Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Streit zwischen Bischof und Kloster zeigt devoten Irrglauben

Streit zwischen Bischof und Kloster zeigt devoten Irrglauben

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Der Streit zwischen einem Bischof und einer Frauenordination in Texas, USA erweist sich wieder einmal die geistliche Bevormundung durch die katholische Kirche anhand eines devoten Irrglaubens.

Eine kleine klerikale Seifenoper

Ein Streit innerhalb der katholischen Kirche verdeutlicht das Selbstverständnis und die Abgehobenheit dieser Institution. Seit geraumer Zeit haben sie die Karmelitinnen in der Diözese Fort Worth in Texas, USA, und der Bischof Michael Olson in den Haaren. Es handelt sich im Groben um verbotene „körperliche Konakte“, Drogen, Medikamentenmissbrauch, Ausschluss von „liberalen“ Katholiken und gebrochene Gelübde. In den bereits zahlreich abgespielten Akten standen im Großen und Ganzen Vorwürfe, Überführungen und Dementi im Mittelpunkt. Also ein Schauspiel in der Art „Dallas“ oder „Denver Clan“ der Kurie.

Druckausübung mit Sakramenten

Popkorn

Handlung, Script und Darsteller machen Appetit auf Popcorn

Inzwischen werde in diesem Streit aber auf „unfaire Mittel“ zurückgegriffen und dies sei sehr irritierend, so Christoph Brüwer, Redakteur bei dem Internetportal katholisch.de. Neben verbalen Auseinandersetzungen komme es nun auch zum Einsetzen der Sakramente als Druckmittel.

Der Bischof handelte bereits durch die Einschränkung kirchlicher Rechte. Wenn die Ordensschwestern die „ihrem religiösen Stand zuwiderlaufende und unwürdige Verhalten einstellen und Liebe und Gehorsam gegenüber der Heiligen Kirche und ihren heiligen Hirten zeigen“ und die anhängige Zivilklage abgeschlossen oder zurückgezogen ist, dann wolle der Bischof diesem Kloster wieder die vorherigen Privilegien zugestehen. Bis dahin gelte das kirchenrechtliche Minimum von 1 Beichte pro Jahr und 1 Pflicht-Messe für den Sonntag.

Das sei Machtmissbrauch des Bischofs

Adlerauge

Der Bischof hat als Aufseher sein Ressort zu überwachen und zu züchtigen

Der Bischof spielt in der Kurie die Rolle des „Aufsehers“ und hat auch das Recht, derartige Privilegien oder auch Sanktionen zu erteilen. Doch wer „Sakramente als Waffe einsetzt, um andere einzuschüchtern oder gefügig zu machen, begeht Machtmissbrauch“, so der Redakteur. Frauenorden seien darauf angewiesen, dass für das Spenden der Sakramente die Priester von außen kommen müssen und somit erst das geistliche Leben gestaltet werden könne. Frauenkloster sind stehen somit in einer völligen Abhängigkeit.

Brüwer sieht in der Beschränkung dieser Privilegien vor allem darin ein Problem, da durch die Sakramente der Mensch zu Jesus geführt werde. Sakramente gäben „dem Glaubensleben der Christen Geburt und Wachstum, Heilung und Sendung“. Dies sei im Katechismus so festgelegt. Der Redakteur hält sich an die vom Papst Franziskus im Jahr 2021 getätigte Aussage. „Die Kommunion ist keine Auszeichnung für perfekte Menschen“, sondern sei ein Geschenk.
Deshalb dürften Sakramente nicht als politisches Druckmitteln eingesetzt werden, denn dies widerspreche dem Sinn der Sakramente, so der Redakteur.

Katholische Kirche: Freiwillige Bevormundung

Es ist erschreckend und irgendwie faszinierend zugleich, wie sehr sich die „einfachen“ katholischen Gläubigen derart bevormunden lassen können. Bei den „weniger einfachen“ Katholiken, wie z.B. ab der Position Bischof, muss man anhand ihrer Rolle als Aufseher und damit verbundenen erweiterten Einzugsbereichen dagegen schon bewusste Irreführung annehmen.
Da erhebt sich eine elitäre Gruppe von Menschen, welche ihren eigenen, einst von „Kirchenvätern“ zusammengeschusterten und im Katechismus festgehaltenen Glauben vertreten, um in einer beispiellosen Arroganz bestimmen zu können, wem und wann sich Jesus Christus den Menschen nähern könne. Das gelte auch auf dem umgekehrten Weg, aber hier käme auch noch die Maria ins Spiel.

Anmaßung geht noch viel weiter

Rostkrone

Irrglaube ermöglichte die Macht des Papsttums

Aber diese in der Geschichte der Menschheit einzigartige Anmaßung sieht eben genau das vor. Jesus Christus habe nicht für die Vergebung der Sünden Sein Blut und Leben gelassen, sondern Er sei gestorben, um so die Priesterschaft zu ermöglichen. Nicht Seine eigene Priesterschaft, sondern derjeniger, welche sich heute als solche bezeichnen. Hinzu kommt, dass sich diese Kirche erdreistet zu behaupten, Gott sei dazu verpflichtet (!), die Entscheidungen der Priester Folge zu leisten. Hört sich unglaublich an? Das ist aber so und offizielle Lehre, hier!

Erlöst sei der Mensch aufgrund der „guten Werke“ Jesu und der Papst habe den exklusiven Zugriff auf die „Schatzkiste“ der guten Werke Jesu, Maria und weiterer „Heiliger“. Dies könne der Papst nach seinen eigenen Gutdünken verteilen. Einen solche Absurdiktät muss man sich erstmal ausdenken können. Doch Offenbarung 13 erklärt den hier vorliegenden geistlichen Hintergrund und dieser Unsinn ist daher auch nachvollziehbar.

Irrglaube ermöglicht „Macht“

Nur anhand dieser in die Irre geführten Menschen war es für die römisch katholische Kirche überhaupt möglich, derart viel politische Macht zu erlangen. Neben den Schauersgeschichten einer ewig brennenden Hölle und das quälende Fegefeuer waren es eben auch die erklärten Sakramente der Kirche Roms, dies es Jesus Christus ermöglichten(!), sich den Menschen zu nähern. Der „vicarius filii dei“ hat somit ganze Köngishäuser und deren Leibeigene gesteuert wie es ihn beliebte.

Das Evangelium selbst lesen

Schweizer Garde

Im Irrglauben täglich. Ansonsten nur Rosenmontags

Diese fiktiven Sakramente nun als Waffe zu bezeichnen, mag heute ebenso greifen wie damals im Mittelalter. Doch in beiden Fällen ist es Voraussetzung, auf die dem Evangelium gegenüberstehenden Dogmen dieser Kirche hereingefallen zu sein. Ansonsten würde hier der Bischof nicht seine „Macht“ missbrauchen, sondern sich zum Kasper machen. Hier hilft nur, sich seiner eigenen Mündigkeit bewusst zu werden, die Bibel selbst in die Hand zu nehmen und diese ohne „Katechismus-Filter“ zu lesen.

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