Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Septuaginta (LXX) – Bibel Übersetzung mit Portion Unsinn

Septuaginta (LXX) – Bibel Übersetzung mit Portion Unsinn

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Die griechische Septuaginta (LXX) gehört unter den modernen „Schriftgelehrten“ zu den favorisierten Bibeltexten. Eine Übersetzung aus der Region von Alexandria. Dass diese auch von der katholischen Kirche übernommene Übersetzung schon im ersten Buch mächtigen Unsinn verbreitet, scheint dabei niemanden zu stören.

Die Septuaginta ist sehr populär

Eines der populärsten Grundtexte für das Alte Testament, insbesondere in den Kreisen der „liberalen Theologen“ ist die sog. Septuaginta. Als Vorlage für so manche Bibelübersetzungen, sehr beliebt und auch oft zitiert. Dass es mit den Übersetzungen vor allem bei den „modernen Bibelversionen“ nicht mit rechten Dingen zugeht, kann sehr gut an den teils massiven Veränderungen, Kürzungen, Verdrehungen und ganzen Weglassungen im Neuen Testament erkannt werden. Hervorstechend sind vor allem die Bibelversionen mit dem verwendeten Grundtext gemäß Nestle-Aland. Weitere Infos hier.

Septuaginta aus Alexandria

Ägypten Pyramiden

Katholische Kirche liebt die ägyptischen Einflüsse

Die Septuaginta zählt neben dem sog. Sinaiticus zu den ältesten gefundenen und auch überlieferten Texten des Alten Testaments. Leider wird auch an dieser Stelle die Theorie vertreten, dass alles, was älter ist, auch gleichzeitig „besser“ oder gar „richtig“ sein müsse.

Mit der Bezeichnung Septuaginta handelt es sich um „Die Übersetzung der Siebzig“, auch oft anhand der Abkürzung „LXX“ anzufinden. Es ist das „griechische Alte Testament“ und in ihrer Fassung auch die älteste Übersetzung aus dem Hebräisch-Aramäischen. Nach aktueller Lehrmeinung fand die Septuaginta ihren Ursprung im Bereich von 250 V. Chr. im hellenistischen Judentum mit ihrem Zentrum in Alexandria. Die laufenden Übersetzungen zogen sich bis ins späte erste Jahrhundert n. Chr. fort.

Legende: Geführt vom „Heiligen Geist“

Gemäß den Überlieferungen haben sich 72 jüdische Schriftgelehrte an die Arbeit gemacht, die fünf Bücher Mose (Tora) ins Griechische zu übersetzen. Dies schafften sie nach 72 Tagen. Jeder Gelehrte übersetzte dabei unabhängig von den anderen. Nach 72 Tagen soll sich herausgestellt haben, dass sämtliche 72 Übersetzungen der Tora ins Griechische den absolut identischen Wortlaut gehabt haben sollen. Das sei ein Beleg, dass der Heilige Geist allen 72 Schriftgelehrten die identischen Worte eingegeben habe.

Die Septuaginta diente in weiten Bereichen als Vorlage für die Übersetzung des Alten Testaments in die lateinische Sprache, im Auftrag der Kirche Roms. Das Resultat war die Vulgata.

Masoretischer Text ad acta gelegt

Schriftrolle

Hebräische Schriftvorlagen werden verdrängt

Gegenüber der Septuaginta steht der sog. masoretische Text (Textus Masoreticus). Damit handelt es sich um die hebräische Variante des Tanachs, also im Großen und Ganzen das, was das Alte Testament im Christentum entspricht.

Es mag vielleicht voreingenommen klingen, aber alleine die Tatsache, dass die Septuaginta im Einzugsbereich des „Geistes Alexandria“ entstanden ist, lässt sämtliche Alarmglocken bimmeln. Denn Gnostizismus, ggf. noch vermischt mit der hellenistischen Philosophie, hat der Menschheit noch nie den Segen gebracht und schon gar nicht dem Wort Gottes um einen Daumenbreit näher. Dass sich auch noch die katholische Kirche auf die Septuaginta fixierte, obwohl der masoretische Text in ihrer Originalsprache eigentlich die bessere Vorlage böte, setzt dem Ganzen noch die „Krone auf“.

Septuaginta zeugt vom Unsinn

Man braucht in der Septuaginta gar nicht lange zu forschen, um auf Ungereimtheiten zu stoßen. Dabei benötigt man nicht einmal eine Referenz, wie einen gegenübergestellten Textus Masoreticus. Schon im „langweiligen“ Kapitel 5 des ersten Buch Mose (Genesis), in der die Abfolge (Chronologie) der Nachkommen Adam bis Noah aufgezählt sind, kommt es zu erheblichen Missständen.

Zählt man die Angaben der Geburtsjahre, Lebensspannen und Todesjahre der nachfolgenden Generationen Adams nacheinander auf, so kommt die Septuaginta nicht nur auf völlig andere Jahreszahlen als der masoretische Text, sondern verortet das Todesjahr Methusalas (bzw. Methusalems) auf 14 Jahre nach der Sintflut.

Chronologie gemäß Genesis 5

Textus MasoreticusSeptuaginta
Adam0 bis 930 - 930 Jahre0 bis 930 - 930 Jahre
Seth130 bis 1042 - 912 Jahre230 bis 1142 - 912 Jahre
Enosch235 bis 1140 - 905 Jahre435 bis 1340 - 905 Jahre
Kenan325 bis 1235 - 910 Jahre625 bis 1535 - 910 Jahre
Mahalaleel395 bis 1290 - 895 Jahre795 bis 1690 - 895 Jahre
Jared460 bis 1422 - 962 Jahre960 bis 1922 - 962 Jahre
Henoch622 bis 987 - 365 Jahre1122 bis 1487 - 365 Jahre
Methusalah687 bis 1656 - 969 Jahre1287 bis 2256 - 969 Jahre
Lamech874 bis 1651 - 777 Jahre1454 bis 2207 - 753 Jahre
Noah1056 bis 2006 - 950 Jahre1642 bis 2592 - 950 Jahre

Gemäß dem Textus Masoreticus fand die Sintflut im Jahr 1656 nach der Schöpfung statt. In diesem Jahr starb auch Methusalah. Es überlebten die Sintflut lediglich Noah, seine Frau und seine drei Söhne Sem, Ham und Japhet mit ihren jeweiligen Ehefrauen. Also 8 Menschen.
Gemäß der Septuaginta fand die Sintflut im Jahr 2242 nach der Schöpfung statt und Methusalah starb im Jahr 2256 nach der Schöpfung. Damit überlebte der älteste bekannte Mensch (969 Jahre) die Sintflut um 14 Jahre. Ein „ominöser Neunter“.

Septuaginta kann in den Fundort des Sinaiticus

Papierkorb

Der beste Ort für Septuaginta und Sinaiticus

Alleine dieser Widerspruch, dass Methusalah die Sintflut überdauert haben soll, disqualifiziert die Septuaginta im Gesamten. Diese griechische Übersetzung aus den Köpfen hellenistischer Gnostiker kann getrost dorthin befördert werden, woraus auch der Textus Sinaiticus „rein zufällig“ im Jahr 1844 gefunden wurde. In den Mülleimer.
Welcher Geist auch immer diesen legendären Alexandrinern geleitet haben möge, es war gewiss nicht der Heilige Geist und daher ist es auch nachvollziehbar, dass die römisch-katholische Kirche für diese Schrift „Feuer und Flamme“ ist.

Eine kleine Milchmädchenrechnung

Dass die neuen Übersetzungen ebenfalls mit entsprechender Vorsicht zu genießen sind, zeigt bereits die „mit Stolz“ präsentierte Luther 2017. „Sechs Jahre lang haben 70 Wissenschaftler an der neuen Lutherbibel gearbeitet“, so der Wortlaut. Man fragt sich, was die 70 „Wissenschaftler“ außer reiner Übersetzung noch so im Sinn gehabt haben könnten. Das macht – mal einfach gerechnet – 420 Jahre Übersetzungszeit für 1 „Wissenschaftler“. Martin Luther hatte die Bibel wesentlich schneller übersetzt und wäre bei dem „Arbeitstempo“ dieser „Wissenschaftler“ erst im Bereich von 1940 fertig geworden.

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