Ein Dauerbrenner bei den heiß geführten Diskussionen rund um das “Malzeichen des Tieres” ist dessen Natur. Was ist das Malzeichen, wie sieht es aus, was bewirkt es und woher stammt es? Viele Variationen sind im Umlauf, aber nur wenige sehen darin den tatsächlich dahintersteckenden geistlichen Aspekt. Das Malzeichen betrifft die Anerkennung der Autorität durch die Befolgung von deklarierten Gesetzen. Es hängt tatsächlich alles davon ab, wessen Gesetz man treu sein will. Gottes Gesetz oder das Regelwerk des Widersachers?
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Immer wichtiger – Das Malzeichen des Tieres
Das umstrittene “Malzeichen des Tieres” rückt mit den sich anhäufenden, den Menschen und dem Frieden zuwiderlaufenden Ereignissen immer öfters in den Fokus. Das Erhalten des Malzeichens ist beschrieben in Offenbarung 13 und die eindringliche Warnung davor findet man in Kapitel 14. Das zweite Tier in der Offenbarung 13 wird dafür sorgen, dass die Menschen sich ein Malzeichen an ihre Stirn oder ihre rechte Hand annehmen werden. Der dritte Engel in Offenbarung 14 warnt davor, dieses Zeichen weder auf die Stirn, noch an der Hand anzunehmen.
Sicher eintretende Konsequenzen für diejenigen, welche das Malzeichen auf die eine oder andere Art annahmen, findet man in Offenbarung 16,2 und Offenbarung 19,20. Wie es jenen ergehen wird, die das Malzeichen des Tieres nicht annahmen, ist in Offenbarung 15,2 und Offenbarung 20,4 beschrieben.
In einfachen Worten, wer das Malzeichen entweder auf der Stirn und / oder auf der Hand angenommen hatte, wird mit traumwandlerischer Sicherheit verloren gehen. Die das Malzeichen trotz enormen Drucks, der Nötigung und letztendlich auch Zwang und Todesandrohung nicht annahmen, gehen als Gerettete hervor.
Es gibt verschiedene Interpretationen, worum genau sich dieses Malzeichen handelt. Seltsamerweise ist favorisiert ein buchstäbliches, sichtbares Zeichen auf der Stirn bzw. auf der Hand. Genannt sind u.a. ein implantierter Mikrochip, ein Tattoo oder ein regelrechter Strichcode bzw. QR-Code. Also Dinge “zum Anfassen”. Außen vor gerät aber genau das, was am nächsten läge, und zwar ein rein geistlicher Aspekt.
Schon ein altes Missverständnis

Ein solches “Missverständnis” praktizierten bereits im alten Israel viele Menschen, gemäß der Aussage in 5. Moses 11,18. Diese Aufforderung Gottes legten jene wortwörtlich aus.
“So nehmt euch nun diese meine Worte zu Herzen und in eure Seele, und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, und sie sollen zum Erinnerungszeichen über euren Augen sein.“
Das Resultat. Sie legten sich am Handgelenk ein Band mit den aufgeschriebenen Gesetzen Gottes an und das Gleiche taten sie für die Stirn.
Dass der tatsächlich vorliegende geistliche Aspekt dagegen nicht richtig erkannt wurde, erkennt man schon alleine darin, dass es ansonsten gefruchtet hätte. Das alte Volk Israel stolperte förmlich von einem Glaubensabfall und Ignorieren des Gesetzes Gottes zum nächsten. Ein erstes endgültiges Resultat war die Auflösung Nord-Israels samt der Hauptstadt Samaria durch die Assyrer und nur wenige Generationen später das Verschleppen der Judäer in Jerusalem gen Babylon unter dem König Nebukadnezar. Selbst die letzte Frist von 7×70 Wochen (490-Jahrwoche – Info) fruchtete nicht. Die Quittung dafür erfolgte in 70 n.Chr. durch die Zerstörung Jerusalems unter dem römischen Feldherrn Titus.
Was hilft es, wenn das Gesetz buchstäblich an der Hand und auf der Stirn geschrieben steht, es aber dennoch nicht befolgt wird, weil das Wirken des Heiligen Geistes nicht zugelassen oder gar abgewehrt wird? Die Ermahnung Gottes, Sein Gesetz auf die Hand zu binden und über die Augen zu heften, bedeutet nichts anderes, als Handlung und Glaube. Die Hand symbolisiert die Handlung, während die Stirn das “Denkzentrum” und damit den Glauben beschreibt.
Das Malzeichen – Ein geistlicher Aspekt
Somit liegt es auch nahe, dass es sich mit dem Malzeichen des Tieres, entweder auf der Hand oder auf der Stirn, ebenso um einen geistlichen Aspekt handeln muss. Wer das Malzeichen des Tieres annimmt, geht verloren, so die unmissverständliche Darstellung des Evangeliums. Das Malzeichen des Tieres auf Stirn ODER auf der Hand, und dem gegenüber steht das Zeichen Gottes, welches ebenfalls auf die Stirn UND auf die Hand geschrieben werden soll. Gottes Symbolik bezieht sich auf Seine Gesetze. Damit ist es eigentlich auch schon klar, dass es sich mit dem Malzeichen des Tieres ebenfalls um Gesetze handeln muss, die aber Gottes Gesetz gegenüberstehen.
Wer also das Malzeichen des Tieres empfängt, dann deswegen, weil dieser das Regelwerk des Tiers befolgt. Entweder aus Glauben (Zeichen auf der Stirn) oder auch einfach durch die Handlung (Zeichen auf der Hand). Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn wer auch nicht an die Vorgaben des Tieres glaubt, diese aber tut, wird sein Zeichen auf der Hand tragen. Verloren geht, wer das Malzeichen auf der Stirn ODER auf der Hand empfängt. Gottes Wille aber ist, dass Sein Gesetz auf der Stirn UND auf der Hand getragen wird. Also der wahre Glaube und die daraus resultierenden, sichtbaren Handlungen.
Gesetze – Wessen und welche Gesetze?

Jetzt stellte sich die Frage, um welche Gesetze es sich handelt, die Gott beim Menschen auf Hand und Stirn haben möchte. Es handelt sich weder um die Gesetze Mose (Zeremonialgesetze – Info), noch um irgendwelche ominöse 611 Gesetze, sondern schlicht um DAS Gesetz Gottes, die 10 Gebote (2. Moses 20). Daraus folgt, dass es sich mit dem Malzeichen des Tieres um ein anderes Gesetzeswerk handeln muss, welches den Gesetzen Gottes gegenübersteht.
An diesem Punkt tritt ein Gesetz besonders hervor. Während 9 von 10 Geboten “irgendwie selbstverständlich” sind, da schließlich gemäß Neuem Bund durch Jesus Christus die Gesetze Gottes auch in die Herzen geschrieben wurden, ist die Anerkennung eines bestimmten Gebotes alles andere als selbstverständlich. Keine anderen Götter anbeten, keine Götzen verehren, nicht morden, nicht stehlen, nicht ehebrechen, usw. werden allgemein hin anerkannt. Aber das Vierte Gebot, “gedenke an den Sabbat”, verursacht bei den meisten Christen eine allergische Reaktion.
Das Vierte Gebot – Der Sabbat
Das Vierte Gebot tritt schon alleine dadurch hervor, dass es das am meisten angegriffene Gebot Gottes ist, und dies schon seit Beginn der ersten “Kirchenväter” der römisch-katholischen Kirche (Info). Wer aber auch nur eines der insgesamt zehn Gebote missachtet, übertritt oder mit den Füßen tritt, hat gegen das ganze Gesetz verstoßen (Jakobus 2,10). Egal, ob jemand “nur” gestohlen hat und der andere ein Massenmörder ist, beide haben durch die Übertretung eines der 10 Gebote gleichsam gegen Gott rebelliert.
Mit betont stolzer Brust proklamiert die römisch-katholische Kirche, dank “ihrer göttlichen Autorität”, den biblischen Sabbat auf den ersten Tag der Woche (“Sonntag”) verlegt zu haben (Info). Diese Kirche veränderte Gottes Gesetz. Das gilt auch für die Definition des “Tag des Herren”, der in der Bibel an keiner einzigen Stelle den Sonntag beschreibt (Info).
Gott selbst definierte den Sabbat bereits unmittelbar nach dem sechsten Schöpfungstag (1. Moses 2,2-3) als der siebente Tag der Ruhe. Gott sprach den siebenten Tag selig und heiligte diesen. Der siebente Tag fällt gemäß unserem üblichen Kalender auf den Samstag, genauer zwischen Freitag Sonnenuntergang und Samstag Sonnenuntergang. Die Kirche Roms und auch die allermeisten (einst) protestantischen Kirchen beachten aber aus “traditionellen Gründen” den Sonntag. Ein Gebot der römischen Kirche.
Der Urheber Malzeichen des Tieres

Und damit kommt an diesem Punkt schon der große “Verdacht” auf, mit wem oder was es sich mit dem “Tier” eigentlich handelt. Die Belege, dass das Papsttum der irdische Widersacher ist, der sein Malzeichen (dessen Regelwerke) den Mensch auferlegen will und auch wird, sind nicht von der Hand zu weisen (Info).
Das Papsttum, das Tier aus dem Meer (Offenbarung 13) wurde bereits vom Propheten Daniel angekündigt. Die Beschreibungen in der Offenbarung sind Fortsetzungen und Ergänzungen zu Daniels Ausführungen (Info).
Auf einen einfachen Nenner gebracht, das Hauptmerkmal des Malzeichens des Tieres wird darin bestehen, den 1ten Tag der Woche (Sonntag) anstatt den von Gott eingerichteten 7ten Tag der Woche (Samstag) zu beachten (Info). Dies wird das Papsttum mithilfe des Tieres aus der Erde (Offenbarung 13, ab Vers 11) per Gesetz global durchsetzen. Wer den Sonntag heilig hält, anstatt den biblischen Sabbat, wird als Anerkennung der “Treue zum Tier” auch dessen Malzeichen erhalten. Wer dagegen Gottes Gesetz treu bleibt, und dies auch durchhält, kann sich der Versiegelung Gottes (Offenbarung 7) sicher sein.
Gott selbst hat Seinen Sabbat als Sein Zeichen deklariert, Hesekiel 20,12:
“Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, daß ich, der Herr, es bin, der sie heiligt.“
Wer Gott tatsächlich liebt, erkennt Ihn auch als den einzig wahren Gott und Schöpfer an. Folge dessen wird der Mensch in seinem wahren Glauben auch selbstverständlich das Gesetz Gottes einhalten wollen. Dazu zählt auch die Beachtung des 7ten Tages der Woche.
“Ober-Heilige” Thomas von Aquin hat es erkannt
Dass die Beachtung des Tages Gottes, bzw. als Gegenstück die Beachtung des Tages des Tieres (aus dem Meer) durchaus einen Aspekt der Identifizierung und persönlicher Anerkennung der Autorität besitzt, wusste auch der römisch-katholische “Ober-Heilige” Thomas von Aquin. In seinem Werk “summa theologiae“, das Standardwerk der katholischen Doktrin schlechthin, schrieb Aquin zur Frage, “Ob Religion eine äußere Wirkung hat?”, Folgendes (das im Wortlaut enthaltene “Dritte Gebot” ist die katholische Version der Gebote-Nummerierung für das eigentlich Vierte Gebot – Info):
“Nun gehört es zur Religion, Gott anzubeten; und so wie die Heiligen Schriften die innere Anbetung unter dem Deckmantel gewisser körperlicher Gleichnisse lehren, so wird Gott auch die äußere Anbetung unter dem Deckmantel sinnlicher Zeichen dargebracht. Und da der Mensch zumeist durch die innere Eingebung des Heiligen Geistes zur inneren Anbetung, die aus Gebet und Andacht besteht, bewegt wird, ist ein Gebot des Gesetzes notwendig für die äußere Anbetung, die aus sinnlichen Zeichen besteht.
Nun sind die Gebote des Dekalogs sozusagen erste und allgemeine Grundsätze des Gesetzes, und folglich beschreibt das dritte Gebot des Dekalogs die äußere Anbetung Gottes als Zeichen einer allgemeinen, alle betreffenden Gabe. Dieses universelle Geschenk war das Werk der Weltschöpfung, von dem Gott am siebten Tag ruhte. Als Zeichen dafür wird uns geboten, den siebten Tag heilig zu halten – das heißt, ihn als einen Tag zu reservieren, der Gott gewidmet ist. Daher wird nach dem Gebot zur Heiligung des Sabbats der Grund dafür genannt: „Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht … und ruhte am siebten Tag.”
Wider besseren Wissens

Eigentlich erstaunlich, dass Aquin den biblischen Sabbat durchaus als den 7ten Tag der Woche anerkennt. Aber dennoch gestaltete die Kirche Roms ihre eigene, auf einen “Sonnen-Gott” gemünzte Glaubenswelt (Info). Deutlich wird, dass auch Thomas von Aquin den Sabbat als ein Merkmal zur Anerkennung Gottes hervorhebt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Beachtung des Sonntages ebenso die Anerkennung einer Autorität zum Ausdruck bringt. Allerdings die Anerkennung des Tieres und dessen Macht gebende “Gestalt”, Offenbarung 13,2-4:
“Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht. Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach. Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?”
Das Papsttum aus römisch-katholischer Kirche und dem Heiligen Stuhl weiß genau, welche Rolle sie gemäß biblischer Beschreibung einnimmt. Die Kirche beschrieben als die “Hure Babylons” mit dem goldenen Becher in ihrer Hand, und ihre Staatlichkeit in der Form eines siebenköpfigen Tieres, dessen Kronen im Laufe der Zeitgeschichte von den Köpfen zu den Hörnen gewandert und letztendlich ganz verschwunden sind. Während der “einfache katholische Gläubige” tatsächlich ein wahrer Gläubiger sein kann, der sein ganzes Ich Jesus Christus übergab, ist sich die “hohe Kaste” des Papsttums ihrer tatsächlichen Anbetung des Widersachers durch und durch bewusst.
An die irregeführten Katholiken” hat Gott einen finalen Aufruf:
Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
Offenbarung 18,4-5
Bibelverse aus Schlachter 2000
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