugen können.

Mit „guten Werken“ maßt sich der Mensch an, ein Guthaben-Konto aufbauen zu können, um so seine Erlösung einzufordern. Gott schuldet niemanden auch nur irgendetwas. Es ist Seine Gnade aufgrund Seiner Liebe zu Seiner Schöpfung. Das Leben ist ein Geschenk Gottes und keine Belohnung für irgendwelche „guten Eigenschaften“ des Menschen, denen Er neben Leben auch einen freien Willen gegeben hat.

So unscheinbar nebensächlich die Aussage des Weihbischofs über die „gegenüberstehenden guten Taten“ auch aussehen mag, so verheerend ist diese Lehre.

Bibelverse aus Schlachter 2000

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