“Letzte Generation Theologie” – Eine These für Verwirrung und Diffamierung

Wut

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Eine weitere, relativ neue Strategie der gezielten Unruhestiftung unter der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten dreht seine Runden und sorgt für Verwirrung. Eine “Letzte Generation Theologie” sei die krude Idee einiger weniger Abgehobene, die nicht nur irrige Annahmen verbreiteten, sondern sich als etwas ganz Besonderes bezeichneten. Ein Standard wird hier einfach als neuartige Fantasie-Phrasen stilisiert.

“Letzte Generation Theologie” – “Ganz was Neues”

Eine durchaus “ausgepuffte”, aber mit typischer Handschrift versehene These sorgt etwas für Unruhe durch Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten in den Reihen der protestantischen Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten (STA). Die hierzu verwendete Methodik zeigt aber auch deutlich auf, wie Verführung und Irreführung des großen Täuschers funktionieren und wie dadurch ein Zustand der Uneinigkeit erreicht werden kann.

New Gospel
Neuartige Lehre?

Man nimmt einfach eine erkannte und auch einst selbstverständlich gelehrte Wahrheit der STA des Evangeliums auf, gibt ihr einen Anstrich der Postmoderne und streut damit die Saat einer vermeintlichen Sonderlehre von nur wenigen “vom Weg abgekommene Gemeindeglieder”.

Man gibt diesem fiktiven Phänomen sogar einen Namen, die “Letzte Generation Theologie” (LGT). Eine gemutmaßte Lehre, welche scheinbar erst kürzlich erfunden worden sei, von einer Gruppe der sich für die selbst haltende, letzte und speziell auserwählte Generation, welche als ein Bestandteil der 144.000 (Offenbarung 7) die Rückkehr Jesu Christi erleben werden.

Diese Lehre bzw. Ansicht ist inzwischen zu einer Kontroverse innerhalb der STA geworden, welche bei Weitem nicht (noch) zustimmende Anhänger findet. Demnach beinhalte die scheinbar postmoderne Lehre die Aussage, dass der Mensch die Sünde vollständig überwinden könne und dies für das Durchstehen der letzten Zeit und final auch die Erlösung unbedingt notwendig sei. Diese Lehre sei also “brandneu” und werde eben nur von (etwas abgehobenen) Gemeindeglieder vertreten, so die Behauptung.

Überraschung in doppelter Hinsicht

Das eigentlich wenig Überraschende an dieser gesamten Angelegenheit ist, dass vor allem die ältere Generation sich darüber wundert, überhaupt von einer neuartigen, “abgefahrenen” Lehre zu sprechen, wo doch diese Erkenntnis schon seit (fast) Anbeginn von den Pionieren der STA erkannt und auch so gelehrt wurde. Denn für die “Behauptung” in der “Letzten Generation Theologie”, der Mensch müsse, dank der Kraft Jesu Christi, die Sünde vollständig überwinden und den Charakter Jesu Christi widerspiegeln, liefert die Bibel eigentlich eine ganze Menge an Informationen darüber bzw. ebenso viele Bestätigungen.

Folgende Hauptpunkte der von der “Letzten Generation Theologie” hervorgehobenen Lehren:
– Die vollendete Generation (Sündlosigkeit)
– Rechtfertigung des Wesens Gottes
– Annahme der menschlichen Natur Christi
– Heiligung als Voraussetzung für Erlösung

Was die Bibel darüber sagt

Die Bestätigung, dass diese Letzte Generation Theologie ganz und gar nicht falsch liegt, fängt bereits mit der Definition der 144.000 gemäß Offenbarung 7 an. Jene sind es, die von Gott versiegelt und letztendlich die Wiederkehr Jesus Christi lebendig erleben werden. In Offenbarung 14 steht es, wer diese 144.000 eigentlich sind, bzw. welche Eigenschaften diese aufweisen.

Offenbarung 14,3-5:
Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten, und niemand konnte das Lied lernen als nur die Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft worden sind von der Erde. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben; denn sie sind jungfräulich [rein]. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm, und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden; denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.

Sie haben sich also nicht mit Falschgötterei und Götzendienst erniedrigt und stehen vor Gott ohne Flecken und Runzeln. Die Beschreibung, Jesus Christus nachfolgen, wohin Er auch immer geht, erfordert einen Blick in die Heiligtumslehre.

Aber wird der Mensch nicht durch Jesu Christi gerecht gesprochen, dargestellt durch das Erhalten Seines rein-weißen Leinengewandes (Offenbarung 19,8)? Ja, in der Tat. Aber Jesus Christus wird Sein reines Gewand der Gerechtigkeit nicht über noch eine getragene, alte, schmutzige Kleidung legen. Neugeburt heißt die Devise und wie wird man geboren? Splitternackt!

Jesus Christus ist im Allerheiligsten

Jesu-Priesterschaft
Jesus, unser Vermittler

Die vorletzte Station Jesu Christi Hohepriesterschaft ist das Allerheiligste, wenn das Heiligtum wieder bereinigt wird (Daniel 8,14). Die “letzte Station” ist Seine im Anschluss eingenommene Königsschaft, für ewig. Das Vorbild ist die irdische Stiftshütte, als der Hohepriester einmal im Jahr (Versöhnungstag, Jom Kippur) ins Allerheiligste ging, um dort die über das vergangene Jahr angesammelten und bekannten Sünden zu entfernen.

Und gleich in der “Nachbarschaft” der obigen klaren Aussagen findet sich eine weitere Kernaussage, Offenbarung 14,12, welche die Treuen ermuntert, trotz heftiger Widerstände (und auch Verfolgung) durchzuhalten:
Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren!

Sind “Heilige” jene, die sich noch in Sünden fröhnen? Gewiss nicht! Was befolgen? Die Gebote Gottes!

Das Problem wäre aber an dieser Stelle, dass kein Mensch, der ungerecht ist, unrein und sündhaft, Jesus Christus in das Allerheiligste nachfolgen kann, da das “ewige verzehrende Feuer” der Gerechtigkeit Gottes diesen Menschen auf der Stelle ein Ende bereiten würde. Die Versöhnung bzw. Gerechtsprechung des Menschen erfolgt aber erst zusammen mit der Bereinigung und nicht zuvor (Gericht). Damit sind die Sünden ausgetilgt, aus der Welt geschafft und sie werden nicht mehr auf den Menschen zurückfallen können, was aber durchaus der Fall sein könnte. Denn wenn der Gläubige zwar seine Sünden bekannte, aber zum Versöhnungstag, oder kurz zuvor, vom Glauben abgefallen ist, kommen die Sünden schnurstracks auf diesen zurück.

Sünde – Simpel definiert

Gesetzloser
Sünde ist Gesetzlosigkeit

Denn Sündlosigkeit bedeutet automatisch das Einhalten des Gesetzes. Kaum ein Zusammenhang ist so einfach und klar dargestellt, wie die Definition der Sünde. Was ist die Sünde überhaupt? Ein kleiner Vers sagt es aus, 1. Johannes 3,4 “Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

Was ist Gesetzlosigkeit? Die Nichtbeachtung, das Übertreten des Gesetzes. Welches Gesetz? Gottes Gesetz, sprich die 10 Gebote. Wozu führt die Übertretung des Gebotes? Zur Trennung von Gott, Jesaja 59,1-2:
Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, daß er nicht hört!

Zu einer gängigen, auch von vielen christlichen Gemeinden vertretene Lehre, dreht allerdings den Spieß einfach um und kommt auf die Idee, dass die Trennung des Menschen von Gott die Sünde sei (Info). Der Mensch müsse sich einfach nur in die “Sphäre der göttlichen Liebe” begeben, und schon sei alles geritzt.

Sündlosigkeit, also das Einhalten der Gebote Gottes, ist auch das sehr sichtbare Merkmal des Gehorsams Gott gegenüber. Doch beim Wort “Gehorsam” bekommen sehr viele Menschen, insbesondere und leider Christen, allergische Reaktionen und heftige Pusteln. Dann ist plötzlich von “Werksgerechtigkeit” die Rede.

Auf den Kopf stellen, was nur geht

Gospel upside down
Übliche Umkehr der Botschaft

Es wird aber auch eine weitere Kernaussage Jesu Christi und Sein Heilswirken einfach auf den Kopf gestellt. “Jesus Christus begnadigt uns trotz unserer anhaltenden Sünden”, so die Behauptung. Das sei die Rettung. Aber das steht nicht in der Bibel. Vielmehr ist zu lesen, z.B. in Römer 6,18:
Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.
und in Römer 6,22:
Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.

“Von der Sünde” frei bedeutet nicht, jederzeit ungeniert sündigen zu dürfen, da ja Jesu Gnade wie ein darüber gespannter Schirm automatisch alles bedecke, sondern die fleischliche Neigung zur Sünde überwinden zu können. Das schafft der Mensch jedoch nicht aus eigener Kraft, sondern erhält durch den wahren Glauben die Kraft Gottes durch den Heiligen Geist. Dieser verrichtet am Menschen die erforderliche Charakteränderung und schlägt und schleift alles ab, was den geplanten Baustein des Tempels Gottes irgendwie am nahtlosen Einsetzen in den Tempel hindern könnte, wessen Eckstein Jesus Christus selbst ist.

Ganze Reihe von biblischen Bestätigungen

Offene Bibel
Nur was in Bibel steht, zählt

Römer 1,16:
Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen;

Römer 15,13:
Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, daß ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!

In Galater, Kapitel 5, schlüsselt Paulus sehr genau auf, worin der Unterschied zwischen “Leben im Fleisch” und “Leben in Geist” liegt und wie dieser am Menschen sichtbar wird (“an den Früchten sollt ihr sie erkennen”).

In Römer 6, Vers 22 steckt zudem der Hinweis auf “Heiligung” drin. Eben jener Prozess, den ein gläubiger Mensch beschreiten muss, also das Ablassen von der Sünde, die Änderung des eigenen Charakters, hin bis zum Ebenbild Jesu Christi (als Mensch). Eben durch die Kraft Gottes.

Dazu gibt es auch “knackig pragmatische” Aussagen über jene, die der Ansicht sind, der Christ müsse die Gebote Gottes nicht mehr befolgen, 1. Johannes 2,4:
Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;

1. Johannes 5,3:
Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

Nach wie vor – Gerechtigkeit durch Gnade & Glauben

Das hat mit Werksgerechtigkeit überhaupt nichts zu tun. Denn aus dem Tun des Gesetzes kann kein Mensch gerecht werden, denn ein jeder Mensch hat gesündigt und ist daher auf die Gnade Jesu Christi angewiesen. Da kann der Mensch noch so viele gute Taten verrichten. Das funktioniert nicht. Aber das Tun des Gesetzes ist ein klarer Beleg dafür, Jesus Christus wirklich erkannt zu haben, Ihn bzw. Gott zu lieben, da Er uns zuerst geliebt hat, ja sogar Seinen eigenen Sohn für uns gab, und der automatisch damit verbundene Gehorsam und die Treue Gott gegenüber. Einerseits die Anforderung stellen, als “Kind Gottes” bezeichnet zu werden, aber andererseits Gott der Vater keinen Gehorsam zollen wollen? Das beißt sich gewaltig.

Mit dem Gehorsam Gott gegenüber verherrlicht der Mensch Gott und Seine unveränderliche Liebe sowie Gerechtigkeit (Info). Ganz im Gegensatz zu den Behauptungen, der Mensch sei überhaupt nicht in der Lage, das Gebot halten zu können. Das ist 1:1 übernommen als eines von Satans Haupt-Anklagen, bzw. Unterstellungen, welche schließlich zu einer Rebellion führten.

Jesu Christi Charakter widerspiegeln

Glaube
Durch Glauben Jesu widerspiegeln

Charakter Christi. Kaum ein christlicher Gläubiger kommt auf die Idee, dass Jesus Christus mit Sünde beladen war. Denn dann das schließe die Erlösung der Menschen durch Seine Gnade vollständig aus. Jesus Christus wäre dann auch nicht mehr auferstanden. Der Mensch wäre damit “alternativlos” verloren. Denn Sünde kann vor Gott nicht bestehen und wem die Sünde anhaftet, der wird zusammen mit seiner eigenen Sünde ins “Nicht-mehr-Bestehen” übergeführt werden.

Wenn Gott sich vom Sünder abwendet, dann ist das mehr als Schutz des Sünders zu verstehen, als das Verhalten einer “beleidigten Leberwurst”, denn das verzehrende Feuer Gottes (Sein Angesicht) überlebt kein unreines Wesen (Info).

Der finale “Schliff”

Das Erreichen der Sündlosigkeit noch im “normalen Erdendasein” ist auch damit verbunden, dass der finale “Charakter-Schliff” bei den Gott treu gebliebenen Menschen während der großen Drangsal erfolgen wird. Nach dem Schließen der Gnadenzeit, wenn alles entschieden ist, werden schon sehr bald die ersten Plagen über die Menschheit fallen (Offenbarung 16). Ein ertönt ein Aufruf der geplagten Menschen, doch endlich diese widerspenstigen, den Sabbat einhaltenden STA zum Schweigen zu bringen.

Daher werden es nur die 144.000 sein, welche das Lied Mose bzw. Jesu singen können und werden (Offenbarung 14,3; Offenbarung 15,3).

Der finale Aufstand des Widersachers, um doch noch sein Ziel zu erreichen, dass kein Mensch mehr übrig bleibt, der Gott noch die uneingeschränkte Treue hält. Die kommende Verfolgung wird voraussichtlich die schlimmsten Nachstellungen der Christen durch die Römer und im Anschluss durch das Papsttum deutlich übertreffen. Denn Satan weiß ganz genau, dass seine letzte Stunde geschlagen hat und entsprechend enorm ist sein Zorn gegen Gottes Volk.

Daniel 12,1:
Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch [des Lebens] eingeschrieben findet.

Unverrückbar von der Wahrheit

Die Versiegelung Gottes (Offenbarung 7) werden nur die Menschen erhalten, die sich einerseits für die Treue zu Gott entschieden haben, aber auch von ihrem Glauben und Kenntnis der Wahrheit um keinen Millimeter mehr abrücken werden, egal was kommt. Die darauffolgende Zeit, die große Drangsal, wird auch die “Angst des Jakobs” bezeichnet. Er gilt als Beispiel dafür, in seiner Bedrängnis von der Verfolgung durch seinen Bruder Esau mit Gott um den Erhalt Seines Segens gerungen zu haben. Jakob erhielt den Segen und “nebenei” auch den Beinamen “Israel” (“der mit Gott rang”).

Ein Augenmerk gilt besonders dem Umstand, dass es mit Esau der eigene Bruder Jakobs ist, der ihn mit dem Schwert zur Strecke bringen will. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, was die Zustände zur Zeit des Endes betrifft.

Sünde wird auf Erde zurückgelassen werden

Erd-Desaster
Sünde bleibt zurück

Das bedeutet jedoch nicht, dass der natürliche Mensch auch in der Zeit der Läuterung (Reinigung) von seiner gefallenen Natur befreit wird. Das ist nicht der Fall.

Der Mensch wird auch weiterhin zur Sünde geneigt sein, diese Versuchungen aber Dank Gottes Kraft und das Leben im Heiligen Geist überwinden können. Denn das Alte wird im Himmel keinen Einlass bekommen. Erst wenn Jesus Christus wiederkommt (Offenbarung 1,7-8) erhalten die noch lebenden Menschen einen neuen, verherrlichten, und Christus ähnlichen Körper. Und die bereits verstorbenen Menschen werden in ihrer neuen Natur zum Leben erweckt werden. Der Charakter bleibt aber unverändert und erhält keine “Anpassung”. Daher ist die Heiligung jetzt erforderlich und nicht irgendwann später. Denn Sünde wird um keinen Krümel in den Himmel gelangen können.

1. Korinter 15,50-57:
Das aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muß Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!

Und schon wieder! “Den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus”. Der Sieg über die Sünde, das Überwinden der Ungerechtigkeit (Info). Nicht die “Letzte Generation Theologie” ist völlig abgefahren, sondern die Idee, Gott werfe Satan und sein Gefolge aus dem Himmel aufgrund der Sünde bzw. Gesetzlosigkeit, und wird den Himmel mit einer ganzen Schar an sündigen Menschen wieder auffüllen.

“Letzte Generation Theologie” – Wirklich neu?

Ist die “Letzte Generation Theologie” wirklich eine neue, absonderliche Lehre, einiger weniger “Abgehobene” innerhalb der STA-Gemeinde? Hierzu eine Aussage von Ellen G. White:
Wenn der Charakter Christi in seinem Volk vollkommen widergespiegelt ist, dann wird er kommen, um sie als die Seinen in Besitz zu nehmen.
(Christ’s Object Lessons, Page 69, Erstveröffentlichung in 1900)

Es ist eigentlich offensichtlich. Die biblischen Standardaussagen als eine Absonderlichkeit der letzten Generation zu bezeichnen, ist nichts Weiteres als das vorherrschende Narrativ, nur eben durch die Hintertür. Der Mensch sei gar nicht in der Lage, die Sünde zu überwinden, schließlich sei Jesus Christus dafür gestorben, damit Er (beständig) Gnade und Vergebung üben könne. Außerdem stünden wir Christen überhaupt nicht mehr unter dem Gesetz. Gott liebt alle Menschen, Er nimmt alle an, wie sie sind, was bis dahin korrekt ist, aber in der “Verlängerung” wird suggeriert, der Mensch könne auch so bleiben, wie er schon immer gewesen ist. Genau das ist aber grottenfalsch.

“Egal, ob ich sündige, Jesus vergibt mir. Also warum etwas sein, was ich ohnehin nicht sein kann?”, so das Narrativ der Leichtgläubigen und unkritischen Zuhörer fantastischer Lehrer. Denn, Galater 6,7:
Irrt euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

Und wer darauf hinweist und damit die Lehre des Evangeliums vertritt, wird kurzerhand als ein “überheblicher Spinner” mit einer eigenen “Letzte Generation Theologie” abgestempelt. Was dieser Bezeichnung auch etwas Typisches verleiht ist die Verwendung des Begriffs “Letzte Generation”, so doch die Gesellschaft schon seit vielen Jahren damit geprägt wurde, diese anhand von GenX, GenY und GenZ, sowie die letzte Generation zu bombardieren. Dies in diesem Zusammenhang jedoch gezielt gegen die STA und deren Gemeindemitlieder.

Wut
Wütend auf die Wahrheit

Das eigentlich Traurige an dieser durchaus zu erwartenden Welle der Angriffe aber ist, dass derlei aalglatte Behauptungen anhand des unverfälschten Glaubens an Gottes Wort nicht einfach am (geistlichen) Körper Jesu Christi abperlen (Waffenrüstung Gottes, Epheser 6), sondern auch innerhalb der STA längst auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Man muss es nur akzeptieren, dass sich die Geschichte wiederholen wird und insbesondere das Alte Testament die Umstände rund um Gottes Volk als historisches Beispiel widerspiegelt.

Der Prophet Elia jammerte, weil der das gesamte (Nord-)Israel als völlig abgefallen sah. Gott klärte ihn aber darüber auf, dass es einen Überrest von 7000 Mensch in Israel gibt, die ihre Knie vor Baal nicht gebeugt hatten (Götzendienst, Falschgötterei). Hesekiel, ein Zeitgenosse Daniels und ebenso wie dieser ein Prophet der Zeit des babylonischen Exils, erging es ebenso. Auch ihn schilderte Gott, dass zwar über das hoffnungslos abgefallen Jerusalem Sein Schwert fallen wird, aber vorher ein Engel umherzieht, um alle zu markieren, die über die schlimmen Zustände trauern und verzweifelt sind. Diese alle werden verschont bleiben. Es sind sehr wenige, aber es gibt sie dennoch, so auch heute.

Jakob wurde vom eigenen Bruder Esau verfolgt und Abel wurde vom eigenen Bruder Kain getötet.

Der US-Prediger Mark Finley hat das Thema “Letzte Generation Theologie” aufgegriffen und kommentiert – Quelle.

Die Priester, die Diener des Herrn, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heidenvölker über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist [nun] ihr Gott?«
Joel 2,17

Bibelverse aus Schlachter 2000

“Letzte Generation Theologie” – Eine These für Verwirrung und Diffamierung
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