Luftnummer-Debatte – Schon frühe Bilderverehrung in Kirche Roms?

Pseudo-Heiliger

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Hat die römisch-katholische Kirche schon zu einem frühen Zeitpunkt angefangen, Bilder und Figuren aufzustellen, um diese zu verehren? Eine Debatte mit Protestanten führte dazu, dass sich Vertreter der römischen Kirche mit ihren eigenen Argumenten selbst entblößten.

Vermeintlich wichtig – Der Zeitpunkt

Hat die römisch-katholische in ihren “Gründerzeiten” bereits Bilder und Figuren verehrt oder nicht? Diese Frage scheint ausschlaggebend zu sein bei einem (vermeintlichen) Streit zwischen den Argumenten der Vertreter der römisch-katholischen Kirche und so manchen Protestanten. Es scheint in dieser Debatte also wichtig zu sein, ob die Kirche Roms in ihren frühen Zeiten “Heiligenbilder” selbst gemieden habe oder nicht.

Das katholische Magazin “catholic.com” widerspricht den Behauptungen von Protestanten, welche erzählten, dass die Historie dem frühen katholischen Glauben an Bildern widerspreche (Quelle). Der Autor dieser “Richtigstellung” weist vorab darauf hin, dass Katholiken historische Quellen nicht auf derselben Ebene betrachteten wie die Heilige Schrift. Es sei denn, die historische Quellen basieren auf die Weitergabe innerhalb der “Heiligen Tradition”.

“Heilige” müssen herhalten

Pseudo-Heiliger
Wenn Bibel widerspricht, müssen ‘Heilige’ herhalten

Nach einer Abhandlung, wie denn mit der (“polemischen”) Rhetorik der Protestanten umzugehen sei, beruft sich das Magazin auf Aussagen des Theodoret von Kyros, der im 5ten Jahrhundert wirkte und Schriften wie “Über den heiligen Meletius” hinterließ. Im 4ten Jahrhundert schrieb Johannes Chrysotom über die “Geschichte der Mönche in Syrien”, welche die Verehrung(!) eines Heiligenbildes begrüßten.

Der Autor führt weiterhin aus: Theodoret schrieb, dass der “heilige” Simeon, der “Säulenheilige”, im Umfeld Roms derart berühmt gewesen sei, dass man an den Eingängen von Werkstätten ein kleines Bildnis von diesem aufstellte. Man erhoffte sich dadurch Sicherheit und Schutz. Auch Eusebius von Caeserea (4tes Jahrhundert) hielt in seinem Werk “Kirchengeschichte” fest, dass es zu seiner Zeit Bildnisse von Petrus, Paulus und Christus selbst gab.

Dies seien alles Belege, dass die Kirche schon zu ihren frühen Zeiten durchaus Bilder und Figuren von “Heiligen” aufstellte und, wie Chrysotom zitiert wurde, auch verehrte.

Der Schuss ins eigene Knie

Schön, selbst wenn diese Debatte nun zugunsten der römisch-katholischen Kirche ausging, weil diese anhand historischer Schriften, welche von dieser Kirche auch noch anhand deren “heiligen Tradition” der Bibel mindestens gleichgestellt werden, belegen konnte, dass Bilder- und Figuren-Verehrung schon zu frühen Zeiten stattfand, was ist damit tatsächlich belegt?

Im Grunde gibt die Kirche Roms nicht nur zu, schon früh in das Heidentum gefallen zu sein, sondern verteidigt dies auch noch. Was sagt eigentlich das Wort Gottes dazu?

Schon 2 Verse aus dem Gesetz Gottes reichen für die Schaffung von Klarheit eigentlich aus, 2 Moses 20,4-5:
Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!

Klare Kante, KEIN Bildnis, KEIN Gleichnis, egal was, von wem und wo sich dieser befindet. NICHT anbeten und NICHT dienen. Punkt, fertig!

Das ist eigentlich der Kern dieser Angelegenheit. Hierbei ist es völlig egal, wann der große Abfall der Gemeinde Rom tatsächlich begann, wann dieser sich beschleunigte und welche Heidenpraktiken zusätzlich eingeflossen waren. “Säulenheilige” zum Schutz und für die Sicherheit. Das ist heidnischer Aberglaube pur. Berichte über Mönche in Syrien ist ein ähnlicher Fall, da das Mönchstum rein gar nichts mit Christentum zu tun hat, sondern, wie gehabt, ausschließlich eine Praxis des Heidentums ist.

Geradezu ein geistiger Schwächeanfall, Heidentum mit Heidentum zu begründen und dies in Verbindung, dass diese Heidenpraxis (zugegebener maßen) sogar schon sehr früh einsetzte.

Die Kirche Roms selbst kennt die Wahrheit

Catholic Encylopedia - 1904 - p.153
Catholic Encylopedia – 1904 – p.153

Wie auch zum Thema Sabbat weiß die römisch-katholische Kirche auch ganz genau, was die Bibel zum Gesetz Gottes beschreibt. Das offenbart die Kirche selbst in “Catholic Encyclopedia”, 1904, p. 153.: “Da Er der einzig wahre Gott ist, darf nur Er angebetet werden, und jede ihm gebührende Anbetung gegenüber Geschöpfen unterliegt dem Verbot Seines Missfallens. Die Herstellung von „geschnitzten Dingen“ ist verurteilt: nicht alle Bilder, Abbilder und Kunstwerke, sondern solche, die dazu bestimmt sind, angebetet und verehrt zu werden.

Das nimmt auch den Wind derer aus den Segeln, die behaupten, man “bete” sie schließlich nicht an (insbesondere Maria), sondern man “verehre” diese nur, und die Bitten an die “Heiligen” um Fürsprache seien kein Gebet, sondern eben nur “Bitte um Fürsprache”. Man kann es drehen und wenden wie man will, es handelt sich um die Kommunikation mit Verstorbenen. Völlig egal, ob dies per Gebet, Gedanken, Brief, E-Mail oder Flaschenpost geschieht. Das ist praktizierter Spiritismus des Heidentums. Und auch hier ist es völlig unerheblich, wann dieses Heidentum in die Kirche Roms tatsächlich eingezogen ist.

Diese geführte Debatte ist eine klassische Luftnummer und dient lediglich dazu, vom Wesentlichen abzulenken. Generell gilt die Bibel allein, da können noch so viele Gestalten aufkreuzen, die ihre eigenen Traditionen selbst als “hoch und heilig” deklarieren. Das war schon immer die Vorgehensweise der Blender und Hochstapler.

Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
Offenbarung 18,4-5

Bibelverse aus Schlachter 2000

Luftnummer-Debatte – Schon frühe Bilderverehrung in Kirche Roms?
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