Papst Franziskus fordert zur Verkündigung Evangelium auf

Catechism

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Mit einer Ansprache während der Generalaudienz hat Papst Franziskus seine vermeintliche Nähe zum Evangelium verkündet. Er forderte alle Christen dazu auf, das Wort Gottes zu teilen. Ob es sich aber um den wahren Gott der Bibel handelte, steht auf einem anderen Papier.

Papst fordert die „Offenheit zum Evangelium“

Papst Franziskus hatte am Mittwoch während seiner Generalaudienz verkündet, dass der Christ offen sein müsse für „das Wort Gottes und für den Dienst an anderen“ (Quelle CNA). Das klingt erstmal direkt nach Evangelium, wenn diese Aussage so stehen gelassen wird. Dieser Satz wäre allerdings nicht vom Pontifex der römisch-katholischen Kirche ausgesprochen worden, wenn sich im Kontext nicht irgendwo eine Bärenfalle, Fuß-Schlinge oder Falltüre befinden würde.

Der Papst setzte noch einen obendrauf und ermahnte, dass die Offenheit für eine „authentische Verkündigung des Evangeliums“ die Pflicht für jeden Christen sei. Eine Mentalität der „Abgeschlossenheit“ widerspreche der zentralen Botschaft des Evangeliums und ermögliche es den Menschen, „in ideologische Denkweisen zu verfallen“.

Eine Handlung wird plötzlich metaphorisch

Papst Franziskus
Der Papst sieht das Metaphorische dort, wo es passt

„Verschlossene Christen haben immer ein schlechtes Ende, denn sie sind keine Christen, sie sind Ideologen, Ideologen der Abschottung“, so der Pontifex.
Er begründet dies anhand des Berichts im Markus-Evangelium, worin Jesus Christus einen Taubstummen heilte (Markus 7,31-37). In Vers 34,
Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm: Ephata!, das heißt: Tu dich auf!„,
verwendete Jesus Christus das Wort „Ephata“ und wie es der Vers selbst erklärt, bedeutet dies „tu dich auf“. Der Papst interpretiert dies als „öffnen“. Dieses „Ephata“ sei daher an uns alle gerichtet, damit wir uns öffneten, so der Papst. Diese Heilung des Taubstummen sei metaphorisch zu verstehen. Gott wolle damit mitteilen, dass „jemand, der gegenüber dem Wort Gottes taub ist, stumm ist, wer das Wort Gottes nicht mitteilt“.

Spricht der Papst vom reinen Evangelium?

Natürlich kann man, sofern man nur will, die eine von Jesus Christus durchgeführte Heilung wörtlich verstehen und eine andere wiederum als metaphorisch erklären, wenn es eben gerade am besten passt. Aber die „Bärenfalle, Fuß-Schlinge und Falltüre“ war bereits in der Ausführung zum „verschlossenen Christen“ zu sehen.

Es ist richtig, dass der wahre Nachfolger Jesu Christi dazu aufgerufen ist, das Evangelium an andere Menschen weiterzutragen. Der wahre Nachfolger muss aber erst gar nicht dazu aufgerufen, bzw. motiviert zu werden. Er tut dies von sich aus, durch den eigenen Antrieb, dank des wirkenden Heiligen Geistes. Sollte dies ausbleiben, dann müsste an dieser Stelle die Ernsthaftigkeit der Nachfolgeschaft Jesu Christi hinterfragt werden.

Ebenso wichtig ist Unterscheidung zwischen der Berufung zum Evangelium und der Berufung zum römisch-katholischen Katechismus. Das Evangelium als Maßstab schließt den Katechismus der Kirche Roms automatisch aus. Denn die römisch-katholische Kirche hat ihre ganz eigene Philosophie zur Bibel. Das belegt die Aussage von Papst Pius XII. am 22. Mai 1934.

Kirche Roms ändert willkürlich das Evangelium

Letter-Pope-Pius-XII-Bible-Catechism-excerpt

Bezüglich des Wechsels von der Einhaltung des jüdischen Sabbats zum christlichen Sonntag möchte ich Sie auf die Fakten aufmerksam machen:

(1) Dass Protestanten, die die Bibel als einzige Glaubens- und Religionsregel akzeptieren, auf jeden Fall zur Einhaltung des Sabbats zurückkehren sollten. Die Tatsache, dass sie es nicht tun, sondern im Gegenteil den Sonntag begehen, verdummt sie in den Augen jedes denkenden Menschen.

(2) Wir Katholiken akzeptieren die Bibel nicht als einzige Glaubensregel. Neben haben wir die lebendige Kirche, die Autorität der Kirche als die uns führende Leitung. Wir sagen, dass die Kirche, die von Christus gegründet wurde, die Menschen lehrt und durch das Leben führt, das Recht hat auf Veränderung die Zeremonialgesetze des Alten Testaments und daher akzeptieren wir ihre Änderung des Sabbats zum Sonntag. Wir sagen ganz offen: „Ja, die Kirche hat diese Änderung vorgenommen, sie hat dieses Gesetz gemacht, so wie sie auch viele andere Gesetze erließ. Zum Beispiel die Freitagsabstinenz, das ehelose Priestertum, die Gesetze über Mischehen, die Regelung katholischer Ehen, und tausend andere Gesetze.“

(3) Wir sagen auch, dass von allen Protestanten die Siebenten-Tags-Adventisten die einzige Gruppe sind, die richtig argumentiert und mit ihren Lehren im Einklang steht. Es ist immer etwas lächerlich zu sehen, wie die protestantischen Kirchen auf der Kanzel und in der Legislative die Einhaltung des Sonntags fordern, von dem es in der Bibel nichts gibt.

Es ist das „katholische Evangelium“

Catechism
Nicht die Bibel zählt – Der Katechismus ist Wegweiser

Alleine an diesen Aussagen von Papst Pius XII. kann man sehr gut erkennen, dass die es römisch-katholische Kirche mit den Worten Gottes und Seinen Satzungen nicht sehr genau nimmt und den Menschen ihre ganz eigenen Regeln aufdrücken möchte.
Dies muss auch als Hintergrund für die Bewertung der Aussage von Papst Franziskus genommen werden, um die Qualität seiner „Offenheit zum Evangelium“ zu beurteilen. Der katholische Katechismus lehrt „geradeaus“ die 3 Lügen der Schlange im Garten Eden als offizielle Doktrin (Info). Dies nur als ein Beispiel „auf die Schnelle“.

„Ideologisches Denken und Abgeschlossenheit“

Wer ausschließlich dem Evangelium nachfolgt, wird, so wie es Papst Pius XII. richtig formulierte, auch ausschließlich die Gesetze Gottes befolgen und nicht den Regeln der römisch-katholischen Kirche. Eine Verkündigung des „katholischen Evangeliums“ verbietet sich daher automatisch. Und dazu gehört auch die vom Papst geforderte „Offenheit“.

Es liegt daher sehr, sehr nahe, dass diese Verschlossenheit gegenüber den Interpretationen und Verkündigungen der Kirche Roms und ihren am Rockzipfel hängenden Töchtern als „Abgeschlossenheit“ und „ideologisches Denken“ bewertet wird. So etwas darf natürlich im Sinne der „vereinten Christenheit“ nicht geduldet werden, versteht sich.

Ideologen und Fundamentalisten

Das Festhalten am Wort Gottes, so wie es geschrieben steht, nur so und nicht anders, ist Fundamentalismus. In den vergangenen Jahren betrieb man viel medialen Aufwand, um das Bild eines Fundamentalisten als einen mit explosiven Gürtel behangenen Amokläufer darzustellen. Das ist aber kein Fundamentalist, das ist einfach nur ein Irrer.

Die Ausgrenzung und Diffamierung von „Ideologen“ und Fundamentalisten ist schon seit Jahren im Gange. Derartige Töne sind schon längst aus den Reihen der zurückgekehrten Töchter Roms verlautbart worden. Allen voran vom damaligen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Bischof Weber, im Jahr 2009. Anlass war das Jubiläum „30 Jahre ACK Sachsen-Anhalt“ am 07. März sowie die Mitgliederversammlung am 11. März 2009 in Berlin (Quelle)

Weber erklärte den Fundamentalismus, also die Gläubigen, die sich an das geschriebene Wort Gottes halten, als eine „ignorante Gegenbewegung gegen den Modernismus“. Die Haltungen dieser Leute sei nicht diskutierbar. Der Bischof erklärte Fundamentalisten, unabhängig von ihrer Religion, als gefährlich. Diese könnten oder wollten die Antworten anderer nicht akzeptieren.
Fundamentalisten vertreten demnach folgende vier (vermeintliche) Wahrheiten:

  • die Heilige Schrift ist buchstäblich unfehlbar

  • moderne Technologie und Wissenschaft seien nichtig, wenn sie dem Bibelglauben widersprechen

  • nur der fundamentalistische Standpunkt sei ein Merkmal des echten Christen

  • ein selektives Dementi des modernen politischen Grundsatzes der Trennung von Kirche und Staat

Der damalige ACK-Vorsitzende betonte zudem, dass die Charta Oecumenica die angeschlossenen Kirchen zu „größtmöglicher Gemeinsamkeit in sozialer und öffentlicher Verantwortung“ auffordere. „Sie verpflichtet uns zu gemeinsamer Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.“
Außerdem dürfe es bei der ACK keine Einfallstore für derartige Fundamentalisten geben, die z.B. den Bericht der 7-tägigen Schöpfung für wahr halten (Kreationismus).

An dieser Stelle sei auch ein ACK-Funktionär daran erinnert, dass die römisch-katholische Kirche und die lutheranischen Kirchen in den USA gemeinsam erklärten, dass die Kirche nicht abfallen könne („Declaration on the Way“, Position 9 – Info). Das bedeutet nichts anderes als die sich selbst zugeschriebene „Unfehlbarkeit“.

Ausgrenzung – Dämonisierung – Verfolgung

Wer sich die Satzungen, Vereinbarungen und gesetzten Ziele der Charta Oecumenica ansieht, stellt fest, dass auch diese Bewegung wie die Kirche Roms selbst dem Evangelium direkt gegenübersteht (Info). Unterm Strich bedeutet diese Ökumene im Zeichen des „Modernismus“ eine organisierte Rebellion gegen Gott und Seinen Satzungen. Dies bedeutet folgerichtig auch die finale Nachstellung der „Fundamentalisten“ und „abgeschlossenen Ideologen“, die sich dieser Rebellion aufgrund ihrer Treue zu Gott nicht anschließen wollen und auch nicht werden.

Konformität
Der Bibel-Treue wird schon in Kürze „das Böse“ sein

Die vom Papst Franziskus geforderte Offenheit zum Evangelium kann getrost abgehakt werden. Er meint nicht das geschriebene Wort Gottes, sondern die Doktrin aus seinem eigenen Haus. Denn der Pontifex selbst bezeichnete die „Evangelisierung unter Gläubigen“ als eine „Todsünde“ (CNA, 11. Mai 2018) und sprach den Menschen, die andere bekehren wollten, die Gefolgschaft Jesu ab (Swarajya, 25. Dezember 2019). Diejenigen, die behaupten, die Wahrheit des Evangeliums zu vertreten, waren für die Kirche schon immer eine Bedrohung, so der Papst lt. America – Jesuit Review am 23. Juni 2021 1)

Die Ausgrenzung der „Fundamentalisten“ ist bereits praktiziert. Der Pontifex der Kirche Roms kleidet diese Praxis wie gewohnt in wohlklingende Worte. Die Dämonisierung der Bibel-treuen Menschen beginnt gerade. Die Nachstellung wird folgen. Dies werden aber die letzten Handlungen dieser von Rom, im Geiste des Nimrods geleiteten Ökumene-Organisationen sein.

Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort [argwöhnisch] achtgehabt, so werden sie auch auf das eure [argwöhnisch] achthaben.
Johannes 15,20

Bibelverse aus Schlachter 2000

1)
Da die oben genannten Quellen zu den Aussagen des Papstes nicht mehr aufrufbar sind, folgen die entsprechenden Screenshots:

CNA May 11 2018

Swarajya - December 25 2019

America - June 23 2021

Papst Franziskus fordert zur Verkündigung Evangelium auf
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