Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Ökumenische Interpretation „Liebes-Gebot“ Matthäus 22

Ökumenische Interpretation „Liebes-Gebot“ Matthäus 22

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Die liberal-theologische Interpretation des Evangeliums zielt auf die Kompatibilität mit der Ökumene ab. Ein Beispiel bietet das „Liebes-Gebot“ Jesu Christi. Eine moderne Auslegung, die das Wesentliche völlig ausblendet und versucht, die Gläubigen in eine völlig falsche Richtung zu führen.

Isolierte Betrachtung der Liebe

„Er kam und brachte Liebe mit“, so eine einleitende Überschrift aus den Reihen der liberal-modernen Theologen über die Auslegung des sog. „Liebes-Gebotes“ Jesu Christi. Das wichtigste Gebot, so Jesus Christus, ist die Liebe zu Gott und die Liebe zu seinen Nächsten. Eine Aussage, die für die Verfechter der Ökumene wie gerufen kommt, wenn man diese nur isoliert betrachtet und den Hintergrund des Erlösungsweges gemäß dem Evangelium einfach nur ausblendet.

Das erste und größte Gebot

Liebesgebote

Das erste und größte Gebot – Liebe zu Gott und zum Nächsten

Im Zentrum der Auslegung steht das von Jesus Christus selbst formulierte „erste und größte Gebot“, gemäß Matthäus 22,37-40 (Schlachter 2000):
Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

Die Liebe zu Gott

Moderne Liberal-Theologen sehen in dieser Aussage Jesu Christi folgende Botschaften und Eigenschaften enthalten:
Liebe Gott mit deiner ganzen Persönlichkeit -> Deinem Denken, Fühlen, Talent
und
Liebe Gott mit deiner Lebenskraft -> Mit deiner ganzen Energie, mit allem was du tust
Das kann durchaus so stehen gelassen werden. Das Leben ist ausgerichtet nach dem Willen Gottes. Dazu gehören die Gedanken ebenso, wie der Einsatz der Talente, die erhaltene Lebenskraft in den Dienst für das Werk Gottes.

Eine weitere Ableitung zum „Liebes-Gebot Jesu“ ist dagegen sehr problematisch.
Liebe Gott mit all deinen Sinnen -> Mit deinem Schmecken, Hören, Sehen, Fühlen, Riechen„.
Was soll das sein? Gott mit der Zunge, mit den Ohren, mit den Augen, mit den Fingern und der Nase lieben? Da dies praktisch gar nicht möglich ist, kann sich das nur um eine Imagination handeln, und zwar in Reinkultur. Die einen nennen es „Ignatianische Übungen“, die anderen „kontemplative Meditation“, und dieses Gebiet befindet sich irgendwo zwischen Esoterik, Spiritismus und Fernost-Philosophie, keinesfalls aber auf dem Gebiet des Evangeliums. Derlei Ambitionen sind in der gesamten Bibel nicht zu finden, nicht einmal im Ansatz.

Was ist wahre Nächstenliebe? -> Absolute Selbstlosigkeit, frei von Egoismus, Unvoreingenommenheit
Dies ist ebenfalls eine Aussage, die durchaus zutrifft. Allesamt Eigenschaften, die in dieser Welt leider nur sehr selten vorzufinden sind.

Die gewonnene liberale Erkenntnis

Das von der „modernen Theologie“ gewonnene Resümee des „Liebes-Gebotes Jesu“ lautet:
Jesus starb für mich, obwohl ich ein Sünder bin, weil er mich selbstlos liebt!

Weg der Entscheidung

Ökumene bringt den Menschen auf Irrwegen

Eine Aussage, die es in sich hat und durchaus das Potenzial besitzt, den Menschen in eine völlig falsche Richtung zu lenken. Denn damit ist der Kern des Erlösungsweges entfernt und die Liebe Gottes wurde „Ökumene-konform“ isoliert hervorgehoben. Das „Evangeliums-konforme“ Ergebnis sollte eigentlich lauten:
Jesus starb für mich, weil ich ein Sünder bin und aufgrund Seiner selbstlosen Liebe zu uns, nahm Er den Tod auf sich!

Wäre der Mensch kein Sünder, dann hätte Jesus Christus nie sterben müssen, bzw. es gäbe gar keinen Grund dafür. Der Opfertod Jesu war primär notwendig, um uns sündigen Menschen einen Erlösungsweg zu bereiten (Info). Damit stellte Gott auch Seine Liebe zu Seiner Schöpfung unter Beweis. Johannes 3,14-16:
Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Der nicht gefallene Mensch erkannte die Liebe Gottes an Seiner Schöpfung und auch der sündige Mensch ist in der Lage, Gottes Liebe anhand Seiner Schöpfung zu erkennen (siehe Römer 1,20). Für den einfachen Beweis der Liebe wäre der Tod Jesu Christi völlig überflüssig gewesen. Nein, nicht obwohl der Mensch ein Sünder ist, sondern weil der Mensch ein Sünder ist, starb Jesus Christus anstelle der sündigen Menschen. Und dies tat Er aufgrund Seiner Liebe. Jesus Christus kam als das Licht der Welt (Johannes 1,4-5), mit sich selbst, brachte er auch die Liebe mit.

Eine „ökumenische Eigenheit“ ist es zudem die Behauptung, dass Jesus Christus in die Welt gekommen sei, um Frieden zu bringen. Er kam durchaus, um die Welt zu retten, aber nicht anhand einer „liebenden All-Erlösung“, sondern um die Menschen ihre Sünden erkennen zu lassen und sie zur Umkehr zu bewegen. Hierzu warf Jesus Christus weder Teddybären, noch malte Er auf Seinen Wegen überall Herzchen an die Wände, sondern er nahm das (geistliche) Schwert in die Hand, Matthäus 10,34-35:
Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;

Haarscharf an Verleugnung Jesu Christi

Diese liberal-theologische Ableitung bzw. Interpretation des „Liebes-Gebotes Jesu“ gemäß Matthäus 26 riecht förmlich nach Ökumene. Hier wird lediglich die Kompatibilität der Liebe Gottes zu anderen Religionen hergestellt, aber der exklusive und damit „Ökumene feindliche“ Erlösungsweg (Johannes 14,6) über Jesus Christus bleibt völlig ausgeblendet. Die von der „modernen Theologie“ abgeleitete Aussage des Evangeliums suggeriert eine „all-erlösende“ Liebe Gottes. Die Sünde selbst und deren Konsequenz erscheinen als unerheblich.

Newspaper truth

Die Wahrheit ist im Evangelium zu finden

Das „Liebesgebot Jesu“ ist zudem kein Ersatz bzw. eine Ablösung der Gesetze Gottes. Die wahre Liebe zu Gott und zu seinen Nächsten hat die Beachtung der Gebote automatisch zur Folge (Info). Sollte man der liberal-ökumenischen Interpretation nachfolgen, dann wäre nur noch ein kleiner Schritt notwendig, um Jesus Christus und Sein Opfer für unsere Sünden vollständig zu verleugnen.

Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.
1. Johannes 2,23

Bibelverse aus Schlachter 2000

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