Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Künstliche Intelligenz erhält viel Raum in den Kirchen

Künstliche Intelligenz erhält viel Raum in den Kirchen

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Die Kirchen zeigen sich offen und auch zugeneigt zur sichtlich medial gepushten Künstlichen Intelligenz (KI). Pastoren lassen sich von KI Predigten schreiben und sogar der Papst hoffte bereits vor Jahren auf einen derartigen „Segen für die Menschheit“.

Noch erscheint KI mehr als Spielerei

Die sog. Künstliche Intelligenz, bzw. KI (engl. Artificial-Intelligence, AI) erlebt derzeit in den Medien einen kräftigen Aufwind. Man könnte direkt meinen, der ChatBot mit der Bezeichnung ChatGPT aus dem Hause OpenAI und Co. werden direkt gepusht. Künstliche Intelligenz als Ergänzung oder gar Ersatz für den Grips des Menschen? Inzwischen ist schon so manches Ergebnis aus dem „Denkapparat“ einer Künstlichen Intelligenz an die Öffentlichkeit gelangt. Eines davon war die Abbildung des Papstes Franziskus in einer derart weißen und vor allem dicken Steppjacke, dass er eher einem Eisbären glich als dem Obersten der Kirche Roms.

Die katholische wie auch evangelischen Kirchen scheinen reges Interesse an dieser „Kunstintelligenz“ zu haben. So gebrauchte das Bistum Essen die KI, um sich von ihr die Bilder für die Ostergeschichte darstellen zu lassen. Auf Helgoland ließ sich die Pastorin Pamela Hansen von ChatGPT auf die Schnelle zwei Predigen anfertigen. Die Predigten sollten über „Verrat, Vertrauensbruch, Jesus und Judas“ handeln, wie Domradio berichtete.

Der deutsche Ethikrat warnt jedoch vor dem fahrlässigen Gebrauch Künstlicher Intelligenz. Eine solche brauche Regeln und verantwortungsvollen Umgang. Sog. Medienethiker weisen darauf hin, dass KI eine ethische Begleitung bräuchten und vor allem einen „ethischen Input“.

Künstliche Intelligenz könne der Menschheit Positives bringen, so die Einschätzung von Papst Franziskus. Er sei davon überzeugt, dass die KI-Entwicklung und „Maschinenlernen“ der Menschheit für die Zukunft einen positiven Beitrag leisten könne. Die Gebete des Papstes scheinen „erhört“ worden zu sein. Bereits im November 2020 rief Franziskus seine Schäfchen dazu auf, für den Fortschritt der Künstlichen Intelligenz zu beten, damit diese immer im Dienste des Menschen stehen möge.

EKD-Ratsvorsitzende sieht in KI eine Unterstützung

Künstliche Intelligenz

KI soll den Theologen offenbar das Denken erleichtern

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EDK) sieht in der KI ein mögliches Werkzeug für die Unterstützung von Geistlichen. Eine „jede gute Idee, jeder kluge theologische Gedanke ist hilfreich“, so Kurschus zur Funke Mediengruppe (WAZ). Allerdings müssen diese theologischen Gedanken „durchs eigene Herz gehen“. Die EKD-Vorsitzende ist der Ansicht, dass „alles, was ein geistlicher Mensch von sich gibt, muss zuvor zu seiner eigenen Herzenssache werden“. Dies sei eine Voraussetzung, damit er andere Menschen ansprechen und erreichen könne.
Künstliche Intelligenz stoße jedoch dann an ihre Grenzen, sobald menschliches Handeln ersetzt werden solle. Es fehle dann die Seele. KI könne „nicht lieben, sie kann sich nicht einfühlen, kann kein Verständnis zeigen“, so Kurschus.

Die „eigene Vernunft“ zählt

Wie bei Kurschus fehlt es (selbstverständlich) auch bei der kath. Kirche an richtiges Verständnis des Evangeliums und vor allem zur eigenen gefallenen Natur. Deren Argumentationen basieren auf das Ergebnis der sog. Aufklärung mit der Definition der „eigenen Vernunft“. Dabei steht es bereits im Alten Testament, wie es um das Herz des gefallenen Menschen tatsächlich bestellt ist.
So in Jeremia 17,9: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“
Andere Bibelübersetzungen schreiben: „Arglistig ist das Herz, mehr als alles, und verzweifelt böse.“
Luther übersetzte: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding.“

Ist diese Aussage unmissverständlich? Ich denke ja.
So macht es auch durchaus Sinn, was Jesus Christus zu seinen Zuhörern sagte: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5).
Wie wird die Welt erst aussehen, wenn Gott Seinen die Herzen der Menschen positiv beeinflussenden Geist vollständig zurückgezogen hat?

Die Historie gibt ein Beispiel

Wie es mit der eigenen Moral bestellt ist, erfuhren die Menschen vor allem in Frankreich nach der Revolution und der Absetzung des Papstes im Jahr 1798. Zwar ist es verständlich, dass die Menschen über die Befreiung aus der Tyrannei Roms überschwänglich glücklich waren, aber der Verbot einer jeglichen Religion und vor allem der Bibel führte in Frankreich umgehend zu einem Zerfall jeglicher Sitte und Moral. Im Notre Dame Paris riefen die Träger der Jakobiner-Mütze sogar eine Prostituierte als „Göttin der Vernunft“ aus. Nach wenigen Jahren wurden die „Menschenrechte“ (eigene Vernunft) und mit der Religionsfreiheit auch die Bibel wieder zugelassen. Eine Abfolge, die in Offenbarung 11 in der Typologie längst beschrieben wurde und sich auch auf globaler Ebene wiederholen wird.

Nur die Schrift!

Bibel bei Kaffee

Geister und Eingebungen in der Bibel prüfen

„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“, so ein wichtiger Hinweis in 1. Johannes 4,1. Zu den „zu prüfenden Geistern“ gehören auch die Eingebungen im eigenen Herzen und dieses kann schließlich überaus trügerisch sein. Wo prüft man die Geister? In der Bibel und nur in der Bibel.

Für die modernen Theologen mögen derlei Aussichten auf Eingebungen durch Künstliche Intelligenz wie ein Segen erscheinen. Das eigene Hirn vollends ausschalten und lediglich auf die Eingebungen „unbekannter Herkunft“ hören erscheint da schon sehr bequem. Vor allem wenn dies mit der Vorstellung, Gott schütte seine Gnade pauschal über alle „liebenden“ Menschen aus, verbunden wird.

Eine Hypothese zu Off. 13

Mit dem Blick auf das Evangelium enthält die Hype rund um KI einen weiteren interessanten Aspekt. In der Offenbarung Kapitel 13 ist vom Tier aus der Erde die Rede. Damit handelt es sich in Verbindung mit der staatl. Macht USA um den gefallenen Protestantismus. Auch der „falsche Prophet“ genannt. Das Tier aus der Erde wird das tun, was ihm das Tier aus dem Meer vorgibt. Dazu gehört auch die Schaffung eines „Bildes“ vom Tier aus dem Meer. Dieses Bild muss von allen angebetet werden. In Off. 13,15 heißt es:
„Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.“

Allemal ein Grund, diese Entwicklung rund um KI und den wohlwollenden Kirchen im Auge zu behalten.

„Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, daß du nicht mehr mein Priester seist; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen! – Hosea 4,6“

Bibelverse aus Schlachter 2000

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