Lieb, teuer, wie ein “heiliger Gral” gehandhabt. Die Lehre von einem von Gott eingerichteten Ort der immerwährenden Qual und Pein für alle verlorenen Seelen. Wehe, man weist darauf hin, dass diese “Hölle” eine uralte, bis heute gepflegte Irrlehre ist, dann weht einem eine eiskalte, scharfe Brise entgegen, da man irgendwie wagte, das Silberbesteck des Hauses heimlich zu stehlen. Die Empörung darüber, dass es keine solche Hölle geben solle, ist generell enorm. Tatsächlich zeigen sich hier Charaktere, welche durchaus eine logische Folge dieses Glaubens an einen quälenden Gott sein kann.
Charakter Jesus Christi annehmen
Wer Jesus Christus “schaut”, der wird nach und nach Seinen Charakter annehmen, so in 2. Korinther 3,18:
“Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“
Jesus Christus “anschauen”, damit ist nicht gemeint, irgendein Fantasie-Bildnis Jesu in die Hand zu nehmen, um es den ganzen Nachmittag zu betrachten, sondern Seine Eigenschaften, Seinen Charakter, Seine Lehren zu betrachten und idealerweise auch diesem allem nachzueifern. Das Ziel ist klar. Die gleichen Eigenschaften annehmen, wie Jesus Christus diese hat, damit automatisch den Willen Gottes tun und somit auch völlig automatisch alle 10 Gebote einzuhalten. Dazu gehört auch das Studium des Wort Gottes, denn hier wird die Kraft des lebendigen Wortes Gottes wirksam.
Letztendlich ein Heuchler

Nun kann man auch einfach den Spieß umdrehen und an einen Gott glauben, der auf der einen Seite die Liebe selbst darstellte, aber am Ende dies nur eine “gute Miene zum bösen Spiel ist”, da doch irgendwo ein Ort sei, in dem alle verlorenen Menschen für Ewigkeiten in einer immerwährenden Hölle schmorten, von Gott am Leben erhalten werden, damit diese verlorenen Seelen auf jeden Fall die immerwährende Qual in vollen Zügen verspüren können. Gott habe diesen Ort extra eingerichtet, ursprünglich nur für den Teufel und seine Vasallen, aber dann doch auch für unzählige Verlorene.
Dieser (Irr-) Glaube an ein für alle Zeit quälender Ort wird nicht von irgendwelchen sonderbaren Splittergruppen gehegt, sondern von einer satten Mehrheit aller protestantischen-evangelischen Kirchen und die römisch-katholische Kirche ohnehin. Ist es deshalb insbesondere bei der Kirche Roms sehr verwunderlich, wenn die irregeführten Schäfchen sich angesichts eines solchen insgeheimen “Monster-Gottes”, einem zornigen, nicht stets zur Gnade gewillten Jesus Christus in eine “rettende, sanftmütige und Menschen unterstützende” sanfte Hand begeben wollen? Die katholische Variante der Maria erfüllte hierzu ideal diesen Zweck.
Es gibt sie nicht, die “Hölle”

Es gibt schlicht und weg diese “ewig peinigende Hölle” nicht. Das ist eine Ausgeburt krankhaft verirrter Geister, inspiriert vom heidnischen Hellenismus der Antike, bis heute in den weiten Teilen der Christen-Welt als eine Tradition geführt. Eben genau die Eigenschaften der römisch-katholischen Kirche bereits sei ihren “Kirchenvätern”. Ein in Aussicht stehender Ort der Pein, welche ideales Mittel, die eigene Kirche als heilsrelevant (Sakrament) zu erklären, um somit die verängstigten Schäfchen ins eigene Gehege zu pferchen.
Dabei ist die Bedeutung des Begriffs “Hölle” alleine schon bei nüchterner Betrachtung, so wie es der hebräische und griechische Urtext der Schrift preisgibt, alles andere als ein Ort der ewigen Qual (Info).
“Monster-Gott” anschauen – Die Folge?!
Wer gemäß 2. Korinther 3,18 Jesus Christus betrachtet, um somit Seine Eigenschaften anzunehmen, so ist es nur logisch, dass die Betrachtung eines eigentlich heuchlerisch liebenden, die Verlorenen in allen Zeiten peinigenden Gott das Gleiche gilt. Wer ständig Action-Movies und irgendwelche Superhelden vor Augen führt, der wird nach und nach ähnliche bis gleiche Eigenschaften annehmen. Daran dürften wohl nur eine Minderheit zweifeln.
Der Charakter Jesu Christi, das krasse Gegenteil dessen, was die Unterhaltung eines brennenden Ortes entspräche. Verwundert es daher eigentlich nicht, wenn der Glaube an einen peinigenden Ort und die Betrachtung dessen, der diese Einrichtung für alle Zeiten befeuert, dazu führt, die einen und anderen Züge eines solchen Monster-Charakters anzunehmen? Die Massen-Folterungen durch die Kirche Roms wäre ein solches Beispiel, wobei die Gründe, insbesondere für die Einrichtung der Inquisition (heute Dikasterium für Glaubenslehre), vor allem auch monetärer Natur sind (Enteignungen der Angeklagten).
Protestantischen Kirchen keine Unschuldslämmer
Auch die anfänglichen protestantischen Kirchen verhielten sich alles andere als rühmlich, wenn es darum ging, den eigenen Glauben zu verteidigen. Schon früh setzte die Verfolgung der sog. Wiedertäufer (Anabaptisten) ein, was ebenfalls in Haft, Folter und Tod mündete. Warum? Weil die Wiedertäufer u.a. erkannten, dass die Säuglingstaufe alles andere als biblisch ist (Info). Anstatt wie Jesus Christus zu handeln und sie einfach “gehen” zu lassen (z.B. Johannes 6), führte man die Wiedertäufer nach Haft un Pein in den Tod über, indem man sie “standesgemäß” ertrank.
Das Motiv für dafür ist nicht wirklich nachvollziehbar. Während die römisch-katholische Kirche sich einen Persilschein ausstellte, indem diese pauschal intervenieren wolle, wenn die Einheit als gefährdet betrachtet werde, sieht es danach aus, als wenn einige ersten Gruppen der Reformation es einfach nicht akzeptieren wollten und eine Art Rache und Strafe anwendeten.
Die Vergangenheit wiederholt sich

Derartige Entwicklungen sind in der heutigen Zeit wieder absehbar. Das gilt insbesondere für die (extremen) Evangelikalen in den USA. Der “dezente” Unterschied liegt jedoch darin, dass der (einstige) Protestantismus längst nicht mehr aus eigenen Motiven handelt, sondern das Lied der Kirche Roms trällert (USA, Tier aus der Erde – Info).
Da wird in Zukunft nicht “gefackelt” werden, denn die evangelikalen Ambitionen sollen in Gesetz gemeißelt werden (z.B. Project 2025), unter Androhung von Sanktionen bei Nichtbefolgung. Gewalt wird wieder zur Alltagssprache werden und damit wäre auch schon das Thema “Malzeichen des Tieres” am Finale der irdischen Zeiten angesprochen (Info).
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Galater 5,22
Bibelverse aus Schlachter 2000
