Eindrucksvoll die inzwischen offenherzige Präsentation des ohnehin nicht zu leugnenden Heidentums der römisch-katholischen Kirche. Ein katholisches “Fachmagazin” erklärt seinen Lesern den Grund für die seltsame Frage des Johannes des Täufers an Jesus Christus. Die Auslegung ist neben der unvergleichlichen Abenteuerlichkeit auch ein willkommenes “Outing” der wahren Natur des Papsttums.
Warum fragte Johannes derart nach?
Das römisch-katholische Magazin und medialer “Glaubenserklärer” lieferte jüngst ein Musterbeispiel, wie man das Evangelium ausgiebig biegen, beugen und brechen kann, um es mit der römischen Doktrin vereinbar zu gestalten (“catholic.com“).
“Thema des Tages” war die Beantwortung der Frage, welchen Grund, bzw. welches Motiv Johannes der Täufer hatte, nachdem er bereits ins Gefängnis geworfen wurde, Boten zu Jesus Christus zu schicken, um diesen zu fragen, ob Er tatsächlich der Angekündigte sei, oder man noch auf diesen warten müsse. Ein offenbarer Ausdruck des Zweifels an der Wahrhaftigkeit Jesu Christus als der längst angekündigte und auch erwartete Messias.

Der Autor, ein römisch-katholischer Pastor, ging an dieses Thema heran, um es den nach Antworten suchenden Schäfchen zu erklären. “Warum sollte Johannes das fragen?”, so der Titel. Dann folgt eine ganze Kette von Begründungen, welche allerdings eindrucksvoll verdeutlichen, welcher Geist und welches Selbstverständnis in dieser römischen Doktrin-Institution tatsächlich am Wirken ist.
Vorab gleich die ohnehin hervorstechende Auffälligkeit, dass der Autor bei jeglicher Darstellung einer vermeintlich biblischen Aussage, gänzlich auf Quelle bzw. Vers-Angaben verzichtet. Im gesamten Bericht ist nicht ein einziges Referenzbeispiel des Evangeliums benannt. Offenbar auch als nicht notwendig erachtet, denn die erste gewichte Informationsquelle für die Antwortfindung sei das Werk “Catena Aurea” des “heiligen” Thomas von Aquin. Gefolgt von der Aufzählung weiterer “Kirchenväter”, die zu diesem Thema unterschiedliche Ansichten vertraten, darunter Ambrosius, Chrysostomus, Hieronymus, Hilarius und Gregor der Große. Alle hatten demnach zu dieser Frage ihre jeweilige Meinung gebildet.
Dennoch gäbe es eine Gemeinsamkeit, und zwar jene, dass es nicht wirklich das Anliegen von Johannes war, sondern diese Frage stellvertretend für die Jünger anwandte. Wie auch immer. Zumindest kommt der Autor zur korrekten Hervorhebung, dass Johannes dennoch bis zu seinem Lebensende am Glauben festhielt. Deutlich wird zudem, dass selbst alle Apostel davon ausgingen, Jesus Christus sei eben jener Retter und Erlöser, welcher das Volk aus der Knechtschaft befreie, Sein Königreich errichte, zusammen mit Seinem Volk über alle Nationen der Erde herrsche. Ein nationaler Jesus, genährt von den Glaubens-Diktaten der Pharisäer und Schriftgelehrten.
Dann gerät der Autor schon auf ein Gebiet, das nicht mehr nachvollziehbar ist. Gemäß seiner Ansicht, erfülle sich die Prophetie des Propheten Jesaja (vermutlich Kapitel 32, Angabe fehlt jedoch). Der Bezug ist, “die Wüste wird erblühen; die Rechtfertigung Israels steht bevor”, so der Autor. Jesaja 32 behandelt “das kommende Friedensreich des Messias” und in Vers 15 ist beschrieben:
“so lange, bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird. Dann wird die Wüste zum Fruchtgarten, und der Fruchtgarten wird wie Wald geachtet werden.“
Dispensationalismus wird bedient

Da sich der Autor eindeutig auf dem Gebiet des sogenannten Dispensationalismus bewegt, in dem von einem buchstäblichen, nationalen Israel die Rede ist, das errichtet werde, nachdem die Christengemeinde vorab durch eine Vorentrückung ins Himmlische Reich geholt werde, kommt die prophetische Dimension einer künftigen Neuen Erde und Jesus Christus als König nach einer Phase von 1000 Jahren der Ruhe (Millenium) gar nicht infrage.
Das Problem besteht jedoch klar darin, dass Futurismus wie auch Dispensationalismus “geistiges Eigentum” zweier Jesuiten, namens Franziskus Ribera (1537–1591) und Manuel Lacunza (1731-1801) sind. Heute glaubt an dieser Variante eine Mehrheit der evangelikalen Denominationen (Info).
Der Geist der Ökumene
Schon jetzt ist absehbar, dass die Begründung der Frage des Johannes somit der laufenden Ökumene dienlich sein soll. Denn mit der Zukunftsvariante und dem Festhalten an der Prophetie-Auslegung der (orthodoxen) jüdischen Gemeinde findet sich eine deutliche Schnittmenge. Doch darin war Jesus Christus zu Seinem irdischen Wirken unmissverständlich eindeutig.
“Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden!” (Lukas 13,34-35).
“So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” (Matthäus 28,19)
“Und er sprach zu ihnen: Ihr wißt, daß es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen; doch mir hat Gott gezeigt, daß ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.” (Apostelgeschichte 10,28)
Nach Auftrags-Vermasselung

Der einst exklusive Auftrag Gottes an Sein erwähltes Volk Israel (bzw. Juda), für die Heiden das leuchtende Vorbild zum Erkennen des wahren Gottes zu sein, ging ab nun der Auftrag an die Apostel, die Heilsbotschaft auch den Heiden zu verkünden. Denn Gottes Volk hat trotz der “letzten Frist” (70-Jahr-Woche – Info) den Auftrag schlicht vermasselt.
Das Fass war nun endgültig übergelaufen und Gott hat Seinen exklusiven Auftrag dem Volk Israel entzogen. In 70 n.Chr. folgte die Zerstörung Jerusalems samt Tempel und in den 130-er Jahren durch den verlorenen Bar-Kochbar-Aufstand die völlige Auflösung von Juda. “Euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden”, sprich “aus die Maus”.
Aus Saulus, ein Pharisäer und noch auf dem Weg nach Damaskus, um die junge Christengemeinde zu verfolgen, von Jesus Christus gestoppt und bekehrt, wurde schließlich Paulus.
Von der Errichtung eines buchstäblich, nationalen Israels, keine einzige Spur. Das buchstäbliche Volk Israel, bzw. die einzelnen Stämme, haben ihre Sonderposition als ausgesuchtes Volk jedoch nicht verloren. Sie sind dargestellt als der “Ölbaum”, in dem auch die Heiden (Zweige) eingepfropft werden für ihre unmittelbare Teilhabe am Evangelium. Für alle jedoch gleich und auch gerecht, “Rechtfertigung durch Gnade Jesus Christi durch den Glauben” (Römer 11). Das Opfersystem war mit der Kreuzigung Jesu aufgehoben und wer dennoch weiter opferte, oder dies auch künftig anhand eines ominösen “3. Tempels” erneut einführen will, drückt damit seine Ablehnung des Heilswerk Jesu Christi aus.
Jetzt wird’s richtig “knackig”

Es folgt durch den Autor die Hervorhebung, dass der Mensch nicht gegen Feinde aus Fleisch und Blut kämpfen müsse, sondern “geistliche Mächte der Trockenheit und Trennung”. Hier fragt man sich auf den ersten Blick, wie man nur auf derartige Ideen kommen kann. Ein Hinweis auf die entsprechende Bibelstelle fehlt selbstverständlich auch hierzu. Doch diese Aussage lässt sich in Epheser 6 finden. Keine Überraschung, dass sich die biblische Aussage “dezent” anders liest:
“denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].” (Epheser 6,12).
Grottenfalsche Darstellung
Also, “geistlichen Mächte der Bosheit und Weltbeherrscher der Finsternis”, und nicht “geistliche Mächte der Trockenheit und Trennung”. Was sollte das auch darstellen? Auch hier ist klar, das angewandte Narrativ bedient die römisch-katholische Soziallehre und das offenkundige Bestreben, die Menschen zu einer Menschheitsfamilie zu vereinen. Überwindung der Unterschiede und Konzentration auf die Gemeinsamkeiten. Ökumene pur (Info).
Der Autor favorisiert für die Antwort der einleitenden Frage des Johannes des Täufers aus dem Pool der Meinungen der “Kirchenväter” die Variante von Hilarius. Warum? Weil Hilarius nach der Meinung des Autors eine aufschlussreiche Allegorie böte. Es handelte sich damit um ein Phänomen auf “mystischer Ebene”. Johannes habe das Werk des Gesetzes vollendet (!?). Jetzt sei das Gesetz durch die Bosheit der Menschen gefangen, um Christi Bekanntheit zu unterbinden. Johannes sandte hierzu das Evangelium aus (!), damit gesehen werden konnte, dass Zweifel der Werke des Evangeliums in Glauben verwandelt würden.
Verdrehung Evangelium erster Klasse
Das ist wahrhaft ein vielfältiger, starker Tobak. Mystik kommt in der Kirche Roms vor allem dann zum Einsatz, wenn gemäß Evangelium überhaupt nicht zu rechtfertigende Doktrin nicht anders “erklärt” werden können, als ein Phänomen von dem menschlichen Verstand nicht begreifbare Umstände. Extrem sind vor allem die Darstellung eines von Johannes (nicht Jesus Christus!) vollendetem Gesetz, sowie die Versendung des Evangeliums durch den Cousin Jesu Christi. Eine derart massive Leugnung des Evangeliums in einer solch offenen Form, bekommt man tatsächlich von Vertretern der römisch-katholischen Kirche selten zu Gesicht.
Wenn die Kirche Roms von “einem” Christus spricht, ist ohnehin Vorsicht geboten. Denn als ein Gesalbter (griechisch Christos) gilt auch der heidnische Sonnengott Mithras (Mithraskult der Kirche Roms – Info). Dieser auch von Kaiser Konstantin gelebte Mithraskult verdeutlicht ebenfalls die besonders hohe Stellung des Johannes der Täufer in der Kirche Roms. So ist auch die “Verdrehung” des Evangeliums eigentlich als “Umkehrung” zu verstehen. Gut sei böse und Böses sei gut.
Sonderstellung des Täufers

Die Tatsache seiner Enthauptung verleiht dem Johannes eine gesondert hohe Position. Im Okkultismus gilt die Enthauptung als das Symbol eines Neuanfangs, einer neuen Ordnung, eine neue Ära. Ein Grund, warum Johannes sichtlich der Lieblingsname der bisherigen Päpste gewesen ist. Zuletzt Johannes-Paul II, sowie Johannes XXIII (1881 – 1963), der sogenannte Konzilspapst. Heute als “heilig” erklärt. Johannes müsste gemäß der Anzahl der Aufbewahrungsorte seines Kopfes (Totenkult) eine mehrköpfige Fantasiegestalt gewesen sein.
Doch der päpstlich anerkannte Aufbewahrungsort befindet sich in der Blauen Moschee (Sultan-Ahmed-Moschee) in Istanbul, Türkei. Zuletzt bestätigt durch Papst Benedikt XVI anhand seines Besuches und der “meditativen Innehaltung” vor dem Totenschädel, im November 2006. Ursprünglich diente die Moschee als eine Kirche, errichtet von Kaiser Konstantin, im Jahr 360. Die Nutzungsänderung erfolgte in 1453, unmittelbar nach der Eroberung Konstantinopels durch die muslimischen Osmanen. Hier zeigen sich sichtbare Interessens-Schnittmengen zwischen römisch-katholischem Kult und dem Islam.
Das Positive anerkennen
Man muss dem römisch-katholischen “Aufklärungs-Magazin” schon beinahe dankbar sein, für diese klare Offenbarung des genetisch festgelegten Heidentums der römisch-katholischen Kirche. Jegliche Spekulation oder Interpretation, langwierige Nachweise samt biblischen Belegen sind hier gar nicht notwendig. Die tatsächliche Natur der römischen Kirche des Papsttums ist inzwischen ebenso ungeniert präsentiert, wie auch der vielerorts präsentierte, insbesondere in Frankreich zelebrierte Satans-Kult. Schließlich genügt auch ein Blick in die neu hergestellte Kathedrale Notre Dame Paris, eindeutig die Schnittstelle zwischen Katholizismus und Okkultismus, der Öffentlichkeit für (kostenpflichtiges) Bestaunen zur Verfügung gestellt.
Auch eine Art der Offenbarung

Das Traurige und Erschreckende zugleich ist, die inzwischen mögliche Praxis des unverblümt offenen “Outings” der Kirche Roms, ohne hierbei blankes Entsetzen bei ihren devoten Schäfchen auszulösen, oder auch bei den (einst) protestantischen Kirchen, die sich sichtlich im wärmenden Schoß ihrer Mutter pudelwohl fühlen. Eben jene Ökumene, wie sie nicht besser porträtiert werden kann (Info).
So sieht es eben in der Praxis aus, wenn das Evangelium von “geistlicher Blindheit” spricht. Nicht (mehr) einfach nur störrisch und stur, die Wahrheit nicht erkennen zu wollen, sondern schlicht dazu unfähig, diese sehen zu können (Info).
Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden.
Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!
Offenbarung 18,2-4
Bibelverse aus Schlachter 2000
