Eine vom Papst XIV gehaltene Rede vor einer Delegation von Politikern, Staatsbedienstete und Funktionäre mit “katholischem guten Willen” zeigt in Deutlichkeit den babylonischen Wein auf, der die davon betrunkene Menschheit zu einer “neuen Weltordnung” gemäß einem römisch-katholischen Gottesstaat führen wird.
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Betrunkene lassen sich leichter (ver)führen
Die Könige und die Kaufleute der Erde werden von Babylon vereinnahmt, so in Offenbarung 18. Während die Kaufleute sich am üppigen Reichtum Babylons berauschen, sind die Könige der Erde sturzbetrunken von Babylons “Glutwein der Unzucht”. Berauscht oder betrunken, egal, beide Zustände verhindern das klare Sehen, das kritische Denken, die richtigen Entscheidungen und helfen auch nicht über die Gier nach Macht und Reichtum hinweg. Für die Verteilung des vergifteten Weines ist die bezirzende Hure Babylons zuständig, damit die Könige ihre Macht an das wartende, monströse Tier abgeben werden, um so gemeinsam die neue Ordnung auszuleben. So ziemlich deutlich in Offenbarung 17 beschrieben.
“Aber wie sollte das jemals funktionieren?”, so eine durchaus berechtigte Frage. Die in der Bibel enthaltenen Prophetien für das Ende der Zeit sind jedoch zeitlich schon derart weit fortgeschritten, dass es gar nicht mehr schwerfällt, diese “grauen Theorien” durch greifbare Beispiele abzulösen.
(Künftige) Katholische Staatslenker

Ein anschauliches Beispiel bietet die Zusammenkunft zur jährlichen Versammlung des “Internationalen Netzwerkes Katholischer Gesetzgeber” (“International Catholic Legislators Network (ICLN)”). Eine im Jahr 2010 in Österreich gegründete Organisation mit Sitz in Wien. Von wikipedia als ein “privater Verein” beschrieben, aber selbst gibt sich ICLN als eine gemeinnützige GmbH (nonprofit LLC) aus. In Österreich eine nicht gewinnorientierte Kapitalgesellschaft mit entsprechenden Steuervergünstigungen bzw. -befreiungen. Also eine Non-Profit-Organisation (NGO). Das ICLN hat die internationale Vernetzung von Politikern und Gesetzgebern zum Ziel.
Gründer dieser Vereinigung sind der niederländische Rechtswissenschaftler Christiaan Alting von Geusau, seit 2018 u.a. Honorarprofessor an der Universität San Ignacio de Loyola, und Bernhard Bonelli, unter dem ehemaligen Kanzler Österreichs, Sebastian Kurz, Kabinettschef. Bonelli erwarb einen MBA-Abschluss der IESE Business School in Barcelona, Spanien, eine Einrichtung der katholischen Organisation Opus Dei. Zu den prominenten Schirmherren dieser gemeinnützigen Organisation zählt Christoph Kardinal Schönborn, bis Januar 2025 Erzbischof von Wien.
Erklärte Richtlinie dieser Vereinigung ist der Katechismus der römisch-katholischen Kirche. Zu den Programmen zählen die Fortbildung “junger christlicher globaler Führungskräfte”, welche als künftige politische und staatliche Funktionäre gesehen werden und von dieser Welt “dringend gebraucht” würden. Auch für bereits ausführende Politiker und staatliche Führungskräfte bietet ICLN die Bildung in der “Akademie für politische Führung” an. Anhand von Zertifizierungsprogrammen und Spezialkursen werden christliche Führung im öffentlichen Amt, Grundsätze von Recht und Gerechtigkeit, christliche Anthropologie und nicht zuletzt die Umsetzung der katholischen Soziallehre in der Politik nahegelegt.
Papst Leo XIV erklärt es selbst
Das ICLN in Trumau gegründet, Sitz in Wien, aber die Jahreshauptversammlung in Rom. So geschehen auch am 23. August 2025 und die prominenteste Rede der erst im Jahr 2010 gegründeten NGO hielt Papst Leo XIV im Clementina-Saal des Apostolischen Palastes (Papst-Rede).
Das Motto der Jahreshauptversammlung des ICLN im Jahr 2025 lautete: “Die Neue Weltordnung: Großmachtpolitik, Konzernherrschaft und die Zukunft des menschlichen Gedeihens“. Der Pontifex sprach in seiner Rede das für ihn “anregende Thema” an, denn er verspüre “sowohl Besorgnis als auch Sehnsucht”. Besorgnis aufgrund des von der Welt eingeschlagenen Weges und Sehnsucht nach einer Welt, “in der jeder Mensch in Frieden, Freiheit und Erfüllung gemäß Gottes Plan leben kann.”
Augustinus “Gottesstaat”

Den anwesenden Vertretern der “gesetzgebenden Politikern” schlug der Papst vor, den “herausragenden Heiligen Augustinus von Hippo” zu betrachten. Dieser sei als führende Stimme der Kirche ein Zeuge großer Umwälzungen und gesellschaftlichen Zerfalls in der spätrömischen Epoche gewesen. Die Reaktion Augustinus war sein verfasstes Werk “Vom Gottesstaat”, ein Werk mit Visionen der Hoffnung, so Leo. Eine sinnvolle Vision, die auch heute noch relevant sein könne.
Augustinus lehrte die Verflechtung von zweierlei Staatlichkeit während der Menschheitsgeschichte. Der “Menschenstaat und der Gottesstaat”. Papst Leo erklärte gegenüber der Versammlung, dass der Menschenstaat auf Stolz und Selbstliebe, dem Streben der Macht geprägt sei. Ziele seien Ansehen und Genuss. Der Gottesstaat aber baue auf “selbstloser Liebe zu Gott”, geprägt von “Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Demut”. Augustinus ermutigte die Christen, so Papst Leo, die Werte des Reiches Gottes in die irdische Gesellschaft einzubringen und “so die Geschichte auf ihre endgültige Erfüllung in Gott auszurichten und gleichzeitig echtes menschliches Gedeihen in diesem Leben zu ermöglichen.”
Für “uns Gläubige” sei daher die entscheidende Frage: “Wie können wir diese Aufgabe bewältigen?”
Naturrecht von Gott eingepflanzt
Wie sollte es auch anders sein, betrachtet Papst Leo XIV das Naturrecht als das Maß aller Dinge. Die von der Kirche verstandene “ganzheitliche Entwicklung” des Menschen habe seine Wurzeln im Naturrecht. Jene moralische Ordnung, die vom Evangelium Christi erhellt würden und von Gott in das menschliche Herz geschrieben wurde, so der Pontifex.
Politiker als Brücken zum Gottesstaat
Die Berufung der katholischen Gesetzgeber und Staatsdiener liege im Brückenbau zwischen dem Gottesstaat und dem Menschenstaat. Daran hänge die “Zukunft des menschlichen Gedeihens”. Leo rief die Anwesenden dazu auf, sich weiterhin für die Welt einzusetzen, gezügelt durch das Gewissen und dem Recht der Menschenwürde dienend. Die “selbstzerstörerische Denkweise”, dass sich nie etwas ändern werde, müsse abgelegt werden.
So sieht dieser aus, der Wein Babylons
Das aus den Köpfen der heidnischen, polytheistischen Denkern des Hellenismus entsprungene Naturrecht ist die Lehre, welche die Kirche Roms für sich beansprucht, in christlich aussehende Gewänder verpackt und als “ihre Wahrheit” verkauft, nicht aber die Lehre Jesu Christi und auch nicht Sein Evangelium (Info). Das von der Kirche Roms vertretene und mit aller Macht verbreitete Naturrecht ist genau das, was in der Bibel als der “Babylonische Wein” bezeichnet wird.
Das buchstäbliche Babylon in der Antike ist der Ursprung aller heidnischen Religionen. Daher ist es auch keine Überraschung, dass viele religiöse Symbole des Heidentums in den (vermeintlich) unterschiedlichsten Religionen nicht verwendet werden, sondern auch die gleiche Symbolik bzw. Bedeutung aufweisen. Das Sonnenrad ist ein solches Beispiel. Zu finden im Buddhismus, Hinduismus wie auch im Katholizismus. Die prominenteste Abbildung des Sonnenrades findet sich auf dem Boden des Petersplatzes im Vatikan. Und in der Mitte der nicht zu übersehende Obelisk des antiken Ägyptens. Auch der Hellenismus wurzelt in der babylonischen Vielgötterei, lediglich “philosophisch aufbereitet” (Info).
“Nächstenliebe & Demut” – Die Kirche Roms?!

Von Pete Souza – http://blogs.usembassy.gov/hackett/2014/04/07/message-of-hope/, Gemeinfrei, Link
Dass Papst Leo XIV nicht das Prinzip “Gottesstaat” an sich meinte, sondern den “Römisch-Katholischen Staat”, liegt auf der Hand. Mit dem Iran handelte es sich schließlich schon um einen existierenden “Gottesstaat”. Es seien aber schließlich die von der Kirche vertretenen Werte ausschlaggebend und diese seien gezeichnet von “Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Demut”. Die Voraussetzung, den Menschen in seiner Gesamtheit gedeihen zu lassen.
Ist das noch Ironie oder bereits Zynismus? Wie stark muss dieser Wein Babylons bereits wirken, um die gesamte Geschichte, die Natur, ja geradezu die Genetik der Kirche Roms völlig aus den Augen zu verlieren?
Die in Rom ansässige, mit Latein die Sprache des antiken Roms übernommene, im fließenden Übergang des letzten Kaisers Westroms angetretene Macht, hatte scheinbar das Ziel, die Verfolgungen Neros, Domitians, Trajans, Valerians, Diokletians und Galerius’ in ihrer Gesamtheit unbedingt übertrumpfen zu wollen. Keine Organisation in der Menschheitsgeschichte hat eine derartige Spur der Vernichtung hinter sich gelassen, wie das Papsttum. Alles und jeder, der sich nicht den Dogmen der Kirchenstaates (Gottesstaat) unterwarf, wurde verfolgt, vertrieben, eingesperrt, gefoltert, beraubt und ermordet. Als Einzelner oder innerhalb ganzer Volksgruppen. Das ist geschriebene Geschichte.
Sind das die typischen Merkmale von “Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Demut”, ja sogar die der von Jesus Christus gelehrten Nächstenliebe, geschweige das Evangelium im Gesamten? Die selbst erklärte Unfehlbarkeit dieser Kirche verhindert alleine, dass sich der innewohnende “Geist” niemals ändern kann und auch nicht will. Denn:
“…und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.” (Offenbarung 13,2b).
Ausnüchtern und rauß aus Babylon!
Im Zustand der Volltrunkenheit kann diese als “finstere Mittelalter” bekannte Historie schon mal in Vergessenheit geraten. Das gilt für die “Könige der Erde” ebenso wie für die Kaufleute (die Großen der Erde, Offenbarung 18,23), ebenso für die allgemeinen Menschen. Denn die große Gefahr, wie es wiederholt der Pontifex unter Beweis stellte, ist die Täuschung (Info). Um diese anhaltende, omnipräsente Irreführung zu erkennen, bedarf es das Evangelium, der reine Wein, und nicht den vergifteten Sud Babylons. Ausnüchtern und nüchtern bleiben, so die Devise.
Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden.
Offenbarung 18,2-3
Bibelverse aus Schlachter 2000
