Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Krönung Charles III. – Eine „echte Zeremonie“

Krönung Charles III. – Eine „echte Zeremonie“

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Mit der Krönung des Königs Charles III. handelte es sich nicht um ein Kostümfest oder ein Schauspiel, sondern um eine „echte Zeremonie“. Ein „katholischer Blick“ auf die traditionsreichen Krönungs-Riten.

Königskrönung war kein Kostümfest

In einem quasi Nachruf zur am vergangenen Samstag erfolgten Krönung des Charles III. versucht die Autorin den Hintergrund der sehr traditionsbeladenen Rituale hervorzuheben. „Jedes Wort, jede Geste, jeder Ritus war einerseits von der Tradition vorgegeben, andererseits aber eben so gemeint wie gesagt beziehungsweise ausgeführt“, so Claudia Auffenberg, Chefredakteurin des Paderborner Bistumsmagazins „Der Dom“, im Internetportal der katholischen Kirche.

Buckingham Königssitz

Krönung – Streng nach traditionellem Protokoll

Schließlich handelte es sich mit der Krönungszeremonie nicht um ein Schauspiel oder um einen Kostümfilm, sondern sei echt. Das vergesse man hin und wieder. Das Sprechen des Glaubensbekenntnisses sei etwas anderes als das Aufsagen eines auswendiggelernten Gedichts.

Das von der Autorin als eindrucksvollste bezeichnete Ritual war die Salbung des Königs. Diese konnte die Öffentlichkeit zwar nicht mitverfolgen, aber genau dies könnte die Faszination auslösen. Es müsse sich um einen äußerst intimen Augenblick gehandelt haben, „in dem der König mehr oder weniger allein vor seinem Gott stand und ganz persönlich und körperlich erfahren hat: Du, Charles, bist gemeint, es geht wirklich um dich“, so Auffenberg.

Getaufte seien Könige, Priester und Propheten

Gott ist ein liebender Gott und verleiht dem Menschen Würde. Dieser Zuspruch werde dadurch hervorgehoben, indem die Kirche an bestimmten Stationen des Lebens die Salbung spendet. Dies zeige sogar in gewisser Weise einen bescheidenen Gott auf. „Denn immerhin teilt dieser Gott seine Würde mit uns“, so die Autorin. Fest stehe, dass „wir alle“ in der Taufe „mit Christus zum König, Priester und Propheten gesalbt“ worden seien. Mit der Liturgie „nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen Liturgie teil, die in der heiligen Stadt Jerusalem gefeiert wird“, zitiert Auffenberg die Aussage eines Konzils. Gemeint sei damit, „was wir sonntags tun“.

So ist nun mal der Katholizismus

Der Katholizismus in Reinstform. Da die Chefredakteurin eines katholischen Magazins mit Sicherheit lediglich die katholische „Taufe“ anspricht, könnte man daraus schließen, dass alle Katholiken „Könige, Priester und Propheten“ seien, begleitet mit der anteiligen Würde Gottes. Diese Anmaßung ist allerdings typisch für diese traditionsüberladenen Kirche und wird auch offiziell im Katechismus so gelehrt. Kommt diese Aussage der zweiten Lüge der Schlange im Garten Eden doch sehr nahe.

Die erwähnte katholische Liturgie gipfelt natürlich in der sonntäglich gehaltenen Messe. Die beständige und wiederholte Opferung Jesu Christi bei „Seiner Anwesenheit“ und die zahlreicher, längst verstorbener als „heilig“ Erklärter. Wenn es sich aber um den von der katholischen Kirche angebeteten „Gott“ handelt, wie dieser in Offenbarung 13,4 beschrieben ist, dann wird aus der ganzen Interpretation allerdings ein Schuh draus.

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