Die rigorose Ablehnung des Sabbats am siebenten Tag der Woche folgt einem vorhersagbaren Muster. Man windet sich heraus, koste es was es wolle. Man ist sich nicht zu schade, so manch komische Logik wirken zu lassen. Dies alles kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es schlicht und einfach der Unwille ist, Gottes Gebote allesamt zu befolgen und damit auch den Gehorsam Gott gegenüber.
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Fiktive Logik für Ablehnung Sabbat
So manche “rechtfertigende Logik” zum selbstverständlichen Nicht-Einhalten des Vierten Gebotes, das Sabbat-Gebot (2. Moses 20,8-11, 5. Moses 5,12-15), ist einfach nicht zu begreifen.
“Wir halten den Sonntag, weil an diesem Tag Jesus Christus nach Seinem Tod am Kreuz wieder auferstanden ist”, so die gängige Begründung für den Sonntagsgottesdienst. Bis dahin wäre es ja noch durchaus in Ordnung, denn auch Paulus wies die “streitende” Gemeinde in Rom darauf hin, dass man den Leuten ihre Gepflogenheiten und auch Gewohnheiten gerne belassen könne. Römer 14,5:
“Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiß!“
Doch ausgerechnet dieser Vers zählt zu den Favoriten derjenige, die damit begründen wollen, man müsse den Sabbat nicht zwangsläufig beachten, sondern könne sich selbst einen Tag, nach eigener Lust und Laune, auswählen. Alleine zitiert, ohne jeglichen Zusammenhang, kann dies natürlich so hineininterpretiert werden. Aber das ist nicht mehr möglich, wenn man das Umfeld dieser Aussage von Paulus ebenso erfasst. Mehr Verständnis über den Inhalt dieser Aussage erhält man, wenn die ersten vier Verse ebenfalls beachtet werden:
“Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der ißt Gemüse. Wer ißt, verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt, richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten.“
Der Kontext erklärt es
Es geht um Neuankömmlinge in der Gemeinde. In aller Regel handelte es sich entweder um Menschen des jüdischen Glaubens, oder um Heiden. Alle haben sie ihre eigenen traditionellen Feiertage aus welchen Gründen auch immer. Sind dies keine götzendienerischen Feiertage, warum sollte sie also nicht daran festhalten können? Es gibt keinen Grund dafür, diese Menschen dafür zu verurteilen, geschweige ihnen ihre Traditionen zu verbieten.
Dasselbe gilt auch für bestimmte Speisen zu bestimmten Anlässen. Hierbei sollte aber berücksichtigt werden, dass bestimmte Speise, wie Schalentiere oder Schwein, gar nicht als Speise in Betracht kommen, bzw. überhaupt nicht als Nahrungsmittel galten und auch heute noch gelten (Info).
Sabbat wurde schrittweise abgeschafft

Außerbiblische historische Aufzeichnungen sprechen durchaus davon, dass vereinzelte Gemeinde-Gruppierungen den 1ten Tag der Woche (“Sonntag”) als Auferstehungstag Jesu Christi gesondert beachteten. Aber nun kommt der “kleine, aber feine Unterschied”. Sie hielten den Andachtstag für Jesu Auferstehung ZUSÄTZLICH zum Sabbat und NICHT als Ersatz (Info). Während die jüdischen Gemeinden nach wie vor die Zeremonialgesetze einhielten, obwohl diese mit der Kreuzigung Jesu obsolet wurden, beschränkten sich die Heidenchristen auf wenige Feiertage, wie das Passahfest, aber hielten allesamt den Sabbat ein.
Fließend wurde der Sonntag als Ersatz für den Sabbat eingeführt. Mit den ansteigenden Einflüssen der Gemeinde in Rom, aus der letztendlich die römisch-katholische Kirche hervorkam, wurde der Sonntagsfeiertag unter Kaiser Konstantin zum Gesetz, aber nicht im Lichte Jesu Christi, sondern im Lichte der “unbesiegbaren Sonne” (sol invictus). Der “Ehrenwerte Tag der Sonne”, also Heidentum. Mit dem Konzil in Laodizäa (ca.360) wurde der nächste Schritt vollzogen. Neben der Wiederholung des verbindlichen Einhaltens des Sonntags wurde auch gleich das Halten des biblischen Sabbats verboten. “Man darf nicht judaisieren”, so die Begründung. Sonntag ein Muss, Sabbat verboten.
Hierzu definierte die Kirche Roms den Sonntag auch gleich zum “Tag des Herrn”. Eine Festlegung, der in der gesamten Bibel in Bezug zum Sonntag nirgends gerechtfertigt werden kann (Info).
“Das war schon immer so, so bleibt es auch”
So ist die auch von den Protestanten ab dem 16ten Jahrhundert übernommene Tradition der römischen Kirche bis heute beibehalten worden und gilt als absolut selbstverständlich. Daher wird der Aussage, “wir feiern am Sonntag, weil Jesus Christus am Sonntag auferstanden ist”, geradezu eine normative Kraft verliehen. Diese Norm existiert aber nicht, so gerne man es auch haben wollte. 1700 Jahre Heidentradition, die das Gesetz Gottes missachtet, bzw. aufzuheben versucht, könnte noch weitere 2000 Jahre beibehalten werden, aber deshalb wird sie längst nicht zur Norm, geschweige zur Wahrheit.
Gottes Gesetz ist ebenso ewig, wie auch Seine Gerechtigkeit, obendrein die Wahrheit (Psalm 119,142;151). Daher wird auch die Missachtung eines Seiner Gebote (10 von 10) stets ein Gesetzesbruch bleiben, egal ob dieser Zustand bzw. diese Praxis für nur 5 Jahre, oder 1700, 2500 oder 4000 Jahre anhält. Das größte und anhaltende Problem des alten Israels war die Missachtung des Sabbats. Immer und immer wieder dazu ermahnt, die Stadttore Jerusalems am Sabbat geschlossen zu halten und keinen üblichen Handel zu treiben. Sie folgten aber nicht, weil sie nicht wollten. Es kamen am Sabbat sogar Heiden aus Phönizien (Handelsmetropole Tyrus, Baals-Anbeter) hinein. Ein glatter Bruch des Bundes mit Gott.
Ein schon vorhersagbares Muster
Kommt es zu Nachfragen, nachdem behauptet wurde, die Gesetze (auch die 10 Gebote) gelten für Christen nicht mehr, der Sabbat sowieso nicht mehr, dann ist es meist folgendes Resultat:
A: “Darf man demnach stehlen, die Ehe brechen, morden, falsches Zeugnis reden, andere Götter anbeten, begehren und die Eltern verfluchen?”
B: “Nein, natürlich nicht”
A: “Wo steht das? Schließlich muss das Verbot irgendwo ersichtlich sein. Jeder muss dies erkennen können.”
B: “Äähh”
A: “Nach welchem Maßstab hält Gott das Gericht, wenn es doch kein Gesetz mehr gibt?”
B: “Äähh”
Eine häufige Alternative ist:
B: “Wir leben unter der Gnade und nicht mehr unter dem Gesetz”. (Info)
A: “Also darf ich deshalb morden, stehlen, ehebrechen, etc.?”
B: “Nein, natürlich nicht”
Der “Rest” verläuft wie zuvor.
Eine weiterer, oft eintretender Verlauf ist:
B: “Ja, es gelten ja noch 9 Gebote, aber Sabbat nicht mehr”
A: “Wo steht in der Bibel, dass der Sabbat aufgehoben wurde?
B: “Jesus hat im Neuen Testament 9 Gebote wiederholt, aber den Sabbat nicht”
A: “Aber der Sabbat ist im NT mehr als 80-fach genannt, dass dieser eingehalten wird”
B: “Nach Jesu Tod gilt dieser nicht mehr”
A: “Jesus ermahnte in Matthäus 24, dafür zu beten, dass die Flucht weder im Winter, noch am Sabbat geschieht. Das trat 70 n.Chr. ein, also lange nach Jesu Wirken”
B: “Aber wir Christen halten den Tag des Herrn, der Sonntag”
A: “Wer hat das festgelegt, wo steht das in der Bibel?”
Hier entscheidet in der Regel die Zughörigkeit einer Kirche den weiteren Verlauf. Ein Katholik hebt meist die Tradition hervor, welche schließlich “mindestens” auf Augenhöhe der Bibel sei. Wobei die “Glaubensabteilung” dieser Kirche selbst betont, dass ihre Traditionen über dem Wort Gottes stünden (Info).
Handelt es sich um einen Lutherisch-Evangelikalen, folgt hier meist ein Ignorieren der letzten Frage mit einem folgenden Zirkelschluss zum Wiedereinstieg:
B: “Die Apostel haben sich an einem Sonntag versammelt”.
Ebenso beliebt:
B: “Der Sabbat ist für den Menschen gemacht und nicht der Mensch für den Sabbat. Jesus ist der Herr auch über den Sabbat und hat diesen selbst gebrochen”.
A: “Ja, stimmt, der Sabbat wurde für den Menschen gemacht und Jesus ist Herr auch über den Sabbat. Worin ist nun die Logik, dass der Sabbat damit aufgehoben sei? Außerdem hat Jesus die Pharisäer-Regeln gebrochen, nicht sein eigenes Gesetz” (Info)
Aber nicht ein Argument begründet oder belegt die Abschaffung des Sabbats, wogegen die Kirche Roms sehr offen und freizügig angibt, den Sabbat auf den Sonntag verlegt zu haben (Info).
Reiner Unwille

Der stetige Unwille (Jeremia 6,16;17, Matthäus 23,37), wider besseres Wissen, führte schließlich dazu, dass Gott den anhaltenden Frevel, trotz unmenschlicher Geduld, dann doch immer wieder beantwortete. So wird es auch wieder passieren, denn das Verwerfen des Sabbats kann weder mit biblischen Aussagen, noch mit “Logik” gerechtfertigt werden. Lediglich mit zähem Unwillen.
Gemäß der “Logik”, man halte den Sabbat nicht (mehr), weil der Auferstehungstag Jesu Christi gefeiert wird, würden folgende Konstellationen ebenso “logisch” sein:
- Wir spenden viel Geld an Bedürftige, deshalb geht der (gelegentliche) Diebstahl durchaus in Ordnung.
- Wir retten vielen Menschen das Leben, deshalb sei das (gelegentliche) Aus-dem-Leben-Befördern kein Problem.
- Wir sind zu unseren vielen Vereinsmitgliedern super-freundlich, daher können die lediglich 2 Eltern verachtet werden
- Wir beten zu Gott regelmäßig, daher sei die gelegentliche Teilnahme an Hindu-Zeremonien völlig okay.
- Standesbeamte schließen unzählig viele Ehen, daher dürfen sie auch ab und zu die Ehe brechen
- Daher: Wir feiern Jesu Auferstehung, daher könne der Sabbat einfach gestrichen werden
Wie gehabt, den Auferstehungstag Jesu Christi am 1ten Tag der Woche zu gedenken, ist weder falsch noch ein Frevel. Wer der Meinung ist, weil Jesus als 12-Jähriger von Seinen Eltern nach 3-tägiger Suche an einem Mittwoch gefunden wurde und deshalb der Mittwoch ein Gedenktag sei, der darf das gerne so handhaben. Das gilt auch für einen mutmaßlichen Dienstag, an dem Jesus Sein erstes Wunder (Wasser zu Wein) vollbrachte. Wer will, kann den Dienstag seinen persönlichen “Jesus-Wunder-Tag” nennen. Aber nichts von diesem hebt das Gesetz Gottes auf, welches in “Artikel 4” beschreibt, den Sabbat, der 7te Tag, heiligzuhalten.
Der ZeitRAUM Sabbat
Der Sabbat, der 7te Tag der Woche, richtete Gott unmittelbar nach 6 Tagen Schöpfung ein. Die krönende Vollendung Seiner Schöpfung, wie dies insbesondere in 2. Moses 20,8-11 betont ist. Der Sabbat ist das Erste, was Gott selig sprach und heiligte (1. Moses 2,2-3). Seine erste Heiligung galt weder einem Menschen, noch einem Ort, auch nicht einem Gebäude, sondern einem Zeitraum.
“Zeitraum”, also “Zeit” und “Raum. In der deutschen Sprache sogar leicht zu erkennen, wie dieser Sabbat angesehen werden sollte. Kein “dreidimensionaler” Raum, sondern der einer Zeit. Hier kann daher eine Analogie zum besseren Verständnis führen. Wer sich aufmacht, um sich in einem gewöhnlichen Ort, einem Gebäude, also innerhalb eines Raumes, mit Gott Gemeinschaft zu führen, wird sich aus diesem Grund innerlich und äußerlich darauf vorbereiten. Ein außergewöhnliches, ganz spezielles Ereignis, den Höchsten zu treffen und mit Ihm zu verweilen. Das leuchtet relativ einfach ein.
Eintreten in den “Sabbat-Raum”

Ebenso ist es mit dem Sabbat. Nicht ein buchstäblicher Raum ist es, sondern eine abgesonderte, geheiligte Zeitperiode, an dem diese Gemeinschaft mit Gott stattfindet. Man betritt mit dem Sabbatbeginn nicht einen Raum mit Wänden, Boden und einer Decke, sondern den ZeitRAUM Seines für den Menschen geschaffenen Sabbats. Daher betonte der Herr auch deutlich, Jesaja 58,13:
“Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, daß du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] des Herrn ehrenwert; wenn du ihn ehrst, so daß du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest;“
Wer käme schon auf die Idee, sich in einer geheiligten Stätte, in Anwesenheit Gottes, so zu benehmen, wie täglich in der Arbeit oder auf der Straße, geschweige auf einem Fest, die Einrichtungen dieser Stätte mit den Füßen zu treten, die Tür zuzuknallen und sich mit anderen Anwesenden über neue Geschäfte zu unterhalten? Ebenso selbstverständlich, wie dies unterlassen wird, werden sollte, gilt dies auch für den ZeitRAUM des Sabbats.
Es wird keine Entschuldigung geben können
Die Heilige Schrift ist eindeutig, klar, unmissverständlich. Weder die 10 Gebote sind aufgehoben, noch der Sabbat storniert worden. Dies nicht zu verstehen, sich wie ein Aal herauswinden zu wollen, ist nichts anderes als der klare Ausdruck des eigenen Unwillens. Dies mangels wahren Glaubens, die unverminderte Verbundenheit zur Welt, der Druck der Mehrheitsmeinung, oder welcher Begründung auch immer, sind allesamt kein Freispruch für die Verweigerung des Gehorsams.
Die größte Gefahr, die einem solchen “Verweigerer” droht, ist die beständige Abwesenheit des Heiligen Geistes. Die “Lästerung des Heiligen Geistes” ist nicht auf “Verfluchen und Schimpfen” beschränkt, sondern betrifft auch die beständige Weigerung, dem Wirken des Heiligen Geistes zu widerstehen. Es kommt der Punkt, an dem der Geist Gottes abzieht, für immer (Info). Aus der ursprünglichen, hartnäckigen Verweigerung, der Stimme des Heiligen Geistes Beachtung zu schenken, wird die dauerhafte Blindheit gegenüber der Wahrheit.
In einem solchen Fall sind Hopfen und Malz verloren. Die Lästerung des Heiligen Geistes ist eine unvergebbare Sünde, wie es Jesus Christus selbst betonte. Dieser Mensch ist bereits jetzt schon verloren.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!
Matthäus 7,21-23
Bibelverse aus Schlachter 2000
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