Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Schöpfungsbericht als Kindergeschichte – Evolution vs. Bibel

Schöpfungsbericht als Kindergeschichte – Evolution vs. Bibel

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Der Schöpfungsbericht der Bibel und die Evolutionstheorie stehen, entgegen der Behauptung so mancher Kleriker, im vollkommenen Widerspruch. Dennoch wird bereits den Kleinen die bis heute nicht bewiesene, sondern nur postulierte Theorie der Schöpfung zwischen dem Urknall und Gegenwart eingetrichtert.

Ein fiktiver Dialog zwischen Opa und Enkelkinder

Wie bereits die Kinder von der Wahrheit weggeführt und den Ideen so mancher zeitgenössischer Philosophien ausgesetzt werden, zeigt ein Beitrag des katholischen Magazins „Die Tagespost„, in dem den Kindern anhand eines fiktiven Dialogs zwischen zwei fragenden Kindern und ihrem Opa die Schöpfung erklärt wird. Ein Musterbeispiel des Vermischens von biblischen Wahrheiten mit dem Gedankengut dessen, der die Menschheit liebend gerne in den Abgrund stürzen will.

Ein „weiser“ Opa erklärt die Schöpfung

Kindergeschichten

Eine Kindergeschichte soll den Kindern die Schöpfung erklären

„Die Erschaffung der Welt“, so der Titel des Beitrages. Gott ist der Schöpfer des Himmels, der Erde und der Menschen, so die völlig richtige Einleitung. Ebenso korrekt ist auch der Hinweis, dass Gott Seine Schöpfung liebt und sich auch wünscht, dass Er von uns Menschen gekannt wird. Was allerdings erstmals ein erstes Erkennen voraussetzte.

In diesem Dialog treffen die Kinder Lilly und Bob auf ihren Opa. Sie wollen ihrem Opa ein Spiel erklären und dieser erinnert sich anhand der Spielregeln an das weltberühmte Bild von Michelangelo Buonarroti, welches noch heute in der Sixtinischen Kapelle in Rom bewundert werden kann. Es ist das Bild „Die Erschaffung Adams“, in dem Gott mit sichtlicher Anstrengung Seinen Finger dem Finger des sehr entspannt wirkenden Adams entgegen streckt. Während Adam in seiner bequemen Lage eher gelangweilt dreinblickt, muss sich Gott offenbar an den (katholischen) Himmelsbewohnern festhalten, um nicht kopfüber vom Himmelsreich in die Tiefe zu stürzen.

Im Menschen sei etwas Göttliches

Nachdem Opa etwas über das Bild erzählte, fragte Lilly nach, warum zwischen den Fingern Gottes und Adams noch eine Lücke verblieben ist. Der Opa glaubt die Antwort zu kennen. Gott, der Schöpfer des Menschen, sei seiner Schöpfung zwar ganz nahe, aber es bestehe noch immer eine gewisse Distanz zwischen beiden. Ein jeder Mensch sei ein sog. „Abbild Gottes“ und deshalb sei im Menschen auch etwas „Göttliches“, so die von der Autorin dem Opa in den Mund gelegten Worte. Dennoch müsse sich ein jeder Mensch darüber bewusst sein, dass sein Leben ein „absolutes Geschenk des Schöpfers ist“.

Der katholische Katechismus anstatt die Bibel

Bereits an diesem Punkt kommt die katholische Irrlehre des „Göttlichem“ im Menschen zu Vorschein. Doch der Mensch, selbst nur aus dem Staub der Erde, nur lebendig aufgrund des Lebens-Odems Gottes und deshalb als lebendiges Wesen die Seele selbst, hat weder etwas Göttliches in sich, noch besitzt dieser eine unsterbliche Seele. Die katholische Kirche weiß es sehr genau, dass das Alte Testament wie auch das Neue Testament den lebendigen Menschen als die Seele als Ganzes beschreibt und der Mensch keine Seele besitzt. (nachzulesen in New Catholic Encyclopedia, Vol. 13, ab Seite 335).

Doch diese Kirche schert sich nicht darum was in der Bibel steht, sondern macht ihr eigenes Ding und erklärt den Menschen als „göttlich“, mit „eigener Vernunft“ versehen und auch mit einer „unsterblichen Seele“ ausgestattet. Gemäß katholischer Lehre trennt sich diese Seele nach dem Tode vom Körper. Also das volle Programm Hellenistischer Philosophie und so ganz nebenbei die drei großen Lügen der Schlange im Garten Eden. Eine offizielle Lehre dieser Kirche gemäß ihres Katechismus. In anderen Worten: Die Kirche Roms vertritt die Schlangenlehre.

„Heilige“ passen immer gut

Um diese These auch noch zu untermauern, bedient sich der fiktive Opa eines katholischen „Heiligen“, namentlich Augustinus. Damit handelt es sich wieder um eine typische, dem Evangelium völlig fremde Eigenart der römisch katholischen Kirche. Verstorbene werden als „heilig“ definiert und auch noch angebetet. Eine Anweisung, die Gebete an die „Heiligen“ zu richten ist u.a. in den Ignatianischen Übungen von Loyola (Hauptgründer des Jesuiten-Ordens und deren erster General-Oberer) zu finden. Diese Visionen setzen natürlich die Irrlehre einer weiterlebenden Seele voraus. Darüber hinaus ist die Anbetung sog. Heiliger eine glatte Missachtung des Ersten Gebotes.

Jesus Christus kommt gar nicht erst vor

Es stimmt, was der fiktive Opa sagt, dass Gott alles aus Seiner uneigennützigen Liebe erschaffen hat. Aber die Behauptung, dass Gott unser Lob nicht brauche, ist schon wieder sehr gewagt. Die katholische Kirche hat auch hinsichtlich der „Reliquien“-Anbetung lt. ihrer offiziellen Lehre das Zweite Gebot einfach entfernt. Kein Wunder, denn dort steht mitunter: „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott“. „Lob“ kann auch in den Worten „Verehrung und Preisung“ ausgedrückt werden. In dem gesamten Beitrag wird Jesus Christus mit keinem einzigen Wort erwähnt. Verwunderlich, denn Er selbst, der eingeborene Sohn Gottes und das Wort Gottes, war der Schöpfer aller Dinge (siehe Johannes 1,1-3). Und immerhin heißt es auch in Johannes 3,16:

„Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Die Schöpfung, der Sündenfall des Menschen und die mögliche Erlösung sind untrennbar miteinander verbunden. Schon erstaunlich, dass Jesus Christus in diesem „Schöpfungsbericht“ völlig untergeht.

Göttliche Eingebungen einer weiteren „Heiligen“

Statt Jesus Christus in den notwendigen Zusammenhang mit der Schöpfung zu bringen, darf wieder eine „Heilige“ herhalten. Dieses Mal eine gewisse „Teresa“. Diese soll gemäß katholischer Überlieferung die Stimme Gottes vernommen haben, mit dem Hinweis, Gott wolle die ganze Welt von neuem erschaffen, „nur um ein einziges Mal von uns zu hören, dass wir ihn lieben“, so der fiktive Opa.

Der Widerspruch folgt sofort

Diese Aussage steht nach nur „wenigen Atemzügen“ im krassen Widerspruch zur vorherigen Aussage, Gott brauche unser Lob nicht. Nun wolle Gott die Welt neu erschaffen, was eine vorherige Zerstörung impliziert, nur damit der Lob in Form von ausgedrückter Liebe zu vernehmen ist. Damit kann es gar nicht so unwichtig sein, gemäß dieser widersprüchlichen Darstellung.

Wer die Bibel selbst in die Hand nimmt und die geschilderten Abläufe in den Büchern Daniel und Offenbarung liest, kommt sehr schnell darauf, dass die Erde tatsächlich zerstört werden wird. Nicht jedoch wegen der Hoffnung auf erwiderter Liebe, diese ist nach den „Kriterien“ auf der neuen Erde ohnehin selbstverständlich, sondern aufgrund der Gottlosigkeit, des Heidentums, des vollständigen moralischen Zerfalls, also vollkommenen Sündhaftigkeit der Menschen. Zu Ende der Zeit wird es sein wie zu Noahs Zeiten. Eine klare Ansage.
Es mag durchaus sein, dass diese Teresa eine Stimme vernommen hat. Aber da die darin vernommene Botschaft im Widerspruch des unveränderlichen Gottes steht, ist damit der „Geist“ bereits überprüft und kann getrost verworfen werden.

Schöpfung bestehe aus 2 Erzählungen

Der fiktive Opa kommt nun unmittelbar zur Schöpfung. Er erzählt Lilly und Bob, wie Gott gemäß der Bibel die heutige Welt binnen 7 Tagen erschuf. Wie aber aus der einheitlichen Schöpfungsgeschichte zwei Erzählungen gemünzt werden können, bleibt jedoch ein Rätsel. Zumindest ordnet der Opa die Schöpfung des Menschen, also Adam und Eva, in eine zweite Erzählung ein. Dabei wurden beide während der 7 Schöpfungstage am Tag 6 erschaffen. Vermutlich wollte der fiktive Opa vermeiden, den 7. Tag als den von Gott selig gesprochenen und geheiligten Tag anzusprechen (1. Mose 2,3-4). Dieser 7. Tag ist schließlich der Sabbat und gilt bis heute. Doch auch zu diesem Punkt hat die katholische Kirche ihre eigenen Vorstellungen, welcher mit sehr großer Sicherheit ein Konfliktpunkt bis zum finalen Ende bleiben wird.

Biblischer Schöpfungsbericht sei nur allegorisch

Schöpfungserzählung

Wissenschaft steht über biblische Aussagen – Wort Gottes nur ‚Geschichten‘

Die kleine Lilly hakt nach, denn sie hat offenbar schon lernen müssen, dass sich die heutige Welt im Rahmen der Evolution über einen langen Zeitraum entwickelt haben soll. Das stünde ja im Widerspruch mit dem Schöpfungsbericht und den 7 Tagen. Doch auch hier hat der fiktive Opa eine Antwort. Er bestätigt die über viele Millionen Jahre abgelaufene Evolution. Die Autoren der Bibel wollten auch gar keine „wissenschaftliche Darstellung von der Erschaffung der Welt schreiben“, so der Opa. Die Evolutionstheorie widerspreche dem Glauben an Gott überhaupt nicht. Der sog. „Big-Bang“, also der Urknall, gilt heute bei vielen Wissenschaftlern als der Anfang der Welt und dieser stehe lt. Papst Franziskus nicht im Widerspruch zum göttlichen Schöpfungsplan.
In diesem Zuge erwähnt der „weise“ Opa gleich stolz den Urheber der Urknall-Theorie. Das war der katholische Priester Georges Lemaître, ein Belgier.

Opas Wissenschaft ist sogar veraltet

Mit der genaueren Erklärung, die Welt sei vor rund 14 Milliarden Jahren in einem winzigen Raum zusammengepresst worden, bedient sich der fiktive Opa einem veralteten „Wissensstand“. Diese Version ist längst überholt. Die sog. Wissenschaft ist längst drauf gekommen, dass dieser winzige Punkt aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten (Entropie) niemals existieren konnte. In dieser Verlegenheit formulierten die „Wissenschaftler“ längst eine neue These. Die aktuelle Version lautet also nicht „winziger Punkt“, sondern „das Nichts“.

Mit der „Unmöglichkeit“ der Urknall-These folgt auch gleich die völlige Unmöglichkeit der Evolutionstheorie. Unabhängig von der Schöpfungsgeschichte der Bibel ist der beschriebene Ablauf der Evolution völlig ausgeschlossen. Dies nicht aus philosophischen Gründen, sondern aus handfesten Argumenten der Wissenschaft selbst. Daher ist die Aussage des fiktiven Opas, „dennoch wird die Frage, ob ein Schöpfer unseren Planeten gestaltet hat, oder ob er zufällig entstanden ist, wissenschaftlich nie beantwortet werden können“, grottenfalsch.

Allein die Ideen-Quelle ist suspekt

Im Bezug zum Schöpfungsbericht erklärt Papst Franziskus die Bibel (das Wort Gottes!) für unglaubwürdig und Gott gleich als einen Lügner dazu. Was der „Opa“ nicht erwähnte ist, dass Georges Lemaître ein Jesuit war, ebenso wie der derzeit amtierende Papst. Ein Orden, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, keine hohen Ämter oder Positionen anzustreben. Aber: „Der Zweck heilig die Mittel“.

Mit der Annahme der Evolutionstheorie als seinen persönlichen Glauben (nichts anderes ist dies) wird nicht nur der Schöpfungsbericht der Bibel verworfen, sondern auch der Sabbat, der Sündenfall, der Erlösungsweg und der Sinn und Zweck des Opfertodes Jesu. In einem solchen Fall wird dies ein bitteres Ende nehmen.

Jesus warnte eindringlich

Mühlstein

Jesus Christus gab dem Mühlstein eine weitere Verwendung

Eine Zustimmung gibt es noch zu einer Aussage des fiktiven Opas: „Es bleibt immer eine Frage des Glaubens“. Stimmt. Entweder glaube ich der Evolutionstheorie oder ich glaube dem Wort Gottes.
Der „eingefleischte“ Katholik steht hier jedoch vor einem Dilemma. Die römisch Katholische Kirche definiert sich selbst als „die Kirche Gottes auf Erden“ und erhob neben weiteren zahllosen Blasphemien auch gleich den Katechismus über die Bibel. Lt. dem Kirchengesetz ist ein jeder Gläubige gegenüber der Kirche dem absoluten Gehorsam verpflichtet, unter Androhung von entsprechenden Sanktionen. Welche Folgen dies vor allem im „Finsteren Mittelalter“ haben konnte, dürfte eigentlich weithin bekannt sein.

Dennoch noch zwei Aussagen der Bibel, auch wenn diese für den Katholiken womöglich als irrelevant erscheinen.
Paulus schrieb an die Gemeinde in Rom einen Brief mit dem Hinweis in Römer 1,20:

„denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.“

Der im gesamten vom katholischen Magazin dargelegten „Schöpfungsbericht“ mit keiner Silbe erwähnte Jesus Christus sprach bezüglich der an die Kinder gerichteten Lehren eine eindringliche Warnung aus, so in Matthäus 18,6:

„Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, daß ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“

Bibelverse aus Schlachter 2000

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