Stehen nun Freikirchen im Visier? Ein möglicher Ansatz sichtbar

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Die mit Steuergeldern finanzierte “Amtskirche” zieht über eine Freikirche her und versäumt es dabei nicht, den Begriff Freikirche mit dem Fundamentalismus eine scheinbar gewünschte dauerhafte Verbindung zu verleihen. Hierbei wird sogar der moralische Zeigefinger erhoben, als wenn das eigene offenkundige Desaster nicht zu sehen wäre.

Unterschiedlich organisiert

In Deutschland sind die Kirchen bzw. Gemeinden unterschiedlich organisiert. Es gibt eine quasi “Amts-Kirche” sowie eine größere Anzahl verschiedener “Freikirchen”.

Der Ursprung des Begriffs Freikirche liegt in der Unabhängigkeit vom Staat. Neben der römisch-katholischen Kirche sind in Deutschland, jeweils organisiert in den einzelnen Bundesländern, auch die evangelischen Kirchen, organisiert unter dem Dachverband Evangelische Kirchen in Deutschland (EKD). Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland haben die römisch-katholische Kirche und die evangelische Kirche jeweils Anspruch auf den Erhalt einer Kirchensteuer. Eintreiber dieser Steuergelder ist die deutsche Finanzbehörde, entsprechend provisioniert.

Freikirchen dagegen hängen nicht am Einkommens-Säckel der einzelnen Kirchenmitglieder. Sie finanzieren sich ausschließlich durch die Abgaben, Spenden, den Zehnten oder anderweitige freiwillige Zuwendungen. Zu solchen Gemeinden zählen z.B. die Baptisten, Methodisten, Calvinisten, Siebenten-Tags-Adventisten und Pfingstler. Diese Freikirchen sind u.a. in eigenen Vereinigungen organisiert, wie z.B. die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), sitzen aber seit geraumer Zeit auch in ökumenischen Organisationen, darunter der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK). Darin sind auch die Kirchen der EKD sowie die römisch-katholische Kirche vertreten.

Motor ist in Rom zu finden

Vatikan Petersdom
Vatikan – Das Zentrum der Scheinheiligkeit

Es liegt auf der Hand, dass bei dieser Vielzahl verschiedener Konfessionen entsprechend viele unterschiedliche Auslegungen bzw. Verständnisse des Evangeliums vorliegen. Wobei an diesem Punkt die “aktiven Macher” der römischen Kirche alles andere als ihre Hände in Unschuld waschen können. Sei es die Auslegung von Prophetien über die Endzeit (Info), oder das gespielte Unschuldslamm beim rapiden Abfall des (einstigen) Protestantismus, hin zum sog. Neuprotestantismus (Info).

Freikirchen ins Visier genommen?

Besonders interessant wird es aber, wenn die mit Steuergeldern finanzierte EKD offenbar den Ellenbogen herausfährt, um die Freikirchen als Gesamtes zu diffamieren. “Freikirchen sind geistige Gefängnisse”, so zwar nicht ausdrücklich formuliert, aber dennoch suggeriert. Das mediale Sprachrohr der EKD berichtet über eine junge Frau, die es sichtlich geschafft hat, einer Freikirche zu entkommen. Angesprochen ist explizit die “Freikirche ICF”. In der Tat braucht es nicht lange, um die Organisation ICF als das zu sehen, wie sie sich auch präsentiert. Eine “Schönwetter-Lebenslust-Kirche”, die ein “weichgespültes Rosa-Rot-Evangelium” vermittelt. ICF steht den charismatischen Philosophien sehr viel näher als dem Evangelium. Übrigens im größeren Rahmen ebenfalls der Kirche Roms (nach Vatikan II) zu verdanken.

Die EKD versäumt es aber nicht, die Begriffe “Fundamentalismus” zu betonen und die junge Frau allgemein als eine “Freikirchen-Aussteigerin” zu bezeichnen (Quelle). Damit wären die Ansatzpunkte eines Feindbildes schonmal grob umrissen, eine “Freikirche” und “fundamental” dazu.

Pflege der Diffamierung

Der Begriff Fundamentalismus ist ohnehin längst umdefiniert und als Gegner “jeglicher Vernunft” erklärt worden. Allen voran, wieder einmal, die römisch-katholische Kirche. Die Auslegung der Bibel auf der Basis des Fundamentalismus, also die Bibel so zu lesen, wie es darin steht, sei gefährlich, so der Tenor. Die Sprachrohre der einst protestantischen Kirchen, also die nach Rom zurückgekehrten Töchter (Info), haben den Fundamentalismus ebenfalls auf fundamentale Weise verurteilt.

Als Ökumene-Vereinigung nachvollziehbar, aber nicht auf Basis des Evangeliums, erklärte der damalige Landesbischof und Vorsitzender der ACK, Friedrich Weber, am 13.03.2009:
Fundamentalismus und Kreationismus [die Lehre, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen habe, wortwörtlich wie in der Bibel beschrieben] dürfen kein Einfallstor in die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) finden.

Nun, so manche Freikirche bezieht sich ausschließlich auf die Bibel, so wie sie geschrieben steht, und handeln und lehren dies auch so. Also durch und durch fundamentalistisch. Es kümmert die EKD sichtlich herzlich wenig, dass die Mitglieder aus den angeschlossenen Kirchen scharenweise davon flüchten. Entsprechende Abstriche damit auch bei den Steuergelder-Einnahmen. Wohl ausgehend davon, und daher “sehr mutig”, dass die öffentliche Hand mit anderweitigen steuergeldfinanzierten Ressourcen entsprechend aushelfen werde.

Es gibt sie, die quasi “Psycho-Organisationen”, die sich selbst als christlich orientiert bezeichnen und die bestehenden Mitglieder nicht nur unter Druck setzen, sondern auch manipulieren und sogar überwachen. Aber ist dies bereits allein mit dem Begriff “Freikirche” abgedeckt, dies auch noch mit dem Begriff “Freiheit”?

Freiheit? Welche Freiheit?

“Wie frei ist die Freikirche ICF wirklich?”, so das EKD-Medium. Diese Frage weist eine gewisse Komik auf, wenn zum Begriff Freiheit das Evangelium herangezogen wird. Das Wort Gottes, wie es geschrieben steht, ist innerhalb der vertretenden “Theologien” der EKD-Kirchen längst als ein Fremdkörper empfunden und wird auch so gehandhabt. Das belegt allein die auf Ökumene-Ebene gebrachte Definition der Sünde (Info). Die Taufe ist kurzerhand als “Eintrittskarte ins Himmelsreich” deklariert (Info).

Wer EKD-Lehren lebt, wird böse überrascht werden

Freiheitsstatue von oben
Sinnbild US-amerikanischer Freiheit – Mithras-Tante

Wer diese EKD- und Ökumene-Philosophie tatsächlich so lebt und sich nicht selbst um die Wahrheit kümmert, wird von Jesus Christus voraussichtlich eine entsetzliche Antwort erhalten:
Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!” (Matthäus 7,23)

In diesem Sinne sind die Kirchen der EKD und auch die meisten der ihre angehörigen Mitglieder alles andere als frei. Denn die “Wahrheit wird euch frei machen“, so Jesus Christus in Johannes 8,32 und Paulus an die junge Gemeinde in Rom:
Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.” (Römer 8,2)

Wie gehabt, “wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen”. Das Evangelium verleugnen, einen Fantasie-Jesus erzählen, den Menschen Unsinn lehren und sich zusehends verhalten, wie es einst die Pharisäer taten. Selbst gar nicht die Absicht, ins Himmelsreich zu kommen, aber die Tür dorthin versperren, damit auch kein anderer hineinkommt.

Man darf gespannt sein, ob nicht schon in Kürze von den vielen Freikirchen eine ganz besonders hervorgehoben und auch ins Visier genommen wird.

Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein.
Matthäus 23,13

Bibelverse aus Schlachter 2000

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