Vatikan frischt exklusive Dogmen über Pfingsten auf

Basilica Petersplatz

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Der Vatikan hat zur Auffrischung ihrer vermittelten Dogmen wieder ein paar Worte für Herkunft und Anlass der Pfingstfeiertage parat. Eine durchaus interessante Beleuchtung der „Exklusivität“ dieser Institution.

Pfingsten ist ein wichtiges Hochfest

Dass mit den Pfingstfeiertagen auch die Stimme des Vatikans zu vernehmen ist, lässt sich nicht vermeiden. Dennoch gibt es Grund genug, um den von aus Rom abgesonderten Botschaften hinsichtlich dieses christlichen Ereignisses genauer zu verfolgen. Vatikan Radio beantwortet, anhand den „Tipps & Tricks“ von „Kathpress“ die rund um Pfingsten fiktiv gestellten Fragen.

Demnach ist Pfingsten neben Ostern und Weihnachten eines der wichtigsten Hochfeste und zugleich auch eines der ältesten Feste im Christentum. Hierbei stehe der Heilige Geist (von Vatikan Radio an dieser Stelle in Anführungszeichen gesetzt) im Mittelpunkt und habe die Aufgabe, die Christus-Gläubigen zu sammeln.

Bereits an dieser Stelle könnte man schon den ersten Einwand einwerfen. Denn der Heilige Geist sammelte laut Apostelgeschichte Kapitel 2 nicht die Apostel, sondern fand diese bereits einmütig, also versammelt beisammen. „Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.“ (Apg. 2,1)
Erst im Anschluss wurde der Heilige Geist über die Apostel ausgegossen. Interessant erscheint, dass auch dieser Vers im Zuge der zig-fachen Bibelwandlungen gemäß Nestle-Aland eine kleine, aber bedeutsame Änderung erhielt. Zwar haben sich alle Apostel versammelt, aber in den neuen Bibelausgaben nicht mehr „einmütig“. Dieses Attribut ist ein „Schwergewicht“ für die wahrhaft bibeltreuen Gemeinden und diese „geistliche Einheit“ ist vor allem der Kirche Roms ein Dorn im Auge.

Pfingsten ist nur „katholisch Sonntags“

Basilica Petersplatz
‚Sonnengott-Palais‘ Roms – Dogmen werden als allgemeingültig deklariert

„Laut Apostelgeschichte ist der Pfingstsonntag der Tag, an dem der Heilige Geist den Jüngern Jesu geschenkt wurde“, so in der Fortsetzung der Erklärung.
Das ist schon wieder nur eine Halbwahrheit. Der Pfingsttag war der sechste Tag im hebräischen Monat Sivan. Die Definition Sonntag ist eine exklusive Eigenkreation der römisch katholischen Kirche. Dies wird in diesem Pfingstbeitrag auch selbst dargelegt. Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 n.Chr. legte Rom Ostern auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond fest, obwohl dies mit der Fortsetzung des originalen 14., 15. und 16. Nisan überhaupt nichts zu tun hat. Es ging einzig und allein darum, Ostern („Ishtar-Fest„) auf den „Sonnen-Tag“ zu legen. Daraus ergibt sich auch das mit dieser Änderung ebenfalls neu festgesetzte, eigentlich mit heidnischem Hintergrund zelebrierte Pfingsten.

Die Werksgerechtigkeit blitzt durch

Mit der leicht nachprüfbaren Erklärung, das griechische Wort für Pfingsten, „Pentekoste“, stellt „Fünfzig“ dar, liegt diese Kirche richtig. Doch wie vorhin bereits festgestellt, basiert der Zeitabstand von 50 Tagen für Pfingsten auf die heidnische Tradition der Sonntags- und Ishtar-Verehrung, welches unter anderem Rom als Ostern bezeichnet.

„Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens“, so die Fortsetzung. In der Tat wird der Geist bereits am ersten Schöpfungstag erwähnt, so in 1. Mose 1,2: „Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ Darüber hinaus sprach Gott am 6. Tag von „uns“, so in 1. Mose 1,26: „Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild“.

Doch dann wird es wieder „hakelig“. „Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten“, so die abenteuerlich klingende Erklärung. Grundsätzlich muss man hier „positiv hervorheben“, dass die Kirche Roms diese Lehre als ihr eigenes Ding vorstellt und nicht behauptet, diese Aussage sei in der Bibel enthalten. Damit sagt der Vatikan zwar mit seiner eigenen Nennung als Dogmen-Urheber die Wahrheit, suggeriert allerdings inhaltlich wie auch bei den 3 Lügen der Schlange im Garten Eden etwas „nicht ganz Richtiges“. Jesus Christus sandte den Heiligen Geist, um einerseits den Glauben am Leben zu erhalten, aber insbesondere die Menschen auf ihre Sünden aufmerksam zu machen und sie dadurch zur Umkehr zu bewegen. Nur dadurch kann der Mensch gerettet werden.

Die römisch katholische Kirche lehrt Werksgerechtigkeit und sieht den Menschen (selbst) gerechtfertigt aufgrund seines Glaubens an die „Werke Christi“. Die Wahrheit des Evangeliums zeigt jedoch auf, dass der Mensch gerechtfertigt erklärt werden kann, wenn dieser an das Sühnopfer Jesu und Sein vergossenes Blut, sowie Seiner Auferstehung in Fleisch und Blut glaubt. Der Mensch selbst kann jedoch nie selbst gerecht werden, sondern erhält die Gerechtigkeit Jesu zugesprochen. Deshalb ist es auch eines der wichtigsten Arbeiten des Heiligen Geistes, die sündigen Menschen auf ihre Sünden aufmerksam zu machen, damit sie aufgrund ihrer Erkenntnis umkehren können.

Pfingsten wurde bereit im AT dargestellt

Das Pfingstfest werde auf den Bericht in der Apostelgeschichte zurückgeführt, so die Erklärung zu den biblischen Wurzeln dieses Festes.
Das ist nur teilweise richtig, denn wer nicht das Alte Testament als „obsolet erklärt“ beiseite legt, kann zur Erkenntnis kommen, dass Pfingsten bereits bei den von Gott verordneten Festen für das Volk Israel eine gewichtige Rolle spielte. Als ein Schatten bzw. als ein Symbol für die aus damaliger Sicht künftige Niederkunft des Heiligen Geistes feierte das Volk Israel das sog. Wochenfest (Chag Schawuot).

Wundersame Brücken zum Alten Testament

Irrlichter
Roms Kirche irrlichtert etwas im Bezug zum Alten Testament

Der Vatikan bevorzugt jedoch zum Thema Pfingsten eigene Brücken zum Alten Testament zu schlagen. So bestehe aufgrund der vom Heiligen Geist den Aposteln vermittelten Sprachenvielfalt und den „Erzählelementen“ ein Zusammenhang mit den „alttestamentlichen Ereignissen am Berg Sinai“. Worin aber die Verweise auf die Ereignisse am Berg Sinai bestehen, wird dem Leser vorenthalten. Wer das Kapitel 2 der Apostelgeschichte selbst durchliest, darf sich deshalb seinen eigenen Reim aus dieser (steilen) These machen.

Offenbar um die eigene Kreation zu den Pfingstereignissen irgendwie abzurunden, erklärt der Bericht von Vatikan Radio, dass das „pfingstliche Sprachwunder“ in Verbindung stehe zur Sprachverwirrung beim Turmbau zu Babel. Um dies vermutlich auch noch überzeugend darzustellen, werden die passenden Verse 1. Moses 11-9 auch gleich nachgereicht.

Aus der Sicht Roms nachvollziehbar

Tja! Das Ereignis rund um Nimrod und seinen Ambitionen, die zu einer „inkludierten Familie“ vereinte Menschheit gegen Gott rebellieren zu lassen, ging aufgrund der von Gott veranlassten Sprachverwirrung gründlich schief. Der Turmbau kann in seiner überheblichen Natur als ein Symptom betrachtet werden. Diese Niederlage dürfte der römisch katholischen Kirche und ihrem „persönlichen und kraftspendenden Schutzpatron“ (siehe Offenbarung 13,2) kräftig wurmen. Nur wer Böses gut und Gutes böse nennt, dürfte ernsthaft eine im Kontext stehende Parallele zwischen der Sprachgabe durch den Heiligen Geist am Pfingsten und der Sprachverwirrung im alten Babel erkennen.

Wer die Bibel jedoch liest, wird erkennen, dass auch der von Rom zelebrierte final wiederholte Anlauf im „Geiste Nimrods“ gründlich schief gehen wird.

Türenöffner
Der Heilige Geist öffnet Türen und führt zur Wahrheit

Die Version der römisch katholischen Kirche zu den Ursprüngen der Pfingstfeiertage steht, im Gegensatz zum äußerst schwammigen Untergrund ihrer evangelischen Tochter, auf dem Sockel des Katechismus. Das ist wenigstens „greifbar“, wenn auch völlig irrig. Doch für jegliche einst „ex cathedra“ festgelegte Regel gibt es aufgrund der Glaubwürdigkeit der deklarierten „Irrtumsunfähigkeit“ kein Zurück mehr. Das verbietet schon alleine die beispiellose Arroganz dieser Kirche, den selbst gebastelten Katechismus über das Wort Gottes zu stellen.

Ein jeglicher Gläubige, sei es in der protestantischen oder katholischen Kirche, ist sehr gut damit beraten, die Bibel selbst in die Hand zu nehmen. Das Wort Gottes ist für jeden Menschen geschrieben und deshalb auch für jeden Menschen verständlich, dank des Wirkens des Heiligen Geistes (einer Seiner „Ambitionen“). Doch die Erkenntnis der Wahrheit durch die Menschen war der Kirche Roms schon seit ihrer Grundsteinlegung ein Gräuel. Das werden einst unzählige, aufgrund ihres Zeugnis Jesu ermordeten Menschen bezeugen.

„Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen!“
Jesaja 5,20

Bibelverse aus Schlachter 2000

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