Papst zu Kirche in Not – Beihilfe für Glieder des “Leibes Christi”

Catholic Help

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Die Religionsfreiheit sei wesentlich und keine Option, so Papst Leo XIV. Der Pontifex bezeichnete diese Freiheit als einen “Eckpfeiler jeder gerechten Gesellschaft”. Ginge man aber nach den Lehrsätzen der Kirche Roms, müsste sich ein jeder “freie Gläubige” irgendwann, irgendwie in der römisch-katholischen Kirche wiederfinden.

Papst spricht vom “Leib Christi”

Am vergangenen Freitag empfing Papst Leo XIV im Vatikan eine Delegation des Hilfswerks “Kirche in Not”. Eine im Jahr 1947 von der römisch-katholischen Kirche gegründete Organisation, welche die weltweite Christenverfolgung im Fokus hat und betroffene Christen Unterstützung leisten will. Organisiert ist Kirche in Not in einer Stiftung päpstlichen Rechts.

In seiner Ansprache betonte das Oberhaupt der römischen Kirche das Recht auf Religionsfreiheit. Keine Option, sondern das Wesen einer jeden “gerechten Gesellschaft”. Der Pontifex bekräftigte, dass die Organisation die verfolgten Gläubigen nicht in Stich lasse, welche als einzelne Glieder der einzigen Familie in Christus angehörten. Daher werde das Leid eines jeden einzelnen “Gliedes des Leibes Christi” von der Kirche mitgetragen (Quelle).

Eigentlich nur Katholiken gemeint

Catechism
Glaubensdiktat KKK

Das muss erst einmal einsortiert werden. “Kirche in Not” bezeichnet sich als ein katholisches Hilfswerk, um Christen unter Verfolgung, Bedrängung und Notleiden weltweit zur Hand zu gehen. Papst Leo ordnet die Christen als ein Glied des Leibes Christi ein. Somit kann es sich gemäß römisch-katholischer Definition ausschließlich um Katholiken der römischen Weise handeln, denn die Kirche selbst sieht sich als der Leib Christi. So eindeutig im katholischen Katechismus beschrieben:

KKK 789:

Der Vergleich der Kirche mit dem Leib wirft Licht auf die innige Verbindung zwischen der Kirche und Christus. Die Kirche ist nicht nur um ihn versammelt, sondern in ihm, in seinem Leib geeint. Drei Aspekte der Kirche als des Leibes Christi sind besonders hervorzuheben: die Einheit aller Glieder untereinander durch ihre Vereinigung mit Christus; Christus als das Haupt des Leibes; die Kirche als die Braut Christi.

KKK795:

Christus und die Kirche bilden somit den „ganzen Christus“ [Christus totus]. Die Kirche ist mit Christus eins. Die Heiligen sind sich dieser Einheit sehr lebhaft bewußt.

KKK820:

Die Einheit „hat Christus seiner Kirche von Anfang an geschenkt, eine Einheit, die nach unserem Glauben unverlierbar in der katholischen Kirche besteht, und die, wie wir hoffen, immer mehr wachsen wird bis zur Vollendung der Zeiten

Daraus folgt, dass sich mit den von Leo genannten Christen, welche ein “Glied des Leibes Christi” sind, nur um katholisch getaufte Menschen handeln müsse. Denn die “Einheit der Kirche” ist ebenfalls eines der Hauptanliegen Roms, das in der Vergangenheit viele Volksgruppen buchstäblich am eigenen Leib erfahren mussten. Zwar “hoch und heilig” postuliert, den katholischen Glauben keinem Menschen aufzwingen zu wollen, aber zwangsläufig intervenieren, wenn die “Einheit der Kirche” als gefährdet angesehen wird.

Katholische Religionsfreiheit

Pope Soap Bubbles
Wenn Papst über Religionsfreiheit spricht…

Was die römisch-katholische Kirche als Religionsfreiheit versteht, hat weniger etwas mit wirklicher Freiheit als mit einem klar abgesteckten Rahmen zu tun. Man darf glauben, was man möchte, ja, aber dies nur innerhalb der Verträglichkeit für das Allgemeinwohl. Ganz im Sinne der Einheit, sind “spaltende Kräfte” innerhalb der “einzig wahren Familie Christi” rigoros abzulehnen, gar zu bekämpfen. Und schon ist es vorbei mit der Freiheit.

Wer bestimmt, was der Allgemeinheit zum Wohle gerät? Das ist der “moralische Apostel” in Rom. Mehr über die “Religionsfreiheit” gemäß römischer Kirche – hier.

Wie so oft, blumig verpackte, christlich aussehende Worthülsen, welche dem römisch-katholischen Narrativ entsprechen, nicht aber dem Evangelium. Alles wie gehabt.

Kirche sei Tempel des Heiligen Geistes

Weil’s gerade passt: Ganz zum Widerspruch der Bibel bezeichnet sich die Kirche auch als der “Tempel des Heiligen Geistes”, so in KKK 797:
„Was unser Geist, das heißt unsere Seele, für unsere Glieder ist, das ist der Heilige Geist für die Glieder Christi, für den Leib Christi, die Kirche“ (hl. Augustinus, serm. 268, 2). „Diesem Geist Christi als dem unsichtbaren Prinzip ist zuzuschreiben, daß alle Teile des Leibes sowohl untereinander als auch mit ihrem erhabenen Haupt verbunden sind, da er ganz im Haupt ist, ganz im Leib, ganz in den einzelnen Gliedern“ (Pius XII., Enz. „Mystici Corporis“: DS 3808). Der Heilige Geist macht die Kirche zum „Tempel des lebendigen Gottes“ (2 Kor 6, 16)”

Während der Katechismus sich dem Vers 16 aus 2. Korinther 6 bedient, schadet es nicht, auch 1. Korinther 6,18-19 aufzuführen:
Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört?

Nicht die Kirche, bzw. die Institution ist der Tempel des Heiligen Geistes, sondern der Körper eines jeden individuellen Menschen. Ein “kleiner, aber feiner Unterschied”.

Dann lieber ein “Splitter” bei Jesus Christus

Offene Bibel
Nur was in Bibel steht, zählt

Wenn das Kirchenoberhaupt von Spaltung spricht, dann nur im Sinne der Abspaltung von der römisch-katholischen Doktrin, bzw. dem gerade nützlich erscheinenden Narrativ. Wenn jemand Keile in die Gesellschaft eintreibt, darin überall Gräben zieht und Brandmauern aufstellt, dann sind es die “Macher” der römischen Kirche. Splitter lassen sich viel bequemer in Obhut bringen, als ein Bollwerk aus größeren, der Kirche abgeneigten Gruppierungen.

Diese angestrebte Einheit für alle Menschen im Dunstkreis der römisch-katholischen Kirche wird allerdings nicht zur Vollendung kommen. Wer am Wort Gottes festhält und auch Seinen Gesetzen treu bleiben wird, gerät damit völlig automatisch auf die “Abschussliste” dieser römischen Kirche. Das liegt in der Natur der Sache. Denn diese Einheit ist nichts anderes als eine zentral organisierte Rebellion gegen Gott. Dann lieber den Worten Jesu nachfolgen, mit allen Konsequenzen:

Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein.
Matthäus 10,34-36

Bibelverse aus Schlachter 2000

Papst zu Kirche in Not – Beihilfe für Glieder des “Leibes Christi”
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