US-Präsident Trump mutiert zur Ikone – Kyros der Große

Trump Perser

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US-Präsident Trump mutiert zu einer historischen Ikone. Bereits mehrfach wurde der US-Regierungschef mit dem antiken Perserkönig Kyros verglichen oder sogar gleichgesetzt. Nach der Freilassung des alten Volkes Juda aus Babylon folgte der Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels. Wohl das hauptsächliche Motiv, so viel Wind um den zur Kultfigur werdenden Trump zu veranstalten.

Es bleibt immer etwas haften

So wie immer wieder Schlamm auf jemanden geworfen wird, um diesen zu diffamieren, auch wenn die Wahrheit eigentlich offensichtlich ist, bleibt aber immer etwas an ihm haften. Es geht in einem solchen Fall fast nie über den Vorwurf eines Vergehens hinaus, bewiesen ist nichts, aber egal, Hauptsache man kann auch noch nach Jahren eine Ladung nachwerfen, indem man betont, dass über diesem der “Vorwurf hängt”. So undifferenziert heute die Gesellschaft inzwischen geworden ist, so schnell kommt dies einem Schuldspruch gleich.

Für das Emporheben eines Kandidaten scheint diese Masche aber auch zu funktionieren. Ein angedachtes Attribut, sei es auch noch so absurd, einmal einführen und einfach nur oft genug wiederholen. Dann darf es auch gerne mal zu längeren Pausen kommen, die Grundierung wäre ja schon platziert. Eine weitere Welle zum gegebenen Anlass, man entsinnt sich, und schon reihen sich immer mehr Menschen in den Club der Gläubigen mit ein. Irgendwann entsteht eine Eigendynamik und der Druck der (vermeintlichen) Mehrheit sorgt für den gewünschten Zustrom.

Trump & der Perser-König

Trump-Kyros
Perser-Ikone

Screenshot TikTok

US-Präsident Donald Trump ist zum wiederholten Male mit dem antiken Perser-König Kyros gleichgesetzt worden. Bereits im Jahr 2016 wurde Trump in die Position des einstigen Weltreich-Herrschers gehoben, der vor allem deshalb in Erinnerung ist, da er das Volk Juda nach 70-jährigem Exil in Babylon die Heimreise erlaubte. Kyros gilt als der Befreier und Retter des Volkes Israel. Es existiert sogar eine Schekel-Münze mit dem Abbild Trumps und den von Kyros.

Im März 2018 besuchte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu das Weiße Haus in den USA und erinnerte bei seiner Rede an das “lange Gedächtnis des jüdischen Volkes”. Dieses könne sich an den großen König Kyros erinnern. Ebenso erinnere sich das jüdische Volk daran, dass Präsident Trump wenige Wochen zuvor die Stadt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hatte.

Der evangelikale Autor Lance Wallnau zitierte auf einer Glaubensveranstaltung im Oktober 2024, “so spricht der Herr zu Kyros, den ich gesalbt habe”. Wallnau bezeichnete Trump als einen Gesalbten.

Am 10. Oktober setzte sich das “Friends of Zion Museum” daran, Kyros den Großen wieder auferstehen zu lassen. Besser gesagt, sie reinkarnierten diesen, in Donald Trump. Sie ließen sich dafür sogar etwas kosten und schalteten Leuchtreklamen und veröffentlichten ihre Vision auch in den sozialen Medien. Die plakativ “frohe Botschaft” lautet: “Kyros der Große lebt!”.

Zuletzt hielt Trump am 13. Oktober vor dem Parlament Israels, der Knesset, eine Rede. Zuvor begrüßte Knesset-Sprecher Amir Ohana den US-Präsidenten als einen “Giganten der jüdischen Geschichte”, welcher mit Kyros dem Großen vergleichbar sei.

Dass Trump jüngst in die Höhe katapultiert wird, ist eine Folge des Verhandlungsergebnisses zwischen Israel und den Hamas im Gaza. Zahlreiche im Gaza als Geiseln gehaltene Israelis kamen inzwischen frei.

Heimreise war Schritt 1 von 2

Tempelbau
Erneutes Opfern ist Leugnung Jesu Christi

König Kyros erlaubte den freigelassenen Judäern nicht nur deren Heimreise, sondern gab auch seinen Segen für den Wiederaufbau des vom Babylonier-Königs Nebukadnezar zerstörten Salomon-Tempels in Jerusalem. Und genau aus dieser Ecke scheint auch der Wind herzu wehen. Die Errichtung des (ominösen) 3. Tempels, auf denen neben den orthodoxen Juden auch eine ganze Riege von Evangelikalen mit inzwischen größter Ungeduld warten.

Mit dem Tempel käme es dann zur Wiederaufnahme des Opferdienstes. Die ersten roten Heifer stehen längst parat und auch “Probe-Brandopfer” wurden für das Einläuten des “Messianischen Zeitalters” bereits dar gegeben (Info).

Die Zeichen stehen eindeutig auf direkte Fahrt gen Futurismus und auch Dispensationalismus. Also ein künftiger “Antichrist”, der sich in den Tempel Gottes setzen werde, (wieder) die Opfergaben aufhören lasse und gegen Gott redete. Eine Trübsal breche an. Vorab werde aber die Gemeinde der Christen durch eine Vorentrückung in Sicherheit gebracht. So weit die Theorie, so falsch ist dies auch.

Denn weder eine Vorentrückung, noch ein 1000-jähriges, messianisches, Friedensreich auf Erden sind Bestandteil des Evangeliums. Zu diesem “Millenium” hat die Bibel etwas ganz anderes zu sagen (Info).

Es darf auch Konstantin sein

Trump Lorbeer
Ein Tausendsassa

Weniger persisch, dafür mehr römisch eingestellt ist der griechisch-orthodoxe Erzbischof Elpidophoros, von der Erzdiözese Amerikas. Im März 2025 erzählte der Geistliche nach einer Einladung im Weißen Haus über seine Eindrücke vom US-Präsidenten. Dieser erinnere ihn an den “Heiligen Konstantin der Große”, aufgrund der “christlichen Werte”, die Trump vertrete.

Zumindest würde das chronologisch locker funktionieren, dass sich beide “Groß-Könige” vereint in Trump wiederfinden. Kyros der Große lebte zwischen ca. 590 bis 530 v.Chr. Konstantin der Große wandelte auf dieser Erde zwischen ca. 270 und 337 n.Chr.

Ein weiterer “Groß-König” ginge noch

Das Reich Medo-Persien ist das zweite Weltreich gemäß der Vision von Daniel im Buch Daniel, Kapitel 7. Als vorangegangenes Reich bestand Babylon. Nach Medo-Persien folgte Griechenland und mit Alexander saß ein weiterer “Groß-König” im Thron. Dieses Weltreich wiederum wurde abgelöst von Rom. Zuerst Volkstribune, Republik, dann ein Kaisertum (Augustus, Caesar). Aus diesem römischen Reich stieg das “kleine Horn” hervor (Daniel 7,8) und bildete letztendlich das Papsttum. Westrom ging 457 n.Chr. unter, das Papsttum stieg im fließenden Übergang empor.

Damit das “kleine Horn” ebenfalls einen “Groß-König” als Aushängeschild für sich beanspruchen konnte, kam der Frankenkönig Karl gerade recht. Er eroberte und “einigte” Mitteleuropa unter den Katholizismus zu Diensten des Papsttums und blieb bis heute ebenfalls als ein “Groß-König” in Erinnerung. Karl der Große wurde in 800 vom Papst Leo III zum Kaiser gekrönt.

Was folgt? Immerhin ist gemäß Abfolge (Offenbarung 17) derzeit das siebente Tier an der Macht, und dieses bleibt “nur für eine kurze Zeit”. Bevor das Tier Nr. Acht übernimmt, welches eines der vorangegangenen sechs Tiere sein wird, wäre es doch angebracht, einen nächsten “Groß-König” in die Geschichtsbücher einzutragen. “Trump der Große”, das machte sich doch prächtig.

Das “Tier aus der Erde” (Offenbarung 13) will schließlich auch “anständig” repräsentiert sein (Info).

Etwa eine Diskrepanz?

Vielleicht fragt sich jemand, wie es sein könne, dass die 4 Tiere gemäß Daniel 7 und letztendlich 7(+1) Tiere gemäß Offenbarung 17 zwar satanischen Ursprungs sind, die der Widersacher für seine eigene Zwecke und Verwirklichung installierte, aber von Gott einer dieser Könige, also Kyros, als Sein Gesalbter bezeichnet wird.

Diese antiken Weltreiche hatten schließlich stets den Zweck, dem Volk Gottes den Garaus zu machen.

hure auf biest
Hure-Kirche & Biest-Staat

Das sagt nichts weniger aus, dass Gott trotz des Widersachers “Werkelns, Fuchtelns, Rasens und Wütens” alles unter Kontrolle hat. Satan kann seine Dinge nur soweit treiben, wie es Gott zulässt. Und man kann hierbei durchaus beruhigt sein, dass die Gerechtigkeit Gottes immer bewahrt bleibt. Entweder lässt Gott es zu, oder Er dreht es einfach ins Gegenteil um.

Wie im Kleinen, so auch im Großen. Beispiel ist der missratene Prophet Bileam. Dieser wurde vom Moabiter-König Balak angeheuert, um das Volk Israel zu verfluchen. Es brauchte mehr als einen Anlauf dafür, aber am Ende kam anstatt ein Fluch immer ein Segen über das Volk hervor (4. Mose 22). Mit Babylon entschied sich Gott für dessen Vernichtung, bei Medo-Persien endete dies eben mit einer “Umpolung” von Kyros.

Nur wie Gott es will

Es kommt eben so, wie Gott es will, und alles andere, seien es Verheißungen, Versprechungen und Beteuerungen irgendwelcher Funktionäre, Regierenden oder jene in römisch-bischöflichen Kleidern, ist unter Strich irrelevant. Was uns Gott zu Seinen Plänen mitgeteilt hat, kann nachgelesen werden. Der Aufruf hierzu befindet sich bereits im ersten Kapitel der Offenbarung (Info).

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr;
Jesaja 55,8

Bibelverse aus Schlachter 2000

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