Olli Dürr Gesell. Entwicklungen KI simuliert Kommunikation mit Toten – Moderner Spiritismus

KI simuliert Kommunikation mit Toten – Moderner Spiritismus

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Trotz der verebbten Medien-Hausse nimmt Künstliche Intelligenz einen immer höheren Stellenwert ein. Noch mehr, noch weiter, noch fiktiver. Inzwischen ermögliche KI die virtuelle Kommunikation mit Verstorbenen. Die Reinform des Spiritismus in der Moderne.

KI als nächste Dimension der Digitalisierung

Die Digitalisierung ermöglichte bereits bisher Ungeahntes. Mit der Freigabe der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) für die zivile Nutzung scheinen weitere Grenzen eingerissen worden zu sein. Diese überwundenen Grenzen verschaffen dem Menschen jedoch keine neuen Freiheiten in der Wirklichkeit, sondern erweitern lediglich die Horizonte der ohnehin schon in überwiegenden Fiktionen gelebte Welt. Eine virtuelle Welt, möglichst für alle Menschen, so die Träume mancher Zeitgenossen in ihren abgesonderten Positionen. Die Schaffung einer Meta-Welt, so auch der Gedanke für die Einbettung der Plattform Facebook in die neu gegründete Firma Meta von Zuckerberg.

Mensch wird für Fiktionen anfälliger

KI-Gehirnabschaltung

KI – Wenn das Hirn nur noch für Aufnahme von Fiktionen dient

Die KI soll, wie schon alle anderen bisher angepriesenen Errungenschaften der Vergangenheit, das Leben noch einfach machen, wertvolle Zeit sparen und vor allem glücklicher machen. Naja, wenn dem so wäre, würden heute schon allen Menschen die Weintrauben von alleine in den Mund fliegen.

Die Menschen in einer immer mehr von Unsicherheiten und Ängsten durchzogenen Welt scheinen für die geschaffenen künstlichen Welten inzwischen sehr offen zu sein. Auch im anfänglichen Bewusstsein über eine reine Fiktion kann eine unwirkliche Welt dennoch das Gefühl von Glück und Geborgenheit vermitteln. Die klassische Flucht aus der Realität in eine Traumwelt, jedoch nur mit modernen, noch mehr täuschend echt wirkenden Mitteln.

Künstliche Welt als real angenommen

Wie weit das Leben in der virtuellen Welt bereits als bare Münze angenommen wird, zeigt alleine das Beispiel „Metaverse“. Die eigentlich nur konsequente Weiterentwicklung digitaler Währung zum Einsatz in eine ebenso virtuellen Umgebung. Metaverse ist eine im Prinzip reine Computer-generierte Kunstwelt und Nutzer können dort als „Avatare“ ein „Leben“ führen. Ein Leben ohne Geld erscheint auch in der virtuellen nicht möglich zu sein.

Dafür bringt der Nutzer eben sein Kryptokonto ins Spiel. Aufgeladen womöglich noch mit dem übrig gelassenen, mit Einsatz von Lebens-Arbeitszeit und Wertschöpfung verdientem Geld, kann diese Krypto-Zahlungsmittel in seiner Endform virtueller Zahlungsmittel für Kauf und Verkauf eingesetzt werden. Tatsächlich werden in „Metaverse“ auch Immobilien für Millionen-Summen gehandelt. Der Käufer ist dann stolzer Besitzer eines Gebäudes aus Bits und Bytes innerhalb einer rein fiktiven Welt.

Durch die KI mit den Verstorbenen sprechen

KI-Spiritismus

Moderner Spiritismus – Simulation von Toten für Gespräche

So wie die Künstliche Intelligenz bei der Erledigung ihrer Aufgaben keine Grenzen zu kennen scheint, kennt der Mensch sichtlich keine Grenzen bei der Auswahl der Gebiete, in der KI aktiv eingesetzt werden soll. Ein „findiger Betroffener“ hatte die Idee, anhand von Künstlicher Intelligenz über die Phase der Trauer hinwegzukommen. Nachdem seine Mutter im Oktober 2022 gestorben war, entwickelte er ein Programm, mit dem er mit seiner verstorbenen Mutter kommunizieren könne. So glaubt es der Programmentwickler zumindest.

Eine Idee, die ihn nun zum CEO des Start-Ups YOV machte. Klingende Münze mithilfe des in dieser Welt noch allgemein anerkannten Geldes. Ein Monatsabo kostet zwischen 10 und 20 Dollar (Quelle). Die notwendigen Informationen für die Schaffung dieser „Verson“ (Virtuell & Person) erhält die KI anhand eingespeister Chatverläufe, per E-Mail geführten Austausch und auch Bilder. Nicht nur der Nutzer kann bei „Bedarf“ diese Verson ansprechen, sondern sich auch zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen lassen, wenn die Verson gerade „Lust“ dazu hat.

Was sagt eine Ethikerin dazu?

Das katholische Magazin „Kirche und Leben“ hat sich dafür interessiert, wie eine Ethikerin über derlei virtuelle Personen-Erschaffung Verstorbener denkt (Quelle). Die Ethikerin sieht bei dieser Simulation Verstorbener das Problem der verzögerten oder sogar unmöglichen Trauerbewältigung.

Anders als bei einfachen Fotos haben solche „Avatare“ eine sehr hohe Suggestivkraft. Darüber hinaus gebe es ggf. Kollisionen mit Datenschutz und ein Potenzial des Missbrauchs. Dennoch sei bereits heute schon absehbar, dass es schon in den kommenden 20 Jahren der Fall sein wird, dass ein jeder Mensch seinen eigenen Avatar haben wird.

Das katholische Magazin fragte auf dem Gebiet der Theologie lediglich nach, ob es Anzeichen für Interesse aus Kirchenkreisen gebe. An diesem Punkt sei die Nachfrage jedoch noch sehr gering.

Spiritismus in lediglich moderner Form

Aus der Sicht des Evangeliums ist die Nutzung der Künstlichen Intelligenz für die Simulation Verstorbener, um mit ihnen zu kommunizieren, reiner Spiritismus. Nun mag man einwenden, dass dies doch nur künstliche, nicht echt, rein virtuell sei. Ja, ist es auch. Um das geht es überhaupt nicht. Auch der vermeintlich „echte“ Glaube an die Geister oder Seelen Verstorbener ist rein virtuell, und nicht die Wirklichkeit. Dass an dieser Stelle das katholische Magazin nicht kritisch nachhakte, ist verständlich.

Kartenhaus

Katholischer Katechismus steht auf einer Menge Lügen

Das halbe Kartenhaus des katholischen Katechismus basiert auf dem irrigen Glauben an einer unsterblichen Seele. Erst diese Annahme ermöglicht die weiteren Fantasie-Erzählungen über Fegefeuer, Fürbitten von „Heiligen“ und insbesondere die heutige Position Marias als „Königin des Himmels“ nach ihrer leiblichen Himmelfahrt. Auch die einst protestantischen Kirchen haben diese Mär einer unsterblichen Seele übernommen, ansonsten würde die sofortige Himmel- oder Höllenfahrt nach dem Ableben auch nicht funktionieren (Info).

Der Glaube ist nichts zum Anfassen

Auch der wahre Glaube gemäß dem Evangelium ist keine körperliche Sache zum Anfassen. Es dreht sich einzig und allein darum, woran der Mensch glaubt. Auch das Anbeten von Bildern, Figuren und Symbolen ist völlig nutz- und sinnlos, da es sich nur um Fiktionen, Gedankenkonstrukte des Menschen handelt. Aber der Mensch, der dies tut, glaubt daran. Dieser ist in der irrigen Annahme, der Gegenstand aus Holz, Pappe, Stein, Porzellan oder Metall sei innerlich belebt bzw. das Tor zu etwas, was lediglich rein geistig zugedacht wurde. Es ist aber nichtig.

Das Anbeten von Bildnissen ist eine Spezialität der Kirche Roms, die schon sehr früh das Zweite Gebot Gottes (Götzenanbetung, Bildnisse) aus ihrer Aufzählung der 10 Gebote strich (Info).

Die Bibel sagt, was Sache ist

Der Jurist würde sagen, der Gebrauch dieser App mit der Simulation Verstorbener erfüllt den Tatbestand des Spiritismus. Was sagt das Evangelium über die Unterhaltung mit Toten? 5. Moses 18,10-12:
Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei oder ein Beschwörer oder ein Zauberer, oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager, oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem Herrn ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt der Herr, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz.

Matthäus 22,32:
„»Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.“

Die Bibel immer selbst lesen

Bibel-Weg

Bibel zeigt den einzig richtigen Weg auf

Es ist völlig egal, ob nun „wie früher“ die Geister anhand von Kerzen, Pentagrammen, Rauch und abgenagten Hühnerknochen, oder auf moderne Weise per App auf dem Smartphone angesprochen werden. Der Glaube an die Möglichkeit, mit den Geistern oder Seelen Verstorbener sprechen zu können, in welcher Form auch immer, ist für Gott ein Gräuel. Punkt. Daher kann man von derlei Praxis nur eindringlich warnen. Wer damit auch nur „spielt“, öffnet damit Tür und Tor für diejenigen, die man am besten auf größtmöglichen Abstand halten sollte.

Da kann ein Pfarrer, Pastor, Priester behaupten, was dieser nur möchte, weicht dies vom Evangelium ab, kann es nicht richtig sein. An dieser Stelle, wie auch zu einer jeden anderen Gelegenheit, ist es besser, den Redner solcher Gräuel – rein virtuell natürlich – mit nassen Fetzen von der Kanzel zu treiben und die Bibel selbst in die Hand zu nehmen, um herauszufinden, was Gottes Wille ist.

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.
Römer 10,17

Bibelverse aus Schlachter 2000

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