Papst Leo XIV hielt eine Rede vor Vertretern der Politik und forderte diese dazu auf, im politischen Alltag, insbesondere bei der Gesetzgebung, das Naturrecht gemäß römisch-katholische Soziallehre umzusetzen. Hierzu erklärte der Pontifex, dass das Naturrecht schließlich von Jesus Christus an die Menschen gelehrt worden sei. Eine glatte “Nicht-Wahrheit”.
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Leo XIV bekräftigt Naturrecht
Das Naturrecht ist der eigentliche Kern der Lehre über die zwischenmenschlichen Beziehungen der römisch-katholischen Kirche. Nicht das Evangelium, sondern die Philosophie des antiken Hellenismus bestimmte, wie das Ideal des Menschen auszusehen habe. Papst Leo XVI, ohnehin bekennender Nachfolger des ersten “Sozial-Papstes” Leo XIII und seine Enzyklika “Rerum Novarum”, bekräftigte bei seiner Rede vor einer Delegation von Politikern im französischen Val de Marne, im Großraum von Paris, das Naturrecht als Fundament nicht nur des Glaubens, sondern auch als Ausgangspunkt für politische Entscheidungen. (Quelle)
Multi-Heil Jesu Christi
Der Tod und die Auferstehung Jesu habe demnach sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens betroffen, so Leo XIV. Das dadurch erlangte Heil umfasse “Kultur, Wirtschaft und Arbeit, Familie und Ehe, Achtung der Menschenwürde und des Lebens, Gesundheit, Kommunikation, Bildung und Politik.” Aus diesem Grund könne das Christentum nicht nur auf eine einfache “private Frömmigkeit reduziert” werden, sondern betreffe die von der Liebe Gottes geleitete Lebensweise innerhalb der Gesellschaft.
Papst Leo forderte die anwesenden Politiker dazu auf, den Glauben zu stärken. Dies gelte ganz besonders für das Studium der [römisch-katholischen] Soziallehre, “die Jesus der Welt lehrte.” Der Pontifex sieht die Politiker in der Pflicht stehen, bei der Ausführung derer Pflichten und bei der Ausarbeitung von Gesetzen die Soziallehre in die Praxis umzusetzen. Das Naturrecht stehe im Einklang mit der menschlichen Natur, so Leo, und können auch von Nicht-Christen sowie von Nicht-Gläubigen anerkannt werden. Mit dem Naturrecht handelte es sich um eine “Heilslehre”, welche für das Wohl eines jeden Menschen und der Schaffung einer friedlichen, harmonischen Welt im Wohlstand und in der Versöhnung sorgen könne.
Naturrecht anstatt Evangelium

Papst Leo XIV hatte somit erneut Gelegenheit, die religiös-politischen Träume seiner Kirche bzw. des “Heiligen Stuhls” einer politischen Delegation näherzubringen. Mit Politikern in Frankreich war der Pontifex ohnehin mit Vertretern der “ältesten Tochter der Kirche” in vertrauter Runde. Ein Erbe aus Ende des 5ten, Anfang des 6ten Jahrhunderts, nachdem die Kirche ihren getreuen Knechten, den Merowinger Chlodwig I (um 466-511), zum “ältesten Sohn der Kirche” ernannte.
Der Frankenkönig konvertierte zum Katholizismus und war mit seiner militärischen Schlagkraft äußerst behilflich, dem Papsttum zu politischer Macht zu verhelfen. Mit Papst Vigilius (Pontifikat 537 bis 555) war der Startpunkt gesetzt, an dem das “dunkle Mittelalter” der (kirchlichen) Tyrannei begann.
Damit bekräftigt das Papsttum erneut den längst beschrittenen Weg. Die Politik solle die Richtlinien der “Theologie” der römisch-katholischen Kirche in die Praxis umsetzen. Diese “Heilslehre” basiert jedoch auf dem Naturrecht und nicht auf dem Evangelium, und war schon gar nicht die Lehre Jesu Christi, wie es der Pontifex aus dem “blauen Himmel herab” erzählte. Mit dem Naturrecht handelt es sich um eine Philosophie der Antike und wird in der Regle bei den “Denkern” des alten Griechenlandes festgemacht.
Plato und Aristoteles sind hierzu bekannte Figuren. Gräbt man aber etwas weiter, findet man sich über den Umweg nach Ägypten beim heidnischen Babylon wieder. Das Naturrecht ist im Prinzip nichts anderes als der “intellektuell aufbereitete” Polytheismus und Pantheismus des heidnischen Babylon (Info).
Leos Ausflug ins Fantastische


Ein Ableger dieses Naturrechts ist das Ende des 18ten Jahrhunderts, im Zuge der Französischen Revolution erstmals ausgerufene Menschenrecht. Ein Regelwerk des Humanismus aus der Vernunft und der eigenen Moral des Menschen. Für die “humanen Ohren” sehr wohlklingend, aber dem Evangelium in seiner Gänze feind (Info).
Jesus Christus lehrte mitnichten das Naturrecht, weder im Gesamten, noch in einzelnen Auszügen. Auch war Sein Tod und Seine Auferstehung, Sein Wirken während Seiner 3,5-jährigen aktiven Zeit als Mensch kein “Appell” an die Menschheit, Kultur, Wirtschaft, Arbeit, Kommunikation, Bildung und schon gar nicht Politik dem “natürlichen Recht” anzugleichen. Das Heil, wie es Papst Leo XIV behauptete, brachte das Erlösungswerk Jesu diesen gesellschaftlichen Aspekten ebenfalls nicht.
Das hätte man durchaus beobachten und auch in Aufzeichnungen nachprüfen können. Jesus Christus kam in diese Welt, um den Menschen zu retten. Wovon? Von seiner Sünde. Was hilft es, wenn das “Allgemeinwohl” zufrieden ist, sofern man dieser Fiktion etwas Lebendiges unterstellte, aber der einzelne Mensch, das eigenverantwortliche Individuum, unrettbar verloren geht?
Lukas 19,10:
“denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“
1. Timotheus 1,15:
“Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.“
Naturrecht & Evangelium inkompatibel
Das Evangelium beschreibt, dass das Gesetz Gottes in die Herzen der Menschen gelegt wurde. Der “Naturrechtler” bezeichnet dies als die “vernünftige Moral” des Menschen. Obgleich sich aber die Interpretation dieses Naturrechts durch die römische Kirche vom Gesetz Gottes deutlich unterscheidet. So bestehe gemäß Kirche für jeden bedürftigen Mensch das Recht, seinen Bedarf vom Habenden zu nehmen. Schließlich stünden alle Güter, ob natürlich oder hergestellt, einem jeden Menschen gleich zu (“kommunistisches Manifest”). Das Evangelium bezeichnet dieses Wegnehmen allerdings als Diebstahl.
Als ein vermeintlich schlagkräftiges Argument für das “gottgewollte Naturrecht” ist die Erkenntnis auch eines Nicht-Christen, dass Mord- und Totschlag etwa sehr Böses ist. In diesem Fall besteht sogar eine Übereinstimmung. Aber im unterschiedlichen Umgang mit Diebstahl wiederum nicht. Und wie sieht es mit dem Vierten Gebot aus, dem Sabbat-Gebot? Ist dies auch so selbstverständlich im “Naturrecht-Herzen” des Menschen verankert?
Hierzu hatte die Kirche Roms schon zu ihrer Entstehungszeit Hand angelegt und stattdessen den Sonntag als zu ehrenden Tag definiert (Info) und diesen Tag auch als “Tag des Herrn” bezeichnet.
Hierzu auch Jakobus 2,10:
“Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“
Jesus wollte keinen Weltfrieden erwirken

Auch kam Jesus Christus nicht in diese Welt als großer Stifter des Weltfriedens, sondern um das exakte Gegenteil dessen zu erwirken, was das Papsttum im Geiste eines Nimrods tatsächlich erzielen möchte, Matthäus 10,34-36:
“Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein.”
Das Papsttum will die Einheit aller Menschen erreichen, in Geiste des Naturrechts und im Rahmen einer “inkludierten Menschheitsfamilie”. Jesus Christus brachte dagegen das Schwert zur Trennung. Die Trennung zwischen jenen, die aus Gott geboren sind und damit als Licht in dieser Welt das Evangelium hochhalten und jenen, die in ihrer Gottlosigkeit verharren, vom Heidentum nicht ablassen, bzw. verwundert dem das Naturrecht lehrende Tier erstaunt nachsehen und diesem Gehorsam leisten wollen.
Prophetieerfüllung – Schritt für Schritt

Offenbarung 13 beschreibt es (eigentlich) deutlich. Das erste Tier (aus dem Meer) erhielt Thron, Kraft und große Vollmacht vom Drachen (Satan). Selbst betet dieses Tier den Drachen an und die Menschen beten den Drachen und das Tier an. Das zweite Tier (aus der Erde) wird dem ersten Tier ein Bild errichten. Konkret, die Dinge global in die Praxis umsetzen, welches das erste Tier umzusetzen wünscht. Alle Drei, der Drache, das Tier und der falsche Prophet ergeben das anti-typische Babylon unserer Zeit (Info).
Daher ist es eigentlich sehr spannend mitzuerleben, wie die im Buch Offenbarung angekündigten Konstellationen sichtbar Realität werden. Auf dem “Alten Kontinent” wird wie gehabt die römische Kirche wieder die sichtbare Dominanz innerhalb einer Gesellschaft mit einem erneuten Kirchenstaat des Mittelalters einnehmen. Den lokalen Part auf dem “Neuen Kontinent”, wie auch für den “Rest” der Welt, werden die USA durch ihre aufstrebende Macht der sog. “nationalen Christen” bzw. “Evangelikalen” übernehmen. Der restlos abgefallene Protestantismus, welcher das in Rom gesungene Lied im Rausch der eigenen Machterlangung einfach nur nachträllert (Info).
Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen, und die sein Bild anbeteten; die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
Offenbarung 19,20
Bibelverse aus Schlachter 2000








