Kath. Kirche gedenkt Papst-Absetzung im Jahr 1798

Papsttum

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Die römisch katholische Kirche gedenkt an ihren Schicksalstag im Februar 1798. Nach herben materiellen Verlusten durch Napoleon Bonaparte folgte die Absetzung des Pontifex Maximus Pius VI. aus seinen Gemächern mit finaler Entsendung nach Valence.

Papst-Entmachtung erfolgte mit einem Handstreich

Papst Pius VI.
Der unglückliche Papst Pius VI.(*1

Die katholische Kirche gedenkt an den 15. Februar vor 225 Jahren. Von einer Feier kann die römische Kirche angesichts des Ereignisses im Jahr 1798 wohl kaum sprechen. Am 15. Februar 1798 schickte Napoleon Bonaparte seinen ohnehin schon seit 5 Tagen Rom befindlichen General Berthier zum Petersdom, um den dort residierenden Papst Pius VI. nicht um eine Audienz zu bitten, sondern diesen kurzerhand aus seinem Gemächern zu entfernen. Napoleon löste den damals bestehenden Kirchenstaat auf, schickte den Papst ins Exil und rief nebenbei noch die Römische Republik aus. Die Tiara wurde aus dem Wappen entfernt und mit einer roten Jakobinermütze ersetzt. Anhand dieser Aktion ist dem Papsttum mit einem Schlag die politische Macht entzogen worden.

Nachfolger-Papst war schnell gefunden

Der bereits gesundheitlich schwer angeschlagene Pius IV. landete vorerst in Florenz. Ein gutes Jahr später ging es über Parma nach Turin letztendlich nach Frankreich. In Haft in der Zitadelle von Valence fand der Papst Ende August 1799 sein Ende. Die vermeintlich heile Welt ohne einen Papst hielt jedoch nicht lange an. Schon ein weiteres Jahr später wurde während der Konklave in Venedig ein neuer Papst gewählt. Dieser nannte sich Pius VII. und saß im darauffolgenden Juli auch schon wieder in Rom.

Kirche beweint den Verlust ihrer Besitztümer

Diese Ereignisse sind für die katholische Kirche verständlicherweise keine mit Wonne begleiteten Erinnerungen. So beklagt das kath. Nachrichtenportal die bereits rund 8 Jahre vor der Entfernung des Pius VI. erlittenen Verluste in Frankreich, noch in der tobenden Revolution. Da gingen in den Wirrungen kirchliche Besitztümer im Rhone-Tal im Süden Frankreichs verloren, sowie der riesige Papstpalast in Avignon. Herb auch der Verlust der Weinberge von Chateauneuf du Pape. Napoleon entriss während seines Feldzuges durch Italien auch noch die kirchlichen Besitztümer Bologna, Ferrara und Ancona. Der Papst musste dies alles und seiner Entmachtung tatenlos zusehen. Welch ein Jammer.

Papstabsetzung nur vermeintliche Verschnaufpause

Mit der Absetzung des Papstes als politische Macht wurde das Zeitalter der Finsternis vorerst beendet. Doch war dies wirklich eine nachhaltige Erlösung für die Menschheit? Eher nicht. Die Vorbereitungen für diesen Clou liefen bereits seit Jahrzehnten. Es musste ein Paradigmenwechsel her. Dazu dienlich waren vor allem die neu aufgekommenen Philosophen und Denker in der Größenordnung wie Voltaire und Kant. Das Motto lautete „vernunftbegabter Mensch“ in völliger Unabhängigkeit von göttlicher Leitung. Dies gipfelte in der Französischen Revolution, bei der nicht nur die von Joseph-Ignace Guillotin konzipierte Tötungsmaschine in Hochbetrieb gestellt wurde, sondern auch in der Inthronisierung einer Prostituierten als „Göttin der Vernunft“ in der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Gott gibt es nicht, die Religion wurde verboten und Bibeln verbrannt.

Absetzung des Papstes stieß auf Begeisterung

Die Menschen jubelten. Angesichts der bis dahin für 1.260 Jahre andauernden Terrorherrschaft des Papsttums auch nachvollziehbar. Der Mensch ist sich seiner selbst Herr, warum braucht es einen grausamen, verfolgenden und mordenden Moralprediger in Rom? Leider konnten die Menschen aufgrund der mit Okkultismus hinterlegten Dogmen der röm. kath. Kirche und der eher unglücklichen Figur der protestantischen Kirchen die Wahrheit des Evangeliums nur sehr schwer erfahren. Doch die Realität holte sie bald wieder ein. Mit der Selbstüberlassung der eigenen Vernunft uferte die Unmoral in Form von Unzucht, Habgier, Raum, Mord und Totschlag sehr schnell aus. Rund sieben Jahre später, am 26. August 1789, erfolgte im Zuge der Deklaration der Menschenrechte auch wieder die Zulassung der uneingeschränkten Ausübung einer Religion.

Dennoch blieb es bei dem Paradigmenwechsel. Der Atheismus war geboren und das Schild der Menschenrechte wird bis heute in höchste Höhen gehalten. Trotz der wieder erlaubten Religion sind die Satzungen und Gesetze Gottes unter den Teppich gekehrt worden. Und so „ganz nebenbei“ wurden nur wenige Jahre zuvor die USA gegründet.

Der Bibel waren diese Entwicklungen bekannt

Die Bibel hat die Absetzung des Papstes sowie die massiven Veränderungen in der Gesellschaft vorhergesagt. Das Jahr 1798 war eine prophetische Punktlandung und mit dem Paradigmenwechsel kam auch das erste mal das „Tier aus dem Abgrund“ hervor.

Das große Finale steht für Rom noch bevor

Das kath. Nachrichtenportal mutmaßt zur Absetzung de Papstes vor 225 Jahren, dass heutzutage nur noch höchstens „ein paar Anarchisten“ auf die Idee kämen, „den Papst vertreiben und den Vatikanstaat aufheben und in die Stadt Rom eingliedern zu wollen“. Damit könnte das Portal durchaus recht haben. Aber das wird nicht so bleiben, denn auch für die (nahe) Zukunft hat die Bibel ein paar deutliche Hinweise gegeben.

(*1 Bildquelle Pius VI.

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