Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Thema dritter Tempel Jerusalem wird hochgekocht – Rote Kühe

Thema dritter Tempel Jerusalem wird hochgekocht – Rote Kühe

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Wieder einmal wird die Suppe rund um den dritten Tempel Jerusalems hochgekocht. Nun seien bereits rote Kühe für den „vorgeschriebenen“ Opferdienst eingetroffen. Proteste werden laut, aus Angst vor einer Eskalation. Über Sinn, Zweck und vor allem Überfluss eines weiteren Tempels wird jedoch nicht diskutiert.

Makellose Tiere für Tempel – Provokation?

Wird wieder am sog. dritten Tempel Jerusalems heiß gestrickt? Schon in einer annähernden Endlosschleife flammt immer wieder die Diskussion um die Errichtung eines dritten Tempels auf. Die Gerätschaften für den priesterlichen Dienst nach traditioneller Vorgabe sind längst vor Ort. Ein Tempel mit einem Altar ist eine Opferstätte und hierfür brauchte es auch Opfertiere, ebenso nach gegebener Vorschrift. Eines davon ist eine rote Kuh gemäß 4. Mose 19,2:
Dies ist eine Gesetzesbestimmung, die der Herr geboten hat, indem er sprach: Sage den Kindern Israels, daß sie zu dir eine rote junge Kuh bringen, die makellos ist und kein Gebrechen an sich hat, und auf die noch kein Joch gekommen ist;

Also ein makelloses Tier, das zu keinerlei Arbeiten eingesetzt wurde. Derartige Tiere seien inzwischen in Israel eingetroffen, und zwar von Züchter aus den USA. Nicht jüdische Züchter, sondern christliche Züchter, wie das katholische Magazin „katholisch.de“ berichtete (Quelle). Anscheinend wolle man nun Ernst machen. Es fehlte eigentlich „nur noch“ der Tempel.

Proteste gegen Pläne von „Fanatikern“

Al-Aksar-Moschee

Vermeintlicher Stein des Anstoßes – Tempel statt Moschee

Gegen die Errichtung eines dritten Tempels in Jerusalem sind deutliche Protestnoten zu hören. Lt. dem Magazin unterzeichnete eine Delegation aus führenden Christen aus dem Nahen Osten sowie anderen Teilen der Erde, sowie der ehemalige Patriarch Erzbischof Michel Sabbah, Jerusalems Weihbischof William Shomali, der ehem. Weltkirchenratspräsident Olav Fykse Tweit und der ehemalige Präsident des Lutherischen Weltbundes, Munib Younan, eine Petition gegen die Pläne der „Fanatiker“, einen „dritten jüdischen Tempel“ zu errichten. In der Petition verurteilten die Unterzeichner die Pläne des „Temple Institutes“ und das „zynische Spiel der christlichen Zionisten“. Damit formten sie Jerusalem in eine „apokalyptische Spielwiese“, so in der Begründung.

Gefürchtet werde eine Eskalation der ohnehin angespannten Lage durch den vorherrschenden Gaza-Krieg. Ein solcher Tempelbau könne zwei Milliarden Muslime zu einem Aufstand provozieren. Denn für den geplanten Tempelbau müsste die am vorgesehenen Ort gegenwärtig stehende Al-Aksa-Moschee eingerissen, mindestens aber versetzt werden. Ausgerechnet die Hamas mache deutlich, so in der Begründung, dass es sich hier um weitaus mehr handelte als um einen „absurden Spleen religiöser Fanatiker“.

Zwei Vorläufer-Tempel und die Moschee

Den ersten Tempel errichtete König Salomon in den Jahren 967 bis 960 v.Chr. Im Jahr 586 v.Chr. wurde dieser Tempel von den Babyloniern unter König Nebukadnezar vollständig zerstört. Die Errichtung des zweiten Tempels erfolgte auf den Grundmauern des ersten Tempels mit der Einweihung im Jahr 516 v. Chr. Im Jahr 70 n.Chr. folgte die Zerstörung des zweiten Tempels durch die Römer unter der Führung des Feldherrn Titus. In der darauf folgenden Geschichte eroberten die Muslime Jerusalem und erstellten auf dem ehemaligen Platz der beiden Tempel die Al-Aksar-Moschee, mit Eröffnung im Jahr 1035 n.Chr.

Eskalation seitens Muslime befürchtet

Die Einwände gegen den Bau eines dritten Tempels sind eindeutig mit der Befürchtung einer Eskalation zwischen den religiösen Fronten begründet. Es drohe eine Eskalation, weit über die Region Israels hinaus. Was aber auf auffälligerweise fehlt, ist der Hinweis, insbesondere der Christen, dass ein dritter Tempel nicht nur völlig überflüssig ist, sondern auf direktem Wege Jesus Christus samt Seinem Heilswerk verleugnet. Zwar wird im Bericht nicht erwähnt, welcher Konfession die Christen, die die roten Kühe nach Jerusalem schickten, angehören, aber es deutet dennoch stark auf sog. evangelikale Christen hin. Die Idee, dass einst der „Antichrist“ erscheinen werde, nachdem die christliche Gemeinde anhand einer „ominösen“ Vorentrückung in Sicherheit gebracht wurde, ist vor allem in evangelikalen Kreisen in den USA weit verbreitet.

Dieser „Antichrist“ werde in diesem dritten Tempel thronen, so die Fabel. Die Wahrheit ist, der Antichrist sitzt schon längst im (geistigen) Tempel Gottes (Info). Und genau davon gilt es abzulenken.

Wahrscheinlichkeit eines dritten Tempels

Jerusalem-Berg

Kein tatsächlicher Tempelbau in Aussicht

Wie groß sind überhaupt die Chancen, dass jemals ein dritter Tempel errichtet wird? Wer der Bibel glaubt, der weiß, dass die Chance bei null liegt. Denn Jesus Christus drückte es klar aus, „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden;“ (Matthäus 23,38). Der Tempel, von dem Jesus Christus selbst sprach, ist der geistliche Tempel der Gemeinde, wobei Jesus Christus der Eckstein ist. Paulus hat es erklärt, Epheser 2,19-22:
So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist

Sonderrolle römische Kirche

Dies nicht zu erkennen, bzw. zu ignorieren, ist bei offenkundigen Ambitionen zum Bau eines dritten Tempels nicht verwunderlich. Die römisch-katholische Kirche spielt hier eine (wie gewöhnlich) Sonderrolle. Denn die Kirche selbst sei dieser Tempel Christi. Dass es sich aber um einen völlig anderen „Christi“ als den der Bibel handeln muss, belegt diese Kirche selbst durch ihre Praxis, Jesus Christus anhand der Eucharistie unzählige Male erneut zu opfern (Info).

Weder ein dritter Tempel, noch die „heilige Messe“ der römischen Kirche lassen sich mit dem Evangelium vereinbaren. Jesus Christi Opfertod ist einmalig und immerwährend gewesen, Hebräer 10,12-14:
Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt, und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden.
Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden.
„.

Sieht das „ewige“ und langsam das Eskalieren drohende Gezerre um den dritten Tempel womöglich nach einer bewussten Provokation aus, um mit der eingreifenden, beschwichtigenden und rettenden Hand aus Rom endlich für Ruhe zu sorgen? Im Gegensatz zur klaren Ansage Jesu Christi, es wird keinen Tempel mehr geben, bliebe dies Möglichkeit einer Theatervorstellung (mit realen Opfern) noch Spekulation. Aber man glaubt bereits klare Umrisse erkennen zu können.

Der Aufbau der einstigen Stiftshütte, der Vorläufer der Tempel – hier.

Und siehe, der Vorhang im Tempel riß von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich.
Matthäus 27,51

Bibelverse aus Schlachter 2000

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