Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Pachamama – Leitfigur für Pantheismus & Synkretismus

Pachamama – Leitfigur für Pantheismus & Synkretismus

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Der mit dem Pantheismus verbundene Synkretismus soll zum Normalfall werden. Pachamama – die Mutter Erde – wird hier zur Leitfigur der Kirchen für die Bewahrung der Schöpfung. Der „theologische Nachwuchs“ ist bereits vollständig konditioniert.

Die „Pachamama – Mutter Erde“

Pantheismus drückt sich u.a. in einer Huldigung der Natur aus, in der in einer Form auch Gott zu finden sei. Eine Spezialität von vielen indigenen Völkern, vor allem jene Südamerikas. Im Mittelpunkt steht die Mutter Erde. Die „Pachamama“. Mutter Natur und die Gebärende, wie sie auch in hellenistischen Kreisen als „Gäa“ oder „Gaia“ bekannt ist. Eine Mutter, wie sie in der römisch-katholischen Kirche Anlehnung bei Maria, als die „Gottes-Gebärerin“ gefunden hat.

Gaia Mythologie

Altgriechische Mythologie – Die Erde Gaia, die Gebärerin

Die Affinität der sehr universalen Kirche Roms zur „Naturgöttin“ Pachamama ist nicht mal mehr ein offenes Geheimnis. Im Rahmen der Amazonas-Synode im Jahr 2019 fanden Figuren der „Gottheit Pachamama“ Platz in den Vatikanischen Gärten und wurden sogar im Petersdom aufgestellt. Ganz zum Entsetzen konservativer Katholiken. Diese haben sich offensichtlich noch nicht damit anfreunden können, dass Papst Franziskus, Jesuit, das Universale der Kirche wortwörtlich auffasst und entsprechend in die Tat umsetzt. Der Vatikan ist von der „Naturgöttin“ derart angetan, dass dieser sogar zu Ehren Pachamamas ein 10-Euro-Gedenkmünze prägen ließ. Zu sehen ist eine schwangere Frau, deren Bauch dem Erdball nachempfunden ist.

Theologen-Nachwuchs plädiert für Natur-Verehrung

Ein erneutes Hoch auf die Mutter Erde ließ nun ein junger Student der Theologie erklingen. Er ist der Auffassung, die „indigene-andine Kosmovision mit der Gottheit Pachamama – Mutter Erde“ könne für die christliche Schöpfungstheologie und Naturschutz in Deutschland eine inspirierende Begegnung sein. Mit diesem Theologiestudenten handelt es sich allerdings nicht um einen Nachwuchs im Lager der römisch-katholischen Kirche, sondern um einen künftigen „Gelehrten“ des evangelischen Hauses. Sein Lobgesang auf die Naturgottheit wurde veröffentlicht vom Sprachorgan der evangelischen Kirchen (Quelle). Seine Inspirationen holte er sich bei seinem Freiwilligendienst in La Paz, Bolivien.

Mutter Erde müsse rechtsfähig werden

Pachamama

Die Mama Erde müsse rechtsfähig werden

Der angehende Theologe lobt die Initiative der bolivianischen Regierung, der Mutter Erde eine juristische Stellung einzuberaumen. Bereits im Jahr 2010 verabschiedete das hiesige Parlament ein „Gesetz über Mutter Erde und ganzheitliche Entwicklung für gutes Leben“. Mehr als 70 Prozent der Bolivianer sind Katholiken und rund die Hälfte gehört zu einem der 36 indigenen Volksgruppen. Der Student kritisiert dagegen die Zurückhaltung des Deutschen Bundestages im Jahr 2021, als es zur Diskussion stand, der Natur und Umwelt eine eigene Rechtspersönlichkeit zuzusprechen. Die Mutter Natur als eine juristische Person, fähig zu klagen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an Umstand, dass die Klägerin (Mutter Erde) nicht gleichzeitig vom Angeklagten (die menschliche Person) vertreten werden könne.

Grundgesetz war nutzlos

Boliviens Bevölkerung ist überwiegend katholisch, so der Theologiestudent. Dennoch überwiege in diesem Land ein pragmatischer Synkretismus. In Deutschland sei zu erkennen, dass „auf der Basis des Grundgesetzes“ es bisher nicht gelungen sei, „unsere menschlichen Freiheiten mit Natur, Tier und Klima ins Gleichgewicht zu bringen.“ In Bolivien werde dagegen Realpolitik an den Tag gelegt. Damit werde verdeutlicht, dass die mit Eigenrechten ausgestattete Erde trotz aller Bemühungen anhand von Raubbau übergangen werde.

Der Theologiestudent verteidigt die Sicht der mit einer juristischen Person ausgestattete Erde. Dies sei gar kein abwegiger Gedanke, „auch nicht für die christliche Theologie“. Bereits Franz von Assisi erkannte das „Göttliche in allen Geschöpfen“, so der Student. Der „Gott der Bibel“ ging bereits zu Beginn einen Bund mit der Erde im Zeichen des Regenbogens ein. Der Satz, „vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres“, sei jedoch beständig missbraucht worden.

Kirche müsse nun übernehmen

Erdrettung

Die Erdrettung müsse in Kirchen gepredigt werden

Jetzt sei ein Paradigmenwechsel notwendig. Denn die „juristische Transformation der Erde von Objekt zum Subjekt“, sind nicht immer zielführend, so der Theologiestudent. Wir Geschöpfe seien aneinander Geschwister. Diese Erkenntnis müsse jetzt gelebt werden. „Wer die Schöpfung bewahrt, achtet die Geschöpfe und schenkt Hoffnung“, so der angehende Theologe. Jetzt sei auch die Kirche aufgefordert, ihre Besitztümer und zahlreichen Verbindungen in der Welt für unsere Gesellschaft zu vernetzen. „Die Kirche beansprucht die Nachfolge“, so der evangelische Student, der seinen Appell mit dem folgenden Satz abschließt:
Lasst uns der Mutter Erde gedenken und den Schöpfer in der Schöpfung ehren!

Nichtmal zu Ende gedacht

So abstrus es auch ist, der „Mutter Natur“ als ein Subjekt (Rechtsunterworfener) zu definieren, so wenig ist dieser Gedanke bis zum Ende durchdacht. Selbst eine „klagende Mutter Natur“ als zugedachte juristische Person ist nicht in der Lage den Menschen anzuklagen, sondern nur dem ihm zugedachte juristische Person. Wer innerhalb eines Rechtssystems anklagen kann, der kann schließlich auch angeklagt werden. Wer die Lunte eines Vorteils gerochen hat, könnte sogar Klage gegen die Mutter Erde erheben, wenn sie die erhoffte Goldader oder die vermutete Ölquelle an den gesuchten Stellen nicht preisgibt. So blödsinnig wie diese Fiktion römischen Ursprungs auch erscheinen mag, so blödsinnig ist sie auch. Das Spiel mit Personen funktioniert nur aufgrund der Täuschung der Menschen.

Ein „heißes Eisen“ sei Normalität

Heisses Eisen

Synkretismus – Der selbstverständliche Normalzustand

Man könnte diesen Aufruf auch als ein „Manifest des Pantheismus“ bezeichnen. Ein klarer Beleg für die Mutation des Begriffs „Theologie“ zur Hypothese in das „Wort irgendeines Gottes“. Der Theologiestudent hat, wenn man das Evangelium als den Maßstab verwendet, das „heißeste Eisen“ dieses Themas selbst benannt: Synkretismus. Die Vermischung von Elementen unterschiedlicher Religionen. Ein Vorgang, der dem alten Volk Israel Kopf und Kragen gekostet hat. Vielfach nachzulesen im Alten Testament. Denn dieser Synkretismus, der Abfall vom reinen Evangelium, waren regelmäßig Anlass für die Berufung der ermahnenden und aufrüttelnden Propheten. Die meisten von ihnen wurden aber von den eigenen Leuten verfolgt und auch massakriert.

Dieser Synkretismus, die Vermischung von Wahrheiten und Unwahrheiten, dargestellt als ein gültiges Evangelium, ist das Markenzeichen Babylons. Damals im antiken Babylon ebenso wie das geistliche Babylon bis zur Gegenwart (Info).

Sie singen alle „Laudato Si'“

Dass sich die einst protestantischen Kirchen wieder im Schoß ihrer Mutter zurückgefunden haben, steht außer Frage. Das kann als gegeben hingenommen werden. Es protestiert schon lange niemand mehr. Im Gegenteil. Die evangelischen Kirchen singen allesamt das Lied „Laudato Si'“ ihrer Mutter (Info).

Der Student hebt Franz von Assisi hervor. Der Namensgeber des gegenwärtigen Papstes und Urheber der Naturgott-Verehrung gemäß „Laudato Si'“ (Info). Die Richtung ist mit der jüngsten Deklaration des Naturschutzes als die neue Religion vorgegeben. Der Nachwuchs aus den Bildungsschmieden, wie es der junge Theologen-Anwärter belegt, ist geeicht, konditioniert und aufbereitet. Er selbst vertritt die These des „Gottes in der Natur“. Also gänzlich auf der Linie des päpstlichen Pantheismus.

Anvisierte Formation des Mittelalters

Wendeltreppe Dunkelheit

Die Spirale führt in die Dunkelheit

Der Aufruf des Nachwuchs-Theologen an die Kirchen, der öffentlichen Hand tatkräftig zur Seite zu stehen und seine seltsame Verknüpfung mit dem zur „Bewahrung der Schöpfung“ als nutzlos erklärten deutschen Grundgesetz, ist ein nicht zu übersehender Wink mit dem Zaunpfahl. Was nichts nützt, könne auch weg. Das hier sichtbare Ziel ist die Verschmelzung von Kirche und Staat mit der ursprünglichen Machtaufteilung des stockfinsteren Mittelalters. Legislative und Judikative in den Händen des obersten Hirten und Moralpredigers in Rom und die Exekutive im Gewaltbereich der Regierungen.

Das kann nicht gutgehen und es wird auch nicht gutgehen. Die Vorzeichen dieser gesetzten Ziele sind allemal sichtbar (Info). Dennoch bleibt allemal Grund für Zuversicht. Das Spiel um Pachamama und Co. wird nur für kurze Zeit Bestand haben (Info).

Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht!
Römer 12,14

Bibelverse aus Schlachter 2000

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