Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Krisen-Lösung? – Kirchen sollten wie globale Firmen handeln

Krisen-Lösung? – Kirchen sollten wie globale Firmen handeln

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Noch immer tappen die Kirchen in Deutschland im Dunkeln, wie sie den Massenaustritten Einhalt gebieten und auch die bereits entlaufenen Schäfchen wieder zurück in den Stall befördern können. Als Lösung ist nun die Handlungsweise einer global operierenden Firma im Gespräch, die ihr Angebot auf das Verlangen der Konsumenten ausrichtet.

Allgemeine Ratlosigkeit

Die Kirchen wahren augenscheinliche Haltung gegenüber der eingesetzten Flucht ihrer Mitglieder. Wenn die römisch-katholische und evangelische Kirchen in Deutschland mit Rekordzahlen aufwarten können, dann ist es das Ausmaß ihrer bereits entlaufenen Schäfchen.

Verwirrung Fragezeichen

Kirchen rätseln über den Massen-Exodus

Im Jahr 2022 suchten allein in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland mehr als eine halbe Million weiterer Menschen ihr Heil außerhalb der Kurie (Info). Die protestantischen Kirchen schrumpften im gleichen Zeitraum um gut 300.000 Mitglieder. Verantwortliche und „Kirchenfachkräfte“ begegnen diesen Massen-Exodus mit offenkundigem Zweckoptimismus und sprechen von gegenwärtigen Herausforderungen und neuen Chancen. Doch es fehlt an einem Rezept, das dieser Entwicklung irgendwie Einhalt gebieten könnte.

Der gewagte Blick in die Zukunft

Die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) suchten inzwischen Lösungsansätze auf kaufmännischer Ebene und hofften auf Antworten anhand einer beauftragten Studie. Der dadurch anhand von Modellrechnungen versuchte Blick in die ferne Zukunft reicht bis ins Jahr 2060 hinein. Ein Unternehmen, das aus biblischer Sicht bereits an das verbotene Konsultieren von Wahrsagern, Zauberer und alle weiteren Gauklern erinnert. In der Postmoderne jedoch in den gemeinsamen Topf der Wissenschaft geworfen.

Volkswirte und Berater

Berater Ideen

Kaufmännische Berater sollen helfen können

Auf Lösungsansätze gegen die Mitgliederschrumpfung hoffte die Württembergische Landeskirche anhand eines Gesprächs mit einem Volkswirt und seinen Visionen für die Wiederbelebung des Kirchenalltags (Info). Schließlich prophezeite die beauftragte Studie eine weitere Schrumpfung der Mitglieder um 50 Prozent.

Die römisch-katholische Kirche, in Sachen Tradition eigentlich weitaus besser aufgestellt als ihre abspenstigen Töchter, steht ebenfalls ziemlich ratlos vor den ernüchternden Mitgliederzahlen. Immerhin kann ein jedes Kirchenmitglied auch als ein Äquivalent zu Geld bezeichnet werden. Bei einer jährlichen Schrumpfung von mehreren hunderttausend Kirchensteuerzahlern ist das eine ordentliche Hausnummer.

Ein McKinsey-Berater soll nun helfen

Auf der Basis des Kaufmännischen wollte nun das Magazin „katholisch.de“ in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen gegen den Mitgliederschwund wirksam sein könnten. Sie befragten hierzu einen Unternehmensberater aus dem Hause McKinsey (Quelle). Als Berater von Bistümer und der Deutschen Bischofskonferenz hat der McKinsey-Berater bereits Erfahrung auf dem Gebiet des „Glaubens“.

Umfang der Massenflucht überraschte

Im Gespräch zeigte sich der Berater über die Geschwindigkeit der Austritte selbst überrascht. Vor rund 15 Jahren habe er eine derartige Entwicklung vorausgesehen, aber der Umfang dieser Massenflucht sei dann doch unerwartet gekommen. Hierfür sieht der McKinsey-Mann in der römisch-katholischen Kirche vor allem den „Missbrauchsskandal“ als antreibenden Grund. Diese in unzähligen Bistümern chronisch verübten Taten in den Singular zu setzen, belegt die diplomatische Ader des Beraters.

Nach seiner Einschätzung sind aus beiden Kirchen jeweils rund 300.000 Mitglieder aufgrund der Säkularisierung geflüchtet. Weitere 200.000 Katholiken kehrten ihrer Kirche den Rücken aufgrund des „Missbrauchsskandals“.

Kaufmännische Lösungsansätze

Beratung

Kirchen sollten wie globale Unternehmen handeln

Sein Lösungsansatz gegen den Mitgliederschwund in der Kirche Roms ist „standesgemäß“ ökonomisch. Wie eine jegliche Zentrale einer global operierenden Firma mit vielen Filialen müsse nun herausgearbeitet werden, was tatsächlich relevant sei. Dies müsse so wenig wie möglich sein, denn die Entscheidungen obliegt den einzelnen Filialen in den jeweiligen Gebieten. Die Zentrale müsse das Ziel vorgeben und die Filialen sehen zu, wie diese in ihren individuellen Umgebungen am besten zu erreichen seien. „Jede weltweit operierende Firma, die erfolgreich ist, handelt so“. Derzeit werde lediglich die Inneneinrichtung umstrukturiert, indem Möbel umgestellt und Wände eingerissen werden, aber das Dach brenne bereits lichterloh.

Das Evangelium müsse neu vermittelt werden

Der McKinsey-Mann rät dazu, das Evangelium neu zu buchstabieren. Dieses müsse den Menschen auch im 21ten Jahrhundert etwas zu sagen haben. Eine aktuelle Studie habe ergeben, dass die Menschen christliche Glaubensaussagen und Wertvorstellungen für ihr Leben nur noch sehr gering einschätzen. Es sei unwichtig geworden und sie können damit nichts mehr anfangen.
Jetzt sei es an der Zeit, die christliche Botschaft auf die Weise zu vermitteln, dass die dem heutigen Menschen für die Gestaltung seines Lebens helfe. Die Botschaft müsse auch der Gesellschaft dienlich sein, indem diese sozial und human bleibe und nicht gespalten werde.

Noch christliche Kirchen?

Die sich selbst noch als christliche Kirchen bezeichnenden Organisationen verbreiten nach wie vor das Gerücht, auf dem Fundement des Evangeliums zu stehen. Während die (einst, Info) protestantischen Kirchen behaupten, die Lehren des Martin Luthers zu vertreten, sieht sich die römisch-katholische Kirche in all ihrer Bescheidenheit selbst als die Verkörperung Christi und das auf Erden errichtete Reich Gottes.

Eigentlich müsste man bei derartiger Selbstdarstellung davon ausgehen, dass beide sich nur noch selbst erhaltenden Institutionen die Worte Gottes gemäß dem Evangelium eigentlich kennen müssten. Es stellte sich die Frage, ob hier Ignoranz oder Vorsatz vorliegt. Am ehesten ist wohl beides der Fall.

Die eigentliche Aufgabe der Kirchen

Kirchengemeinde

Kirchen sollten Jesu Christi Auftrag erfüllen

Der Auftrag von Jesus Christus an Seine Nachfolger ist klar und unmissverständlich, so in Markus 16,15:
Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Nirgends in der Bibel ist etwas zu finden, das dazu auffordert, etwas zu verkündigen, was die Menschen gerne hören wollen. Das Evangelium und die darin enthaltenen Wahrheiten sind zeitlos. In anderen Worten, unveränderlich, so wie Gott sich, Sein Gesetz und Seine Verheißungen niemals änderte und auch nie ändern wird. Offenbarung 14,6:
Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk.

Maleachi 3,6:
Denn ich, der Herr, verändere mich nicht; deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrundegegangen.

Hebräer 13,8:
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!

Wie anders sollte Gott Seine ewige Gerechtigkeit bewahren können, wenn Er sich Seinen Geschöpfen laufenden anpasste, wie sie es gerne hätten? Psalm 119,142:
Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.

Es gibt nur ein funktionierendes Rezept

Die römisch-katholische Kirche hatte die Zahl ihrer Mitglieder über die vergangenen Jahrhunderte lediglich aufgrund von Druck, Angst und Sanktionen aufrechterhalten können. Vor der Reformation bedeutete das Bekenntnis zum Christentum und die Abkehr vom Katholizismus meist Folter und Tod.

Der auch heute von den Pastoren der großen protestantischen Kirchen vermittelte Glaube hat mit dem Evangelium nur mit vereinzelt entnommene Zusammenhängen etwas gemein.

Dabei ist es das Evangelium, welches als einziges vermag, die leeren Kirchen wieder mit Menschen zu füllen. Doch anstatt die Kraft des Wortes Gottes zu vermitteln, ziehen es die Pastoren und Priester vor, die Traditionen und eigenen Weltanschauungen zu zelebrieren, die ebenso tot sind wie der vermutete Ausblick auf das Wetter des nächsten Tages. Man darf annehmen, dass der McKinsey-Berater nur wenig Ahnung vom Evangelium hat. Man darf hier auch mutmaßen, dass er andernfalls nicht Berater, sondern mit seinem Talent ein Pastor geworden wäre.

1. Petrus 1,23:
denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.

Das Wort Gottes ist unerwünscht

Schöpfung

Die Schöpfung wird über den Schöpfer gestellt

Angesichts der bereits aufgerichteten Ersatz-Religion der „Bewahrung der Schöpfung“ (Info), ist es auch gar nicht die Absicht dieser Kirchen, das lebendige Wort Gottes in ihrer Reinheit zu verbreiten. Die Flucht aus diesen kirchlichen Organisationen mag der erste richtige Schritt sein. Der einzig richtige zweite Schritt wäre jedoch nur die Eigeninitiative, die Bibel selbst in die Hand zu nehmen, um das einzig lebendige Wort Gottes zu erfahren.

Dieses lebendige Wort Gottes, das Evangelium, hat die heutige Zeit kommen sehen und auch angekündigt.

Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.
2. Timotheus 4,3-4

Bibelverse aus Schlachter 2000

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