Konrad Adenauer – Katholik und päpstliche Lichtgestalt

Orden & Medaillen

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Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und feuriger Unterstützer der Vereinigung der Länder Europas, als eine Lichtgestalt der jüngeren Geschichte gefeiert. Weniger hervorgehoben wird jedoch, dass der Kölner CDU-Politiker ebenso ein treues Schäfchen der römisch-katholischen Kirche war, mit Auszeichnungen überschüttet wie ein üppig geschmückter “christlicher” Weihnachtsbaum, wie auch ein dienlicher Träger römisch-päpstlicher Interessen.

Katholisches Magazin erinnert an Konrad Adenauer

Das römisch-katholische Sprachrohr-Magazin des Vatikans, CNA, für das deutschsprachige Angebot allerdings, mit Hauptsitz in Washington DC, USA, gedenkt an den ersten Bundeskanzler Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer (Quelle). Die CNA Europe dagegen wird betrieben von Eternal Word Television Network (EWTN), mit Hauptsitz in Irondale, Alabama, USA. Das Medienunternehmen zählt zu den größten religiösen Netzwerken weltweit.

Adenauer, der Erste

Der Kölner Konrad Adenauer (1876 – 1967) war der erste Regierungschef der Nachkriegszeit, zwischen 1949 und 1963. CNA beschreibt den einstigen Bundeskanzler als einen gläubigen Katholiken, dem Glaube und Europa besonders am Herzen lag. Er war inzwischen 73 Jahre alt, als er sein Amt antrat und 87 Jahre zu seinem Rücktritt im Jahr 1963. Er zähle zu den Pionieren der europäischen Einigung. Adenauer habe es konsequent dabei gehalten, jeweils am Sonntag die Messe aufzusuchen. Sein Sohn Paul wurde zu einem Priester.

Das katholische Magazin hob hervor, dass der Ex-Bundeskanzler ein Freund der katholischen Soziallehre gewesen sei. Diese Soziallehre ist nicht nur bis zur Gegenwart aktuell geblieben, sondern wird von der Kirche Roms mit immer größerem Gewicht ins Zentrum erhoben. Eine durch und durch hellenistische Philosophie gemäß dem Naturrecht, nicht aber nach den Maßstäben des Evangeliums, dessen Vertreter zu sein schließlich die römisch-katholische Kirche behauptet (Info).

EU-Flagge – Hintergrund Gestaltung

EU-Flagge-Maria
Die ’12 Sterne Marias’

Zum Thema “Europa” (eigentlich EU) beschreibt CNA den interessanten Hintergrund zur Gestaltung der EU-Flagge mit ihren 12 Sternen. Demnach galt als Vorbild das Motiv in Offenbarung 12. Eine Frau auf einer Mondsichel stehend und über ihrem Kopf 12 angeordnete Sterne. Die katholische Kirche bezeichnet diese Frau (selbstverständlich) als ein Abbild Marias.

Maria ist für die Kirche Roms die Mutter der eigenen Verkörperung, die Austrägerin ihres anbetungswürdigen Abkömmlings. Maria, die Ikone, das Idol, die Galionsfigur der römisch-katholischen Doktrin, hat jedoch in der katholischen Variante mit dem Evangelium ebenso wenig zu tun, wie ein Muslim und Schweinebraten zum Mittagessen während Ramadan. Vielmehr sind die Ursprünge im antiken Ägypten zu finden (Info).

Eine die EU-Flagge beschreibende Aussage, die auch Adenauer vertreten haben soll. Als devoter Katholik schließlich auch zu erwarten, den Vorgaben der Glaubenskongregation (heute Dikasterium für Glaubenslehre, ursprünglich Inquisition) treu Folge zu leisten. Die Farbe Blau der EU-Flagge sei der “ewigen Jungfrau, Mutter Gottes” zugeordnet.

Die 12 Sterne über dem Haupt der Frau in Offenbarung 12 bedeuten jedoch etwas völlig anderes (Info).

Adenauer – Politiker und Katholik

Orden & Medaillen
Sehr dekorative Auszeichnung

Nun, Konrad Adenauer war Träger von (mindestens) 56 Orden, verliehen von zahlreichen Ländern der Welt (Quelle und hier, Stiftung-Konrad-Adenauer-Haus) war “viel katholischer” als man vielleicht vermuten würde. Darunter auch Japan, Thailand und Kolumbien.

Bei angewendeter “Voll-Dekoration” zu festlichen Anlässen hätte Konrad Adenauer einen jeden Sowjet-Offizier wie einen Rekruten als Hilfsputzer einer Feldküche erscheinen lassen.

Einige sehr interessante Orden

In diesem Zusammenhang erscheinen speziell die päpstlichen Orden an Konrad Adenauer als besonders interessant. Der ehemalige Bundeskanzler war sichtlich “viel katholischer” als man vermuten könnte. Ehrenverleiher war nicht die römisch-katholische Kirche, sondern der “Heilige Stuhl”. Während die Kirche selbstredend den kirchlichen Part des Papsttums repräsentiert, ist der Heilige Stuhl der Staat, also nicht die religiöse, sondern die politische Macht. Auch die Bibel unterscheidet hier zwischen einer Frau (bzw. Hure für die Gemeinde / Kirche) und einem Tier (staatlich, politisch). Musterbeispiele sind Offenbarung 17 (Hure) und Offenbarung 13,1-10 (Tier aus dem Meer).

Päpstliche Zuneigungen

Der staatliche Part des Papsttums verlieh seinem gläubigen Schäflein:
-Orden vom Goldenen Sporn oder Goldene Miliz
-Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem
-Christus-Orden

Adenauer war auch Ritter des Deutschen Ordens (Ordo Teutonicus), ein römisch-katholischer Orden, der zusammen mit dem Orden von Malta seinen Ursprung in den Ritterorden zur Zeit der Kreuzzüge hat (z.B. Templerorden). Gründer des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem war Papst Pius IX und ist auch dem kanonischen Recht unterstellt. Ziel des Ordens war die Förderung der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land.

Der von Brasilien an Adenauer verliehene Orden vom Kreuz des Südens wurde u.a. auch an Königin Elisabeth II, Che Guevara und Benjamin Netanjahu verliehen. Also in Gesellschaft einer sehr vielfältigen Internationalität.

“Natürlich” darf auch Malta nicht fehlen

Zusätzlich und wohl der wichtigste Orden war Adenauers Auszeichnung, bzw. Erhebung zum Ritter des Malteserordens (Ritter von Malta, Orden des Papsttums).

Ganz besonders der Malta-Orden verdeutlicht, dass ein Ritter nicht der Repräsentant eines Karnevalsvereins darstellt, sondern somit in eidlicher Verpflichtung steht, als Ritter und somit Diener, seinem Dienstherrn uneingeschränkt treu zu sein. Der oberste Dienstherr des militärischen und souveränen Malteserordens (bei UN eingetragener Staat) ist das Papsttum!

Der offizielle diplomatische Vertreter des Malteserordens zum Austausch mit der Bundesregierung hätte zur Regierungszeit Adenauers durchaus abgezogen werden können, wenn doch ein solcher Vertreter dieser Zunft direkt die politischen Strippen zieht und Knöpfe drückt.

EWG (EU) im Schatten des Pontifex

Romvertag-Adenauer
Vertrag von Rom
Vorne links: Konrad Adenauer

Bundesarchiv, Bild 183-45653-0001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5429034

Konrad Adenauer stellte “Europa” (EU) in den Mittelpunkt. So mündete angesichts soviel Zuneigung seitens der Kirche Roms der Beginn der europäischen Ländergemeinschaft im Vertrag mit dem bezeichnenden Namen “Vertrag von Rom” (25. März 1957). Der Anfang wurde mit der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) markiert.

Maßgeblicher Antreiber der europäischen Gemeinschaft war der einstige Jesuiten-Anwärter (Noviziat) und Hauptgründer der Bilderberger-Konferenz, Józef Retinger, ein geborener Krakauer, Polen. Jener gründete auch die Europäische Bewegung (European Movement) und den Europarat (Council of Europe).

Bezeichnend auch, dass der Römische Vertrag im Saal der Horatier und Curiatier im Konservatorenpalast (Palazzo dei Conservatori) auf dem Kapitolsplatz in Rom unterschrieben wurde. Der Kapitolsplatz diente schon zur antik-römischen Ära als Schauplatz der anlässlich von gewonnen Kriegen und Eroberungen für die gehaltenen Triumphzüge. Um die Horatier und Curatier tummeln sich einige Legenden. Von brüderlicher Abstammung des frühen römischen Adels, einst miteinander verfeindet (ca. 7tes Jahrhundert v. Chr.), letztendlich aber doch Kämpfer für die Interessen Roms.

Kann man sehen wie man will

Romvertrag Saal Papst
Vertrag unter ‘päpstlicher Aufsicht’

Bild: https://www.consilium.europa.eu

Nur konsequent war daher die feierliche Veranstaltung im Jahr 2017 zum 60-jährigen Jubiläum im gleichen Palast wie zur Gründung am 25. März 1957, exakt um 18 Uhr. “Beaufsichtigt” wurde der Vertragsabschluss durch eine übergroße Statue vom thronenden und segnenden Papst Sixtus IV, nicht weit entfernt von der Nähe des Konterfeis des Kaisers Konstantin.

“Alle Wege führen nach Rom”, ein international sehr bekanntes Sprichwort, das durchaus erweitert werden könnte, mit: “…und alle (geo-)politischen Interessen führen…”

Die Empfänger des Konrad-Adenauer-Preises haben allemal Grund für den gleichen Stolz wie auch die ausgezeichneten Zuträger des hoch angesehenen Karls-Preises. Karl der Große, Weihnachten im Jahr 800 von seinem “Vorgesetzten” Papst Leo III zum ersten Würdenträger des römischen Kaisertums gekrönt, für die erste weltliche Oberherrschaft über das “Heilige Römische Reich”, ganz im Stile des antik-römischen Kaisertums.

Und es werden sie beweinen und sich ihretwegen an die Brust schlagen die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und üppig gelebt haben, wenn sie den Rauch ihrer Feuersbrunst sehen; und sie werden von ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du gewaltige Stadt; denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen!
Offenbarung 18,9-10

Bibelverse aus Schlachter 2000

Konrad Adenauer – Katholik und päpstliche Lichtgestalt
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