Olli Dürr Gesell. Entwicklungen Kathedrale Notre Dame de Paris – Eine Kult-Stätte

Kathedrale Notre Dame de Paris – Eine Kult-Stätte

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Der Wiederaufbau der abgebrannten „Kult-Kathedrale“ Notre Dame de Paris geht mit großen Schritten voran. Inzwischen ist ein wieder ein Kreuz aufs Dach gesetzt worden. Eine römisch-katholische Stätte mit durchwachsener Historie.

Anvisierter Eröffnungstermin

Die römische Kirche jubelt. Die vor rund 4 Jahren abgebrannte Kathedrale Notre-Dame Paris hat wieder ein Kreuz, so der Titel von „katholisch.de„. Am vergangenen Mittwoch hob ein Kran das neue Kreuz auf fast 100 Meter Höhe und beförderte es an seinen vorbestimmten Platz. Mit Eifer wird an der Wiederherstellung dieser Bischofskirche gearbeitet, damit der gewünschte erste Gottesdienst nach Wiedereröffnung am 08. Dezember 2024 stattfinden kann.

„Unsere Liebe Frau von Paris“ brannte lichterloh

Notre Dame Brand

Notre Dame ging in Rauch auf

Am späten Nachmittag des 15. April 2019 (10. Nissan 5779) brach in der Kathedrale ein Feuer aus. Der Dachstuhl des Gebäudes ist fast vollständig abgebrannt. Der sog. Vierungsturm stürzte ein und das darunterliegende Gewölbe wurde von herabstürzenden Dachteile beschädigt. Die Brandursache ist ungeklärt und ebenso rätselhaft erscheint die schnelle Ausbreitung des Feuers bei dieser massiven Konstruktion.

Notre-Dame de Paris, im Verwaltungsbereich des Erzbistums Paris, heißt „Unsere Liebe Frau von Paris“. Damit ist diese Kathedrale der römisch-katholischen „Gottesmutter“ Maria geweiht. Das in den Jahren 1163 bis 1345 errichtete Gebäude steht auf der Insel Île de la Cité im Fluss Seine.

Auf dem Boden des Heidentums

Notre Dame wäre nicht ein „echtes“ römisch-katholisches Gebäude, wenn dieses nicht auf dem Untergrund einst heidnischer Tempel für Götzenverehrung errichtet worden wäre. Diese Insel stand bereits in der Antike während der Zeit der Kelten und im Anschluss auch innerhalb des Römischen Reiches im Zentrum heidnischer Praktiken. Ein Anbetungsort für den römischen „Gott“ Jupiter. Zu Beginn des 6ten Jahrhunderts erklärt der Merowinger Chlodwig I. das besiedelte Gebiet rund um diese Insel als die Hauptstadt seines Reiches. Chlodwig, wenige Jahre vorher zum Katholizismus konvertiert, war ein treuer Gefolgsmann des Papstes.

Papst Anastasius II. (496-498) und Papst Symmachus (498-514) wussten Chlodwig uns seine militärischen Kräfte zu nutzen, um die widerspenstigen Landesfürsten auszuschalten, die sich dem Bischof von Rom und seinem Bestreben nach absoluter Oberherrschaft nicht unterwerfen wollten. Dazu gehörten die Ostgoten, Heruler und Vandalen. Chlodwig versetzte den Ostgoten unter Theoderich den entscheidenden Stoß. Zum Dank ernannte der Papst den Merowinger-König zum „ältesten Sohn der Kirche“. Noch heute wird Frankreich als die „älteste Tochter der Kirche“ bezeichnet.

Notre Dame immer wieder im Mittelpunkt

Notre Dame

Kathedrale auf heidnischem Boden

Die Kathedrale Notre Dame stand in der Geschichte rund um die römisch-katholische Politik sowie der Französischen Revolution einige Male im Mittelpunkt. Im Jahr 1773 verbot Papst Clemens XIV. den Jesuiten-Orden. Lorenco Ricci war für eine Periode von rund 40 Jahren der letzte General Oberer dieses Ordens. Im Jahr 1776 wurden die USA gegründet und drei Jahre später brach in Frankreich die Französische Revolution aus.

Eine von den Jakobinern angeführte Rebellion unter dem Zeichen der phrygischen Mütze. Diese Mütze tragen auch heute zahlreiche der an der Kathedrale befindlichen, wasserspeienden Figuren. Die Kopfbedeckung des heidnischen „Sonnen-Gottes“ Mithras ist die phrygische Mütze, sofern dieser nicht mit der 7-strahligen Sonnenkrone dargestellt wird, wie sie auch auf der Freiheitsstatue vor Manhattan zu bewundern ist. Diese bronzene „Dame“ ist ein Geschenk Frankreichs.

Vernunft der phrygischen Mütze

Phrygische Mütze

Phrygische Mütze – Symbol Mithras & Franz. Revolution

Bereits im Jahr 1793 zelebrierten die Rebellierenden am 10. November im Notre Dame das „Fest der Vernunft“. Die Religion war verboten, es zählte ab sofort nur noch die menschliche Moral. Hierzu „organisierten“ die Revolutionäre eine Prostituierte, zogen sie vollständig aus und trugen sie in den Notre Dame. In der Kathedrale krönten sie die Nackte zur „Göttin der Vernunft“.

Am 02. Dezember 1804 folgte ein weiterer Höhepunkt. Napoleon krönte sich bei Anwesenheit des inzwischen wieder eingesetzten, aber nur zusehenden Papstes selbst zum Kaiser. Diese Krönungs-Zeremonie fand wiederum in der Kathedrale Notre Dame statt.

Es folgte im Jahr 1806 die Auflösung des „Heiligen Römischen Reiches“. Im Jahr 1814 setzte Papst Pius VII. den Jesuiten-Orden wieder ein und verhängte über jeden das Anathema, sollte er auch nur darüber sprechen, den Jesuiten-Orden auflösen zu wollen.

Kuschelkurs mit Frankreich

Der Umsturz in Frankreich und auch die Entmachtung des Papstes Pius VI. im Jahr 1798 war eine Folge der Interventionen der Träger der phrygischen Mütze. Es hat den Anschein, als wenn sich Papst und General Oberer für eine Zeit lang nicht einig gewesen wären. Eine absolute Harmonie innerhalb der Kirche Roms gab es nie.

Das zeigen die heutigen „Meinungsverschiedenheiten“ rund um die Synode. Papst Benedikt XVI. sah sich zu Beginn seines Pontifikates dazu genötigt, anhand eines Briefes den Jesuiten-Orden an deren absolute Loyalität zu erinnern. Papst Franziskus, der erste Jesuit als Pontifex, räumt in der Kurie sichtbar auf. So wundert es auch nicht, dass sich der Jesuiten-Papst und Frankreichs Präsident Macron, der Spross der „ältesten Tochter der Kirche“, bei Treffen ihre gegenseitige innige Liebe demonstrieren.

Frankreich entmachtete Ende des 18ten Jahrhunderts den Papst vollständig und dennoch gegenwärtiger „Kuschelkurs“ mit dem derzeitigen Papst? Es liegt wohl am Unterschied, ob es sich um einen Jesuiten handelt, oder nicht.

Christlich oder heidnisch?

Notre Dame Dämon

Dämonen auf Notre Dame wachen über Paris

Die Kathedrale Notre Dame ist förmlich zugepflastert von Figuren und Abbildungen. So findet man auf der Westfassade eine auf einem Thron sitzende Frau. In ihren Händen ein Zepter, ein offenes und ein geschlossenes Buch. Vor ihr eine Leiter mit neun Steigen. Ein Symbol für den Aufstieg in höheren Sphären und die Transformation zur Gottheit.

Auch der erste große „Revolutionär“ gegen Gott, Nimrod, erhielt einen Gedenkplatz. Selbst an die Toten wird gedacht. Eine Darstellung zeigt San Michele Arcangelo zusammen mit Satan, um die Seelen der Toten auf die Waage zu legen. Beide bestimmen über Erlösung und Verdammung. Der Blick auf den Boden zeigt auch an einer Stelle einen eingelassenen 8-strahligen Stern. Ein Octagon, wie dieser in seiner Ausführung für die „Göttin“ Ishtar Verwendung findet.

Eine römisch-katholische Stätte

Geköpfte Statue

Die Enthauptung – Viele Päpste wählten Paulus und Johannes

Diese Kathedrale ist in der Tat geschichtsträchtig und von einem enorm großen symbolischen Wert. Heidnische Götter, zur Ehren der „Gottesmutter“ Maria und Zufluchts- sowie Ritualgebäude der Träger der phrygischen Mütze. Die geplante Eröffnungsfeier findet am 08. Dezember statt, also zur „Empfängnis der Unbefleckten Maria“ (Isis-Kult – Info).
Kurz: Durch und durch römisch-katholisch.

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