Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Papst Franziskus besucht rund 1500 katholisch getaufte Mongolen

Papst Franziskus besucht rund 1500 katholisch getaufte Mongolen

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Papst Franziskus ist bereits in der Mongolei angekommen. Die Medien haben über seine bisherigen Reiseetappen fleißig berichtet. Auf dem Programm stehen wieder zahlreiche wirtschaftliche und diplomatische Treffen, ein paar „sakramentale Pflichteinheiten“ und dem gegenüber ein Quäntchen katholisch getaufter Mongolen.

Medien begleiten Papst Franziskus

Die kirchlich orientierten Medien, ob katholisch oder evangelisch, scheinen über die Reise von Papst Franziskus in die Mongolei minutiös berichten zu wollen. Die Schlagzeilen berichteten über seinen kurz bevorstehenden Abflug, gefolgt von Schlagzeilen seiner angetretenen Reise, um mit dem Bericht über die Ankunft einen Zwischenstand einlegen zu wollen.

Zuwachsrate Katholiken bei über 100 %

Mongolische Weiten

Die Schäfchen sind in der Mongolei sehr weit verstreut

Mit einem „guten Willen“ kann man die Mongolei auch als ein Land bezeichnen, in dem der Katholizismus eine hohe Wachstumsrate vorweist. Immerhin hat sich die Zahl der Katholiken seit dem Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Das ist die eine Sichtweise. Die andere Sichtweise sind die absoluten Zahlen von rund 700 Katholiken auf aktuell rund 1500 Katholiken in der gesamten Mongolei. Diesen fulminanten Erfolg verbuchte die katholische Kirche binnen „nur“ etwas mehr als drei Jahrzehnten. Neben den getauften Katholiken sind derzeit in der Mongolei in neun katholischen Kirchen bzw. Einrichtungen insgesamt 29 Priester und 36 Ordensschwestern untergebracht. Das macht dann im Schnitt für jeden „hauptberuflichen Katholiken“ rund 23 Gemeindemitglieder. Das nennt man fast schon eine persönliche Betreuung. Gut, das Land ist rund viereinhalbmal so groß wie Deutschland und beherbergt rund 3,3 Millionen Menschen und davon befindet sich die größte Konzentration in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Bevölkerungsdichte beträgt gerade mal 2 Menschen pro Quadratkilometer (Deutschland: 236).

Nach Kasachstan folgt Mongolei

Angesichts der nicht gerade als ein Massenphänomen erscheinenden katholischen Religion in der Mongolei drängte sich die Frage nach den tatsächlichen Motiven des Pontifex für seine angegangene Reise auf. Denn rund 1500 getaufte Katholiken würde der Papst auch in einem abgelegenen Dorf im Voralpenland Oberbayerns antreffen. Bereits Mitte September 2022 reiste der Papst in die Hauptstadt Kasachstans, Nur-Sultan (ehem. Astana, nicht zu verwechseln mit Satana). Franziskus nahm dort am siebten „Kongress der Führer der weltweiten und traditionellen Religionen“ teil. Sein Platz auf der Bühne war allerdings nicht irgendwo am Rande, sondern wie gewohnt sehr zentral und präsent. Es handelte sich schließlich um eine offizielle Apostolische Reise des Papstes.

Vielfältiges Programm auf dem Plan

Kalender

Das Protokoll für Mongolei-Besuch steht fest

Wie das Protokoll der Kasachstan-Reise ein ganzes Paket an wirtschaftlichen und diplomatischen Gesprächsthemen preisgibt, steht gemäß dem „Fahrplan“ auch für den derzeitigen Aufenthalt in der Mongolei überwiegend das Zeitliche (Weltliche) im Mittelpunkt. Das am Samstag gleich am Vormittag vorgesehene Treffen mit dem Präsidenten der Mongolei wird abgelöst von einem Treffen mit Vertretern der Behörden, der Zivilgesellschaft und Diplomaten. Es folgen weitere Zusammenkünfte mit dem Präsidenten des Großen Staatskhurals und eine Unterhaltung mit dem Premierminister. Erst am Nachmittag sieht der Papst auch eine Zusammenkunft mit Leuten aus der eigenen Reihe vor.
Am Sonntag wird Papst Franziskus in seinem Element sein. Auf dem Plan steht ein für sechs Stunden einberaumtes ökumenisches und interreligiöses Treffen. Es folgt die obligatorische „Heilige Messe“ (Eucharistie). Der Montag startet mit einer mit Caritas-Mitarbeitern zusammen geführten Einweihung des „Hauses der Barmherzigkeit“. Im Anschluss folgt auch schon das Prozedere für die Rückreise im Flugzeug „Shepherd One“ nach Rom.

Mongolei wird wieder katholisch „ausgedünnt“ werden

Mit der Abreise des Papstes dürfte sich auch der zu diesem Anlass mit Abstand größte Anteil der anwesenden Katholiken ebenfalls wieder auf dem Weg nach Hause begeben und die Anzahl der in der Mongolei anwesenden Katholiken auf den Normalstand von rund 1500 fallen lassen. Nur als Vergleich: Die Audienzhalle, die Halle mit der beispiellos hässlichen Jesu-Darstellung (Infos), des Mikro-Staates Vatikan Stadt fasst 6.500 Menschen und nach Auflösung der Sitzordnung passen rund 12.000 Menschen rein.

Es werden weitere Weichen gestellt werden

Schienenweiche

Etwas Katechismus, dafür viel Weichenstellung in Politik und Wirtschaft

Man darf gespannt sein, welche Themen Papst Franziskus im Rahmen seiner wirtschaftlichen und diplomatischen Unterredungen behandeln wird, zumindest jene, die auch an die Öffentlichkeit getragen werden. Mit der Mongolei bewegt sich der Pontifex im Unterschied zu Kasachstan nun an der direkten Grenze zu China. Ein Land, welches auf offiziell diplomatischer Ebene die Beziehungen zum Vatikan auf null hinuntergefahren hat. Einen Seitenhieb konnte sich Papst Franziskus bereits bei seiner Kasachstan-Reise nicht verkneifen, indem er eine „neue Seidenstraße“ zum Thema machte. Auf der anderen Seite konnte sich der Oberste der Kirche Roms auch noch nie zu einer Kritik gegen das autoritäre System Chinas hinreißen lassen. Voraussichtlich wird das auch nie eintreten, denn das soziale Punktesystem Chinas kommt den Vorstellungen der römisch-katholischen Soziallehre, sehr, sehr nahe. Ja sogar, den von der Regierung Chinas ausgesuchten Bischof in Shanghai akzeptierte der Pontifex Mitte Juli „einfach so“. Ein wahrlich ungewöhnlicher Akt des Entgegenkommens.

Man kann ruhig davon ausgehen, dass auch in der Mongolei der offenkundig präsentierte Teil der katholischen Rituale und des Pflichtprogramms am Sonntag lediglich ein Teilaspekt des Paketes ist, mit dem auf wirtschaftlicher und diplomatischer Ebene Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Das falsche Konzept ist offensichtlich

Bibelstudium

Lediglich die Lehre der Bibel würde weit mehr Erfolg bringen

Rund 1500 katholisch getaufte Menschen binnen gut 30 Jahre in der Mongolei. Also rund 50 pro Jahr. Vermutlich liegt diese nicht gerade berauschende Zahl am falschen Konzept aus Präsentation und vor allem vermittelter Lehre. Der Heilige Geist wird schließlich an den Menschen nur aktiv, wenn das Wort Gottes aufgenommen wird und nicht die Ideen eines Assisi, Aquin und weiteren heidnischen Vordenkern. Wenn den Menschen das Wort Gottes vermittelt wird, so wie es geschrieben steht, sind durchaus auch 3000 (nicht katholisch) getaufte Menschen an einem einzigen Tag möglich, wie es z.B. Apostelgeschichte 2,41 belegt. Nur das reine Evangelium entfaltet auch die Kraft Gottes, die im Menschen für seine Rettung wirkt. Doch dazu müsste die Rettung der Menschen erst einmal das Ziel der Kirche Roms sein.

Weiterer dezenter Unterschied: Die Menschen mit dem gelehrten wahren Evangelium können gerettet werden, während die 1500 katholisch Getauften vom Regen in die Traufe gerieten. Doch auch für sie gibt es noch einen Ausweg (Offenbarung 18,4).

Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen und in einer Absicht zu handeln und ihr Reich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes erfüllt sind. Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde.
Offenbarung 17,17-18

Bibelverse aus Schlachter 2000

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