Der notorische Missbrauch der römisch-katholischen Kirche von Kindern und Jugendliche ist mit wenig Überraschung um einen weiteren Massen-Fall “gewachsen”. So auch im französischen Internat Notre-Dame de Bétharram. Doch hat dieser Fall auch eine politische Komponente.
Routine ununterbrochen

Während Verantwortliche der römisch-katholischen Kirche mit geknicktem Haupt, die während der vielen Jahrzehnte geradezu routinemäßigen unzähligen Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen innerhalb ihres Verantwortungsbereichs öffentlich wirksam bedauern, sogar gegenüber den doch sehr verhaltenen Aufarbeitung der gleichen Fälle in den Kirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), mit großzügig wirksamen Entschädigungen zu kompensieren versuchen, wird dennoch munter an der schon als Tradition anmutenden Gewohnheit munter festgehalten.
So auch im Internat Notre-Dame de Bétharram, Frankreich (Quelle).
Verantwortliche katholische Priester bezeichneten sich bereits selbst als verantwortlich, nachdem seit 2014 bei der Polizei über 150 Anzeigen wegen sexuelle Übergriffe, Gewalt und sogar Vergewaltigungen in der Schule eingegangen waren. Die zahlreichen Vorfälle gehen aber bereits bis in die 1950-er zurück.
Frankreichs Regierung handelt

Die Regierung Frankreichs hat u.a. damit reagiert, überwiegend von der römisch-katholischen Kirche betriebenen Schulen und Internate durch die Polizei schärfer kontrollieren lassen. Es handelt sich immerhin um 7.500, sogar staatlich geförderte Einrichtungen. Eine Maßnahme, die die innerhalb der römischen Kirche für das Schulwesen eingeteilte Personal inzwischen auch als “Übergriffe durch den Staat” bezeichnen. Die Kontrolleure vergingen sich an geltenden Recht, so in der Betonung der kirchlichen Maßstäbe zu Recht, Gerechtigkeit, Sitte und Moral.
Andererseits ist es sehr erstaunlich, dass nach Bekanntwerden derartiger Fälle in den katholischen Lehrstätten die Eltern noch immer ihre Kinder dieser katholischen Institution in Obhut geben, und im Falle von Waisenhäusern die öffentliche Hand nicht schon längst Maßnahmen ergriff, die Kinder aus derartigen Schlangengruben zu holen, wie es mancherorts den hiesigen Jugendämtern sehr locker von der Hand geht, den Erziehungsberechtigten die Berechtigung zu entziehen und die Kinder aus den Familien zu holen, zum Schutze der Schutzbefohlenen.
Erbe der Französischen Revolution

Die “übergriffigen” Kontrollmaßnahmen mündeten bereits darin, so die kirchlichen “Proteste”, im Rahmen des in Frankreich dominierenden Laizitätsprinzips die Kirche als Gesamtes aushöhlen zu wollen (Quelle). Dieses Prinzip ist ein Erbe der Französischen Revolution, bei der jegliche Religion vehement abgelehnt wurde. In diesem Zuge wurde 1798 das Papsttum (damals unter Pius IV) politisch völlig entmachtet (Info).
Tatsächlich theatralische Vorstellung?
Ob die durchgreifenden Maßnahmen der Regierung evtl. darin begründet sind, weil die Tochter des Premierministers Frankreich, François Bayrou, zu den Opfern der römisch-katholischen Gewohnheiten ihrer Priesterkaste zählt, mag durchaus gegeben sein.
Tochter des französischen Premierministers François Bayrou hat kürzlich enthüllt, dass sie in einem katholischen Internat missbraucht wurde. Ihre Aussage hat neue Vorwürfe gegen Bayrou laut werden lassen, er habe von den Missbrauchsvorwürfen an der katholischen Schule Notre-Dame de Bétharram zwischen den 1950-er und 2000er Jahren nichts gewusst. Hierbei schneidet Bayrou allerdings nicht besonders gut ab, denn das erfuhr er von seiner Tochter bereits in den 1980-er, als er noch an diesem Ort als lokaler Beamter tätig war. Auch als Bildungsminister in den 1990-er wurden ihm zahlreiche Berichte vorgetragen und gab sich bis dato als darüber unwissend aus.
Jetzt, nachdem sämtliche Fälle anderweitig öffentlich bekannt wurden, erscheint nun ein weiteres Stillhalten als unpassend. Den zurückhaltenden Respekt gegenüber dem Vatikan fallen gelassen, um jetzt mit viel Aufklärungseifer sein Bewusstsein seiner Verantwortung zu betonen. Vor versammelter Presse gab sich Bayrou im April 2025 über die “jüngst erfahrenen” Vorfälle sehr entsetzt (Quelle).
Historische Unzertrennbarkeit Papsttum & Frankreich

Man darf lediglich nicht vergessen, dass Frankreich bis heute vom Papsttum als seine “älteste Tochter der Kirche” bezeichnet wird. Das geht zurück bis zum Merowinger und Franken-König Chlodwig, der als überzeugter Neu-Katholik, einer von dem jüngst zerfallenen Westroms (476 n.Chr.) hervorgekommener Fürst eines der 10 Germanenstämme, seine militärische Macht dem Papsttum zur Verfügung stellte. Chlodwig verhalf dem Bischof von Rom einen bisher nie dagewesenen Zuwachs an Macht und Einfluss, der schließlich darin mündete, dass der Papst quasi als Kaiser über die Könige Europas herrschte und ungehindert seine historisch einmalige Tyrannei ausüben konnte. Chlodwig ist der “älteste Sohn der Kirche”.
Prophetie der Bibel offenbart das Drehbuch

Da tat auch die (temporäre) Entmachtung des Papsttums im Jahr 1798 der gegenseitig innigen Liebe keinen Abbruch. Schließlich stellte dies auch den fliegenden Wechsel vom 5. Tier zum 6. Tier gemäß der Prophetie in Offenbarung 17 wider (Info). Alles läuft “nach Plan” Gottes, damals, heute und auch das, was noch ansteht. Selbst muss man nur Obacht geben, nicht vom globalen Theater an der Nase durch die Manege gezogen zu werden. Wie das am besten funktioniert, beschreibt 2. Thessalonicher 2,5-12.
Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszuführen und in einer Absicht zu handeln und ihr Reich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes erfüllt sind. Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde.
Offenbarung 17,17-18
Bibelverse aus Schlachter 2000
