Maria steht unbestritten im Mittelpunkt der römisch-katholischen Kirche. Jesus Christus bestenfalls als Säugling in Marias Anwesenheit gebracht, aber ansonsten an den Rand gedrängt. Die Maria-Legenden sind derart abenteuerlich, dass die eigentlich fälligen Belege aus der Bibel kurzerhand als völlig unnötig erklärt werden. Dies auch noch mit absonderlichen Begründungen. Die Erzählungen rund um Maria gründen zudem auf einem sich zum Heidentum bekennenden Werk, die “Offenbarung des Jakobus”.
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Der Glaube per Anleitung
Marias körperliche Aufnahme in den Himmel müsse nicht bewiesen werden. Das sei gar nicht notwendig, so ein römisch-katholischer Priester in einem Beitrag in “catholic.com“. Daran ändere auch nichts, dass die Lehre Maria Himmelfahrt erst im Jahr 1950 für “viel überraschend” sehr spät von der Kirche Roms als dogmatisch festgelegt wurde. Papst Pius XII verfügte, und jetzt kommt die Würze, dass alle Katholiken diese Lehre als “göttliche Offenbarung” anerkennen und glauben müssen. Der Papst legt fest, diktiert, und die Schäfchen sind dazu verpflichtet, den Glauben des Papstes unwidersprochen anzunehmen.
Der Glaube des Papstes ist Pflicht für alle
Nun gut, dies liegt in der DNS dieser Kirche und ist auch im Kirchengesetz so festgehalten. Die absolute Unterwerfung und der unwidersprochene Glaube an das, was auch immer aus dem Bauch des Petersdoms (Isis-Wampe) abgesondert wird. Das Bistum Augsburg erklärt hierzu (Quelle):
“Auch die Kirche hält daran fest, dass die Gläubigen im allgemeinen und die Diener der Kirche im Speziellen dem Papst und dem Bischof Gehorsam leisten müssen. “Gehorsam” hat in der Kirche einen geistlichen Sinn.”
Diese Forderung sei begründet, so das Bistum, in der Tatsache, dass Jesus das Haupt der Kirche sei und in der Aussage in Philipper 2,8:
“und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“
So heißt es im “Codex Iuris Canonici (CIC)”, Kanon 212, Absatz 1:
“Was die geistlichen Hirten in Stellvertretung Christi als Lehrer des Glaubens erklären oder als Leiter der Kirche bestimmen, haben die Gläubigen im Bewusstsein ihrer eigenen Verantwortung in christlichem Gehorsam zu befolgen.“
Daraus folgte, dass die, im eigentlichen Sinne, Glaubens-Diktate des Pontifex, welcher schließlich der irdische Stellvertreter Jesu, ja Gott gleich sei, von derselben Göttlichkeit und daher unfehlbar sein müssen. Die Irrtumsunfähigkeit des Papstes wurde zwar schon sei Jahrhunderten proklamiert, aber mit dem Ersten Vatikanischen Konzil (1869-1870, Papst Pius XI) ebenfalls sehr spät als eine unumstößliche Doktrin festgelegt.
Dennoch raffiniert und bösartig zugleich. CIC 212 betont, dass die Gläubigen in ihrer eigenen Verantwortung (Gewissen) handeln sollen. Zwar wird eine Glaubensvorgabe erzwungen, Abweichungen als Häresie beurteilt, sogar mit dem Tod bestraft, aber “wir haben doch gesagt, du sollst deinem eigenen Gewissen folgen. Somit war es deine freie Entscheidung”. Bitter, aber wahr. Denn Gott verhindert, dass der Mensch getäuscht werden kann, ohne je eine Chance gehabt zu haben, die Wahrheit zu erkennen, oder seinem Gewissen (Heiliger Geist) zu folgen. Ein Prinzip, das neben der Religion auch für Politik und Geopolitik gilt.
Beweise für Maria-Legende unnötig

Dieser gesetzlich vorgeschriebene Zwangs-Glaube gilt somit auch für die Lehre, Maria sei in den Himmel aufgenommen worden. Davon abweichende Ansichten, ganz speziell Maria betreffende, ist damit automatisch ein Häresie. Noch vor 1798 resultierte das Festhalten an der Ketzerei, trotz der Chance des Widerrufes, regelmäßig in der Ermordung des erklärten Häretikers, alternativ gegen bare Münze verkauft für das Rudern auf Galeren.
Der Priester hebt in seinem Beitrag hervor, dass die Bibel “nichts direkt über die Himmelfahrt sagt”. Das gilt auch für das Leben Marias nach Pfingsten und auch für ihren Tod. (Sogar) der protestantische Evangelist Scot McKnight wies darauf hin, dass Gott durchaus die Macht habe, Menschen in den Himmel aufzunehmen, so der Priester. Hierzu diene nun die Logik, dass etwas nicht zwangsläufig unmöglich sein müsse, nur weil nicht darüber berichtet wurde.
Daher sei die Vorgehensweise der “alten Kirche” nicht das Suchen nach Beweistexten gewesen, sondern das Herausfinden, ob die Lehre der Himmelfahrt Marias mit allen “Heiligen Schriften” und “anderen christlichen Glaubenslehren” übereinstimmten. Der Priester stellt an dieser Stelle die Frage, warum die Kirche so lange wartete, Marias Himmelfahrt als Doktrin festzulegen. Eine Antwort bleibt jedoch aus, stattdessen eine Vermutung:
“Vielleicht hatte der Heilige Geist gewartet, um der materialistischen und mechanistischen Sichtweise entgegenzuwirken, die von manchen im Namen der Wissenschaft propagiert wurde.“
Maria Himmelfahrt sei Glaubens-Verstärker
Prompt folgt eine Umkehrung von Ursache und Wirkung. Marias Himmelfahrt sei nicht ein Beleg für die “christliche Hoffnung auf eine leibliche Auferstehung”, sondern führe zu diesem Glauben aufgrund ihrer bekräftigenden Natur. Ein Zeugnis, so der Priester, über die “spirituelle Dimension” des Menschen, “die bis in alle Ewigkeit währt”. Und schon fließt zur Argumentation eines der ersten Lügen der Schlange im Garten Eden ein: die Lüge über die unsterbliche Seele (Info).
Eine weitere Aussage des Priesters ist geradezu entlarvend. Die quasi Erleuchtung der Menschen über die Himmelfahrt Marias sei vom Heiligen Geist verursacht worden. Aus diesem Grund “untersuchte der Heilige Geist das Alte Testament” nach Beweisen und führte die frühen Christen zur Erkenntnis, dass Maria die “Bundeslade des Neuen Bundes” sei. Als vermeintliche Belege der Bibel bemüht der katholische Kleriker Offenbarung 11,19 und Offenbarung 12,5.
Maria-freundliche Interpretation
“Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel.” (Offenbarung 11,19).
Wer im Kontext liest, der weiß es besser. Diese Bundeslade ist die tatsächliche Bundeslade, welche die 2 Gesetztafeln Gottes enthält. Zudem zum Zeitpunkt der 7. Posaune, also die Präsentation der 10 Gebote Gottes, der Maßstab und die Grundlage für das nun finale Strafgericht des ewig gerechten Gottes.
“Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.” (Offenbarung 12,5)
Diese (symbolische) Frau ist nicht Maria persönlich. Die Frau, welche mit der Sonne bekleidet ist und auf dem Mond steht, eine Krone auf dem Haupt hat und sich darüber 12 Sterne befinden, ist die Darstellung des (alten) Volkes Israels, das Volk Gottes, aus dem Jesus (Stamm Juda) hervorgeht. Die Kirche Roms lehrt zudem, dass die Geburt Jesu für Maria auf “wundersamer Weise” ohne Schmerzen verlief. Dabei ist in Offenbarung 12,2 beschrieben:
“Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“
Heiliger Geist muss “forschen”?!

Der eigentliche Knackpunkt ist die Darstellung des Priesters, dass der Heilige Geist im Alten Testament nachforschte, um so die Belege für Marias Himmelfahrt zu sammeln und es im Anschluss den frühen Christen mitzuteilen. Um das Wort “Faseln” zu vermeiden, die einfache, aber zwingende Frage, “wovon schreibt der Priester da?” Der Heilige Geist muss demnach das Alte Testament durchforschen, um erst einmal selbst Kenntnis zu erlangen, bevor dieser sein Wissen weitergeben kann?
Hierzu einfach nur 2. Timotheus 3,16:
“Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,“
Um an dieser Stelle gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, zusätzlich der Hinweis darauf, dass mit “alle Schrift” das zum Zeitpunkt der Apostel bereits abgeschlossene Evangelium gemeint ist, und nicht irgendwelche später erschienen Pseudo-Schriften und persönliche Meinungen, welche die Kirche Roms als Tradition und Glaubens-Diktat weiterführte, Galater 1,6-8:
“Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!“
Die Argumentation des katholischen Priesters rund um die Begründung der Himmelfahrt Marias ist zwar sehr blumig, aber inhaltlich fast leer. Die tatsächlich enthaltenen Aussagen sind schlicht Unwahrheit. Wenn man eine Behauptung nicht belegen kann, so wird einfach der Beweis als unnötig erklärt. Die Präsentation der Philosophie der römisch-katholischen Kirche, wie sie leibt und lebt.
Heidenschrift “Offenbarung des Jakobus”

Zu den Ur-Lehren der Kirche Roms gehört insbesondere die “Unbeflecktheit Marias”. Sie sei ohne Sünde, ohne Makel, die “besonders Begnadete Gottes”. Wer waren eigentlich die Eltern Marias? In der Bibel ist nichts davon zu finden, ebenso wie jeglicher Hinweis darauf fehlt, dass Maria jemals ohne Sünde war bzw. blieb. Auf welchen “Erleuchtungen” basiert diese Legende?
Tatsächlich existiert ein Buch, ein sog. Protoevangelium, welches die “Entwicklung” Marias zu beschreiben versucht. Es ist die “Offenbarung des Jakobus”. Um das Jahr 150 n.Chr. entstanden und hat nicht einmal einen Platz in den Kanon der römisch-katholischen Kirche gefunden. “Wiederentdeckt” wurde dieses Schreiben vom Franzosen Guillaume Postel im 16ten Jahrhundert. Postel, ein Humanist und Jesuit, hielt es für die Vorgeschichte des “Markusevangelium”, ließ es ins Latein übersetzen und im Jahr 1552 verbreiten. Es folgten sehr rasch weitere Übersetzungen in andere Sprachen und auch eine entsprechend große Verbreitung.
Trotz der äußerst fragwürdigen Herkunft bildet diese Schrift eine Grundlage für die heute umlaufenden Sagen und Legenden rund um Maria ab. Alternativ kann diese Pseudo-Schrift auch dazu gedient haben, die als Zwangs-Doktrin umgesetzten Wunschvorstellungen der katholischen Kleriker als eine Bestätigung zu benutzen. Die Adressierung des Werkes auf Jakobus geht ebenfalls auf katholische Tradition zurück.
Tiefenstudium gar nicht nötig
Schon ein nur oberflächlicher Blick in die “Offenbarung des Jakobus” ist aufschlussreich.
Demnach waren die Eltern von Maria der sehr reiche Joachim und die Hebräerin Anna. Offenbar die Kinderlosigkeit von Abraham und Sara zum Vorbild, warteten und flehten auch Joachim und Anna jahrelang für die Geburt eines Kindes. Der “Schoß Annas blieb aber verschlossen”, bis schließlich ein Engel kam und Anna die frohe Botschaft von der Gnade Gottes berichtete. Sie werde ein Kind bekommen. Anna nannte ihre Tochter Maria und sie wurde durch die gesonderte Gnade Gottes von der Erbsünde befreit.
Krasse Widersprüche
Als 3-Jährige wurde Maria von einem Priester auf die 3te Stufe des Altars gesetzt. Im Alter von 12, also der Übergang zum Erwachsenenalter, ging für Maria ein Priester mit 12 kleinen Glocken in das Allerheiligste des Tempels, um für Maria zu beten.
Allein der Hinweis, dass Maria auf die 3te Stufe des Altars gesetzt wurde, ist entlarvend. Erstens hatte am Altar des Tempels niemanden anderes etwas verloren, als die Priester selbst. Zweitens standen nur die Altäre der Heiden und ihre Pseudo-Götter auf einer Empore (wie auch heute in der katholischen Kirche), während der Altar Gottes im Vorhof ebenerdig aufgestellt wurde. Es gab keine Stufen.
Mitten im Jahr ging ein Priester (nicht der Hohepriester) ins Allerheiligste? Wahrlich, das hätte der Priester nicht überlebt. Nur ein einziges Mal pro Jahr, konkret am Tag der Versöhnung (Jom Kipphur am 10. Tischri) war es ausschließlich dem Hohepriester, nach tagelanger gründlicher Selbstreinigung, erlaubt, in das Allerheiligste einzutreten.
Maria war für Purpur & Scharlach zuständig

Ein weiterer interessanter Aspekt in der “Offenbarung des Jakobus” ist, dass Maria die Ankündigung des Engels über die kommende Geburt Jesu erhielt, als sie gerade dabei war, den Tempelvorhang zu weben, in Purpur und Scharlach. Das ist geradezu ein Knaller. Der Tempelvorhang ist die Trennung zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. Dieser war längst vorhanden und zwingend vorgeschrieben, da außerdem “überlebenswichtig” für alle ins Heiligtum gehenden Priester. Dieser Vorhang war es, der beim Tod Jesu am Kreuz von oben bis unten vollständig durchriß (Matthäus 27,51).
In “Offenbarung des Jakobus” heißt es in Kapitel 10:
“Und der Priester sagte: “Bringt mir hierher, wer den Goldfaden spinnt, und den unbefleckten [Faden], und den Byssus [feiner Leinen], und die Seide, und den Hyazinth [tiefblauer Edelstein], und den Scharlach [roter Stoff], und das echte Purpur.” Und Maria erhielt das echte Purpur und den Scharlach, und sie nahm es und verwahrte es in ihrem Haus.“
Purpur und Scharlach für Maria? Sehr interessant. Denn Offenbarung 17,3-5 beschreibt:
“Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Greueln und der Unreinheit ihrer Unzucht, und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde“
Das Blaue kann auch heute in den römisch-katholischen Kirchen bewundert werden. Nicht an den Gewändern der Priester (Bischofs-Purpur, Kardinals-Scharlach), auch nicht an irgendeinem Vorhang, sondern am Mantel der immerwährend anwesenden Maria in Form einer Statue (Idol).
Römisch-katholisches Bekenntnis zum Heidentum
Schon die ersten Kapitel dieser Pseudoschrift legen offen, dass es sich mit den Maria-Legenden um auf pures Heidentum basierendes Gedankengut handelt (Info). Neben den offenkundigen Widersprüchen zum niedergeschriebenen Wort Gottes ist das Werk sogar ein offenherziges Bekenntnis zum antiken Heidentum. Wer es sich antun will, bzw. aus reinen Bildungszwecken zum Erkennen des römisch-katholischen Anti-Christentums das ganze Werk “Offenbarung des Jakobus” lesen will, kann es hier finden.
Weiterhin ist von Magiern, Prüfwasser und besonders aussagekräftige Stäbe die Sprache gemäß dem Urteil Gottes die Sprache. Was braucht es noch, um die Kirche Roms als eine Pseudo-christliche Institution zu erkennen? (Info)
Ratschlag
Die Betonung liegt auf das Heidentum der römisch-katholischen Kirche, nicht aber auf den getäuschten, einzelnen Katholiken. Ihnen sei gründlichst ans Herz gelegt, sich selbst, eigenverantwortlich, um das Wort Gottes zu kümmern, es aufzuschlagen und es zu studieren. Das Gebet vor dem Studium, für die Führung durch den Heiligen Geist, vorausgesetzt, wird es Gott eine große Freude sein, den nach der Wahrheit forschenden Menschen auch zur Wahrheit und deren Erkenntnis zu führen. Nicht das Kollektiv wird von Gott beurteilt werden, sondern der Mensch als Individuum.
Die Wahrheit einmal erkannt, wächst auch der Wunsch, dem einzigen, sehr schmalen Weg der Erlösung durch Jesus Christus allein (Johannes 14,6) weiter folgen zu wollen. Noch bleibt etwas Zeit, dem absolut finalen Aufruf zur dringenden Handlung zuvorzukommen:
Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
Offenbarung 18,4-5
Bibelverse aus Schlachter 2000
