Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Papst Franziskus bremst Allmacht-Gefühle Priester aus

Papst Franziskus bremst Allmacht-Gefühle Priester aus

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Die Priester der römisch-katholischen Kirche und ihre Allmacht. Sie führen sich nicht nur so auf, als hätten sie eine Macht, die weit über das Irdische hinaus geht, sondern bilden sich dies tatsächlich auch ein. Diese Fiktion wird dieser Kaste schon in ihren Kinderschuhen gesteckt.

Papst Franziskus ruft zur „Besinnung“

Offensichtlich sieht Papst Franziskus in aufkommenden Allmacht-Gefühlen so mancher katholischer Priester ein mögliches Potenzial für den Missbrauch von Schutzbefohlenen. Im Rahmen des bereits zu Ende gegangenen Kongresses zur Fortbildung und Motivation von Priestern im Vatikan, warnte der Pontifex zur Vorsicht, denn dies könne auch die „Wurzel aller Formen des Missbrauchs“ sein, wie Domradio.de berichtete (Quelle). Aus über 60 Ländern eingereiste rund 1.000 Priester, Ordensleute und Laien hörten sich die Worte ihres obersten Kirchen-Hirten an. Ihnen legten Franziskus auch nahe, sich an die Frohe Botschaft des Christentums zu erinnern. Dies bewahre vor Verbitterung und mache menschlich.

Die „Erinnerung“ an das Evangelium

Bibel-Evangelium

Papst erinnert Priester ans Evangelium

Dass Papst Franziskus die Priester dazu aufruft, sich an die Frohe Botschaft, also das Evangelium zu erinnern, ist lediglich ein Beleg dafür, dass das Wort Gottes in dieser Kirche alle möglichen Rollen spielt, nur nicht die zentrale. Auf der anderen Seite ist das zentrale Lehrbuch der römisch-katholischen Kirche, der Katechismus, scheinbar nicht in der Lage, womöglich auch gar nicht dafür gedacht, Verbitterung vorzubeugen und Priestern die Menschlichkeit näherzubringen.

Angelernte Allmacht-Gefühle

Derlei potenziell aufkommende Allmacht-Gefühle werden in dieser Kirche den Priestern jedoch schon in ihrem Werdegang in die Wiege gelegt. Der als „heilig“ gesprochene und zum Kirchenlehrer der katholischen Kirche ernannte Alphonsus Maria Liguori hat mit seinem Buch „Dignity and Duties of the Priest“ („Würde und Pflichten des Priesters“) ein Lehrbuch herausgebracht, in denen den Priestern ihre Machtfülle im Detail dargelegt wird.

Demnach ist gemäß dem Selbstverständnis dieser Kirche die Macht des Priesters nicht auf irdische Belange beschränkt, sondern erstreckt sich sogar über die „Himmelspforten“ hinaus. Wenn ein Priester, so der offizielle Kirchenlehrer, einem Sünder die Schuld vergibt, oder auch die Absolution verweigert, dann ist Gott selbst verpflichtet(!), sich an das Urteil „seines Priesters“ zu halten.
In anderen Worten: Das Wort des Priesters steht über dem Wort Gottes. Gott ist dem Priester unterworfen.

Der Ursprung der Priester-Allmacht

Da aber eine derartige Macht nicht „einfach so“ in die Hände der Priester fällt, erklärt Alphonsus Liguori, woher diese „Power“ überhaupt kommt.

Aber weitaus größer ist die Macht, die der ewige Vater Jesus Christus und die Jesus Christus seinen Priestern gegeben hat, um nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen der Gläubigen aus der Hölle zu retten: „Der Sohn“, sagt der hl. Johannes Chrysostomus „hat das gesamte Gericht in die Hände der Priester gelegt; denn nachdem sie sozusagen in den Himmel entrückt worden waren, haben sie dieses göttliche Vorrecht empfangen.
(Dignity and Duties of the Priest“, Seiten 28-29)

Alles erscheint so logisch

Hulk Allmacht

Allmacht-Träume für die Priester

Damit wäre schließlich alles geklärt. Die Priester haben ihre Macht unmittelbar von Jesus Christus erhalten und er wiederum erhielt dies Allmacht vom ewigen Vater. Dann erklärte sich auch von selbst, dass katholische Priester natürlich mit der Allmacht des ewigen Vaters ausgestattet sind.

Dass diese Allmacht sogar größer ist als die von Jesus Christus und wie weit dieses „Gefühl der Macht“ gehen kann, verdeutlichte im Jahr 1938 der katholische Priester John A. O‘ Brien. Demnach bewirkten die „gewaltigen Weihungsworte“ des Priesters, den Griff in den Himmel, mit dem Christus von seinem Thron geholt und auf den Altar der Kirche gestellt werde. Darauf hin werde er „als Opfer für die Sünden der Menschen geopfert“. Hierbei senke Christus „sein Haupt in demütigem Gehorsam gegenüber dem Befehl des Priesters.“
(„The Faith of Millions – The Credentials of the Catholic Religion“, 1938, Seite 270).

Zwischen den Zeilen lesen

Dass dem Papst Derartiges aus eigenem Hause völlig fremd sein sollte, kann eigentlich ausgeschlossen werden. Derlei Anwandlungen von himmlischen Vollmachten sind in dieser Kirche genetisch festgelegt (Info).

Der Pontifex verbindet die Erinnerung an das Evangelium mit Verbitterung und Menschlichkeit. Das Erste werde genommen, das Zweite hinzugefügt. Will er damit andeuten, seine priesterlichen Kleriker sind mit Verbitterung geschlagen und es mangelte ihnen an Menschlichkeit?

Franziskus warnte schließlich nicht davor, diese „Allmacht des Priester“ auf schäbige Weise auszunutzen. Auch sprach der Pontifex nicht von „Einbildung einer solchen Macht“, sondern er sprach von Gefühlen. Angesichts der zig Jahrhunderte alten Tradition der selbst zugeschriebenen Göttlichkeit auf Erden, wären gewonnene Einsicht und ein gewisser Grad an Bescheidenheit geradezu ein „marianisches Wunder“. So verwunderte es auch nicht, dass der sogar über dem ewigen Vater stehende katholische Priester eine jegliche Verfehlung, wie z.B. der Missbrauch, per rituellem Mantra und Perlen abzählen seine eigene Schuld auch selbst vergeben kann.

und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde.
Offenbarung 17,5

Bibelverse aus Schlachter 2000

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