Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Klimawandel: EV-Kirche wolle sich als mahnender Prophet betätigen

Klimawandel: EV-Kirche wolle sich als mahnender Prophet betätigen

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Der evangelische Bischof Christian Stäblein sieht die Kirche in der Pflicht, sich angesichts der drohenden „Klimakatastrophen“ den Menschen gegenüber als Propheten der Neuzeit zu betätigen. Die Argumente dafür stammen jedoch nicht aus dem Evangelium, sondern weisen durch und durch die Handschrift Roms auf.

Klimakatastrophe betrifft vor allem ärmere Regionen

Die Kirche habe die Aufgabe, die Menschen angesichts des „Klimawandels“ zur Umkehr aufzurufen, so die Ansicht des Bischofs im RBB-Hörfunk, wie evangelisch.de berichtete. Die „Klimakatastrophe“ müsse nun echt begriffen werden. Die Menschheit müsse umsteuern. Schon längst zeige sich dies durch Wetterextreme wie Dürre, Unwetter und Hitze „bei uns, aber noch viel mehr in zumeist ärmeren Regionen unserer einen Welt“, so Stäblein.

EV-Bischof bedient sich der Laudato si‘

Damit bedient sich der evangelische Bischof dem Narrativ von Laudato si‘, die vom Papst Franziskus im Jahr 2015 veröffentlichte Enzyklika. Mit diesem Schreiben nahm die röm. kath. Kirche das Thema Umwelt und Klimaschutz offiziell zu ihren Sammelsurium an (eigenen) Dogmen auf. Aus Laudato si‘, die „Umwelt-Enzyklika“, ist eine Essenz aus „10 Grünen Geboten“ herausgearbeitet worden. Das „2. Laudato si‘-Gebot“ lautet: „Die Armen sind unverhältnismäßig vom Klimawandel betroffen“. Der Bischof betätigt sich hier als nichts anderes als ein Sprachrohr Roms.

EV-Kirche habe prophetischen Auftrag

Die Kirche müsse an dieser Stelle ihre Stimme „laut erheben“. Dies sei der „prophetische Auftrag der Kirche“, so Stäblein. Die Bibel beschreibe, dass Propheten „hörbar, kräftig, oft auch mit Zeichenhandlungen den Finger in die Wunden gesellschaftlicher Missstände gelegt haben“. Mit dem Blick auf die Herausforderung des Klimawandels sei dies auch heute angesagt. Sogenannte Hirtenworte aus der früheren Zeit seien heute nicht mehr angebracht. Die Menschen brauchen keine klerikale Bevormundung, sondern „die Erinnerung an die Voraussetzung unseres Lebens, durchaus auch prophetisch laute Erinnerungen.“

Offenbarung des falschen Propheten

Falscher Prophet

EV-Kirche will kath. Lehren als Prophet verbreiten

Ein Prophet der Bibel erhielt seinen Auftrag von Gott. Ein Prophet der Bibel, der ebenfalls nur ein gefallener Mensch war, wusste genau, dass nichts Vernünftiges aus ihm selbst kommen kann. Botschaften, Ermahnungen und Zurechtweisungen der irregeleiteten Menschen erfolgten ausnahmslos durch Weisungen bzw. Eingebungen Gottes. Die Bibel beschreibt allerdings auch falsche Propheten, welche ihre eigenen Lehren oder stellvertretend die eines Anderen der Menschheit unterjubeln wollen. So warnte eindringlich Petrus: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.“ (2. Petrus 2,1).
Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) ist längst vom Evangelium so weit entfernt wie der Osten vom Westen. Sie unterstützt den von Rom anvisierten Weg, die Schöpfung anstatt den Schöpfer zu verehren. Eine Praxis, welche bereits im heidnischen Rom an der Tagesordnung stand.

Konsumverzicht sei Tugend

Der Pfarrer in der Kirche habe nicht über das „richtige Tempolimit auf Straßen“ zu predigen. Dies gehöre in die Parlamente. Dennoch sei es „für jeden und jede offenkundig“, dass „wir bei der Schöpfungsbewahrung aber ganz und gar nicht auf der Bremse stehen dürfen“. Die Schöpfung sei „die erste jener Voraussetzungen, die wir uns selbst nicht schaffen können“, so der Bischof. Daher seien langsamer Fahren und Konsumverzicht Tugenden.

EV-Bischof bekennt kath. Soziallehre

Wiederum bedient sich Stäblein der Philosophie aus Laudato si‘. Der Konsum müsse eingeschränkt werden, so u.a. in Pos. 51:
„Die Erwärmung, die durch den enormen Konsum einiger reicher Länder verursacht wird, hat Auswirkungen in den ärmsten Zonen der Erde, besonders in Afrika, wo der Temperaturanstieg vereint mit der Dürre verheerende Folgen für den Ertrag des Ackerbaus hat.“

Dazu offenbart der Bischof auch noch seine Ausrichtung zur katholischen Soziallehre. Diese Lehre, einst vom Papst Leo XIII. im Jahr 1891 der Welt verkündet und im Jahr 2020 vom Papst Franziskus per Enzyklika Fratelli Tutti aufgefrischt, hat dem Konsum ebenfalls den Kampf angesagt. So ist in Pos. 35 zu finden:
„Ist die Gesundheitskrise einmal überstanden, wäre es die schlimmste Reaktion, noch mehr in einen fieberhaften Konsumismus und in neue Formen der egoistischen Selbsterhaltung zu verfallen“.
In Pos. 44:
„Während die Menschen in ihren behaglichen Konsumgewohnheiten verharren, gehen sie gleichzeitig ständig vereinnahmende Bindungen ein.“
In Pos. 222:
„Der Konsumindividualismus verursacht viel Missbrauch.“

Der falsche Prophet outet sich

Die Stellungnahme des evangelischen Bischofs Christian Stäblein über den Klimawandel und die einzunehmende Position der Kirche hätten kein besserer Beleg für die berechtigten Warnungen der Bibel sein können. Die Menschheit wird eindringlich gewarnt vor das symbolisch Babylon genannte religiös-politische System. Dieses neuzeitliche Babylon besteht aus drei Teilen. Der Drache, das Tier und der falsche Prophet (siehe Offenbarung 13). Besonders interessant im Zusammenhang mit den Ausführungen des EV-Bischofs erscheint hier der falsche Prophet. Dieser führt vor den Menschen die Dogmen des Tieres aus. Die Argumentation des Bischofs basiert ausschließlich auf die Lehren der röm. kath. Kirche. Dass Stäblein sogar mit „Zeichenhandlungen“ durch die Kirche agieren wolle, ist eine zusätzliche Bestätigung der Vorhersage in Markus 13,22:
„Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“

Paulus hat es mit seinem zweiten Brief an die Korinther auf den Punkt gebracht:
„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.“ (2. Korinther 11,13-15)

Bibelverse aus Schlachter 2000

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