Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Rettung Demokratie – Römische Kirche gibt sich politisch unerfahren

Rettung Demokratie – Römische Kirche gibt sich politisch unerfahren

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Die römisch-katholische Kirche gibt sich in gezeigter Scheue als unerfahren in politischen Belangen. Da die Demokratie unter Beschuss stehe und gerettet werden müsse, sehe sich Rom nun dazu berufen, eine helfende Hand zu reichen. Zum Wohle der Menschheit versteht sich.

Demokratie – Ein wertvolles Gut

Die Demokratie ist ein wertvolles Gut unserer Gesellschaft. Das nicht nur Mitbestimmungsrecht, sondern per se das Bestimmungsrecht des Volkes eines Landes über die eigenen Regeln und Gesetze war mit Abstand in der größten Periode der Menschheitsgeschichte nicht vorhanden. Eine Errungenschaft, die erst mit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Französischen Revolution einen Anfang erhielt.

Rostkrone

Demokratien lösten die Monarchien ab

Auf offizieller Ebene sind die Monarchien als herrschende Klasse ad acta gelegt worden. Doch selbst an dieser Stelle war nach den Umstürzen die Demokratie noch längst keine Selbstverständlichkeit. Während die einen Länder die Demokratie einführten, waren die Rebellionen-Führer anderer Länder ganz anderer Ansicht und folgten den Ideal-Vorstellungen der Frontmänner Marx und Engels.

Die erkämpfte Demokratie bröckelt

Heute scheint die Demokratie in vielen Ländern wieder gefährdet zu sein. Überall sind Angriffe auf die Demokratie zu erkennen, vor allem von „Rechts“. So zumindest die Perspektive derjenige, die sich weit links von der Mitte befinden und das Buch „Das Kapital“ zu ihren gelesenen Standardwerken zählen.

Ob nun „Alt-Hegelianer“ oder „Jung-Hegelianer“, beide spielen innerhalb der Maschinerie des gegenseitigen Aufreibens eine gewichtige Rolle. „Entscheidend ist, was hinten rauskommt“, so wie es einst ein ebenso gewichtiger deutscher Kanzler formulierte.

Geschickte Ablenkung ist die halbe Miete

Magisch

Die Blicke müssen von der Wahrheit abgelenkt werden

Das altbewährte Rezept „Haltet den Dieb!“ findet auch im politischen Alltag ausgiebige Anwendung. Mit allen verfügbaren Fingern zeigt man auf den erklärten Feind der Demokratie und selbst ist man vollen Kräften dabei, dieses politische System an allen Ecken und Enden selbst zu zerlegen, bzw. zu zersetzen, um es im genossenschaftlichen Fachjargon auszudrücken.

Wer in diesem üblen Spiel auch nur eine kleine aktive Rolle innehat, wird final ein Problem haben, denn das Spiel gemäß Hegel’sche Dialektik kennt am Ende in beiden Gruppen nur Verlierer, während der eigentlich erklärte Feind ganz woanders zu finden ist (Info).

Katholische Kirche – „Demokratisches Urgestein“

Ein Treppenwitz der Geschichte ist, dass sich heute ausgerechnet jene zu den größten Verteidigern der Demokratie erklären, denen das demokratische Prinzip von Geburt an völlig wesensfremd ist. Selbst innewohnender Totalitarismus, nach außen hin gut 1.700 Jahre totalitär regiert und alle abweichenden Ansichten mit totalitären Mitteln verfolgt und mit allen erdenklich grausamen Maßnahmen ausgemerzt.

Politik sei eine Herausforderung

Pinocchio

Man muss nicht jede Geschichte glauben – Schon gar nicht vom Vater der Lüge

Der Meister der inhaltslosen Worthülsen und zugleich Erzbischof von München-Freising, Kardinal Reinhard Marx, sorgt sich um die Demokratie. Bei einem internationalen Friedenstreffen in Berlin im September 2023 erklärte der katholische Geistliche, dass er die Demokratie unter Beschuss sehe (Quelle). Demokratie sei kein Selbstläufer, so Marx.

Er forderte die Einbringung der Religionen und Kirchen in einer demokratischen Gesellschaft. „Das ist auch eine Herausforderung für meine Kirche“, so der offenbar völlig Geschichte-vergessene Kardinal. Es handelte sich nicht um eine Stand-up-Comedy Veranstaltung, deshalb muss man davon ausgehen, Marx meinte dies mit Ernsthaftigkeit.

1.700 Jahre politische Dominanz in offizieller Position und seither im Hintergrund tätig, zeugen nicht gerade von einer gewissen Unerfahrenheit auf politischer Ebene. Betonte Kardinal Marx jedoch die Unerfahrenheit seiner Kirche in der Demokratie, hätte sein Satz durchaus Sinn ergeben können. Aber so…

In Kirche Roms steckt Medo-Persien

Die römisch-katholische Kirche, mit ihrer senkrechten Hierarchie, ihren Organisationen der Brüderschaften unterschiedlicher Orden, das Klosterleben, der Priesterschaft bis hin zum Bischof und dem Papst an der Spitze, sind gewiss keine Umsetzung der Ideen aus den Zeiten eines Platon, Aristoteles und Sokrates, sondern eine Kopie der priesterlichen Organisation der Medo-Perser und ihrer Variante des Mithraismus. Eine Philosophie des Heidentums, die sich bis ins römische Imperium erstreckte und in das darauf folgende Papsttum mündete.

Die gelebte „Demokratie“ der Kirche

Vote

Demokratie – Wenn die Stimmen am Boden landen

Die Kirche Roms ist in der Tat erfahren in der Politik, aber gewiss keine Spezialistin der praktischen Demokratie. Die Ferne jeglicher demokratischen Strukturen stellte nun wieder Papst Franziskus unter Beweis. Als Bischof von Rom ist er traditionell der oberste Schafhirte und auch oberster Aufseher der gesamten Kirche. Wenn ihm etwas nicht passt, so bringt er dies nicht zur Debatte in ein „Vatikanisches Parlament“ zur Abstimmung ein, sondern er beseitigt dieses Ärgernis einfach.

Beim Papst in Ungnade gefallen

Um eine Mitra kürzer „posthum“ gemacht hatte kürzlich der Papst den US-Kardinal Raymond Burke. Der bereits in den Ruhestand gesetzte Erzbischof war bis zu seinem Ausscheiden Kardinalpatron des Malteserordens. In den Jahren 2003 bis 2009 war Burke der Erzbischof von St. Louis. Sein Abtritt als Kardinalpatron des Malteserordens erfolgte am 19. Juni 2023 durch die Nachfolgeschaft von Kardinal Gianfranco Ghirlanda. Ein Jesuit, der einst der Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom gewesen ist, die „Bildungsschmiede“ des Jesuiten-Ordens schlechthin.

Die Initiative des Papstes, den Malteserorden kräftig umzukrempeln (Info), war auch Anlass für Ablösung von Kardinal Burke. Dieser hielt sich mit seiner Kritik gegen Papst Franziskus und auch der Initiative der bereits stattgefundenen Weltsynode nicht zurück. Jedoch sind Papst-Kritiker groß an der Zahl, aber nur wenige haben eine derart einflussreiche Position wie der nun geschasste Kardinal Burke. Ein Großkreuzritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und einstiger Kardinalpatron des Malteserordens sind schon eine ordentliche Hausnummer.

Papst Franziskus handelt „undemokratisch“

Papst von hinten

Ungnade beim Papst hat etwas Absolutes

Der Kardinal im Ruhestand machte von sich Reden, als er zusammen mit weiteren Kardinälen an den Pontifex die als „Dubia“ bekannten Fragen zustellte.

Papst Franziskus wendet indessen weitere Mittel an, um den „vorlauten Mund“ Burkes zum Schweigen zu bringen. Mit sofortiger Wirkung wird dem emeritierten Erzbischof das Recht auf eine subventionierte Wohnung und auch ein Gehalt im Vatikan entzogen, wie das Magazin „America – The Jesuit Review“ berichtete (Quelle). Burke sei eine Quelle der „Uneinigkeit“ in der Kirche, so die Begründung für die Maßnahmen.

Scheinbar sind diese Schritte nach einem Fingerzeig Franziskus‘ eingeleitet worden, denn Burke hatte vorab keine Kenntnis davon.

Ein durch und durch undemokratischer Vorgang. Aber so ist eben diese Kirche gestrickt. Das liegt in ihrer Natur, ein Gen seit ihrer Geburt. Eine innere Demokratie verbietet auch ihre interne Struktur einer Monarchie, der „Heilige Stuhl“ und der Vatikan als das konstitutionelle Staatswesen.

Der Wolf im Schafspelz

Die vom Erzbischof Marx mit dem Antlitz eines unerfahrenen, einjährigen Lamms gezeigte Sorge um die Demokratie und seine Vorschläge, wie man dem gegenwärtigen „Beschuss“ begegnen könne, beschreibt lediglich das stetige Heranschleichen dieser Kirche zu ihren einst innehabenden Position. Wer die Feinde der Demokratie anprangert, muss schließlich selbst das Gewand der dicksten Demokratiefreunde tragen. Eben soviel Demokratie, wie einst die Jakobiner mit ihren phrygischen Mützen demonstrierten.

Wie leer auch immer die Worte eines Marx sein mögen, so gut funktioniert er in seiner Rolle als Kardinal der römisch-katholischen Kirche.

Der Übergang zur „Macht Nummer Acht“

Evangelium Studium

Die Bibel erklärt die Geschichte und die Zukunft

Nach der experimentellen Phase von Demokratien, Sozialismus, Kommunismus und anderweitigen Diktatoren und dem gemeinsamen Ziel, die Menschen von der Wahrheit des Evangeliums zu entfernen, folgt so langsam der Übergang in die finale Phase. Ein Wandel der zu „schützenden“ Demokratie in ein offizielles politisches Spielfeld für die Kirche Roms und seinem Pontifex an der Spitze. Das Buch Offenbarung in Kapitel 17 beschreibt diese neu entstehende Macht als die Regierungsform Nummer Acht (Info).

Die heute noch in ihren „hohen Stühlen“ sitzenden Regierungen sind bereits trunken geworden vom süßen Gift-Wein der Hure und werden nach ihrem Aufwachen einen entsetzlichen Kater erleiden müssen. Aber es ist zu spät.

Und die zehn Hörner, die du auf dem Tier gesehen hast, diese werden die Hure hassen und sie verwüsten und entblößen, und sie werden ihr Fleisch verzehren und sie mit Feuer verbrennen.
Offenbarung 17,16

Bibelverse aus Schlachter 2000

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